Uncategorised

Ensemble 'Polnische Folkloregruppe POLONEZ' in Krakau. Vom 4. bis zum 8. Oktober 2018 war das Ensemble 'Polnische Folkloregruppe POLONEZ' bei dem 'Tanz- und Gesangensemble KRAKOWIACY' in Krakau zu Gast. Beide Ensembles arbeiten seit drei Jahren zusammen, indem sie in den Partnerstädten Krakau und Frankfurt am Main und darüber hinaus in Offenbach und Darmstadt gemeinsame Tanz- und Gesangprojekte durchführen.

Während des diesjährigen 4-tägigen Aufenthaltes in Krakau hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus beiden Ländern und Ensembles die Möglichkeit, einander zu begegnen und das jeweilige aktuelle Tanz- und Gesangprogramm zu präsentieren. Die Erkundung von Krakau und seiner Umgebung, darunter die Besichtigung des ältesten Salzbergwerks in Bochnia, gehörte zu den weiteren Programmpunkten, ebenso ein Tanzauftritt auf dem Hauptmarkt in Krakau.

Während der beiden ersten Tage in Krakau besuchten wir das unterirdische Museum für die Stadtgeschichte; am Nachmittag begegneten sich die beiden Ensembles im Sitz des Ensembles KRAKOWIACY.

Den weiteren Tag füllte die Begegnung mit der Geschichte aus: ein ganztägiger Ausflug nach Kleinpolen. Zuerst besichtigten wir das frühbarocke Schloss in Wisnicz. Anschließend ging es in das Dorf Lapczyca, das an dem uralten „Königsweg“ liegt, einem Handelsweg, der von Ungarn und der Rus (historische Region in Osteuropa) nach Krakau führte. Hier besuchten wir eine 1340 von König Kasimir III. gestiftete Kirche. Das nächste Ausflugsziel war das Dorf Lipnica Murowana, gegründet unter König Wladyslaw I. Ellenlang, in dem die älteste und prächtigste Holzkirche in Kleinpolen aus dem 14. Jahrhundert steht. Anschließend begaben wir uns nach Bochnia (dt. Salzberg). Bevor wir in das älteste Salzbergwerk einfuhren, das seit 1248 tätig ist, besuchten wir den dortigen Friedhof, auf dem gemeinsame Gräber der im ersten Weltkrieg in der K-u-K-Armee Gefallenen zu sehen sind.

Am vierten Tag unserer Begegnungsreise, Sonntag, der 7. Oktober, wurde in Polen „Der Tag des Volkstanzes“ gefeiert. Wir haben diesen Tag – wie es sich gebührt – mit Tanz und Gesang begonnen: In den Krakauer Trachten auf dem Hauptmarkt in Krakau sangen vor zahlreichem Publikum die Kinder aus dem Ensemble POLONEZ drei Lieder, natürlich über Krakau, und die Erwachsenen präsentierten einen der fünf polnischen Nationaltänze – den Krakowiak – in einer Choreographie für vier Paare. Anschließend nahmen wir am Gottesdienst in der Marienkirche teil. Danach erstiegen wir die 271 Stufen des Turms, um live zu erleben, wie ein Trompeter jede Stunde eine Melodie in die vier Himmelsrichtungen spielt, gemäß der Überlieferung einer alten Sage über Krakau. Die Begegnung mit dem berühmten Trompeter war ein großes Erlebnis, das auf vielen Fotos und Aufnahmen verewigt wurde. Den Tag beendeten wir mit einem Spaziergang zum Schlossberg (Wawel) und einem gemeinsamen Abendessen.

Vom 20. bis zum 23. September fand in Warschau der V. Weltkongress der Polonia und Polen aus dem Ausland statt.  Dieses besondere Treffen stand unter dem Motto „Vereinigt durch die Unabhängigkeit“ und wurde anlässlich des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit 1918 geplant. Initiator des Kongresses war der Weltrat der Polonia,  die Organisation übernahm Stowarzyszenie Wspólnota Polska/Vereinigung „Wspólnota Polska“. Finanzierung der Veranstaltung ermöglichten die Mittel des Senats der Republik Polen, zu dessen Aufgaben Unterstützung und Betreuung der weltweit verstreuten Polonia gehört. Am V. Weltkongress der Polonia nahmen über 600 Teilnehmer aus 200 Organisationen und 44 Ländern teil.

Der Kongress fing mit einer durch Erzbischof des Erzbistums Warschau Kazimierz Nycz zelebrierten Heiligen Messe für die Heimat in der Johanneskathedrale an. Nach der Messe folgte die Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten. Den Kongress läutete eine feierliche Sitzung im Plenarsaal des Sejms der Polnischen Republik ein. Die Vorsitzende des Weltrats der Polonia Tereza Berezowska sprach in der Eröffnungsrede von starken Verbindungen zwischen der Polonia und der Heimat und betonte, dass die Kongressteilnehmer durch eine Arbeit zugunsten der Polonia, den Glauben und die Hoffnung für Zukunft verbunden sind.

Die Kongressteilnehmer diskutierten in sieben Gesprächsforen über sämtliche Aspekte des Lebens der Polonia auf der  Welt. Der Marschall des Polnischen Senats Stanislaw Karczewski versicherte, dass der Senat der Republik, der traditionell die Polonia unterstützt, seine Arbeit fortsetzen wird. Die Kammer hat dennoch kein Monopol auf die Zusammenarbeit mit der Polonia und kooperiert mit entsprechenden Staatsorganen und sehr vielen Institutionen. Gemäß den Erwartungen der Polonia im Ausland gehören: der Unterricht der polnischen Sprache und Ferienaufenthalte der Kinder und Jugendlichen in Polen zu den Prioritäten der Kammer. Er informierte ferner, dass die polnische Regierung darüber nachdenkt, einen Vertreter der Polonia ins Polnischen Parlament zu berufen. Das Weltforum der polnischen Seelsorge befasste sich u. a. mit der Vorstellung der Rolle der Kirche in den Zentren der Polonia sowie dem Beitrag der für die Polonia tätigen Seelsorger zu der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit durch Erziehung der Kinder im Geiste des Patriotismus.

Das Weltforum der Kultur der Polonia eröffnete die stellvertretende Senatsmarschallin Maria Koc. Sie betonte, dass die Kultur in der Fremde „den Aufbau der polnischen Identität in Millionen von polnischen Familien im Ausland dank der Kenntnis des nationalen Kodes, Symbole und Werte, die unsere Kultur gestalten“ bedeutet. Die Mitglieder des Weltforums der polnischen Wissenschaft im Ausland diskutierten über den Einfluss der polnischen Wissenschaft auf die wissenschaftlichen Errungenschaften in der Welt. Sie analysierten u. a. den Beitrag und die Nöte der jungen Wissenschaftler im Ausland.  Die Sektion der Bildung der Polonia war die Fortsetzung der jährlich stattfindenden Weltkongresse der Lehrer der Polnischsprache.  Das Bildungswesen der Polonia ist eine wichtige Stütze der polnischen Identität im Ausland.  Während des Weltforums des Sports und Touristik der Polonia analysierte man u. a.,  ob Sport der Erholung bzw. der Leistung dienen soll, und besprach Angelegenheiten, die mit der Touristik der Polonia zusammenhingen. Das Weltforum der Medien versammelte die Medien der Polonia, die ein wichtiges Element der Festigung der polnischen Identität außerhalb der Landesgrenzen sind.  Die Medien sollen die Integration der polnischen Gemeinschaften festigen, den gesellschaftlichen Status der Polonia heben und Polen bekannt machen.

Den diesjährigen Kongress der Polonia begleiteten zahlreiche Pressekonferenzen und viele interessante Events. Der Präsident der Republik Polen Andrzej Duda bedankte sich während seines Treffens mit den Vertretern der weltweiten Polonia bei den Kongressteilnehmern dafür, dass sie bis heute Polen nicht vergessen haben. Ein Highlight des ersten Tages des V. Weltkongresses der Polonia war zweifellos das Konzert „Die Unabhängige“, an dem die Stars der polnischen Bühne teilgenommen haben. Während des Konzerts wurde erstmalig der Professor-Stelmachowski-Preis der Vereinigung „Wspolnota Polska“ für die besonderen Leistungen für die Polonia verliehen.  Den Preis erhielt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Im Senat der Republik Polen erzählte die Ausstellung „Polnische Wege zur Unabhängigkeit“ über die großen polnischen Emigranten des XIX und XX Jahrhunderts.

Als Schlussveranstaltung fand eine Plenarsitzung statt.  Laut dem Leiter der Vereinigung „Wspolnota Polska“ Dariusz Bonislawski war der diesjährige Kongress der Polonia das wichtigste Ereignis für die Polonia in dieser Amtszeit des Senats. Teresa Berezowska, die Vorsitzende des Weltrats der Polonia betonte, dass das Lied „Noch ist Polen nicht verloren“ uns nach wie vor verbindet. Die Ehrenvorsitzende des Europäischen Rates der Polnischen Gemeinschaften Helena Miziniak, fasste die Gespräche des Forums der Organisationen der Polonia zusammen und sagte, dass im Leben der Polonia eine organisatorische Umstrukturierung stattfinden soll, um Organisationen herauszukristallisieren, die Gespräche mit den Staatsorganen des Aufenthaltslandes führen könnten. Marek Domaradzki aus dem Forum der Kultur betonte, dass verschiedene Gemeinschaften der Polonia sich konsolidieren sollen, um künstlerische Projekte durchzuführen und Kulturschaffenden zu unterstützen.  Ferner forderte er die Gründung einer nationalen Tanzschule und eines Museums, die in Polen den Beitrag der polnischen Kultur in der Welt zeigen. Der Vorsitzende des Europäischen Rates der Polnischen Gemeinden Tadeusz Pilat unterstrich, dass in der letzten Zeit die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die Polnischunterricht im Ausland besuchen, anstieg. Ihre Anzahl stieg von 160 Tausend auf 200 Tausend. Er betonte, dass die polnischen Gemeinschaften im Ausland unter einem Mangel an Lehrern leiden. Er forderte Stipendien und Studien für die Lehrer der Polonia und den Anstieg der Zahl der Kinder, die Polen besuchen. Der Marschall des Senats Stanislaw Karczewski beendete die abschließende Debatte des V. Weltkongresses der Polonia mit den Worten „Es ist gut, ein Pole sowohl in Polen als auch im Ausland zu sein“.

Der V Weltkongress der Polonia und der Polen aus dem Ausland hatte ein sehr reiches Programm und war minutiös vorbereitet. Die Veranstalter erhielten viel Lob für ihren großen Beitrag. Es gab dennoch einige schwierige Ereignisse, die den Kongress begleiteten…z. B. die Absage der Teilnahme von einigen Vertretern der Polonia. Auf dem Forum wurde auch nach der Ursache der Programmänderungen bzw. Themen in den vorher vorbereiteten Referaten gefragt.

Während und außerhalb des Forums kam es auch zu  persönlichen Attacken und Beleidigungen. Roman Smigielski, der Ehrenvorsitzende der dänischen Polonia betonte in seiner Rede, dass die Polonia zwar politisch,  dennoch nicht parteigebunden sein soll. Teresa Berezowska äußerte den klugen Satz, dass Polonia sich zwar unterscheiden, dennoch stets mit Respekt begegnen soll.

Der V. Weltkongress der Polonia und Polen im Ausland endete in einer netten Atmosphäre mit einem Festempfang im wunderschönen Palast der Wspolnota Polska.

Während des Empfangs gab es Auftritte polnischer Künstler, ein reichhaltiges Büffet sowie Fernsehprogramm live. Die Abschlussveranstaltung des Kongresses war eine heilige Messe im Tempel der Göttlichen Vorsehung in Warschau am Sonntag.

Redaktion Polonia Viva

Quelle; Stowaryszenia Wspólnota Polska

Wir möchten Sie herzlich zur Vorlesung von Adam Krzemiński - Publizist, Journalist aus Warschau einladen. (mit Simultanübersetzung aus dem Polnischen). Titel der Vorlesung: Polen und Deutschland – 100 Jahre Koexistenz

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Brigitta Helbig-Mischewski.
Die Vorlesung findet am 12. Oktober 2018 um 18.00 Uhr in der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, im Raum 2097 statt.

Nach der Vorlesung gegen 19:30 Uhr wird Ewa Meyer-Chojnowska ihre Arbeiten im Rahmen der Gallerie der UDG präsentieren.

Einführung: Dr. Piotr Olszówka

Wie üblich, gibt es eine Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Wein und Brezel.
Um eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

Der Programmbeirat der UDG

 

Die Vertreter des Polnischen Rates, Landesverband Berlin, verabschiedeten sich am Montag, 24. September in der Botschaft der Republik Polen von dem Konsul für die Polonia-Angelegenheiten – Marek Sorgowicki, der sich in den letzten Jahren um die berliner Polonia kümmerte. Er beschränkte seine Arbeit nicht nur auf die offiziellen Feier und Veranstaltungen und war stets offen für Kontakte mit Vertretern der Polonia. Die Vertreter des Polnischen Rates, Landesverband Berlin verabschiedeten sich von dem Konsul und bedankten sich für sein Engagement. Sie wünschten ihm viele berufliche und private Erfolge in der Zukunft.

Die Arbeit des Konsuls für die Polonia-Angelegenheiten Marek Sorgowicki ist ein gutes Beispiel für Zusammenarbeit mit der gesamten Polonia, ohne Rücksicht auf Sympathien oder politische Orientierung. In Gesprächen nach dem offiziellen Teil der Abschiedsfeier diskutierten die Vertreter der Polonia mit dem Konsul Marek Sorgowicki und dem Generalkonsul der Polnischen Botschaft in Berlin Marcin Jakubowski über Probleme und Herausforderungen für die polnischen Organisationen in Berlin und baten um Ratschläge und Hinweise für die Zukunft.

Die Aufgaben von Konsul Marek Sorgowicki übernahm in der Polnischen Botschaft in Berlin Frau Jowita Wencius.

Joanna Trümner


Heute möchten wir Sie zu unserer Fachtagung „Mehrsprachigkeit fördern – Angebote an Niedersachsens Schulen ausbauen“ recht herzlich einladen. Diese Veranstaltung findet am 19.10.2018 auf Initiative des Niedersächsischen Integrationsrats (NIR), der Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen (FöTEV-Nds e.V.), des Verbands „Polnische Journalisten in Deutschland“, des Verbindungsbüros der polnischen Vereine in Hannover und Niedersachsen e.V.  sowie des Verbands binationale Familien und Partnerschaften statt.

Am Sonntag, 09.09.2018 fand auf den Wiesen zwischen Lübars und Blankenfelde (Bezirk Berlin-Reinickendorf) von 11.00 bis 18.00 Uhr das diesjährige Herbstfest der Polonia „Spiel ohne Grenzen”.  Dem Veranstalter – Polnischem Rat, Landesverband Berlin, gelang es, gemeinsam mit berliner Organisationen der Polonia und zahlreichen Unterstützern viele Attraktionen für alle Altersgruppen vorzubereiten. Kinder konnten im Rahmen von Workshops Drachen bauen, die später an einem Drachenwettbewerb teilgenommen haben.  

Außerdem konnten sie basteln, sich an Graffiti-Malerei ausprobieren, an Wettbewerben und Spielen für Kinder und Jugendliche teilnehmen. Zu großen Attraktionen gehörte eine Hüpfburg, vor der sich ununterbrochen Schlangen bildeten.

Das diesjährige Herbstfest des Polnischen Rates, Landesverband Berlin, gehörte zu einer Reihe von Veranstaltungen, die an den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit erinnerten. Um diesen wichtigen Jahrestag in der Geschichte Polens und Europas zu gedenken wurde ein Geländelauf unter dem Motto „Unabhängigkeit“ durchgeführt.

An dem sonnigen und warmen Sonntag fanden zahlreiche deutsche und polnische Gäste den Weg zum Fest „Spiel ohne Grenzen“.  Die Teilnehmer  der Veranstaltung konnten Köstlichkeiten der polnischen Küche probieren, im kulinarischen Angebot fehlten auch nicht polnisches Bier und alkoholfreie Getränke.

Musikalisch begleiteten die Veranstaltung polnische Musikgruppen aus Berlin, im abwechslungsreichen Programm gehörte der Gastauftritt der Blaskapelle Fanfare-Gertrude zu den Höhepunkten.

WUnter den geladenen Gästen des Herbstfests waren: die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses Burghard Dregger und Michael Dietmann, die Kulturbeauftragte des Bezirks Berlin-Reinickendorf Katrin Schulze-Berndt, der Generalkonsul der Polnischen Botschaft in Berlin Marcin Jakubowski und die neue Konsulin für die Angelegenheiten der Polonia bei der Polnischen Botschaft in Berlin Jowita Wencius.

Die Veranstaltung, die dank der Förderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und des Polnischen Außenministeriums realisiert werden konnte, war ein großer Erfolg für die Organisatoren.

Joanna Trümner
 

 

Jurek Owsiak zusammen mit seiner Frau Lidia Owsiak-Niedzwiedzka nahmen den Preis am letzten Freitag den 21.09 entgegen.

Diesjähriger Polonicuspreisträger in der Kategorie Gesellschaftliche Kultur, wurde auch vom Europäischen  Parlament mit dem Europäischen Bürgerpreis ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! „Jeder Preis macht uns sehr stolz, da, somit  u.a. gezeigt wird wie wichtig unsere Arbeit sei und gleichzeitig eure – alle WOSP Helfer-  das Engagement in die Veränderung polnischer Pädiatrie. Heute in der Vertretung des Europäischen Parlaments in Polen nahmen wir den Preis entgegen“ – sagte Jurek Owsiak.

Der Europäische Bürgerpreis ist eine seit 2008 vom Europäischen Parlament vergebene Auszeichnung für „außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis und mehr Integration in der Europäischen Union“. Ausgezeichnet werden aber auch Initiativen, die sich für eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas und die praktische Anwendung der Werte der Charta der Grundrechte der Europäischen Union einsetzen, insbesondere Gastfreundschaft, Toleranz und Solidarität

Der Preis kann an Bürger, Gruppen, Assoziationen und Organisationen vergeben werden. Jeder EU-Abgeordnete hat das Recht, einen Kandidaten vorzuschlagen. (Vgl. Wikipedia.org.)

