Frauentag 2026 der Vereinigung der Polen in Berlin

Dyein kobiet Stowarzyszenie Polakow

Am 17. März 2026 feierte die Vereinigung der Polen in Berlin mit Musik, Tanz und kulinarischen Genüssen den Internationalen Frauentag, dessen diesjähriges Leitthema eine symbolische Seereise nach Stettin war – genauer gesagt, der kürzlich erfolgte Ausflug der Vereinsmitglieder in diese schöne Hafenstadt. Die Gäste der Veranstaltung wurden von Elżbieta Michalak, der Vorsitzenden der Vereinigung der Polen in Berlin, begrüßt. Ferdynand Domaradzki, Vorsitzender des Polnischen Rates in Berlin, überbrachte allen anwesenden Damen seine Glückwünsche. Vertreterinnen des sehr aktiven PTTK-Clubs in Berlin überreichten Elżbieta Michalak eine symbolische Dankesblume. Małgorzata Śniadecka und Krystyna Koziewicz erinnerten an die interessantesten Kapitel der polnisch-deutschen Geschichte Stettins. Die Zuschauer verfolgten mit Interesse die Fotoreportage von der gemeinsamen Exkursion, anschließend fand ein Wettbewerb mit Preisen für das beste Stettiner Foto statt. Zum Abschluss spielte Stan Zawieszenia das lang erwartete Konzert. Der Bandleader Wojtek Sowiński erklärte mit dem ersten Lied, woher der Name der Band stammt. Er erinnerte daran, dass in der Besetzung, bestehend aus fünf Polen und einem Deutschen – nämlich Dorota Puszakowska, Wojciech Sowiński, Waldemar Labanowicz, Andrzej Mersztin, Bogdan Mersztin – Bernd Barthel, bereits seit über 10 Jahren für die Polonia spielt und dass sie inzwischen, im Jahr 2022, den Grand Prix des V. Polonia-Festivals des polnischen Liedes „Opole“ 2022 gewonnen haben. Und dann erklangen in dem bis auf den letzten Platz mit über 60 Personen gefüllten Saal die Klänge von Tanzmusik, und es begann ein ausgelassenes Tanzvergnügen.Kurz gesagt, es gab Attraktionen in Hülle und Fülle, angefangen bei dem aus sozialistischen Zeiten stammenden Stettiner Paprykarz und der Duft polnischer, hausgemachter Kuchen. Solche  Begegnungstreffen sind ideal, zu stärken – sowohl die organisierten als auch die nicht organisierten Mitglieder.

Die Vereinigung der Polen in Berlin (ZPwB) ist seit der Nachkriegszeit aktiv und bildet eine Brücke zwischen Polonia und den polnischen Organisationen in Berlin. Im Jahr 2025 feierte sie in der Botschaft der Republik Polen in Berlin feierlich ihr 70-jähriges Bestehen. Die Geschichte dieser Organisation begann unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als sich riesige Massen von Polen in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands befanden. Da die Notwendigkeit bestand, eine zentrale Organisation zu gründen, die die Interessen aller polnischen Kreise vertritt, wurde 1946 beschlossen, einen Dachverband der Organisationen in Deutschland unter dem Namen „Polnische Vereinigung in Deutschland“ zu gründen. Zu den Gründern gehörten unter anderem Bolko Kliemek, Bonifatius Stopa und Józef Dunst. Die neu gegründete Organisation war eine Art Organisationsparlament der polnischen Gemeinschaft und vereinte kleinere Strukturen. Als Gründungsjahr der Vereinigung der Polen in Berlin in ihrer heutigen Form kann das Jahr 1955 angesehen werden. In Erinnerung geblieben sind vor allem die Vorsitzenden: Jan Wache, Henryk Olkiewicz, Bogdan Strużyński, Józef Dunst und seit über fünf Jahren Elżbieta Michalak, die für ihr Engagement und ihre Tätigkeit zugunsten der Polonia die prestigeträchtige Auszeichnung „Najlepszy z najlepszych“ (Der Beste der Besten) erhielt.

Agata Lewandowski

Dzien Kobiet Stowarzyszenie Polakow