Sławomir Olszamowski - der Fluch, ein Künstler zu sein

Ganz klassisch verliefen die letzten beiden August-Wochenenden im Restaurant "Danzig" in Oberhausen. An vier Wochenendtagen fand im Theatersaal das Erste Olszamowski-Klavierfestival statt. An vier Abenden war der hervorragende Komponist und Pianist Slawomir Olszamowski aus Köln zu Gast. Man kann ihn in vier verschiedenen Szenen hören. Am ersten Abend spielte er die Werke von Chopin sehr ausdrucksstark. Am zweiten Tag sangen er und der Tenor Zenon Iwan berühmte Lieder und Opernarien. Der dritte Abend war sehr anspruchsvoll, da Slawomir Olszamowski viele Werke zum ersten Mal aufführte. Zu hören waren u. a. Kompositionen von Liszt, Rachmaninoff, Debussy und Gershwin. Am letzten Tag des Festivals war Sławomir Olszamowski zu Gast bei dem Rockmusiker Krzysztof "Ptak" Wrobel, dem Sänger der Solinger Band Communa. Gemeinsam trugen sie u. a. Lieder von Młynarski, Szczepanik und Sinatra vor. Den größten Beifall erhielten sie jedoch nach der Darbietung des Liedes "Dziwny jest ten świat" von Czesław Niemen.

"Olszamowski Piano Festival", das die künstlerischen Leistungen von Slawomir Olszamowski präsentieren soll. Der in polnischen und deutschen Kreisen bekannte Musiker wurde in Wrocław geboren und lebt heute in Köln. Im Alter von sechs Jahren bat er selbst seine Mutter, ihn in einer Musikschule anzumelden. Er studierte Komposition u. a. bei Henryk Mikołaj Górecki an der Musikakademie in Katowice. Darüber hinaus hatte er private Beratungen mit Witold Lutowsławski. Während der Zeit der Veränderungen der Tafelrunde zog er mit seiner Familie nach Deutschland.

Er ist Preisträger von Kompositionswettbewerben, darunter der zweite Preis für seine konzertante Musik "Expectation" beim Wettbewerb für junge Komponisten in Warschau und der dritte Preis für seine bulgarische Fantasie beim Komponistenwettbewerb in Plovdiv, Bulgarien. Darüber hinaus gewann 2003 der Film Goldgarten von Sascha Bruhn mit seiner Musik den Hauptpreis bei den Berliner Kurzfilmtagen.

Sławomir Olszamowskis Kompositionen wurden bei vielen bedeutenden Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt, darunter das Warschauer Herbstfestival, bei dem seine Chorale Rhapsodie für großes Sinfonieorchester unter der Leitung von Karol Styja aufgeführt wurde, die Schlesischen Tage der zeitgenössischen Musik und sein Zyklus Kette der Widersprüche für Kammerorchester, der mehrfach vom Orchester für Neue Musik gespielt wurde.

Sławomir Olszamowski begann seine Konzertkarriere 2008, im Alter von 53 Jahren. Dies ist einer tief greifenden Persönlichkeitsveränderung zu verdanken, die er damals auf Anregung seiner Emigrantenfreunde aus dem Kreis des "Ignis"-Clubs in Köln vollzog. Seitdem gibt er regelmäßig Konzerte in Deutschland und Polen sowie auf Einladung des französischen Instituts. Im Jahr 2010 spielte er solo und mit Orchester bei der Amnesty International Gala in Leichlingen.

Er ist ein vielseitiger und rastloser Komponist. Er hat Stücke für Klarinette, Akkordeon, Schlagzeug, Bläsertrio, Streichquartett, Kammerorchester bis hin zur Chorale Rhapsody für großes Sinfonieorchester komponiert. Seit 2008 unterstützt sie das Amateurtheater "Danzig" in Oberhausen musikalisch. Er stammt aus einer Familie mit künstlerischer Tradition. Sein Großvater war Dirigent an der Kiewer Oper und seine Mutter eine bekannte Bildhauerin. Er wiederholt ihr oft nach, dass "man als Künstler geboren wird, und das ist mehr eine Art Fluch als eine Auszeichnung, denn ein Künstler ist ständig und bis zum Ende seines Lebens auf der Suche nach neuen Inhalten und Entwicklungen.

 

 Leonard Paszek