Das Große Orchester der Weihnachtshilfe wurde zum Europäischen Preis von polnischen Abgeordneten Krzysztof Hetman, Agnieszka Kozłowską-Rajewicz, Janusz Lewandowski und  Tadeusz Zwiefka vorgeschlagen. WOSP wurde nominiert für ihre Tätigkeit auf dem Feld der Gesundheitsprävention und Prophylaxe. Die Stiftung WOSP realisiert die o.g. Ziele u.a. durch: Anschaffung medizinischer Ausrüstung für die staatlichen Krankenhäuser in Polen, ebenso für  die Vorbereitung und Durchführung sechs-Reihen medizinischer Programme, Maßnahmen und  einer Bildungsmaßnahme.  Laudatio sprach Europarlament Abgeordneter Janusz Lewandowski aus.  

Janusz Lewandowski und Jurek Owsiak, Fot. dariuszbres.pl

In diesem Jahr das Europäische Bürgerpreis ging ebenso zur Frau Alicja Szatkowska (Vorstandsvorsitzende des Milickie Vereins der Freunde der Kinder und Menschen mit Behinderungen, pol. Milickie Stowarzyszenie Przyjaciol Dzieci i Osob z Niepelnosprawnoscia) und dem Forum Ponischer Juden (Forum Żydów Polskich).  

 

Jurek Owsiak mit dem Europäischen Bürgerpreis, Fot. dariuszbres.pl

Lidia Niedźwiedzka-Owsiak, Prof. Bohdan Maruszewski, Prof. Piotr Burczyński Fot. dariuszbres.pl

 

Mehr Informationen unter: https://www.wosp.org.pl/aktualnosci/europejska-nagroda-obywatelska-dla-wosp

Joanna Szymanska

Mich hat das Plakat neugierig gemacht, das über das erste Künstlertreffen auf dem Alten Markt in Oberhausen im Restaurant Gdańska informierte. Dieses angekündigte Fest wurde mit dem anziehenden Titel "MonMarkt" benannt. Es wurde vom Besitzer vom Gdańska, Herrn Czesław Gołębiewski selbst erfunden. Ich wollte unbedingt daran teilnehmen. Eine Gelegenheit, die mir ermöglicht hat mit meinen Werken dabei zu sein, befreite eine gemeinsame, zusammen mit anderen Künstlern, bunte Korrespondenz zwischen dem Altmarkt Publikum und die wunderbare Atmosphäre der Farben. Geräusche, Gespräche, Interessen und die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen, die sicherlich ein Baustein für die Fortsetzung und Erweiterung dieses Ereignisses geworden ist.

Ich danke den Veranstaltern von "MonMarkt" und allen Teilnehmern dieser Veranstaltung, die keine Angst vor dem Regen hatten und mit Lust und warmen Herzen eine sonnige Gemeinschaft polnischer und deutscher Künstler malten. Farben und Leinwände kennen keine Grenzen.

Danke Alexandra Kulik, Czeslaw Fojcik, Wolfgang Müller und allen anderen Teilnehmern für eine wunderbare Atmosphäre, die Ihr am 7. September zwischen gebratenem Fisch und süßen Rotwein auf dem Alten Markt in Oberhausen geschafft habt.

Martin Erich Vogiel

Von links: Agnes Oberauer, Anna Aneta Bertram, Sophie Delest

Was bedeutet „Heimat“ in Deutschland, Italien, Polen oder Syrien? Was für eine Bedeutung hat dieser Begriff für jeden einzelnen Menschen und wie ändert sich seine Bedeutung in der kollektiven Wahrnehmung einer bestimmten Nation und letztendlich in einer Welt ohne Grenzen? Wie soll eine Nation in einer globalisierten Welt die kosmopolitischen Erwartungen dieser Welt erfüllen, wenn sie von der Geschichte keine Zeit bekam, den in der Realität seines Partners als veraltet wahrgenommenen Begriff von einer Heimat zu erleben und ihn an die kommende Zeit anzupassen?

Zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens bearbeitete die Germanistin und Künstlerin Sophie Delest das Projekt „Eine Nation als Produkt ihrer Geschichte“, das eine Art Forschungslabor sein soll, das sich mit der Frage befasst, wie die Geschichte die Mentalität bestimmter Nationen und ihr Vokabular formt. Das Projekt wird im Rahmen der vom Deutsch-Polnischen Hilfsverein POLDEH e.V. in Braunschweig organisierten Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Polens realisiert.

 Workshopteilnehmerin

Ich plane keine geschichtliche Rekonstruktion – erklärt die Projektleiterin Sophie Delest. – Als Ausgangspunkt für meine Erzählung wählte ich die Problematik, die heutzutage das gesamte Europa bewegt. In Anlehnung an die Geschichte der polnischen Großen Emigration im 19 Jh. beschloss ich, das Schicksal von Migranten unter die Lupe zu nehmen, wobei ich mich entschied, auf verschiedene Gründe hinzuweisen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Wir haben Angehörige verschiedener Nationen zur Teilnahme am Projekt eingeladen. Unter ihnen sollen Personen sein, die – wie ich und viele andere POLDEH-Mitglieder – sich freiwillig entschieden haben, im Ausland sesshaft zu werden. Darüber hinaus sind uns Flüchtlinge willkommen, die Menschen also, die aufgrund bestimmter politscher Situationen gezwungen waren, aus ihrer Heimat zu fliehen. Es ist mir auch gelungen, den Kontakt zu den nach Osten entführten Menschen und zu „Heimkehrern” aufzunehmen. Die letzteren sind eine Gruppe untypischer Migranten, die quasi in die „Gegenrichtung“, nicht aus der, sondern in die Heimat zurück migrieren. Wir planten künstlerische Workshops für sie. Die Form des Treffens spielt an solche Personen wie Chopin und Mickiewicz an, die mit Hilfe der Kunst zu ihrer geliebten und verlorenen Heimat zurückkommen konnten. Ich möchte, dass die Workshopteilnehmer uns mit Hilfe ihrer Collagen von ihrer Heimat erzählen. Die Ergebnisse werden mit Sicherheit unterschiedlich sein. Dies sehe ich schon jetzt nach den Gesprächen mit Polen und Deutschen, und es sind genau diese Unterschiede, die ich später analysieren und zeigen will. Das Bild der Polen wird aufgrund der gegenseitigen Vergleiche entstehen.

Mit der für den 19.10.2018 geplanten Ausstellung im Haus der Kulturen in Braunschweig geht das Projekt in die nächste Phase über. Gast der Ausstellung wird Dr. Andreas Moser sein, der einen Vortrag über Sprache und deren Begriffe halten soll. Das ist allerdings nicht alles. Um die Komplexität der Migrantenschicksale aufzuzeigen, plant Sophie Delest ein Treffen Projektbeteiligter mit Ellen Schernikau, dem literarischen Alter Ego des Buches „Irene Binz. Befragung”, die von ihrem bewegten Leben nach der Flucht als DDR-Bürgerin in die Bundesrepublik Deutschland und von ihrer für viele Westdeutsche unverständlichen Sehnsucht nach ihrer Heimat erzählen soll.

Was hat das alles jedoch mit der Geschichte Polens zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Und doch stellt Deutschland eine Art Brücke dar zwischen dem von Spaltungen, Teilungen und Besatzungen geprägten Osteuropa und den Ländern im europäischen Westen, deren geschichtliche Entwicklung eine andere gewesen ist. Nun hat Deutschland im 20. Jahrhundert ein ähnliches Schicksal erfahren wie die osteuropäischen Länder zuvor: die Teilung in Ost und West. Inzwischen, nach über 40 Jahren des Realsozialismus, scheinen sich „Ossis” besser mit Polen zu verstehen als mit ihren Landsleuten aus der ehemaligen BRD. Das habe ich oft beobachtet. Im Übrigen gründet Deutschland auf einer föderalen Vereinigung seiner Länder (Bundesländer). Unter dem Strich heißt das: andere Länder, andere Sitten. Viele Migranten, die nach Deutschland kommen, sind sich dieser Unterschiede oft nicht bewusst. Sie bringen uns im Projekt ihre eigenen Sprachgewohnheiten näher und ich versuche, ihnen die des Gastlandes zu „übersetzen”. Und zum Schluss ist das Heimweh ein Schicksal fast aller Migranten. Es verbindet sie miteinander wie ein unsichtbarer Faden. Befassen wir uns mit diesem Gefühl näher, führt die Projektleiterin fort, fällt es uns leichter, zu verstehen, wie sich Chopin gefühlt haben muss, als er in Paris seine Klavierkompositionen ersann, die von so vielen Motiven polnischer Volksmusik durchdrungen sind.

Das ganze Projekt ist ziemlich ambitioniert. In seinem zweiten Teil will Sophie die individuellen Schicksale sammeln und sie ins Schicksal einer Nation einbinden. Als Medium wählte sie eine Theateraufführung, zu derer Realisierung sie die am Thalia-Theater in Hamburg tätige Theaterregisseurin Agnes Oberauer einlud.

Mit Agnes hatte ich das Vergnügen, zusammen bei der mehrsprachigen Inszenierung von „Romeo und Julia“ im Schlosstheater in Celle zu arbeiten, und ich war von dieser Zusammenarbeit begeistert.  Sie ist eine junge Frau mit grandiosen Ideen.  Als Österreicherin, die in der Ukraine aufgewachsen ist, in Großbritannien studierte und in Deutschland lebt, fasziniert sie das Thema der Migration und die Sprache als Kommunikationsmittel. Ich habe gelesen, dass Polnisch jenen europäischen Sprachen angehört, die sich im Verlauf der letzten 300 Jahre am wenigsten verändert hätten. Auch das ist eine Folge unserer Geschichte. Als ich Agnes vom Projekt erzählte, war sie sofort fasziniert und einverstanden, dabei zu sein, erklärt die Künstlerin.

Theaterprobe für die Theateraufführung "In diesem Körper war eine Seele von Millionen Wesen"

Nach der Theateraufführung soll eine Podiumsdiskussion mit dem Dozenten der Universität Gießen Dr. habil. Frank Schuster stattfinden, der als Experte sowohl für die Geschichte Ost- und Mitteuropas als auch für Migration gilt. Frank Schuster hat viele Jahre in Polen verbracht, wo er an zahlreichen Symposien teilnahm, darunter mit dem ehemaligen Außenminister Polens, Władysław Bartoszewski.

Das Konzept sieht für jede Projektphase vor, polnische Geschichte von den Teilungen bis zur Gegenwart Schritt für Schritt zu erzählen und gleichzeitig einen eigenen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis in der heutigen, globalisierten Welt zu leisten. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass all meine großen Pläne ohne die daran beteiligten Menschen graue Theorie geblieben wären. Daher gebührt ihnen der größte Dank, allen voran der Vorsitzenden des Deutsch-Polnischen Hilfsvereins POLDEH e.V., Frau Aneta Anna Bertram, die mir einen großen Vertrauensbonus gewährt hat. Ich zog erst vor Kurzem nach Braunschweig, und doch scheute Frau Betram sich nicht, sich einer Fremden und deren Vorhaben sofort anzunehmen. Im Gegenteil, von Anfang an hat sie mich in allen organisatorischen Fragen unterstützt. Ich möchte darüber hinaus noch anderen POLDEH-Mitgliedern herzlich danken Renata Gröger-Kania, Elżbieta Walentek, Adam Ben Jaafar, die das Projekt engagiert und selbstlos vorangebracht haben. Dankesworte richten wir auch an die „Sanddorf-Stiftung” und „Demokratie leben”, die unser Projekt für wichtig genug hielten, um uns mit Fördergeldern großzügig zu unterstützen. Selbst die besten Ideen kosten Geld, leider waren nicht alle bereit, bei der Umsetzung unseres Projekts zu helfen. Die Bereitschaft zur Hilfe bekundete jedoch als erste die „Sanddorf-Stiftung”, die uns eine recht hohe Summe zusicherte. Das Antwortschreiben der Stiftung bescherte uns einen der schönsten Tage überhaupt, denn es bedeutete gleichzeitig grünes Licht für das Projekt. Dessen ungeachtet hatten wir nach wie vor nicht genug Mittel für die Umsetzung aller im Projekt vorgesehenen Events. Die drauffolgende positive Antwort seitens „Demokratie leben” erschien uns daher wie ein Geschenk, bemerkt Sophie.

Comic von Magda (10)

In der Zwischenzeit erhielt POLDEH Nachricht aus Warschau: Wspólnota Polska samt Senat RP entsprachen dem Projektantrag „Zabawki pożyteczne”, sodass das neue, an Kinder und Jugendliche gerichtete Projekt auch endlich starten konnte. Bereits seit Wochen trifft man sich zu gemeinsamen Workshops, bei denen die jungen Menschen Geschichte und Traditionen der Heimat ihrer Eltern und Großeltern entdecken. Für die zweite Septemberhälfte ist ein dreitägiger Ausflug nach Posen geplant – in eine der einstigen Hauptstädte Polens. Vor Ort soll die Ideengeberin des Projekts, Frau Dr. Ewa Herfordt, einige bildungsfördernde Aktivitäten mit den Kindern durchführen. Sophie bot ihrerseits an, im Rahmen des Projekts in Braunschweig kunstgeschichtliche Workshops zum Thema „Warschaus Geschichte in Comics” zu realisieren, berichtet Frau Bertram. Sophie ergänzt: Warschau wurde offizielle Hauptstadt Polens erst nach dem Ersten Weltkrieg und nicht schon im Jahr 1596, wie in vielen Büchern noch immer nachzulesen ist. Denn nach seiner Krönung und dem Umzug in die Stadt ein Jahr später erklärte der polnische König Sigismund III. Waza Warschau lediglich zur Residenzstadt Seiner Königlichen Majestät. Den Status einer Hauptstadt erlangte Warschau erst vor 100 Jahren. 2018 ist ein großartiges Jahr, um an dieses Ereignis zu erinnern. Parallel dazu planen wir einen virtuellen Rundgang durch Warschau mit Erwachsenen und einen Ausflug nach Magdeburg, dies allerdings fern jeglicher Projektzusammenhänge. In Magdeburg saß Józef Piłsudski in Festungshaft, und von dort aus, was nur wenige wissen, hatte er Macht über die unabhängige Republik Polen übernommen.

Die Vorstellung der Ergebnisse aus beiden Projekten ist für den 17.11.2018 während des vom POLDEH organisierten „Polnischen Kulturtages” geplant. In den historischen Räumen der „Alten Dornse“, die die Stadt Braunschweig dem Verein aus diesem Anlass zur Verfügung stellt, soll insbesondere an die Wiedererrichtung der polnischen Eigenstaatlichkeit 1918 erinnert werden.

Die Feier wird traditionell mit einer Polonaise eröffnet, Sophie Delest erzählt mittels einer künstlerisch inszenierten Modenschau über Polen und die letzten 100 Jahre seiner Geschichte, in den repräsentativen Räumlichkeiten des Altstadtrathauses erklingt Musik von Chopin.

An diesem Tag dürfen natürlich unsere polnischen Köstlichkeiten nicht fehlen, lacht Frau Betram.

Autorin: Alina Renkwitz

(Deutsche Übersetzung / K. Moser & E. Herfordt)

Christliches Zentrum in Deutschland, passt auf den Schatz der polnischen Sprache, des polnischen Geistes und polnischen Tradition in Deutschland auf. Verein Christliches Zentrum zur Förderung der polnischen Sprache, Kultur und Tradition in Deutschland e.V., kurz „ChC“, wurde im Oktober 1994 in Würzburg gegründet und im März 1995 als ein eingetragener Verein registriert. Der Verein wurde auf der Grundlage des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertarges vom 17. Juni 1991 ins Leben gerufen.  Seit 1998 gehört der Verein „ChC“ dem Konvent polnischer Organisationen in Deutschland zu. Seit dem Jahr 2013 den Vereinsvorsitz übernahm  Pfarrer der Polnischen Katholischen Mission (PMK) in Wiesbaden, Herr Pfarrer Kanoniker Dr. Adam Prorok.  

Christliches Zentrum, so wird der Verein kurz genannt, existiert seit dem Jahr 1994. Welche Hauptziele und Aufgaben verfolgt der Verein?

Pfarrer Kanoniker Dr. Adam Prorok: Christliches Zentrum, das am Anfang Katholisches Zentrum hieß, wurde gegründet, um genau das zu verwirklichen was in seinem Namen aufgelistet sei, d.h.: zur Förderung  polnischer Kultur, vor allem dieser, die im christlichen Glaube verwurzelt sei, und um die polnische Sprache zu unterrichten – und das alles, hier, in dem Land – in dem wir aktuell leben. Wir versuchen uns um die Erziehung junger Generationen zu kümmern, im Geiste des Patriotismus und der Lehre der römisch-katholischen Kirche.  Wir unterstützen ebenso die deutsch-polnische Zusammenarbeit, sowohl institutionelle, als auch zwischen unterschiedlichen Organisationen in Deutschland.

Wie sieht das Lernprogramm in den Konfessionsschulen (Pfarrgemeindeschulen) aus? Was lernen die Kinder?

Pfarrer A.P.: Wir wollen nicht von oben herab in die Lernprogramme und Inhalte unserer Schulen eingreifen, wir versuchen eher, die Inhalte und Programme lokal anzupassen – entsprechend der Sprachkenntnissen, Interessen und Bedürfnissen der Schüler. Selbstverständlich empfohlen wird das Programm des Bildungsministeriums vom Jahr 2010, unter dem Namen: „ Programmgrundlage für Auslandschüler“, das Programm beinhaltet außer Polnisch: Einführung in die Geschichte, Geographie und Kultur Polens, anzuwenden. In den Zeugnissen, die in den über 30 Schulen verteilt werden, ist obligatorisch der Notenspiegel von Fächern: Betragen, Polnisch, Religion eingetragen, zusätzlich gibt es freien Felder in die man andere Wahlfächer, wie z.B.: Geschichte, Geographie oder Musik eintragen kann.

Soviel ich weiß, der Verein ist eine Dachorganisation für lokale Konfessionsschulen, die bei der polnischen Kirchen in Deutschland tätig sind. Könnten Sie bitte die Organisationsstruktur kurz erläutern? 

Pfarrer A.P.:  Christliches Zentrum ist eine Dachorganisation für etwa 30 lokale Pfarrvereine, die in der Zusammenarbeit mit der polnischen Pfarrgemeinden Sprachschulen für Polnisch betreiben. Die Vereine sind als „e.V.“ Organisationen registriert, sie stellen die Lehrer ein und sind für die Schulgemeinden verantwortlich. Auch Schulen ohne den „e.V.” Status werden von uns unterstützt.  Als eine Dachorganisation versuchen wir alle Mitgliedsorganisationen gleichermaßen zu unterstützen, zentral. In Wiesbaden, wo ich der Pfarrer bin, seit dem Jahr 2009 bin ich ebenso Schulleiter an einer Schule, die vom Pfarrverein des Christlichen Zentrums „Pro Cultura Christiana e.V.” betrieben wird.  In diesem Jahr zum Ende des Schuljahres vergaben wir eine Rekordsumme an Zeugnissen – 146.


