
Der Tag der Polonia und der Polen wird seit 2002 begangen. Dieser Feiertag wurde durch einen Beschluss des Sejm der Republik Polen auf Initiative des Senats der Republik Polen eingeführt. Die polnische Diaspora, die Polonia und die Polen im Ausland feiern ihren Feiertag am 2. Mai, der mit dem Flaggentag zusammenfällt. Zu diesem Anlass organisiert der Polnische Rat – Landesverband in Berlin seit 2011 im Stadtteil Reinickendorf das Polonia-Fest – eine beliebte Form des Feierns, an der sich die Polen gerne beteiligen.
Auch in diesem Jahr wurde das Fest am 27. Juni auf dem Platz vor dem Rathaus von Reinickendorf trotz der Hitze nicht abgesagt, und zwar aufgrund der zu hohen Kosten, die bereits in der Vorbereitungsphase entstanden waren. In diesem Jahr war dies eine große logistische und bürokratische Herausforderung; es wurde sehr viel Arbeit investiert, um alle Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit der Menschen, der Gewährleistung eines uneingeschränkten Zugangs zu Trinkwasser, der Bereitstellung von Springbrunnen zur Abkühlung, der Müllabfuhr, der Lärmemissionen usw. zu erfüllen.
Man muss zugeben, dass das Team des Vorsitzenden des Polnischen Rates unter der Leitung von Ferdynand Domaradzki alle Abläufe perfekt im Griff hat, sodass die Polen in Berlin jedes Jahr am selben Ort auf diesen einen Tag im Jahr warten, um sich wie zu Hause zu fühlen. Von 11 Uhr bis spät in den Abend hinein erklang auf dem Fest die allgegenwärtige polnische Sprache, begleitet von polnischen und internationalen Hits, bei denen die Füße von selbst zum Tanzen und Singen ansetzten. Langeweile kam nicht auf, denn zahlreiche bunte Stände von polnischen Vereinigungen, Clubs und Institutionen präsentierten ihre Erfolge und Angebote, die die Polen in ihrer Freizeit nutzen können. Auf der Hauptbühne lief nonstop ein abwechslungsreiches künstlerisches Programm (siehe Plakat). An polnischen Köstlichkeiten mangelte es natürlich nicht … die Düfte und die Musik schwebten bis zur U-Bahn-Tiefstation.
Ich war zwar nur 3,5 Stunden dort, kam erst ganz am Ende des 10-stündigen Programms. Das Fest moderierten sie trotz der großen Hitze mit Elan und Humor - Agata Lewandowski und Przemek Walkowicz. Ich war überrascht von der Anzahl der Besucher, die bei 38 Grad mit ihren Familien und Freunden erschienen waren, um polnisches Flair zu genießen. Kurz gesagt, es war ein fröhliches Fest, denn wie könnte man sich nicht über den Anblick alter Bekannter freuen – es ist schließlich eine seltene Gelegenheit, sich an einem Ort zu treffen, ein Schwätzchen zu halten und sich an die gemeinsam verbrachten Momente der vergangenen Jahre zu erinnern. Wir haben uns seitdem natürlich verändert, aber es tut gut, zumindest für kurze Zeit wieder zusammen zu sein. Der Tag der Polonia bietet dafür eine großartige Gelegenheit.
Im Rahmen des Festes fand die traditionelle Preisverleihung „Der Beste der Besten“ statt, mit der der Vorstand des Polnischen Rates seit 10 Jahren Personen auszeichnet, die sich im vergangenen Jahr in besonderer Weise für die polnische Gemeinschaft in Berlin engagiert haben. Im Jahr 2026 ging der Preis an Małgorzata Śniadecka, die sich seit 50 Jahren beruflich und gesellschaftlich für die polnische Gemeinschaft einsetzt. Wir gratulieren Małgorzata Śniadecka herzlich, die sich stets für die polnische Gemeinschaft in Berlin engagiert hat und weiterhin engagiert.
Veranstalter der Veranstaltung war der Polnische Rat – Landesverband in Berlin. Das Polonia-Büro hatte gemeinsam mit der Zeitschrift „Magazyn Polonii“ einen gemeinsamen Stand vorbereitet, an dem Aleksander Zając, Vorsitzender des Konvents der polnischen Organisationen in Deutschland, Informationen gab. Das Polonia-Büro wurde am 14. Tag der Polonia durch den Bürosekretär Maciej Mieczkowski vertreten, der die sehr beliebten patriotischen weiß-roten Kotillons verteilte.
Tekst und Fotos: Krystyna Koziewicz