ChC als eine Dachorganisation unterstützt ihre Mitgliedsorganisationen u.a.: bei der Geldakquise, weist auf Finanzierungsmöglichkeiten hin,  bei der Schulausstattung, gibt Rechtberatungen, finanziert Sommerferien für die Schüler und Lehrerlöhne mit.  Seit zwei Jahren bekommen wir mehr - im Vergleich zu früheren Jahren,  Unterstützung vom Senat RP. Gemäß Statistiken des Kirchenamts Bonn vom Jahr 2016, in Deutschland leben mehr als 611 Tausend polnischer Bürger und etwa 634 Tausend Menschen mit der polnischen und deutschen Staatsbürgerschaft; darunter Kinder, die sollen und wollen mit ihren Großeltern oder Freunden in Polen auf Polnisch kommunizieren können!  Es ist uns gelungen die polnischen Senatoren zu überzeugen, dass unsere Arbeit sehr wichtig sei.  Dank der Unterstützung des polnischen Senats konnten wir im letzten Jahr  27 Schulen subventionieren, an den 140 Lehrer 2780 Schüler unterrichteten. Diese Zahlen wachsen ständig...Und so, auch für dieses Jahr versprach uns der Senat seine Unterstützung, im Moment gibt es bereits 30 Schulen und fast 3000 Schüler, die unterrichtet werden sollen.

Ob und wo eventuell könnte man einen neuen Pfarrverein gründen?

Pfarrer A.P.: Der Dachverein hat seinen Hauptsitz im Haus Concordia in Herdorf-Dermbach. Alle Informationen findet man auf der Internetseite www.chrzescijanskie-centrum.de, man kann ebenso eventuelle Fragen direkt an mich oder die Stellvertretenden Herrn RA Andreas Holm und Herrn RA Edmund Ropl per Email formulieren; die Emailadressen sind auf der Internetseite der Polnischen Katholischen Mission Wiesbaden zu finden. Wir beraten gern wie man einen Verein gründen und registrieren kann; wir stellen evtl. Musterdokumente, Mustersatzung bereit, letztendlich begleiten wir den gesamten Verlauf der Registrierung und Anschaffung der Vereinsstrukturen vor Ort. Auch ich, persönlich, habe solch ein „Gründungspaket“ zusammengestellt, den ich gern weiterleite. Wir ermuntern Schulen, die bei den Pfarrgemeinden tätig sind, dem ChC - im Sinne einer Dachorganisation, beizutreten. Dank der Zugehörigkeit zur Strukturen des ChC bekommen seine Mitgliedorganisationen fachliche, methodologische und finanzielle Unterstützung, und einen viel breiteren Zugang zur  Lernmaterialen und Schulbüchern, die von polnischen   Bildungsinstitutionen angefertigt werden. Das alles Zusammen wirkt positiv auf die Qualität des Unterrichts aus.

Der Verein ChC organisiert seit ein paar Jahren Sommerlager für die Kinder und Jugendliche. Wie sieht  das Programm aus?

Pfarrer A.P.: Mit großer Freude muss ich sagen, dass wir bereits eine zweite Generation erleben.  Das sind junge Erwachsene, die als Kinder, bzw. Jugendliche in unserem Haus Concordia Zeit verbrachten und heutzutage bereits eigene Kinder zu uns bringen.  Im Sommer organisieren wir im Haus Concordia die Kinderferienlager, die unverändert mit starker Nachfrage besucht werden.  In diesem Jahr haben wir im Laufe des Sommers fünf (!) Turnusse organisiert, und trotzdem, bereits im Juni waren praktisch alle Plätze ausgebucht. Im Herbst werden Herbstferienlager organisiert.  Seit kurzem die Funktion des Hausdirektors hat Herr Pfarrer Marcin Maslak übernommen, der zum ersten Mal das Haus Concordia als Priesteramtkandidat besucht hat und jetzt sich dort als ein toller Organisator erfüllt.  Ich bin überzeugt, dass Pfarrer Maslak das Haus Concordia weiterhin entfalten wird. Neulich wurde das Haus gründlich renoviert, jetzt weichen die Standards vor Ort nicht von den besten ab.   Während des Sommers helfen uns die Priesteramtkandidaten aus Breslau aus. Vor kurzem wurde auch eine neue Kapelle erbaut, dies heißt allerdings bei weitem nicht, dass unsere Kinder und Jugendliche die Zeit bei uns nur mit dem Beten verbringen. Die Umgebung hier ist sehr schön, Wälder und Parken, in der Nähe gibt es ein Schwimmbad - somit kann man ein abwechslungsreiches Programm problemlos gestalten. Bis dato habe ich noch keine Beschwerden seitens Kinder gehört, und viele kommen zu uns jedes Jahr.

Das „Haus  Concordia", das dem Verein ChC  gehört, ist ein Begegnungszentrum für Polonia. Dürfen auch andere polnische Organisationen die Räumlichkeiten im Haus z.B. für Schulungszwecke anmieten?

Pfarrer  A.P.: Das Haus Concordia hat die Polnische Katholische Mission im Jahr 1999 von der Trierer Diözese angekauft. Neulich, dank der Großzügigkeit der Gemeindemitglieder PKM und den Finanzmittel des polnischen Senats konnte man das Gebäude gründlich renovieren und an die neuesten Standards anzupassen.  Alle Zimmer im Haus verfügen über ein Bad, es gibt neue Räume für Gruppentreffen und Gruppenarbeit, alles im Haus ist frisch und modern - das Haus bietet sich als ein geeignetes Tagungsort an. Das Haus Concordia verfügt über 130 Schlafplätze, verteilt auf 100 Stück 6 bis 10-Personenzimmer und 27 Stück 2-Personenzimmer. In dem Haus lassen sich sehr gut Schulungen, Tagungen, Firmentreffen, oder auch Hochzeiten organisieren. Neulich erbaute Kapelle der Barmherzigkeit Gottes - nach dem die Allerheiligste Hostie in die Nebenkapelle gebracht wird, eignet sich sehr gut als ein Konferenzraum für 140 Personen. Die Kapelle ist professionell ausgestattet, verfügt u.a.: über Beamer mit Leinwand und spezielle Konferenzstühle.   Nicht zu Letzt, in dem Haus wird ausgezeichnet gekocht. Auf der Internetseite des Hauses kann man sich auf einen virtuellen Spaziergang begeben und das Haus erst einmal online besuchen. Das Haus ist letztens zu wahrhaftem Zentrum für Polonia-Treffen im Herzen Deutschlands geworden.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft? Wie schätzen Sie die Zusammenarbeit mit anderen Polnisch Schulen in Deutschland? 

Pfarrer A.P.: Es freut mich sehr, dass das Angebot des Polnischunterrichts in Hessen um weitere deutsche Schulen erweitert wurde. Ich bin sicher, dass diese Tatsache den Schulen des Christlichen Zentrums und Pfarrgemeindeschulen nicht schaden wird. Ganz im Gegenteil, die Erweiterung des Angebots um weitere nicht konfessionelle Schulen, gibt eine gute Alternative für diese Eltern, die ihre Kinder nicht unbedingt auf eine katholische oder Pfarrgemeindeschule schicken wollen. Wie ich immer sage, auch wenn in einem Wohnviertel drei Apotheken gibt, heißt es bei weitem nicht, dass eine davon Konkurs melden wird, alle drei werden gebraucht. Wir, das Christliche Zentrum, begrüßen alle Institutionen die Polnischunterricht in Deutschland anbieten und gleichzeitig sind wir für die Zusammenarbeit offen.

Sehr oft bewundere ich Ihr Engagement, nicht nur für die Missionsarbeit, aber auch das gesellschaftliche Engagement. Was bedeutet für Sie das Christliche Zentrum? 

Pfarrer A.P.: Im April 2018 während letzten Wahlversammlung des Vereins erklärte ich mich bereit auf dem Posten des Vereinsvorsitzenden zu bleiben, da so der Wille unserer Mitglieder war. Auch  „nur” als Gemeindepfarrer in Wiesbaden hätte ich mit der Sicherheit genug zu tun, jedoch solange Gesundheit und Energie ausreichen, gehe ich davon aus, dass ich etwas mehr tun soll… Klar, Opfer muss man auch bringen, die Arbeit sei nicht immer leicht und die Verantwortung ist groß, aber die Freude und Zufriedenheit, dass man den Landsleuten und deren Kindern helfen kann,  gleicht alles aus. Diese Arbeit eröffnet auch neue Herausforderungen und Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, die Reisen in die Hauptstadt und Treffen mit interessanten und freundlichen Menschen, die einem gern weiterhelfen wollen. Ich hoffe sehr, dass wir weiterhin, zusammen, das Christliche Zentrum entfalten werden, um die polnische Sprache, Tradition und Kultur zu fördern, dort überall - wo wir aktuell leben.   

Sprach: Michał Kochański

Magazyn Polonijny - Twoje Miasto, Nr. 53, sierpień/wrzesień 2018

www.chrzescijanskie-centrum.de

Am 4.-5. September in Krynica-Zdrój findet das III Wirtschaftsforum der Polonia im Rahmen des XXVIII. Wirtschaftsforums statt. Das Ziel des Forums der Polonia ist es, Auslandspolen für Arbeit mit in Polen zu überzeugen und durch die Teilnahme an wichtigen Veranstaltungen in dem Land eine nationale Gemeinschaft aufzubauen. Das Polonia Forum bietet auch eine Gelegenheit ein, wichtige Themen zu diskutieren, die für Polonia und Polen im Ausland wichtig sind. Gastgeber des Polonia-Wirtschaftsforums ist wie in den Vorjahren der Marschall des Senats, Stanisław Karczewski.
Marschall des Senats am 4. September bei 15.15 Uhr wird das Forum eröffnen und an der ersten Podiumsdiskussion teilnehmen.

Auf dem diesjährigen Polonia Forum in Krynica gibt es fünf Diskussionsrunden:

Verteidigung des guten Namens von Polen und Polen
Junge Emigration - es ist Zeit zurückzukehren
Polnische Frauen - Frauen im Geschäft in der Welt
Der Erfolg eines polnischen Produkts im Ausland - wie wird es gemacht?
Gemeinsam bedeutet mehr - die Zusammenarbeit der staatlichen Finanzministerien, um das Image Polens im Ausland aufzubauen

Das Polnische Wirtschaftsforum wird im Forum House im Raum "Forum Polonijne" stattfinden. Der gesamte Konferenzkomplex befindet sich in der Fußgängerzone in Krynica-Zdrój.

Die Organisatoren des Forums sind:

Stiftungsinstitut für Oststudien

Programmausschuss des Wirtschaftsforums

Senat der Republik Polen

Presseabteilung
Senatsinformationszentrum
Senatskanzlei

 

 

Deutsch-Polnisches Kulturverein POLONICA e.V in Köln lädt zu dem Konzert „Europa 1918-2018 – von Jan Kiepura bis Marlena Dietrich – eine Übersicht über die Musik” am 9.09.2018 r. um 16:00 Uhr (Der Residenz am Dom, An den Dominikanern 6-8, 50668 Kolonia).

In den Tagen 15. und 16. September in der Polnischen Katholischen Mission in Berlin können Sie von der kostenlosen Beratung von Fachleuten der sozialen Sicherheit für Polen, die in Deutschland arbeiten oder Leben, profitieren.
Der Rat bezieht sich auf die Grundsätze des EU-Rechts zur Ermittlung von Pensionsleistungen. Sie können  sich informationen u.a. über die polnischen Pensionsleistungen und Bedingungen für die Beschaffung und Berechnung Ihres Betrags unter den Bedingungen der EU-Koordinierung.
Die Beratung wird Sozialversicherungsexperten von ZUS gefüfrt. An dem Treffen wird auch Experten des deutschen rentenversicherungs Instituts DRV teilnehmen.

Wir möchten Sie herzlich zur Vorlesung von Prof.dr hab. Eugeniusz Cezary Król, Historiker, Politologe, ordentlicher Professor der Geisteswissenschaften einladen. (Ohne Simultanübersetzung aus dem Polnischen)Titel der Vorlesung: NS-Polenpropaganda in Deutschland 1919-1945
Der Vortrag hat zum Ziel, das Bild Polens und das der Polen am Beispiel von Programm, Äußerungen der Anführer und Aktivitäten der nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland näherzubringen.

Wie groß war Stellenwert, den die Nazis den polnischen Themen in den Jahren des Machtkampfes (1920-1933), sowie nach der Machteroberung in Deutschland (1933-1939) und während des Zweiten
Weltkrieges (1939-1945) beimaßen? Welche Züge besaß ihre Polenwahrnehmung und wie änderte sich sie mit der Zeit und Wechsel der innerdeutschen und internationalen Lage? Wie betrachtete man
die traditionellen polnischen Nationalstereotypen? Das sind die grundlegenden Fragen, die im Vortrag Antworten finden sollen. Um sie zu erreichen, werden verschiedenen Quellen herbeigerufen und zwar
die Texten und Bilder aus der Presse, Filme, Massenpublikationen (Bücher, Broschüren, Plakaten, Bilder, Karikaturen); ein Teil davon wird während der Vortrags präsentiert und analysiert.
Als Schlüsselproblem wird die Frage gestellt, wie tief die NS-Polenpropaganda die deutsche Bevölkerung durchdrang und welche Folgen hinterlassen hat? Diese Frage soll Ausgangspunkt
für die hoffentlich interessante Diskussion mit den Begegnungsteilnehmer bilden.

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Brigitta Helbig-Mischewski.

Die Vorlesung findet am 14. September 2018 um 18.00 Uhr in (ausnahmsweise) Institut für Kunst- und Bildgeschichte – HU Berlin » Dorotheenstraße 26, 10117 Berlin, Hörsaal 207 statt.

Nach dem Vortrag, um ca. 19.30 Uhr laden wir Sie zur Vernissage ein.
Ort: Club der Polnischen Versager, Ackerstr. 168, 10115 Berlin

Einführung: Dr. Piotr Olszówka


Der Programmbeirat der UDG

 

Großer Andrang bei der Vernissage am 12. Juli 2018. Ca.300 Besucher sahen die Ausstellung am Eröffnungstag im Roten Rathaus. Foto: Jan Oliver Koch

„Władysław Bartoszewski (1922 – 2015) Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“ Einladung zur Finissage der Ausstellung am Donnerstag, 30.08.2018, 18–21 Uhr (Vorabführung 17.30 Uhr) Rotes Rathaus (Festsaal), Rathausstr. 15, 10178 Berlin.

Fast zwei Monate gastierte die Ausstellung „Władysław Bartoszewski 1922 – 2015“ in Berlin. Nun wandert sie ganz im Sinne der Bartoszewski-Initiative weiter – zunächst nach Magdeburg und später nach Hamburg.
Denn die Berliner Finissage ist zugleich der Auftakt, um in den folgenden Monaten deutschlandweit mehr Menschen mit dem Leben und den Zielen des polnischen Intellektuellen, Politikers und streitbaren Europäers Władysław Bartoszewski vertraut zu machen.

Während zur Zeit in Polen an einigen Orten lokale Bartoszewski-Initiativen entstehen, weil es dort ein Bedürfnis vieler Bürger nach einer politischen Haltung gibt, die sich an Dialog, Versöhnung und Anstand orientiert, so soll die jetzige Ausstellung Bartoszewski in Deutschland bekannter machen bzw. die Erinnerung an ihn aufrecht erhalten. Die deutsch-polnischen Beziehungen haben Bartoszewski sehr viel zu verdanken, da er sich Zeit seines Lebens für sie als Bürger, Netzwerker, Diplomat und Politiker einsetzte. Die Bartoszewski-Initiative möchte, dass sich Deutsche und Polen in ihrem Handeln von seiner engagierten, bisweilen kritischen aber immer auf Dialog ausgerichteten Haltung inspirieren lassen mögen.

Programm

17.30 Uhr
Vorabführung durch die Ausstellung und Präsentation ihres Konzepts durch den Kurator Marcin Barcz

18.00 Uhr
Begrüßung durch die Moderatorin des Abends Dr. Weronika Priesmeyer-Tkocz, Studienleiterin, Europäische Akademie Berlin

Grußwort
Staatssekretär Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien und Internationale Beziehungen

Vortrag
Erinnerung als Auftrag: Władysław Bartoszewski heute
Dr. Władysław Teofil Bartoszewski, Sohn von Władysław Bartoszewski, Historiker und Investmentbanker, Mitgründer der Władysław-Bartoszewski-Stiftung in Polen

Diskussion
Bartoszewski 2018 + x : Was können wir lernen, was gilt es zu bewahren?
Talk-Runde mit Elżbieta Sobótka (Politikerin und Diplomatin), Prof. Dr. Krzysztof Miszczak (Diplomat und Wissenschaftler) und Ulrike Kind (Referentin Ostmitteleuropa, Senatskanzlei Berlin)
Moderation: Nils-Eyk Zimmermann, Politikwissenschaftler und Mitglied der Bartoszewski-Initiative

Dankesworte
Anita Baranowska-Koch, Gründerin der Bartoszewski-Initiative

Musikalischer Abschluss
Celina Muza und Begleitung

Anschließend Gespräche und Begegnungen bei kleinem Imbiss und Getränken. Anmeldung bis zum 27.08.2018 unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. Telefon 0176 45982773

Bartoszewski-Initiative

Die Bartoszewski-Initiative würdigt ihren Namensgeber, den polnischen Publizisten, Historiker und Politiker Władysław Bartoszewski, in einer zeitgemäßen Form und engagiert sich für den Dialog zwischen den deutschen und polnischen Gesellschaften. Mit dieser Ausstellung sowie Bildungsangeboten und Dialogformaten möchte sie Brücken zu politisch interessierten Personen bauen und setzt sich für den Erhalt der guten Beziehungen zwischen unseren Ländern ein. Die Initiative befindet sich unter dem Dach der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin.
www.bartoszewski-initiative.de

Weitere Informationen auf unseren Websites:
http://www.dpgberlin.de/de/termine/2018/wladyslaw-bartoszewski-1922/
http://www.bartoszewski-initiative.de/wystawa.html

Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin in Kooperation mit der Bartoszewski-Initiative im Rahmen der Wanderausstellung „Władysław Bartoszewski (1922 – 2015) Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung. Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatskanzlei.

Anita Baranowska-Koch

Inicjatywa im.Wł.Bartoszewskiego

__________________________

Tel.:00 49 176 45982773
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.bartoszewski-initiative.de

 

Mit dabei sind die vier nationalen Minderheiten Deutschlands, welche sich im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) präsentieren.

Hjertelig velkommen! Hartlik wäljkiimen! Witamy Was wutšobnje! Hjertlæ velkommen! Wutrobnje witajće! Latscho Diewes! Herzlich willkommen in Berlin!

Es ist wieder soweit: Unter dem Motto „Hallo, Politik“ lädt die Bundesregierung nun zum 20. Mal zum Tag der offenen Tür ein. Die Türen öffnen sich im Bundeskanzleramt, in den 14 Ministerien und im Bundespresseamt am Samstag, dem 25. August 2018 und am Sonntag, dem 26. August 2018 jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Auch wir – die vier autochthonen, nationalen Minderheiten und Volksgruppen – sind wieder mit dabei. Und das im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und freuen uns über Ihren/euren Besuch!

WO? Konferenzbereich des BMI, Alt Moabit 140, 10557 Berlin.

Gemeinsam informieren wir über die anerkannten nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland, sowie die deutschen Minderheiten in Europa unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten (AGDM). Zum ersten Mal dabei sind auch Vertreter der niederdeutschen Sprachgruppe.

Kommen Sie vorbei:

 ⇒ Umfangreiches Informationsmaterial wartet auf Sie!

⇒ Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz! Es warten tolle Preise!

⇒ Genießen Sie regionale Spezialitäten!

⇒ Erleben Sie die Liedermacherin Norma Schulz, eine junge Sängerin aus dem Norden, mit ihrem vielfältigen Repertoire und erfahren Sie mehr über Platt/Niederdeutsch! „Snack un Musik op Platt“ am 25.8. um 12 Uhr und am 26.8. um 13:30 Uhr auf der Bühne des BMI.

⇒ Erleben Sie „Politik hautnah“ – z.B. am Runden Tisch mit Herrn Staatssekretär Dr. Markus Kerber: „Jenseits von Brauchtumspflege: Neues aus der Heimat“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Nach dem großen Erfolg im Jahre 2017 eine neue Auflage des star Jazz Festival präsentiert von Jazz Federation Hamburg e.V. Perspektiven: Mikrokosmos - Makrokosmos

Freitag, 12.10. und Samstag 13.10.2018, 19:30 Uhr
Miralles-Saal
Mittelweg 42
20148 Hamburg   

Freitag, 12.10.2018, 19:30 Uhr

Den Auftakt machen Maciej Obara (alt-, tenorsax) und Dominik Wania (p). Zwei Musiker aus Polen, Großmeister ihres Fachs, deren so kraftvoll, wie reich facettiertes Zusammenspiel im Mikrokosmos des Duos zur vollen Blüte treibt.

Weiterer Programmpunkt am ersten Festivaltag ist das zu diesem Anlass von Vladyslav Sendecki ins Leben gerufene multimediale Projekt Motion Ensemble of Hamburg. Hier vereinen sich erstklassige lokale Bläser und Streicher, die gemeinsam mit Reiner Winterschladen (trp), Jürgen Spiegel (dr, perc) und Vladyslav Sendecki (p, rhodes, seaboard) auf die Bühne gehen. 

Der Klangkörper interagiert mit den Bildern des von Dokumentarfilmer Timo Grosspietsch kreierten Films Land– es unterstreicht mit grenzüberschreitenden Klängen aus Jazz, Klassik, Neuer Musik und Elektronics die bildpoetische Erzählung in Detail- und Weitwinkelperspektive dieser Dokumentation. 

Das Publikum wird unmittelbar in den kreativen Prozess hineingesogen – Klang- und Bildsprache verschmelzen in seiner Wahrnehmung zur metaphysischen Einheit.

Maciej Obara (sax) - Dominik Wania (p)

„Theater of Imagination”: Motion Ensemble of Hamburg

Den NDR-Film „Das Land“ (Regie: Timo Großpietschzur Musik von Vladyslav Sendecki:

Vladyslav Sendecki (p/ seaboard), Jürgen Spiegel (ds/perc), Reiner Winterschladen(tp) 

und Dozenten der Jugendmusikschule:

Ewelina Nowicka (Violine), Annika Stolze (Cello), Mariola Rutschka (Flöte), Christian Hamburg (Horn) und Studentin Katharina Jensen (Klarinette).
 

Samstag, 13.10.2018, 19:30 Uhr

Am zweiten Festivaltag öffnet sich u.a. das Objektiv zum Weitwinkel und fokussiert auf The Club of Continents. Mit den geladenen Musikern Saliou Cissokho (kora, kalabass) aus Afrika, Guo Yazhi (woodwinds) aus China/U.S.A., Nils Petter Molvaer (trp, electronix) aus Norwegen, Mino Cinelu(perc) aus Frankreich/U.S.A./Martinique und Gastgeber und Leiter des Ensembles Vladyslav Sendecki (p, seabord, electronix) aus Polen/Deutschland betritt eine ungewöhnliche, in dieser Zusammenstellung einmalige Künstlerriege gemeinsam die Bühne.

In dieser Konstellation, geeint durch Kreativität, gegenseitigen Respekt und die Lust am gemeinsamen Schaffensprozess, lassen sie Grenzen vergessen und laden ein zu einem faszinierenden musikalischen Abenteuer. Ein Parforceritt komplexer Rhythmen, magischer Soundcollagen, virtuoser Improvisationen auf der Basis tiefen musikalischen Verstehens wartet auf das Publikum – und die Akteure! 

Club der Kontinente

China: Yazhi Guo (Chinesische Blasinstrumente)

Ghana/Afrika: Saliou Cissokho (Kora / Kalabass )

Europa: Nils Petter Molvaer (tp)

Mittelamerika/Frankreich: Mino Cinelu (ds, perc)

Europa: Vladyslav Sendecki (p)

Solo, Duo, Trio, Tutti

Die star Tankstellen offerieren im zweiten Jahr des star Jazz Festivals ein musikalisch konzeptionelles Highlight der Extraklasse, das über ein rein konzertantes Jazzerleben weit hinaus geht.

Mit dem star Jazz Festival am 12. und 13. Oktober 2018 etabliert sich ein weiteres Kleinod in der an Festivals so reichen Stadt Hamburg – und birgt mit beispielhaftem Konzept und formidabler Besetzungsliste eine Strahlkraft weit über die Stadtgrenze hinaus.

Von der Orlen Deutschland GmbH, deren star Tankstellen seit 15 Jahren auch in Deutschland ein Begriff sind, wurde das Festival im Rahmen ihrer Kulturförderung ins Leben gerufen. Erwachsen aus den Ideen des künstlerischen Leiters Vladyslav Sendecki sowie in Kooperation mit der Jazz Federation Hamburg fiel im vergangenen Jahr der Startschuss für das star Jazz Festival. An zwei Tagen Ende Oktober 2017 wurde der Miralles-Saal im Hamburger Stadtteil Harvestehude mit seinen rund 400 Plätzen zum Mekka für hochkarätigen Jazz mit Fokus auf Deutschland und Polen. 

„Der verbindenden Kraft des Jazz, sein Ausdruck positiver Lebensenergie, die Grenzen überwindet, gebührt besonderes Augenmerk. Bestärkt durch den großen Publikumserfolg zum Festivalstart in 2017, freuen wir uns mit dem star Jazz Festival 2018 diese über die Grenzen verbindende polnische-deutsche Kooperation weiterzuführen – und weiter auszubauen. Es ist uns ein großes Anliegen, uns langfristig für die Musikkultur und hervorragende musikalische Leistungen einzusetzen. Musik – und gerade der Jazz – ist eine Sprache, die über alle Landesgrenzen hinaus Menschen miteinander verbindet. Das unterstützen wir!", betont Wieslaw Milkiewicz, Geschäftsführer (CTO) der Orlen Deutschland GmbH und Pressesprecher der star Tankstellen. Das Unternehmen ist für sein starkes soziales Engagement und die aktive Förderung in Sport und Kultur bekannt.

Am 12. und 13. Oktober 2018 wird der Miralles-Saal des star Jazz Festivals erneut zum Schauplatz eines musikalisch konzeptionellen Highlights, das in diesem Jahr über ein rein konzertantes Jazzerleben weit hinaus geht und sich den Möglichkeiten der multimedialen Performance öffnet.

Leitthema des diesjährigen star Jazz Festivals ist PERSPEKTIVEN: Mikrokosmos - Makrokosmos

Als Ausgangspunkt dient ein einfacher Begriff, dessen Definition jedoch so variabel wie emotional bedeutsam ist, sich von kleinster Einheit bis hin zum globalen Umfang anwenden lässt: Das Land. Einzig die Sicht darauf – die Perspektive - ist das Maß der Dinge. 
Hierzulande, auf dem Land, außer Landes, aus aller Herren Länder, Land unter, Festland, Kontinent, Staatsgebiet, Landstrich, Ackerland, Scholle... Ein weites Feld, ein spannungsreiches Thema. Das uns alle betrifft. Und uns über alle Grenzen hinweg miteinander verbindet - weltweit. Wie sonst nur die Musik es vermag...

Mit dieser Vision lädt der aus Polen stammende Vladyslav Sendecki, Komponist und Arrangeur, Pianist und künstlerischer Leiter des star Jazz Festivals, Künstler aus seinem direkten Umfeld der Hamburger Jazz- und Klassik-Szene, sowie europa- und weltweit renommierte Musiker in seine Wahlheimat Hamburg ein.
Seine für das Festival entstandenen Kompositionen ziehen sich, gleich eines roten Fadens, durch das zweitägige Konzertgeschehen – bieten zugleich Klammer und Freiraum für entstehende Interaktionen und Improvisation von und mit seinen Gästen.

Beide Konzerttage werden vom Medienpartner der Veranstaltung NDR Jazz, mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt auf NDR Info ausgestrahlt.

Beginn 19:30 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Tickets * 25 € / 12,50 € Tagesticket, 40 € / 20 € Zweitagesticket
Vorverkauf * Konzertkasse Gerdes * Rothenbaumchaussee 77, 20148 Hamburg

Karten bestellen hier

Quelle: www.kulturograf.de

Baltic Breeze steht für eine integrierte Jazzkonzertreihe in den baltischen Ländern, die zweifelsohne eine besondere Gelegenheit für Jazzkenner ist. Eine originelle Instrumentalbesetzung, die Homogenität der sechzehn Saiten des Quartetts sowie das einzigartige Timbre des Saxofonisten Cezariusz Gadzina geben dem Konzert eine außergewöhnliche Note. Dank der gelungenen Dramaturgie sowie bezaubernder Klanglandschaften begibt sich der Zuhörer auf eine unvergessliche Reise, die ihn bis zur letzten Minute des Konzerts in ihren Bann zieht. Die Interpreten schaffen einen neuen musikalische Raum, in dem der von der Folkloremusik inspirierte Jazz sich auf neue phänomenale Weise enthüllt. Pikant wird die Musik durch eine gewisse Experimentierfreude. Ihre gemeinsame Platte „The Fifth Element”, veröffentlicht durch TAK Records, www.takrecords.eu, wurde im holländischen Jazzmagazin JAZZISM  als Album des Jahres 2016 bezeichnet. 

Cezariusz Gadzina – Träger zahlreicher internationaler Preise, dynamischer Schöpfer vieler musikalischer Projekte – u.a. des "European Saxophone Ensemble", das den Titel  "Kulturbotschafter der Europäischen Union" trägt. Cezariusz Gadzina trat bei vielen Musikfestivals auf allen fünf Kontintenten auf. Er ist ein vielseitiger (auch klassischer) Saxophonist, sein Spiel inspirierte Komponisten, die mehrere speziell ihm gewidmete Werke schrieben. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, sowie CDs, zuletzt die 2017 herausgekommene CD MOSTY ("Brücken"), die bei UNIVERSAL MUSIC erschien.

Das Atom String Quartet ist wohl eines der faszinierendsten Streichquartette der Welt und gleichzeitig eine der besten polnischen Jazzbands. 
Mit dem Instrumentarium eines kammermusikalischen Ensembles, das fest in der klassischen Musiktradition verankert ist, beschreitet das Atom String Quartet neue klangliche und formale Wege. Ihre Musik ist weit mehr als ein Brückenschlag zwischen Jazz und Klassik. Polnische Volksmusik, weltmusikalische Anleihen aus vielerlei Kulturen sowie Strukturen zeitgenössischer Musik sind ebenso Inspirationsquellen ihres unverwechselbaren neuen Streicher-Klanges. Die vier Absolventen des Warschauer Frédéric Chopin Konservatoriums heimsen seit 2010 viele internationale Preise ein und stehen mit Größen wie Branford Marsalis, Bobby McFerrin, Gil Goldstein, Vladyslav “Adzik” Sendecki, Mino Cinelu, Paolo Fresu, Leszek Możdżer, Lars Danielsson, Zohar Fresco, Jerzy Maksymiuk, um nur einige zu nennen, auf der Bühne.

Konzerte „Baltic Breeze” werden am:

13.07.2018 Copenhagen Jazz Festival  - Dania
21.09.2018 Jazz in Oberhausen – Niemcy
07.10.2018 Medynes Festival – Litwa
19.10.2018 Stockholm Jazz Festival – Szwecja
01.12.2018 Free Fall Nights Helsinki – Finlandia

Musiker:

Cezariusz Gadzina - Sopran und Alt Saxophon 

Dawid Lubowicz – Geige 

Mateusz Smoczynski – Geige 

Michal Zaborski – Bratsche 

Krzysztof Lenczowski – Cello

Die Konzertreihe Baltic Breeze wird organisiert durch die Stiftung TAK. TAK ist finanziert durch Mittel des Kulturministeriums in Polen.

 

 

Nach dem großen Erfolg 2017 im Goldenen Saal des Wiener  Musikverein präsentiert der Maestro Michael Maciaszczyk in der Konzertreihe „Best of Classic“ mit seinem 62-köpfigen Orchester POLISH ART PHILHARMONIC das erste GROSSE KONZERT 2018 in Hamburg und Dresden.

01.10.2018, 20:00 Uhr
Laeiszhalle Hamburg, großer Saal
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg

Best of Classic - das große Konzert
POLISH ART PHILHARMONIC
Maestro Michael Maciaszczyk – Wien

Die 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven c-moll op.67, eines der bekanntesten Werke, die die klassische Musik zu bieten hat und das vor 115 Jahren in Berlin und Wien uraufgeführte Violinkonzert A-dur op.8 von Mieczysław Karłowicz sind zwei Werke des hochkarätigen Programmes.

Durch die außergewöhnliche Präzision, große Leidenschaft und Spielfreude erlebt der Zuhörer eine besondere und unvergessliche Lebendigkeit in den Konzerten.
Musikkenner werden sofort hören und fühlen, wie intensiv und fordernd der Maestro die Musiker/Innen zu Höchstleistungen motiviert.
Seine persönliche Leidenschaft und seine Liebe zur Musik überträgt sich auch auf das gesamte Ensemble. Das Orchester hat einen schönen, weichen und einzigartigen Klang, eine sehr homogene und genaue Spielart und glänzt durch beeindruckende Interpretationen, was eine große Begeisterung beim Publikum erwarten lässt. 

Das Programm:

Mieczysław Karłowicz - Symphonische Dichtung "Bianca da Molena" (Weißes Täubchen) op.6
Der 1876 in Litauen geborene polnische Komponist Mieczysław Karłowicz schuf in seinem kurzen Leben ein kleines, aber bemerkenswertes Œuvre, das zwar in Polen zum festen Bestand der nationalen Musiktradition gehört, doch jenseits der Grenzen kaum bekannt war. Die am Übergang von der Spätromantik zur beginnenden Moderne angesiedelten Orchesterwerke sind eine Entdeckung wert. Ein verhalten-introvertierter Tonfall, landschaftliche Anklänge und programmusikalische Dramatik werden darin zu großen sinfonischen Gesten verschmolzen.

Mieczysław Karłowicz - das Violinkonzert A-dur op.8
Sein Violinkonzert A-Dur op. 8 schrieb Karłowicz für seinen mittlerweile weltberühmten einstigen Lehrer Stanislaw Barcewicz. Das sehr virtuose Werk wurde wahrscheinlich im Dezember 1902 vollendet. Zur Uraufführung kam es am 21. März 1903 im Beethoven-Saal zu Berlin durch die Berliner Philharmoniker in einem ausschließlich mit Werken von Karlowicz gewidmeten Konzert unter der Leitung des Komponisten.

Solistin: Anna Maria Staśkiewicz (mehr lesen im PDF, oben links)

Janusz Bielecki - "Träume"
ist eine Komposition, die durch drei thematische Motive, verbundene Attacca, inspiriert wurde. Die langsame einführende Partie mit dem Charakter einer Phantasie wird von dem lebhaften Teil durchbrochen, der das gegenwärtige Tempo und die Expressivität des menschlichen Lebens symbolisiert. Es ist ein Teil, der an die Struktur des Sonaten-Allegro anknüpft, aber eine sanfte Rückkehr zu der träumerischen metaphorischen Phrase, die das Werk eröffnet.

Ludwig van Beethoven - 5. Sinfonie c-moll op.67

Veranstalter: Dirk Kamella Event- und Kulturmanagement
 

Ticket kaufen: hier

Quelle: www.kulturograf.de

Im Septemger presentieren wir der Debütantin Jagoda Szelc, die gelingt mit ihrem Langfilm ein atmosphärisch unglaublich dichtes Kammerspiel, das sich immer wieder auf das Genre des Psychothrillers beruft und gleichzeitig durch frische Ideen bei Inszenierung, Schnitt und Ton überrascht. Das verrätselte Vexierspiel reizt  das Unterbewusstsein und erreicht dabei eine Intensität, die in den besten Momenten an die Werke David Lynchs erinnert.

"WIEZA. JASNY DZIEN"

Rezyseria: Jagoda Szelc
PL. 2017, Dramat, 106 Min.

Darsteller: Anna Krotoska, Małgorzata Szczerbowska, Anna Zubrzycki, Dorota Łukasiewicz-Kwietniewska, Rafał Kwietniewski, Rafał Cieluch u. Anderen.

Ein ländliches Idyll in den südpolnischen Hügeln, eine junge Familie hat die Renovierung ihres Hauses noch nicht beendet. Aber es ist genug Platz, um die ganze Familie zur Erstkommunion von Mulas Tochter Nina einzuladen. Auch Mulas Schwester Kaja kommt zum Fest – aber was folgt, ist das Gegenteil eines Familienidylls. Denn Kaja, vor sechs Jahren plötzlich verschwunden, bekommt zur Begrüßung erst einmal einen Verbotskatalog vorgelegt. Vor allen Dingen darf sie auf keinen Fall erwähnen, dass sie in Wirklichkeit Ninas Mutter ist. Damit beginnt ein Kammerspiel voller Verdächtigungen, unterdrückter Aggressionen, verschwiegener Wahrheiten und unerwarteter Wendungen.

Zu Gast in Hannover und Hamburg:  Der künstlerische Betreuer des Projektes, Rektor der Film Hochschule in Łodz, Prof. Dr. hab.  Mariusz Grzegorzek.

Die Vorführungen finden statt:

1.09.2018, 17:00 Uhr / Samstag / Hannover 

Kommunales Kino, (Sophienstr.2, Tel. 0511 168-45522)

2.09.2018, 16:00 Uhr / Sonntag / Hamburg

Kino Metropolis, (Kleine Theaterstraße 10,Tel. 040 342353)

Idee, Realisation und Koordination des Projektes FILMLAND POLEN: Grażyna Słomka, Deutsch Polnisches FilmForum e.V. Hannover. 

Kataloge mit dem vollen Programm des Festivals und den Vorstellungen aller gezeigten Filme in deutscher Sprache 

Internet: www.filmlandpolen.de

Grazyna Slomka

Festivaldirektorin "Filmland Polen"

 

   

Die Briefmarkenausstellung „Polen 1918-2018. Kleine Bilder mit großen Geschichten“ zeigt die Geschichte Polens seit 1918, seit der staatlichen Wiedergeburt nach 123 Teilung unter fremden Mächten, im Spiegel seiner Briefmarken. Mit der Modernisierung des Postwesens im 19. Jahrhundert waren auch Briefmarken zu einem Teil des symbolischen Repertoires von Staaten geworden.

Eine Briefmarkenausstellung des Deutschen Polen-Instituts vom 05.09 bis 09.11.2018.
Öffnungszeiten: Mo – Do 9 bis 17 Uhr, Fr 9 bis 13 Uhr

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 5. September 2018, 18.30Uhr,

Karl Dedecius Saal, Deutsches Polen-Institut im Residenzschloss Darmstadt

(Zugang über den Karolinenplatz/Wallbrücke). Der Eintritt ist frei.

Mit der Zeit – und mit den Fortschritten der Drucktechnik – kam der Gedanke, dass sich Briefmarken hervorragend dazu eignen, umfangreiche Botschaften zu übermitteln: Sie können politische Ansprüche erheben, Ideologien propagieren, an historische Ereignisse erinnern, den wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Fortschritt dokumentieren oder Zukunftsvisionen aufzeigen. Sie können aber auch ganz einfach nur politisch unverfänglich Landschaften oder Kunstwerke abbilden, manchmal werden daraus selbst kleine Kunstwerke.

Seitdem bunte Bilder aus aller Welt im Internet kursieren, seitdem E-Mail und soziale Netzwerke die Kommunikation revolutioniert haben, ist die Bedeutung von Briefmarken zurückgegangen, aber immer noch spielen sie für die Symbolpolitik von Staaten eine wesentliche Rolle. In ihrer grafisch oft ansprechenden Form sind sie eine faszinierende Quelle an der Schnittstelle von historischem, politischem und künstlerischem Interesse.

Alle diese Facetten zeigt die Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts in einer Auswahl aus den Sammlungen von Maksymilian Pelc und Alexander Zipper. Sie widmet sich der Motivwelt der Briefmarken als Kondensat ihrer jeweiligen Entstehungszeit mit den von staatlicher Seite gesetzten Themen. Jeweils wenige Marken und deren Geschichten entfalten auf 20 Tafeln spannende Fragen ihrer Zeit. Dazu gehören etwa „1918 – Wiederentstehung des polnischen Staats“, „Tradition und Aufbruch“ (1920er Jahre), „Besatzungsherrschaft im Zweiten Weltkrieg“, „Stalins Schatten über Polen“, „Fortschritt als Versprechen“ (1970er Jahre) oder „Opposition, Repression, Revolution“ (Solidarność).

Konzeption: Matthias Kneip, Peter Oliver Loew, Manfred Mack, Julia Röttjer
Graphische Gestaltung: DUBBEL SPÄTH GmbH & Co. KG KONZEPT KREATION MEDIEN

Tomasz Stańko, Trompeter, Kompositeur, ein Leader.  Im Alter von 76 Jahren ist am 29. Juli 2018 in Warschau der große polnische Trompeter Tomasz Stanko gestorben. Mit Spielen fängt er in 50-ger Jahren an. Das war in Krakau, in Polen.  Joachim Ernst Berendt schrieb über ihn, dass er erster in Europa „free“ Trompetenspieler war.

Als innovative Kraft mit seinem sofort erkennbaren Klang - der, wie er selbst es einmal formulierte, "slawische Melancholie und den Blues" miteinander verband, erregte Tomasz Stanko in den frühen 60er Jahren in Gruppen des Komponisten und Pianisten Krzysztof Komeda erstmals größere Aufmerksamkeit.  An Komedas Seite spielte er nicht nur Soundtracks für Filme von Roman Polanski ein, sondern wirkte auch auf dessen Album "Astigmatic" mit, das als eine der wichtigsten Aufnahmen des neuen europäischen Jazz gilt. Mit diesem bedeutenden Abschnitt seines Lebens setzte sich der Trompeter 1997 noch einmal auf seinem vielbeachteten Album "Litania" auseinander.

Tomasz Stanko machte sein ECM-Debüt 1975 mit dem großartigen "Balladyna"-Album, auf dem er mit dem Tenorsaxophonisten Tomasz Szukalski, Bassist Dave Holland und Schlagzeuger Edward Vesala zu hören war.

Wie sein früher Held Miles Davis war Stanko ein anspruchsvoller Bandleader und jede seiner Gruppen besaß einen eigenen Charakter. Auf den Alben "Matka Joanna" und "Leosia" hielt er mit Bobo Stenson, Anders Jormin und Tony Oxley Lyrismus und turbulentes freies Spiel im Gleichgewicht.

 "Alles, was man erlebt, findet Eingang in die Musik", schrieb Tomasz Stanko.  https://www.youtube.com/watch?v=a_EwcDfvdAg

Das Stück “ Wolność w sierpniu“ (Freedom in August, 2005)

Im Jahr 2010 erschien in Polen die Autobiographie des Artisten u.d.T.: „Desperado”, das Buch wurde zum Bestseller.  Im Jahr 2011 das Smithson Institut, der weltgrößte Kompleks von Museen und Forschungszentren, veröffentlichte 6-teilige Jazz Kompilation: „The Smithsonian Anthology”,  die Kollektion krönt Stankos Stück, “Suspended Night Variation VIII”. Im gleichen Jahr, Polens Präsident Bronislaw Komorowski ehrte Tomasz Stanko mit dem Kommandeurkreuz mit dem Stern des Ordens Polonia Restituta. 

Stankos Faszination für die im Jahr 2012 verstorbene polnische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska ergab im Jahr 2013 das Album “Wisława”. Stanko schrieb im Album-Buch: „der Lektüre von Wislawa Szymborskas Texte verdanke ich zahlreiche Ideen und Inspirationen“. 

Das Jahr 2014 war für Tomasz Stanko mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Am 14. Januar nahm er den Polityka Pass (Paszport Polityki, https://en.wikipedia.org/wiki/Paszport_Polityki)  in der Kategorie Kulturkreator entgegen. Am gleichen Tag in Paris bekam er die Auszeichnung der Jazz Akademie – l’Académie du jazz den Preis „Prix du Musicien Européen“ – „Europäischer Musiker des Jahres“  – für sein Lebenswerk. Ein Tag später bekam er den Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK), ein unabhängiger Verein bestehend aus 140 Musikjournalisten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.  

In all seinen Bands förderte Tomasz Stanko die Ausdrucksfreiheit und ermutigte seine Mitmusiker zu eigenen improvisatorischen Beiträgen. Bevor er Anfang des Jahres erkrankte, freute er sich darauf, mit einem neuen italienischem Quintett und dem Rhytmusteam des New York Quartets auf Tournee zu gehen…

Zusammengestellt von Joanna Szymanska

Foto: Tomasz Stańko by Magdalena Ławniczak

Mehr Informationen finden Sie unter:

Offizielle Seite: http://www.tomaszstanko.com/

http://www.tomaszstanko.com/pl/dyskografia/

http://www.jazzecho.de/aktuell/news/artikel/article:247864/polens-prominentester-jazzpionier-ein-nachruf-auf-tomasz-stanko

 

Kora Jackowska, eine große  Künstlerin und selbstbewusste Frau, Bürgerin der Zivilgesellschaft und Führsprecherin politischer Transparenz und Wahrheit, eine Bürgerin mit dem Sinn für das Pflichtgefühl in jeder von ihr vielen gesellschaftlichen Aufgaben.

„Schwarze Madonna, schwarzer Engel
der Schauder, jedes Mal, das gleiche

die einzigartige
unerreichbare Herzens Verführerin“.

Kora (Olga Aleksandra Sipowicz, Geburtsname Ostrowska) Rocksängerin, Texterin, Vokalistin der Musikgruppe Manam. Kora wurde am 8 Juni 1951 in Krakau geboren. Sie starb am 28 Juli 2018 im Alter von 67 Jahre.

Die Musik von Kora und der Gruppe Manam, die sie zusammen mit dem ersten Ehemann Marek Jackowski gründete, spiegelte die polnische Realität zwischen 1979 und 2008 wider. 21 Jahre kreierte Kora und Manam die neuen Musiktrends und zugleich passte sie sich der polnischen und europäischen Fabel jener Zeit ein.  Sie war nie apolitisch, ganz im Gegenteil,  sie war immer aktiv im Großen Still und auf vielen Feldern, ob Konzerte, Platten,  TV-Shows oder auch öffentliche Auftritte und Diskussionen. Kora hatte keine Angst. Im Jahr 1989 sang sie ein sehr symbolisches Lied: „ Habe keine Angst”, mit dem Lied feierte die Gruppe Manam ihre Reaktivierung.

„Ich habe Angst vor dunklen und tiefen Nächten
habe keine Angst, habe keine Angst
ich habe Angst von den geheimnislosen Nächten  
habe keine Angst, habe keine Angst“

Kora nutzte ihre Musik und Starrolle in der öffentlichen Diskussion aus, in der Debatte zur vielen wichtigen Themen und Tabubrechen –  selbst der Rock and Roll war in den 80-gern ein Zeichen für große Courage.   An Zivilcourage zeigte  Kora stets mehr als genug!  Sie half AIDS-Kranken, nahm an gesellschaftlichen Kampagnen teil, sprach sich für die Legalisierung von Marihuana aus und das Recht der Frauen für Abtreibung und Selbstbestimmung, sie war solidarisch mit den LGBT Kreisen.

Im Jahr 1992 veröffentlichte sie eine Autobiographie: „Doppelspur des Lebens”, in dem Buch beschrieb sie auch ihre Kindheit, u.a.: wie sie als kleines Mädchen von Priester missbraucht wurde. Viele Jahre später schrieb ein Lied darüber: „Versteckspiel”.  Ihre gesundheitliche Situation hat sie ebenso nicht verheimlicht, sie sprach darüber. Auch in der Krankheit kämpfte sie um die Gerechtigkeit, sie setzte sich dafür ein, den Schmerzmittel Olaparib zukünftig für Krebskranke Frauen staatlich erstattet verschrieben bekommen zu können, auch dieser Kampf sei ihr gelungen.

Kora bleibt eine Freiheitsikone, die erste Hippiefrau...Eine Genießerin der Schönheit, Freiheit und des Lebens. Sie bleibt für immer in der Erinnerung als ein Symbol für die Wahrheit und ein Vorbild für Millionen Menschen, ein Vorbild für den Glauben um die Ideale und Eigenständigkeit. Kora hat die Realität um sich herum selbst kreiert, bewusst beeinflusste sie das gesellschaftliche Geschehen -  auch das staatliche und den Systemwechsel. Sie war immer geselschaftlich und politisch aktiv. „Der Staatsapparat zerstört mein Land. Die Partei aneignet sich den Staat. Das ist die Zerstörung meines Glücks am Lebensende. Sie vernichten alles woran ich je glaubte und wofür ich arbeitete” – sagte Kora vor einem Jahr im Interview für Newsweek.

Kora hatte den Glauben an kluge Menschen nie aufgegeben, den Glauben an die Kraft des Volks,  das Große Orchester der Weihnachsthilfe, an Volontäre, an starke und kluge Frauen…solche Frauen wie SIE selbst war!   Kora hat den Kampf mit der Krankheit nicht verloren, sie lebte bis zur letzten Sekunde, als ob es kein Morgen gäbe…

Die Gruppe Manam gab 11 Alben heraus. Die Lieder von Kora sind längst in die Geschichte polnischer Rockscene eingegangen. Mit der Gruppe Manam hat Kora zahlreiche Lieder lanciert, wie z.B.:  „Boskie Buenos", „Oddech szczura", „Luciolla", „Kocham Cię, kochanie moje", „Szare miraże", „Krakowski spleen", „Róża" czy „Cykady na Cykladach".

Im Jahr 2008 beendete die Gruppe Manam ihre Bühnenkariere, nach 32 Jahren. Kora trat weiterhin als Solistin auf. Sie spielte auch während der Krankheit. Zum letzten mal 3 Jahre nach der Krebsdiagnose, dieser Auftritt war ihr letzter. 

JS

 

"Widerstand-Erinnerung-Versöhnung" Ausstellung über Lebensstationen eines großen Politikers und Brückenbauers zwischen Deutschland und Polen: Władysław Bartoszewski (1922-2015):  Lebensstationen eines großen Politikers und Brückenbauers zwischen Deutschland und Polen - Ausstellung, Do–Fr 12.07.​ – 31.08.2018, 10178 Berlin, Berliner Rathaus (Wappensaal), Rathausstraße 15.

Władysław Bartoszewski war ein polnischer Politker, engagierter Bürger, Journalist und Autor, der sich über Jahrzehnte als Brückenbauer zwischen Deutschland und Polen betätigte. Er erlebte den deutschen Überfall auf Polen, wurde ins KZ Auschwitz deportiert und kämpfte im Warschauer Aufstand. Im stalinistischen Nachkrieg wurde er wieder inhaftiert und setzte sich nach seiner Freilassung im sozialistischen Polen für Demokratisierung und Aussöhnung ein. Nach 1989 trug er, nun als Politiker, entscheidend dazu bei, dass die deutsch-polnischen Beziehungen auf eine neue Grundlage gestellt wurden. Seine Rede im April 1995 im Deutschen Bundestag zeugt davon. Die deutsch-polnische Nachbarschaft gilt auch heute als Auftrag und Verpflichtung für Politik und Zivilgesellschaft der Berliner Republik. Berlin ist somit ein idealer Ort für eine Ehrung Bartoszewskis.

Die Ausstellung widmet sich dem Lebenswerk von Władysław Bartoszewski. Erstmals wurde sie im September 2015 im Warschauer Sitz der polnischen Regierung der Öffentlichkeit präsentiert, wo Bartoszewski bis zum Ende seines 93-jährigen Lebens beruflich tätig war. Die Ausstellungsmacher wollten die Biografie des im 2015 verstorbenen ehemaligen polnischen Außenministers, Diplomaten und Historikers nicht in der traditionellen Form eines chronologischen Lebenslaufs darstellen, sondern in erster Linie auf jene Bereiche aufmerksam machen, die für ihn selbst am wichtigsten waren und den besten Einblick in seine facettenreiche Persönlichkeit geben

Die Ausstellung ist vom 12. Juli bis 31. August 2018 für Einzelbesucher und Gruppen von Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Aufgrund des täglichen Veranstaltungsbetriebes sowie aus Sicherheitsgründen kann es jedoch zu vorübergehenden Schließungen des Rathauses kommen.

Die Ausstellung widmet sich dem Lebenswerk des im April 2015 verstorbenen polnischen Auschwitz-Überlebenden, Außenministers und Historikers Władysław Bartoszewski.

Veranstalter:

  • Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e. V.
  • Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei

Veranstaltungen im Rahmenprogramm

Do 12.07.2018

18.45 Uhr

Władysław Bartoszewski (1922 – 2015): Widerstand – Erinnerung – Versöhnung (Ausstellungseröffnung)

Do 26.07.2018

17.00 Uhr

Sonderführung durch die Ausstellung, Film und Vortrag von Johannes Bauch

Do 23.08.2018

18.30 Uhr

Sonderführung und Podiumsgespräch „Deutsche und Polen – Begegnungen mit Władysław Bartoszewski“

Di 28.08.2018

10.00 Uhr

Bildungspolitisches Programm für Schüler und Jugendgruppen

Mi 29.08.2018

10.00 Uhr

Bildungspolitisches Programm für Schüler und Jugendgruppen

Do 30.08.2018

17.30 Uhr

Finissage der Bartoszewski-Ausstellung in Berlin

 

Mehr Infos: http://www.bartoszewski-initiative.de/

http://www.dpgberlin.de/de/termine/2018/wladyslaw-bartoszewski-1922/

 

Die „Polnische Folkloregruppe POLONEZ” e.V. präsentiert die Schönheit der polnischen Kultur durch Volkstrachten, -tanz, -gesang und -musik. Wir laden Sie zu unseren Auftritten herzlich ein:

25. August - "Gib etwas von dir" - Ein Benefizkonzert für bedürftige Familien und obdachlose Tiere in Polen.

Das neu eröffnete Restaurant polnischen Margaretes Goldbachhalle (Adresse: 61197 Nieder-Florstadt Mockstadt, Goldbachstr 2.) , köstliche polnische Lebensmittel, interessante Aufführungen Künstler und Gruppen von Kindern, Musik, Präsentation der polnischen Unternehmen, Akademie oder Kreativität, Begegnungen mit Künstlern, Kunstpräsentationen, eine Bücherecke, Fotografie, Malerei, Chi Gong, Sport und andere kreative „Disziplin“.

Veranstalter:

"Frankfurterki Pomagają" ist eine Gruppe von Frauen, die Familien aus Polen und nicht nur aus Familien helfen. Die Initiative wurde hauptsächlich für Kinder geschaffen. Ab 2015 sammelt Kleidung, Spielzeug, Spenden, tun sie Pakete für die Bedürftigsten und an polnischen Familien schicken, sondern auch die Unterstützung der Familien in Deutschland gewidmet ist.

"Polonijny Animals" ist eine Hilfe für Tiere in polnischen Tierheimen. Sie sammeln Lebensmittel für Tiere, die notwendigen Dinge und organisieren den Transport zu Schutzräumen in Polen. Im Allgemeinen ist Hilfe für Haustiere beteiligt. Eine recht frische Initiative, die seit Dezember 2017 in einer kleinen, aber effektiven Gruppe läuft. Für 2020 planen sie das erste "Orchester" für obdachlose Tiere in Polen.

„4Memory“ außerhalb kommerziellen Produktionen, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, hat sich verpflichtet, Künstler in Form von Unterstützung für Clips und Musik-Promotions in Kultur, Tourismus und interessante osobowości- vor allem in Deutschland zu helfen. Kreativität, Engagement, Unkonventionalität ist das Motto von 4Memory.

1. September - „Bunte Wiese“- Inernationales Festival anlässlich des Jubiläums zum 50-jährigen des Bezirks Kranichstein in Darmstadt.ternationales Festival anlässlich des Jubiläums zum 50-jährigen des Bezirks Kranichstein in Darmstadt.

Zeit: 14:00 - 22:00 Brentanowiese, Darmstadt Kranichstein

Veranstalter: Förderverein Kranichstein e.V., Sozialdezernat Wissenschaftsstadt Darmstadt und das Amt für Internationales und Interkulturellen

  1. September – 21. Interkulturelle Wochen Offenbach – „Vielfalt verbindet“                                                                                              

Formeller Empfang im Rathaus von Offenbach durch Bürgermeister Peter Schneider für alle interessierten Bewohner.

Interkulturelle Wochen in Offenbach finden seit 1998 statt. Fast 65 Organisationen und Initiativen beteiligt, um einen besseren politischen und rechtlichen Rahmen für das Zusammenleben von Deutschen und Migranten zu schaffen. Durch persönliche Gespräche und Kontakte, um sich gegenseitig und gegenseitiges Verständnis besser kennen und damit die Überwindung des gegenseitigen Vorurteile. Dies ist das Hauptziel der Initiative. Daher ergänzen Informationsveranstaltungen und Feste Meetings und Filmvorführungen und Theateraufführungen sowie Treffen mit Autoren und Autoren.

Internationale Wochen / Weeks Mitbürger ausländischer Herkunft wurden auf Initiative der Deutschen Bischofskonferenz geschaffen, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und das griechisch-orthodoxen Metropolis. Die Initiative unterstützt neben Gewerkschaften, Sozialverbänden, Kommunen, Gemeinden und Ausländer inicjatiw Deutsch-Migranten.

23. September - "Kinder brauchen Platz" Stadtfeste anlässlich des Weltkindertages in Darmstadt

Zeit: 12:00

Ort: Darmstadt, Luisenplatz / Wilhelminenstr.

Veranstalter: Wissenschaftsstadt Darmstadt, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, CPA Promotion Tram

Wir laden Sie herzlich zu den Konzerten der polnischen Folkloreband POLONEZ ein!

Polonez e.V.

 

Am 5.-6. Juni veranstaltete die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit  eine Konferenz anlässlich des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens: "Polen und Deutschland in Europa".

Die  Konferenz wurde von den Ko-Vorsitzenden des SdpZ-Rates Markus Meckel und Piotr Madajczyk eröffnet. Ehrengäste der Konferenz waren: Präsident der Republik Polen Andrzej Duda mit Frau Agata Kornhauser-Duda und der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Frank-Walter Steinmeier mit Frau Elke Büdenbender. An der Podiumsdiskussion nahmen als Moderatoren die Direktoren der SdpZ, Cornelius Ochmann und Krzysztof Rak, teil.

Als Experten traten auf: Prof. Dr. Dieter Bingen (Deutsches Polen-Institut in Darmstadt), Prof. Dr. Yvonne Kleinmann (Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien in Halle/Jena), Prof. Dr. habil. Eugeniusz Cezary Król ( SdpZ) und Dr. Justyna Schulz (West-Institut in Posen).

Zu den über 200 anwesenden Gästen zählten Vertreter der Regierungen der beiden Länder, Vertreter des diplomatischen Korps in Polen, Abgeordnete des Europaparlaments, Abgeordnete des Sejm und des Bundestags, sowie Vertreter der Zivilgesellschaft.  

Am zweiten Konferenztag fanden im Sitz der SdpZ zwei Diskussionspanels statt:

Hundert Milliarden Euro Handelsvolumen als treibende Kraft der deutsch-polnischen Beziehungen

Moderation: Michael Kern (AHK Polska), Dr. habil. Sebastian Płóciennik (PISM)

Podium: Michał Krupiński, Vorstandsvorsitzender von Pekao SA, Andreas Maierhofer, Vorstandsvorsitzender von T-Mobile Polska SA, Anna Włodarczyk-Moczkowska, Präsidentin der AHK Polska

sowie

Deutsch-polnische Zusammenarbeit als Motor der Europäischen Union

Moderation: Rosalia Romaniec (Deutsche Welle) und Jerzy Haszczyński (Rzeczpospolita)

Podium: Marek Krząkała (Sejmabgeordneter), Manuel Sarrazin (MdB, Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe), Szymon Szynkowski vel Sęk (Staatssekretär im Außenministerium der Republik Polen, Sejmabgeordneter, Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe) und Paul Ziemiak (MdB, Bundesvorsitzender der Jungen Union)

 

Mehr: http://sdpz.org/aktuelles/konferenz-der-sdpz-polen-und-deutschland-in-europa--grgVIS

20 Jahre wartete Frankreich erneut Weltmeister zu werden. Das war ein verrücktes Finale. Frankreich gewann gegen Kroatien 4:2, unglaubliches Spiel! Und Frankreich, wieder mal die weltbeste Mannschaft. Die Kroaten konnte keiner bewältigen, man könnte sagen, dass die Mannschaft sich selbst bewältigt hat…es folgten Freistoß ins eigene Tor und später die eigene Hand im Strafraum. Das Endspiel war durchaus merkwürdig, unkonventionell und wird ganz bestimmt in die Geschichte des Weltfußballs als ein großes sportliches Ereignis eingehen. Die Kroaten beharrten auf das eigene Glück, Franzosen konnten nur halbwegs eigene Fans mit großer Show bescheren…und der Richter sei schließlich ebenso nur ein Mensch gewesen. 

Vor Jahren schwärmte die ganze Fußballwelt über die Wundermannschaft aus Spanien, die jede zwei Jahre ein großes Turnier gewann.  Wir, Fans,  liebten die spanischen Spieler für die Tiqui-taca und Fußballkunst erster Klasse und natürlich für die Pokale 2008, 2010 und 2012.   Vielleicht liebte die Fußballwelt nicht unbedingt die Deutschen, jedoch jeder schätzte den Pragmatismus dieser Mannschaft, das perfekte Spielgetriebe, das die deutsche Mannschaft zum vierten Mal im 2014 zum Weltmeister machte. Die sportlichen Aufzählungen würdigten in erster Linie den  Brasilianer, Italiener, Argentinier, kaum einmal gehörte Frankreich dazu… Und doch, dieses Jahr und für die nächsten vier Jahre hat ausgerechnet Frankreich den WM-Pokal für sich gewonnen! Es waren wirklich bewegenden Momente, tiefer Regen und die Freude neuer Weltmeister! 

Die großen Favoriten der WM 2018 reisten allerdings viel früher nach Hause  ab. Die deutsche Mannschaft strahlte die Hoffnung nach dem Thriller-Spiel gegen Schweden aus, es war so knapp: letzte Minute und doch noch ein Tor und damit ein Sieg. Man hoffte, dass die Deutschen  doch bis 1/8- Finale schaffen werden. Leider war das nicht der Fall, die Mannschaft des Joachim Löws verlor gegen Südkorea, die als schwächste Mannschaft der Gruppe galt. Solch einen Verlauf des Mundials  hat Niemand in Deutschland erwartet, auch die Diskussionen darüber werden noch lange im Landesinneren dauern.  

Die polnische Nationalmannschaft wollte schon immer sich mit der deutschen Mannschaft messen. Gesagt getan – auch die Polen haben es nicht geschafft die eigene Gruppe zu verlassen, somit endete die WM 2018 für die Polen relativ schnell. Die polnische Mannschaft sah auf dem Fußballfeld wie ein verlorenes Kind aus, das nicht weiß wo lang es gehen soll, die Spieler waren miteinander unkoordiniert. Auch der Robert Lewandowski konnte nicht ganz alleine die Tore schießen. Leider muss man feststellen, dass sich die polnische Mannschaft nicht besonders gut gezeigt habe. Irgendwie weiß man ja, dass ohne Zuspiel kein Tor geben kann und doch…Vielleicht auch davon die ganze Frust und darauffolgenden Misserfolge bis zum Endspiel mit Japan, das nicht mehr im sportlichen Rahmen zu betrachten war. Der polnische Nationaltrainer Adam Nawalka wird keine weitere Chance bekommen, polnische Mannschaft auf die WM 2022 stark zu machen, der Joachim Löw wohl –  er bleibt weiterhin der deutsche Nationaltrainer und hat somit eine Chance sich zu rehabilitieren.

Ich muss noch hinzufügen, dass trotz des guten Spiels Englands, im Halbfinale hat mich ausgerechnet Belgiens Gewinn glücklich gemacht! Ebenso wie am Anfang der WM, das tolle Spiel Spanien: Portugal, das in meinen Augen das große Finale verdient hat. Interessant zu erfahren wäre ebenso: in wie fern das innovative Verifizierungssystem VAR den Richtern behilflich war? 

Was die technische und logistische Organisation der WM 2018 betrifft, lässt sich nur nach Fachleuten wiederholen, dass diese  rügelos war. Die sportliche Infrastruktur war gut und die Fußballstadien auf dem Weltniveau gehalten, über eventuelle kleine Macken wird man schnell vergessen. Das wichtigste jedoch sei, dass die Fußballfans sich in Russland sicher und wohl fühlten. Die Russen bereiteten einen herzlichen und wahrhaftig „slawischen” Empfang vor, was die zahlreichen TV-Übertragungen bestätigten, wobei jede einzelne Übertragung technisch einwandfrei war! 

Die WM ist vorbei und plötzlich wurde so leer. Wir müssen uns etwas gedulden und abwarten.  In vier Jahren gibt es wieder eine WM, Katar 2022, ich hoffe mindestens  genauso emotionsvoll wie diesjährigen Spiele in Russland.

WL

 

 
Im Bild (v.l.): Paul Ziemiak MdB, Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen), Stanislaw Karczewski (Vorsitzender des Senats der Republik Polen), Arndt Kirchhoff (Präsident unternehmer nrw und Honorarkonsul der Republik Polen), Robert Gawel (Mitglied des Senats der Republik Polen) .

Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) und des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, ist zum Honorarkonsul der Republik Polen ernannt worden. Sitz des Honorarkonsulats ist Düsseldorf. Das Exequatur wurde Kirchhoff vom Unterstaatssekretär im Außenministerium der Republik Polen, Andrzej Papierz, am Samstag in Düsseldorf überreicht. Der feierlichen Amtseinführung wohnten der Marschall des Senats der Republik Polen, Stanislaw Karcewski, der polnische Botschafter, Prof. Dr. Andrzej Przylebski, sowie der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet , bei. Arndt G. Kirchhoff ist Unternehmer in Attendorn und CEO der KIRCHHOFF Automotive Holding GmbH & Co KG.

Wirtschaft Regional Online

Die Rückkehr zu den wöchentlichen polnischsprachigen Sendungen anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Senders. Genau vor 20 Jahren, am 01. Februar 1998, strahlten wir  im neu entstandenen Bürgerrundfunk „Flora“ in Hannover unsere erste Sendung auf Polnisch aus. Damals sendeten wir über UKW. Über elf Jahre lang realisierte ein polnisches Team mit wechselnden Mitgliedern, aber „festen Stamm“ von Mitarbeitern wöchentlich das Radiomagazin der Polonia Polenflug. Im März 2009 verlor das Radio Flora seine Sendelizenz und verwandelte sich in ein Internetradio. Es folgten lange Diskussionen darüber, ob dieser Verlust der Sendelizenz einen Schlussstrich für die Ära des polnischen Radios in Hannover bedeutete, oder ob wir mit unserem ursprünglichen Sender ins Internet gehen sollen, entschieden wir uns für eine dritte Option und gründeten ein Podcast-Radio unter der Adresse www.radiopolenflug09.de. Ich selbst setzte die Arbeit im Radio Flora fort und realisierte jeden ersten Samstag im Monat meine Autorensendung Gadu Gadu.

Das zwanzigjährige Jubiläum der Arbeit unseres Senders fällt mit dem hundertsten Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit und gab Impuls zur Wiederaufnahme der Radiopräsenz in ähnlicher Form wie vor 20 Jahren. Seit Mai 2018 kann man wöchentlich das Polonia-Radiomagazin Polenflug Neo  in Radio Flora in Hannover hören. Unter dem gemeinsamen Schild präsentieren wir polnischsprachige Autorenprogramme, die durch einen „festen Stamm“ von Mitarbeitern und einigen neuen Kolleginnen und Kollegen realisiert werden.

Den monatlichen Zyklus läutet traditionell die Sendung Gadu Gadu ein. Sie befasst sich überwiegend mit sämtlichen Aspekten des Lebens der Polonia in Hannover befasst, überdies behandelt sie auch universelle Themen. Hier findet man auch Berichte über Events in weiteren Zentren der Polonia in Niedersachsen.  „Der literarische Salon“, der bis jetzt Platz für das Tagesgeschehen machen musste, wird ausgestrahlt. Gadu Gadu ist offen für alle Radioverrückten sowie für Journalisten und Publizisten, die Lust auf Mitarbeit im Radio hätten. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Am zweiten Samstag in Monat wird ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Paar Sendezeit erhalten: unsere erste Radiofamilie: Kasia Piątkowska-Durka und Marcel Durka. Kasia ist den Zuhörern von zahlreichen spannenden, in Gadu Gadu einige Jahre lang gesendeten Feuilletons, bekannt. Jetzt gestaltet sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und Sohn eine eigene Sendung „Téte á téte mit Kultur“. Dort wird es Platz für Ankündigungen, Rezensionen und Kommentare zu verschiedenen Themen aus dem Kulturleben Hannovers und Niedersachsens geben, interessante Personen mit polnischen Wurzeln werden vorgestellt und ein Zusammenhang mit der polnischen und europäischen Tradition hergestellt.  Der 15-jährige Marcel, das jüngste Redaktionsmitglied in der Geschichte unseres Radios, wird seinen Gleichaltrigen ein Radioforum zur Verfügung stellen. Kontakt:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Angelegenheiten von Jugendlichen und Studenten sind Themen, die seit Jahren auch Agnieszka Foit faszinieren. In ihren Sendungen informiert sie sowohl über tägliche Aspekte des Lebens dieser Gruppe der hannoverischer Polonia als auch über besondere Events wie Treffen in Rahmen von Projekten, Reisen, Konzerte, neue Formen des Unterrichts der polnischen Sprache und Methoden des Kennenlernens der Geschichte, Kultur und Schönheit unseres Herkunftslandes.

Agnieszka Foit, Teresa Czaniecka-Kufer und Katarzyna Zentner-Smith, die bereits seit zwei Dekaden mit dem polnischsprachigen Radio in Hannover verbunden sind, teilen die übrig gebliebenen Samstage im Monat untereinander auf. Ab und zu wird die Sendezeit an Debütanten vergeben. So wird im Mai Sophie Delest, eine Korrespondentin des PolenflugNeo aus Braunschweig ihre erste Autorensendung über den deutsch-polnischen Schüleraustausch präsentieren.

Teresa Czarniecka-Kufer liegen die sozialen Angelegenheiten unserer Gemeinschaft am Herzen. Auf ihrem Konto hat sie zahlreiche Sendungen aus der Reihe: „Neue Polonia – Chancen und Herausforderungen“, in der sie sich u. a. mit Problemen der polnischen Pflegekräfte, die rund um die Uhr Menschen betreuen, Bauarbeiter, junger Unternehmer oder Angestellter großer Konzerne, die zur Arbeit nach Deutschland delegiert wurden auseinandersetzte. Sie bleibt dieser Thematik treu und beschränkt sich nicht nur auf dieses Spektrum, sondern erweitert sie um Themen, die, wie sie sagt,   das Leben selbst diktiert.

Katarzyna Zentner-Smith wiederum initiierte den Zyklus: „Deine Rechte sind immer bei dir. Ein Koffer voller Rechte“, der sich mit der Rechtslage in der Europäischen Union befasst und für die Neuankömmlinge aus Polen in Niedersachsen von großer Wichtigkeit ist. In den Radiosendungen beruft sie sich häufig auf ihre Erfahrungen in der von ihr geleiteten Beratungsstelle für die Arbeitnehmer aus dem Ausland. Überdies interessiert sie sich für moderne polnische Musik und Kunst, die von vielen Vertretern der Polonia in Hannover geschaffen wird.

Das Polonia-Magazin PolenflugNeo kann im Internetsender Radio Flora in Hannover jeden Samstag um 12.00 Uhr empfangen werden (die Sendungen werden jeweils montags um 13.00 Uhr wiederholt) unter der Adresse www.radioflora.de als Livestream, der über Computer bzw. Smartphone gehört werden kann. Das Programm der Sendungen wird eine Woche vor der Ausstrahlung auf der Internetpräsenz der hannoverischer Polonia www.polskadomena.de veröffentlicht, unter: Kulura/Kalendarz Hanower. Wir laden zum Hören und Kommentieren ein und sind offen für Zusammenarbeit und weitere Themenvorschläge. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, im Betreff: Polenflug-Neo.

Grazyna Kamien-Söffker

Lyrische Premiere in „Gdańska”. „Tandem – Liebe ausgezogen in zwei Akten” Der Titel könnte auf nackte Haut anspielen. Am Samstagabend des 16. Juni überzeugten sich die Zuschauer in Oberhausen davon, dass es um emotionalen Striptease ging. Zwei Akte je 45 Minuten vergingen im Nu und ohne auf die Uhr zu schauen.

Gedichte von Joanna Duda-Murowska und Krzysztof Mrowiec formten sich zu Dialogen  von Verliebten und Monologen von Verklärten – zuerst süß, warm, amourös verzaubert; verwoben mit Liedern und Schlagern. „Hört, wie der Zauber der Liebe berührt und durchdringt…“ – sang Róża Frąckiewicz gleich zu Beginn. „Verliebte sind unter uns...“ – erwiderte Agnieszka Skowronek. Dann, wie die Liebe so spielt, kam ein Wechselbad der Gefühle. Wut, Hass,  sogar Gewalt.

– Es tat weh – lächelt Dariusz Broll nach der Aufführung, auf der Bühne geohrfeigt von von Agnieszka Skowronek.  – Halt… Frau. Ich werd’s überleben – fügt er an. Als er nach den Proben unterwegs nach Hause gewesen sei, habe niemand ihn mit Fingerspuren auf der Backe sehen können, denn da sei es schon dunkel gewesen, scherzt er.

– Ich war bestrebt, Emotionen so zu spielen, dass das Publikum sie auch fühlte – sagt Adam Powalla. – Bei der Premiere ist es mir am besten gelungen. Nicht einmal die Generalprobe war so gut. Das Publikum hat geholfen, denke ich.

–  Wir spielen weder das Leben, noch uns selbst, sondern Rollen – betont Krzysztof Mrowiec, der auf der Bühne die Ehefrau seines Kollegen anmachen mußte.

„Ich werd’s euch zeigen!“ – drohte Benedykt Frąckiewicz im darauf folgenden Gedicht. Er komponierte auch die Titelmusik zu „Tandem“ mit einer eingängigen klaren Klarinettenmelodie; er war auch für die musikalischen Arrangements und für die Begleitung zuständig.

In puncto Schauspielerei sind alle sechs Amateure. Siebter und unsichtbarer im Bunde war Józef Kulik  – Souffleur und Mann für Geräuscheffekte. 

Die letzte Szene des Stücks zeigt eine reife, partnerschaftlicher Liebe. Ein Happy End also.

– Das Stück ist komplett ein Polonia-Werk – betont Joanna Duda-Murowska, Drehbuchautorin und Regisseurin. – Die Texte sind in der Emigration entstanden und alle, die in dem Stück spielen, leben und wohnen in der Fremde. Viele Lieder stammen aus der Feder des Duetts Benrose – fügt sie hinzu. Lediglich einige bekannte Schlager hätte man aus dem Repertoire der großen Meister „geliehen“.

– Damit ein Gedicht den Zuschauer erreicht, muss es auch durch Gesten dargeboten werden – sagt Duda-Murowska. – In „Tandem“ gibt es Null Prosa. Ausschließlich durch Poesie und Schauspiel wollen wir Gefühle vermitteln.

Das Publikum war beeindruckt. „Ich war so gerührt, habe Tränen geweint“, „Es war einfach fantastisch, ich mochte die Texte, Arrangements, Gefühle“, „Ein verzügliches Spektakel, und die Liebe habe ich zum Glück schon hinter mir“. „Ich bin positiv überrascht, weil ich ein typisches Sück Theater erwartet hatte. Super. Es hat sich gelohnt, hier zu sein“.

Text und Fotos: Andreas Hübsch

SamoZycie Nr. 13/2018 (19.06.2018)

 

Der in Essen lebende Martin Vogiel stammt ursprünglich aus Gleiwitz-Sosnitza. Sein Leben prägen viele Leidenschaften. Man könnte sagen, er sei ein Universalgenie, er malt, fotografiert, spielt in Amateurtheatern und schreibt Gedichte – und all das tut er mit Leidenschaft. In Gleiwitz arbeitete er im Kohlebergwerk „Sosnitza“, in Deutschland war er Koch, zurzeit arbeitet er in der Logistik.

Die Kindheit und Jugend verbrachte Vogiel in Schlesien. Diese Zeit verbindet er mit den ersten Anzeichen der künstlerischen Sensibilität sowie schwerer Arbeit unter der Erde. Bereits als Kind fing er an zu malen, mit Nostalgie erinnert er sich an die Zeit, als er auf dem braunen Pflasterstein in Gleiwitz zum Kunstkreis an der Schule eilte.  Für seine Landschaftsbilder erhielt er die ersten Preise. Seine Augen leuchten, sobald er sich an diese Zeit erinnert. Er lächelt auch bei der Frage, wo die von ihm gemalten Bilder geblieben sind? „Ich weiß nicht“ – antwortet er „vielleicht sind sie auf dem Dachboden meiner Oma, die zwei Straßen weiter lebte.  Meine Kindheit ist ganz eng mit ihr verbunden. Sie zeigte mir die Schönheit der Welt um mich herum, sie vermittelte mir Bilder der gelesenen Bücher und weckte dadurch meine kindliche Fantasie. Ich besuchte sie jeden Tag.“ Obwohl Martin sein Talent fördern wollte, brachte ihn die Realität in die Technische Bergbauoberschule.

Die Zeit der Arbeit als Bergmann ist längst vorbei, dennoch haben die Schichten unter der Erde einen großen Einfluss auf Vogiels Werk. In einem seiner Bilder zeigt er Wasserlilien, die ein Kontrast zwischen Licht und der Düsterheit der Flure im Bergbau symbolisieren sollen. Diese eindrucksvollen, großen, auf der Wasseroberfläche schwimmenden Blumen schlagen ihre Wurzel im Schlamm. „Die Lilie hat ihren Anfang im Schlamm, dort, wo es fast genauso dunkel ist wie im Bergwerk“, sagt Vogiel. „Sie möchte rausgehen, das Licht sehen und sie explodiert mit einer Knospe, die die Dunkelheit verlässt und sich in ihrer gesamten Schönheit öffnet. Eine Wasserlilie ist eine Blume, die mich sehr fasziniert“. Ein anderes Bild, welches an die in Schlesien verbrachten Jahre erinnert, ist ein Bild des Gleiwitzer Radiosenders. In seiner künstlerischen Version vergleicht Vogiel ihn mit dem Eiffelturm.

Martin Vogiel malt überwiegend auf dem Leinen, er bedient sich verschiedener Techniken und Stoffe. In seiner Arbeit greift er häufig an Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Malerin Edel Vostry aus Erfurt, bei der er an seiner Technik arbeiten konnte. Seine Bilder werden regelmäßig in Galerien in Essen und an anderen Orten ausgestellt. Zuletzt stellte er im Rahmen einer eintägigen Gartenvernisage vier Künstler aus dem Ruhrgebiet in Bottrop. Er unterstützt auch gerne wohltätige Tätigkeit, darunter Das Große Orchester der Weihnachtshilfe.

Die Wurzeln von Martin Erich Vogiel liegen in Gleiwitz, von der Stadt erzählt er mit großer Faszination. Gleichzeitig füllt er  eine große Verbundenheit mit Essen. Vor drei Jahren präsentierte er in Gleiwitz die Ausstellung „Gleiwitz gestern und heute“. Jetzt träumt er davon, seinen Foto- und Bilderzyklus „Totus tuus Essen“ dort ausstellen zu dürfen.

Text / Foto: Claudia Daniel

l

Was bedeutet uns Oberschlesien? Tagung und Begegnung für junge Oberschlesier/innen in Deutschland (16-40 Jahre) - Die fast 20-jährige Partnerschaft zwischen dem Bundesland und der Woiwodschaft Schlesien begründet formell was praktisch täglich gerade durch mehrere hunderttausend Familien mit oberschlesischem Hintergrund in Deutschland gelebt wird. Junge und ältere Oberschlesier sind seit Generationen Teil der (west-)deutschen Gesellschaft. Insbesondere die (Spät-)Aussiedler und ihre Nachfahren, die in Polen geboren wurden oder durch die Familie unmittelbare Kontakte nach Polen besitzen, bilden eine lebendige Brücke zwischen beiden Ländern und Regionen.

Welche Rolle spielt heute die Herkunft aus Oberschlesien? Was macht Oberschlesien heute aus? Warum beschäftigen wir uns (in Deutschland) mit oberschlesischer Geschichte und worauf sollte in Zukunft Wert gelegt werden? Zum Kennenlernen und zur Diskussion laden wir Sie herzlich ins Oberschlesische Landesmuseum ein.

Nach einem kurzen Austausch zu den Zielen und Erwartungen des Treffens möchten wir Ihnen Aspekte der Geschichte Oberschlesiens und ihrer Bezüge nach Nordrhein-Westfalen vorstellen. Hiernach werden wir die Ausstellungen des Landesmuseums besichtigen und einen Vortrag einer Partnereinrichtung zu schlesischen Identitäten hören. Abschließend besteht beim geselligen Ausklang reichlich Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zu Gesprächen.

Eintägiges Seminar, Samstag, 21. Juli 2018, 14-18 Uhr - Oberschlesien verbindet Nordrhein-Westfalen und Polen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Um Rückmeldung wird gebeten bis zum 30. Juni 2018 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien und des OSLM : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschrieben von Peters-Schildgen

 

Einladung zum Deutsch-Polnischen Unternehmer-Dialog in Nordrhein-Westfalen - die Verbindungen zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen sind außerordentlich eng. Ganz besonders gilt dies für die vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen. Um von beiden Seiten aus einen Blick auf diese Beziehungen zu werfen, laden der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen, die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer und NRW.INVEST gemeinsam mit ihren Partnern Bank Polski und TIGGES Rechtsanwälte zum Deutsch-Polnischen Unternehmer-Dialog in Nordrhein-Westfalen ein.

  • Montag, 09. Juli 2018 | 16:00 bis 21:00 Uhr
  • Landtag Nordrhein-Westfalen | Platz des Landtags 1 | 40221 Düsseldorf

Neben Diskussionsrunden mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu den bilateralen Geschäftsmöglichkeiten besteht Gelegenheit zum Netzwerken und zur Teilnahme an einem Speed Business Mixer mit polnischen Unternehmen. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Empfang im Restaurant des nordrhein-westfälischen Landtags.

Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. Hier finden Sie alle Unterlagen zur Anmeldung - die Anmeldungen werden über die AHK Polen registriert!

Ihr TIGGES Team

„Pierogi und Prosa“ oder „Zweimal vier Brötchen“ – Buchvorstellung von Gaby Weber. Die junge Lehrerin Katja Schelmer zieht 1990 von Westberlin in eine polnische Kleinstadt, um dort Deutsch zu unterrichten. Mühsam Polnisch lernend gelingt es Katja, sich in der unbekannten Welt des Nachbarn mehr und mehr zurechtzufinden.

In kurzweiligen Episoden erzählt die Autorin von aufregenden und oft skurrilen Erlebnissen und Begegnungen in einer Gesellschaft des Aufbruchs unmittelbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Der Roman bietet Turbulentes und Nachdenkliches und eine deutsch-polnische Liebesgeschichte der besonderen Art…

Wann? Donnerstag, 21. Juni 2018, 19.00 Uhr
Wo? SprachCafé, Schulzestr. 1, 13187 Berlin

Facebook

Erbeten ist die Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0160 9968 0059, Facebook.
Unkostenbeitrag: 5,-€, Mitglieder 4,-€
Die Veranstaltung findet im Rahmen unseres Projektes „Pankow lädt ein!“ mit Unterstützung des Bezirksamtes Pankow statt.


Zapraszamy!

Das Team SprachCafé Polnisch e.V.
www.sprachcafe-polnisch.org
Liken Sie uns auf facebook!
+ 49 (0)160 9968 0059

„Über Wanda, die keinen Deutschen wollte“ - wieviel ist von der Legende übriggeblieben? Ein Gespräch mit Prof. Piotr Roguski.  Adam Gaik:  Guten Tag, Herr Professor Roguski, ich danke Ihnen sehr für die Bereitschaft mit mir zu sprechen.

Piotr Roguski:  Herr Adam, wir kennen uns ja seit vielen Jahren, es ist mir mithin angenehm, dass wir dieses Gespräch führen. Es bringt uns irgendwie zurück in vergangene Zeiten, als uns das Verhältnis Professor – Student verband. Auch damals sprachen wir häufig miteinander, sowohl in den Lehrveranstaltungen, wie auch bei Ihrer Diplomarbeit. Sie hatten sich ein sehr ehrgeiziges Thema gewählt. Ich erinnere kurz, dass die Grundlage Ihrer Arbeit Rolf Hochhuths Eine Liebe in Deutschland war. Sie haben sich sehr gründlich an die Arbeit gemacht und nicht nur ein Gespräch mit dem Autor geführt, sondern auch die Orte des beschriebenen Geschehens besucht und Untersuchungen im örtlichen Archivum angestellt. Bei dieser Gelegenheit fanden Sie interessante Dokumente, die ich in meinem neuesten Buch (Nie) poszła za Niemca [„Sie nahm (k)einen Deutschen“] benutzt habe. Ich denke, wir kommen auf das Buch noch zurück.

A.G.: Aber zuvor möchte ich noch folgende Frage stellen: Viele Jahre unterrichteten Sie an der Universität zu Köln. Warum entschieden Sie sich für eine Tätigkeit an einer deutschen Hochschule? Welche Kriterien muss man erfüllen, um sich um eine solche Stellung zu bemühen?

P.R.:  Mein Abenteuer mit deutschen Universitäten begann recht früh. Zum ersten Mal kam ich auf Einladung der Universität in Frankfurt am Main dorthin in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Zwischen dem Slavistischen Seminar in Frankfurt und der Polonistischen Fakultät der Warschauer Universität bestand eine Vereinbarung, auf Grund derer ein polnischer Wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Arbeit mit deutschen (nicht nur) Studenten delegiert wurde. Ich führte ein typisches Fremdsprachenlektorat durch: von der Sprachlehre in verschiedenen Kursen, bis zu Seminaren und thematische Vorlesungen. Man könnte sagen, ich war so etwas wie ein „Herr für´s Polnische“ der Slavistischen Abteilung. Nach fünf Jahren kehrte ich nach Warschau zurück, um 1993 erneut, und zwar für länger, an den Main zurückzukehren. Im Jahr 2000 wechselte ich zur Universität zu Köln, wo Sie mich antrafen und so kam es zu unserem Zusammentreffen. Im Verlauf dieser Jahre habilitierte ich mich und erzielte die Stellung eines Professors. Wie Sie sehen, gibt es bei meiner Arbeit an deutschen Universitäten nichts Außergewöhnliches, eben der gewöhnliche Weg eines Wissenschaftlers... Obwohl das eine nicht bis zum Schluss ganz richtige Antwort ist, man muss hierbei auch die politischen Änderungen berücksichtigen, die sich damals ereigneten. Vergessen wir nicht, dass Deutschland und Polen nach dem Krieg zu verschiedenen politischen Systemen und Verteidigungsbündnissen angehörten, wir waren länger Feinde als Freunde. Das hatte eine beachtliche Bedeutung im Zugang zu einander, was sich auch im Interesse an Polen in Deutschland niederschlug, und somit auch auf die Zahl meiner Studenten. Ich muss sagen, dass ich vom ersten bis zum letzten Tage meiner Arbeit mit für mich riesig interessanten Erfahrungen konfrontiert war.  So habe ich schließlich die deutsch-polnischen Beziehungen zur Thematik meiner Bücher gemacht: der wissenschaftlichen wie auch der dichterischen.     

A.G.: Hatten Sie mit der Ausreise nach Deutschland irgendwelche Befürchtungen verbunden? Wurden diese in der Wirklichkeit wiedergespiegelt?

P.R.: Wie ich erwähnte, waren die Anfangsjahre meiner Arbeit, also die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts, nicht die leichtesten. Erstens: die Schwierigkeiten bei der Grenzüberschreitung. Zunächst die Kontrollen an der Grenze zur DDR, dann zwischen der DDR und der BRD. Schwierigkeiten bei den Ämtern, Probleme bei der Verlängerung der Aufenthaltsbrrechtigung und ein gewisses „allgemeines Misstrauen. Ich musste mich sozusagen umstellen aus der polnisch-sozialistischen Realität und Mentalität auf eine deutsch-kapitalistische Realität und Mentalität. Der „aus dem Osten“ anreisende Mensch hatte viel nachzuholen... Weil ich jedoch auf Deutschland sehr neugierig war, schreckten mich diese Schwierigkeiten nicht ab. Ich gelangte schnell zu der Schlussfolgerung, dass man sich für die zweite Seite öffnen müsse, damit der Aufenthalt dort nicht müßig würde. Mithin lernte ich wortwörtlich alles, beginnend mit der Sprache bis zur Verhaltens- und Erinnerungskultur. Meine Erfahrungen fasste ich in einigen Gedichtsbändchen zusammen, u.a. in der Gedichtsammlung Co mnie obchodzą Niemcy? [„Was gehen mich die Deutschen an?“] oder in Adieu, Cologne.

A.G.: Hat sich aus der Perspektive Ihres Aufenthalts in Deutschland die Sicht auf unseren westlichen Nachbarn geändert?

P.R.:  Und zwar sehr. Misstrauisch eingestellt gegenüber den Deutschen kam ich an, was nicht erstaunlich ist, weil ich dem Wirken der Propaganda ausgesetzt war. Mit der Zeit wandelte sich das Misstrauen einerseits in Bewunderung und Anerkennung, andererseits in einen „gesunden Kritizismus“. Wie man weiß, sind die deutsch-polnischen Beziehungen verwickelt und schwierig, und es bedarf viel Zeit und analytischen Sinnes, um sich ausgewogene Urteile zu erarbeiten. Den Versuchen eines mehr objektiven Blicks auf die gegenseitigen Beziehungen habe ich viele Veröffentlichungen gewidmet. Zuerst im Buch Tułacz polski nad Renem [„Der polnische Exilant am Rhein”] erinnerte ich die polnische öffentliche Meinung an den außergewöhnlichen Zeitraum des herzlichen Empfangs der polnischen Soldaten-Flüchtlinge in den deutschen Ländern nach dem Fall d es November-Aufstands. Sie erhielten geistige und finanzielle Unterstützung auf dem Weg in die Emigration. Das war gleichzeitig die Periode eines gemeinsamen, europäischen Projektes der Errichtung eines neuen, demokratischen, die aus der Tyrannei der Besatzungsmächte befreiten unabhängigen Staaten vereinigenden Europas. Die Idee der Verkündung eines großen Festes der Freiheit 1832 in der Ortschaft Hambach war über zwei Jahrhunderte der Gründung der heutigen Europäischen Union voraus. Die Anthologie Do przyjaciela wroga. Niemcy w poezji polskiej [„An den Freund Feind. Deutsche in der polnischen Dichtung“] erinnerte dann, wie im dichterischen Wort sich die geschichtlichen Ereignisse in einem Zeitraum von nahezu eintausend Jahren niederschlugen. Ähnlich verhält es sich mit meinem letzten Buch, dass diesen geschichtlichen Prozess aus der Perspektive deutsch-polnischer Ehen verfolgt. 

A.G.:  Neben der Tätigkeit als Hochschullehrer verwirklichen Sie sich auch literarisch. Gegen Ende vergangenen Jahres erschien im Verlag „Śląsk” ein sehr interessantes Buch unter dem aussagestarken Titel (Nie) poszła za Niemca. Opowieść historyczno-literacka [„Sie nahm (k)einen Deutschen. Eine geschichtlich-literarische Erzählung“]. Darin analysieren Sie die deutsch-polnischen Beziehungen über die Jahrhunderte hinweg, das Verhältnis Männer-Frauen unter die Lupe nehmend. Woher kam die Idee zu diesem Thema und könnten Sie den Schleier des Geheimnisses ein wenig lüften und verraten, was der Leser in diesem Buch findet?

P.R.:  Das Buch, das Sie erwähnen, entstand über viele Jahre, auch in der Kölner Zeit. Ich benutzte bewusst literarische Seminaren um die Antwort auf die Frage zu finden, woher der Hass zwischen Polen und Deutschen kommt, und in welchem Grade er Einfluss auf so zarte und intime Gefühle wie die Liebe nimmt (nahm), und in der Folge auch auf die Entscheidung einer Eheschließung. Das Feld meiner Beobachtungen ward ihr, die Studenten der Slavistik, und unter euch besonders zahlreiche „gemischte Paare“: noch vor dem Eingehen einer Bindung, während deren Andauerns, oder schon nach der Scheidung. Ich habe euch in Diskussionen verwickelt auf der Grundlage literarischer Werke beider Länder. Wir erwägten zahlreiche Fragen, die Aufmerksamkeit auf verschiedene Aspekte dieses komplizierten Prozesses lenkend. Und was zeigte sich, welche Schlussfolgerungen ergaben sich aus unseren gemeinsamen Abschweifungen? Erstens, dass die junge Generation entweder nichts darüber weiß oder den Empfehlungen der alten Legende über „Wanda, die keinen Deutschen wollte“ keinen Wert beimisst. Die gemischten deutsch-polnischen Paare waren der beste Beweis dafür, dass die, besonders im 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts als Soll definierten Verpflichtungen der jungen Polinnen im Verhältnis zum Feind, dem Deutschen, aufgehört hatten, bedeutsam zu sein. Aber das war nur ein Teil unserer Feststellungen. Als unerhört wichtig erwiesen sich die Analysen der Gründe der erscheinenden Feindschaft: sie waren rassischer, nationaler, gesellschaftlicher und konfessioneller Natur. Besonders in der deutschen Literatur ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich ein negatives Bild der Polin zu formen. Die deutschen Autoren zeigten direkt oder mittelbar die ungünstigen Folgen auf, die die Liebe und in ihrer Folge die Eheschließungen gebaren. Meistens ging es um die Polonisierung der gemischten Familien, um den „schlechten Einfluss“ der polnischen Ehefrau auf den deutschen Mann, um die polnische Erziehung der gemeinsamen Kinder, um den Übergang deutscher Güter in polnische Hände, usw. Der Höhepunkt des Prozesses der wachsenden Feindschaft war der Zeitraum des Krieges und der Besatzung, als Mischehen nicht nur als „Rassenschande“ verboten waren, sondern auch jegliche Kontakte beider Geschlechter. In meinem Buch finden Sie viele Beispiele. Eines davon hat Rolf Hochhuth beschrieben und genau analysiert, was das Thema Ihrer Diplomarbeit wurde. Im Buch zeige ich ebenfalls, wie man mit den Folgen dieser schrecklichen Ideologie der Verachtung nach dem Krieg zurechtkam und wie lange der Prozess des Erreichens einer Situation der Normalität dauerte. Zu einer Situation, in der sich Ihre Altersgenossen aus Gründen des Geburtsdatums befanden, mithin einer solchen, in der ohne Hindernisse und als Ergebnis ausschließlich eigener Entscheidungen junge Deutsche und junge Polinnen begannen, sich in einander zu verlieben und sogar eine gemeinsame Zukunft zu planen. Sie werden zugeben, dass unsere Geschichte ein seltsames Manöver durchgeführt hat: von der legendären „Wanda, die keinen Deutschen wollte“ zur gegenwärtigen Polin, die ihn „will“. Ist das nicht eine Erscheinung der Normalität im beiderseitigen Verhältnis, so wie das Fehlen von Grenzkontrollen, wovon ich vor Jahren nur träumen konnte, normal und natürlich wurde? Aber, wie Sie wissen, ist diese heutige Normalität nicht für immer gegeben und man muss weiter um sie kämpfen. Das ist wahrscheinlich die beste Pointe meiner über zwanzigjährigen deutsch-polnischen Erfahrungen.

                                               (Aus dem Polnischen übertragen von Erhard Brödner)

    Das Buch, von dem im Interview die Rede ist, kann man auf der Seite des Verlags Śląsk, aber auch über andere Internet-Buchhandlungen erwerben: (NIE) POSZŁA ZA NIEMCA

 

Der diesjährige, bereits siebte Tag der Polonia fand zum wiederholten Mal vor und im Rathaus des Bezirks Berlin-Reinickendorf statt. Das Fest stand im Zeichen des hundertjährigen Jahrestages der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit. Eine Sonderausstellung im Foyer des Rathauses („Mit der roten Straßenbahn zur Haltestelle Unabhängigkeit“)  zeigte den Weg Polens zur Unabhängigkeit und erinnerte an diese wichtige Epoche der polnischen Geschichte.

Berliner Bands „Stan Zawieszenia“ und „Bloody Kishka“ stellten ihre Arrangements der bekannten und weniger bekannten patriotischen Lieder und Lieder aus der Zeit der Legionen vor. Vor dem Rathaus präsentierten sich den ganzen Tag lang polnische Organisationen, Künstler und Unternehmer aus Berlin. An den Informationsständen fehlte auch nicht die Präsentation der Kultur und Kunst der Region Großpolen und des diesjährigen Gastes der Veranstaltung der Gemeinde und der Stadt Szamotuły.  Es traten: Tanzgruppe „Krakowiacy“,  Puppentheater für Kinder „Halina”, Musikbands „Stan Zawieszenia”, „Bloody Kishka” und  „Beuth Six”  aus Berlin und Tanzgruppe „Lajkonik” aus Hannover auf. Aus Jablonkow (Teschener Schlesien) kamen die Folkloregruppe „Zaolzioczek“ und Volkskapelle „Nowina“. Die Gemeinde und Stadt Szamotuły repräsentierte eine Dudelsackkapelle und die Rock-Blues Band „The Old Band“. Die Gruppe „Polesiuki“ vertrat die Region Lebus. Ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden des Polnischen Rates, Landesverband Berlin Frau Malgorzata Tuszynska moderiert. Während der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung um 15.00 Uhr bedankte sich der Vorsitzende des Polnischen Rates in Deutschland, Landesverband Berlin Ferdynand Domaradzki bei den Schirmherren der Veranstaltung – dem Bürgermeister des Bezirks Berlin-Reinickendorf Frank Balzer und dem Generalkonsul der Republik Polen in Berlin Marcin Jakubowski für ihre Unterstützung.  In seiner Rede begrüßte er die Gäste – den treuen Freund der berliner Polonia, Abgeordneten Wojciech Ziemniak, den Schatzmeister der Vereinigung „Wspólnota Polska” Tomasz Różniak, den Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses Burkard Dregger, die Vertreter der Polnischen Botschaft in Berlin, den Vorsitzenden des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland, Alexander Zajac, die Vertreter der Stadt und Gemeinde Szamotuły und die Gruppe der Polonia aus Tscheschener Schlesien in Tschechen.

Das Programm bot viele Attraktionen für Kinder und Jugendliche. Die Jüngsten konnten am Stand des Polnischen Schulvereins „Oświata“ basteln, gemeinsam mit Volkskünstlern aus Szamotuły Figuren aus Lehm und Teig formen, den Auftritt des Puppentheaters „Halina“ sehen oder auf der Hüpfburg springen. Ein Teil des Programms fand im Ernst-Reuter-Saal, dort trat zum Schluss des Fests der Star des Abends – die in Polen bekannte Blues-Rock-Band „Łzy“ auf. Das Fest war gut besucht, trotz der Hitze und eines kurzen Regenintervalls fanden zahlreiche Gäste den Weg zu der Veranstaltung. Dank polnischen Anbietern fehlte es nicht an Angeboten der polnischen Küche und an polnischem Bier. Das Fest wurde finanziert dank den Zuschüssen des Polnischen Außenministeriums,  aus den Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie aus den Mitteln der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

Dieses große Vorhaben hätte ohne die Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer und Sympathisanten des Polnischen Rates, Landesverband Berlin, die von früh bis spät geholfen haben, nicht durchgeführt werden können.

Joanna Trümner

 

Bundesweite Fachveranstaltung: Arbeits- und sozialrechtliche Grundfragen der Gleichbehandlung von ArbeitnehmerInnen Berlin, 28.6.2018. Ort: Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin. Jährlich nutzen Tausende von EU-BürgerInnen das Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU, um nach Deutschland zu kommen. Die größte Gruppe der EU- MigrantInnen stammt aus Polen. Seit 2012 wandern jährlich ca. 120.000 bis 150.000 PolInnen nach Deutschland ein. Sehr häufig sind es junge, kreative und gut ausgebildete Fachkräfte, die mit ihren Fähigkeiten und Ideen dazu beitragen können, den Fachkräftemangel in Deutschland abzumildern. Es ist auch zu erwarten, dass viele Polinnen und Polen in Folge des Brexits mit ihren Geschäftsideen nach Deutschland ziehen bzw. in Deutschland eine Arbeitsstelle suchen. Viele von ihnen haben Polen aus ökonomischen und gesellschaftspolitischen Gründen verlassen, um sich hier eine neue Perspektive aufzubauen. Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl an Polinnen und Polen, die schon seit sehr langer Zeit in Deutschland leben und hier ihre neue Heimat gefunden haben. Unter ihnen gibt es daher einen großen Bedarf an aktuellen Informationen und Beratungsangeboten zum Thema Arbeiten und Leben in Deutschland. Damit die polnische Community bei der gesellschaftlichen Teilhabe besser unterstützt werden kann, sind polnisch sprachige MultiplikatorInnen gefragt, die den Polinnen und Polen in Deutschland mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrem Netzwerk zur Seite stehen. Diese drei Faktoren – Fachwissen, Erfahrungsaustausch und Vernetzung – sollen Gegenstand der geplanten Fachveranstaltung sein. Dazu sind zwei Impulsreferate von zwei FachexpertInnen sowie vier Workshops vorgesehen, in denen die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung gegeben wird.

Mehr http://agit-polska.de/wp/ und https://www.facebook.com/events/258678524676294/  

Am 25. Mai 2018 wird die Verordnung zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung von Personaldaten und zum freien Datenverkehr (die als „RODO“, „GDPR“ oder „Allgemeine Datenschutzverordnung“ bezeichnet werden) des Europäischen Parlaments und des Rates (EU) 2016/679 vom 27. April 2016 in Kraft treten.

Im Zusammenhang mit dieser Verordnung bitten wir Sie zu bestätigen, dass Sie weiterhin Newsletter Polonia Viva mit Verweisungen auf Artikel, Informationen und Termine erhalten möchten. Wir werden Ihre Daten niemals an Dritte weitergeben. Des Weiteren können Sie jederzeit auf den Erhalt von Informationen verzichten. Näheres hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unten.

Zum Schutz von Personaldaten - Die Verarbeitung personenbezogener Daten auf dieser Seite erfolgt in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz vom 29. August 1997 (GBl. Nr. 133, Pos. 883, mspätÄnd). Jeder Benutzer hat die Rechte, die im Gesetz zum Schutz der Personaldaten vom 29. August 1997 (GBl. Nr. 133, Pos. 883, mspätÄnd) festgelegt sind, einschließlich des Rechts auf Zugriff, Änderung, Richtigstellung und Löschung von Daten. Sie können diese Rechte nutzen, indem Sie an die Redaktion Polonia Viva schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Wenn der Benutzer keine E-Mails von Polonia Viva erhalten möchte, schreiben Sie einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Angabe der Kontaktdaten zum Erhalt des Newsletters ist freiwillig. Die Kontaktdaten (E-Mail-Adresse) werden nur von Redaktion Polonia Viva verarbeitet, um den bestellten Newsletter regelmäßig zu versenden.

Die Abonnenten des Newsletters haben das Recht, auf ihre Daten zuzugreifen, deren Entfernung anzufordern sowie sie zu korrigieren. Wir tätigen keine automatischen Einträge in unsere Datenbank. Die persönlichen Daten der Abonnenten werden keinem Empfänger im Sinne von Art. 7 Pkt. 6 des Grundgesetzes über den Schutz von Personaldaten zur Verfügung gestellt.

Redaktion Polonia-Viva bietet Abonnenten die Möglichkeit, die Daten jederzeit ohne Begründung zu löschen. Um Ihre Daten aus der Kontaktdatenbank zu löschen, senden Sie einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Privacy Policy für die Internetseiten der Polonia Viva – Redaktion Polonia Viva fühlt sich verpflichtet, die Privatsphäre der Besucher ihrer Internetseiten zu schützen. Die Daten, die auf ihren Internetseiten über den Browser erfasst werden, werden ausschließlich zu statistischen Zwecken verwendet und dafür, die Nutzungsmöglichkeiten ihrer Internetseiten nach dem Einloggen eines Besuchers zu optimieren.

Die Daten, die automatisch auf unseren Internetseiten erfasst werden, können zur Analyse des Besucherverhaltens auf unseren Internetseiten, zum Sammeln demografischer Daten und zur Personalisierung der Inhalte unserer Internetseiten verwendet werden. Die Daten über alle Besucher unserer Internetseiten werden automatisch erstellt.

Redaktion Polonia Viva gibt die Daten nicht weiter und schlägt auch keinen Profit aus den persönlichen Daten der Benutzer ihrer Internetseiten.

 

Redaktia Polonia Viva

Ist es Zeit, Europa neu zu denken? Europa steht heute vor vielen wichtigen und mit externen Spannungen zusammenhängenden Herausforderungen: Die Abschwächung transatlantischer Bande, zunehmende Konkurrenz von Staaten mit Weltmachtambitionen, weiterhin ungelöste Konflikte in Regionen in unmittelbarer Nachbarschaft zu europäischen Staaten – all das erfordert zwingend eine Reflexion über Europas strategische Interessen und über geeignete Instrumente, um den dynamischen Entwicklungen im internationalen Umfeld ein stärkeres Reaktionspotential entgegensetzen zu können. Nicht minder ernsthaft sind die Herausforderungen und Gefahren innerhalb unseres Kontinents: ein hohes Maß an Einkommensungleichheiten, Altersarmut, Alterung der Bevölkerung, Schwierigkeiten junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt, ein durch neue Arbeitsverhältnisse bedingter Wandel des Familienmodells - das sind nur einige der Herausforderungen, mit denen sich Gesellschaft und Politik heute konfrontiert sehen.

Auch für die Medien sind besondere Zeit angebrochen: die seit einigen Jahren anhaltende Abkehr der Leser von Print, variierende Modelle und Wege der Medienfinanzierung, Handhabung der Informationsvalidierung sowie der allgemeine Zugang zu elektronischen Medien – auf der diesjährigen Tagung werden all diese medienrelevanten Themen diskutiert.

Ist es Zeit, Europa neu zu denken? Europa der Regionen oder Europa der Nationen? Unter diesem Tagungsmotto befassen sich die Deutsch-Polnischen Medientage mit Fragen der Weiterentwicklung einer modernen deutsch-polnischen Nachbarschaft innerhalb der EU-Strukturen sowie den journalistisch wichtigsten Gesichtspunkten der Kooperationen von polnischen und deutschen Medien, dem Einsatz neuer Technologien und der Medienfinanzierung. 

Die Deutsch-Polnischen Medientage 2018 finden an der Hochschule Stralsund und in strategischer Zusammenarbeit mit dieser Institution statt.

Ort: Hochschule Stralsund, Zur Schwedenschanze 15, 18435 Stralsund

Mehr Infos finden Sie hier: http://medientage.org/kategorie-deutsch-polnische-medientage-2018,500.html

Redaktion Polonia Viva

Der Europäische Jugendkarlspreis geht in diesem Jahr an die polnische Gruppe "Worcation". Im Krönungssaal des Aachener Rathauses erhielt sie am Dienstag (08.05.2018) die begehrte Auszeichnung. Jugendkarlspreis geht an Polen. Die Gruppe "Worcation" arbeitet seit Jahren die Geschichte eines deutschen Kriegsgefangenenlagers auf beiden Seiten der Neiße auf. Jedes Jahr lädt die Gruppe junge Frauen und Männer aus ganz Europa zu sich ein. Dabei erforschen die verschiedenen Nationalitäten gemeinsam die Schicksale der Lagerhäftlinge. Die Verbindung von Vergangenheitsbewältigung und Verständigung sei vorbildlich, befand die Jury in Aachen.

Der zweite Preis ging dieses Jahr an das Projekt "Juvenilia" aus Italien, das jungen Europäern über gemeinsame Opernbesuche die europäische Kultur nahebringen will. Den dritten Preis erhielt ein Buch aus Malta über Träume und Hoffnungen von Flüchtlingen und den Kampf gegen wachsende Fremdenfeindlichkeit in Europa.

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurden am Dienstag (08.05.2018) Projekte ausgezeichnet, mit denen junge Frauen und Männer für die europäischen Werte und die Europäische Idee geworben haben.

Der deutsche Gewinner im Wettbewerb ist das von Verena Riedmüller initiierte soziale Projekt „CUBE. Your take in Europe“. Es will jungen Frauen und Männern mehr Teilhabe am politischen Leben in Europa verschaffen. In europaweiten Workshops werden ihre politischen Ideen gesammelt.

Dabei wird besonders darauf geachtet, junge Migranten und Menschen aus sozial schwächeren Schichten einzubinden. Ihre Ideen werden als Videos aufgezeichnet und sollen später durch den Aufbau einer Jugendlobby in den Europäischen Institutionen verankert werden.

Zahlreiche Bewerbungen aus ganz Europa -Insgesamt sind für den Wettbewerb aus den 28 europäischen Staaten 324 Bewerbungen eingegangen, davon allein 44 aus Deutschland. Der Jugendkarlspreis wird vom Präsidenten des Europäischen Parlaments und dem Vorsitzenden der Karlspreisstiftung verliehen. Er ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Redaktion Polonia Viva

Quelle: WDR, Karlspreisstiftung, Presseamt Stadt Aachen

 

KALENDARIUM

  

Newsletter

 

 

 

  Zeitschrifft der POLONIA

 

 

 

Wir verwenden Cookies für die Funktionen auf unserer Website und um die Erfahrung unserer Nutzer zu verbessern.
Weitere Informationen Ok