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Das Radiomagazin PolenflugNeo im Radio Flora in Hannover lädt zu einer Sondersendung ein, die sich ganz der legendären britischen Band Emerson, Lake & Palmer widmet.

Von Ende der 1960er bis Ende der 1970er Jahre war der Progressive Rock die faszinierendste Musikrichtung, die die moderne Musik zu bieten hatte. Die Rockmusik verwandelte sich in eine musikalische Kunstform, die mit den größten Werken der klassischen Musik konkurrieren wollte. Zu den Giganten und Vorreitern des Progressiven Rock gehörte die britische Supergruppe Emerson, Lake & Palmer. Drei Musiker, die den progressiven Rock in ungeahnte ästhetische Sphären führten, zeigten nachdrücklich, welch hohes Niveau die Rockmusik erreichen kann. Die Gruppe Emerson, Lake & Palmer hatte keine Angst vor musikalischen Experimenten, ungewöhnlichen Lösungen und halsbrecherischen Orgelparts. Musikalisch und technisch war sie den besten Heavy Metal und Hardrock Bands der 70er Jahre voraus. Gründer der Musikgruppe Keith Emerson definierte das Genre wie folgt: "Popsongs sind einfach und bestehen aus Wiederholungen und Riffs; progressive Musik nimmt ein Riff, dreht es um, stellt es auf den Kopf und spielt es dann noch einmal anders herum, um sein volles Potenzial zu entfalten." Waldemar Kostrzębski erinnert uns in der nächsten Musiksendung an diese Supergruppe, die viele Welthits hatte und mit ihrer außergewöhnlichen Musik Stadien füllte.

Radio Flora https://radioflora.de/

Waldemar Kostrzębski https://waldemar-kostrzebski.blogspot.com/

 

Das Deutsche Polen-Institut verleiht den Karl-Dedecius-Preis 2022 an Elżbieta Kalinowska und Andreas Volk. Beide werden für ihre herausragende übersetzerische Leistung und ihr Engagement für den deutsch-polnischen Kulturdialog geehrt

Preisgeld von je 10.000 € / Preisverleihung am 20. Mai in Darmstadt

Elżbieta Kalinowska ist Übersetzerin, Redakteurin und Kulturmanagerin. Sie war stellv. Direktorin des Polnischen Buchinstituts, seit 2016 arbeitet sie als Herausgeberin für Non-Fiction in der Verlagsgruppe Foksal. Seit mehr als 20 Jahren übersetzt sie deutschsprachige Literatur für führende polnische Verlage wie Czarne, W.A.B oder Wydawnictwo Literackie. Auf ihrer Publikationsliste stehen mehr als 20 Gegenwartsromane, aber auch mehrere Sachbücher und Reportagen. Kalinowska interessiert sich für moderne Strömungen in der deutschsprachigen Literatur, vornehmlich übersetzt sie Autoren und Autorinnen mit Migrationshintergrund, etwa Zsuzsa Bánk, Terézia Mora, Olga Grjasnowa, Sherko Fatah und Feridun Zaimoglu. Diese neue deutsche Literatur aus der Feder von Autorinnen und Autoren, die nicht nur in der deutschen Kultur und Poetik verwurzelt sind, stellt für den Übersetzer bzw. die Übersetzerin immer eine zusätzliche Herausforderung dar, wenn es darum geht, die Nuancen zwischen dem was fremd und was vertraut ist, sinngemäß und kreativ zugleich wiederzugeben. In letzter Zeit hat Kalinowska auch Reportagen übersetzt, etwa von Wolfgang Bauer und Florian Klenk. Ihr übersetzerisches Werk zeichnet sich durch eine große Spannbreite in der Wahl der Autoren und Autorinnen sowie durch einen souveränen Umgang mit Texten

Mit Andreas Volk zeichnet die Jury erstmalig einen Übersetzer aus, dessen Arbeitsschwerpunkte in Theatertexten liegen, die für einen lebendigen deutsch-polnischen Austausch wichtig sind. Volk hat sich durch zahlreiche Übersetzungen zeitgenössischer polnischer Dramen (u. a. von Krysztof Warlikowski, Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Tadeusz Słobodzianek) längst einen Namen gemacht und wird von polnischen Autorinnen und Autoren wie auch von Regisseurinnen und Regisseuren in Deutschland gleichermaßen geschätzt. Als Übersetzer geistes- und kulturwissenschaftlicher Monografien und Aufsätze trägt er kontinuierlich zum wissenschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und Polen bei (Maria Janion, Erwin Axer, Krystian Lupa). Ergänzt wird seine eindrucksvolle Übersetzerbibliografie durch literarische Übersetzungen zeitgenössischer Prosa und Lyrik (Jan Polkowski). Auch jenseits seiner nunmehr 20-jährigen Übersetzertätigkeit engagiert sich Andreas Volk in vielfältiger Form als Kulturvermittler, unter anderem als Mitbegründer des deutsch-polnischen Übersetzungsjahrbuchs „OderÜbersetzen“, als Redakteur der deutsch-polnisch-ukrainischen Literaturzeitschrift „Radar“ oder als Ideengeber und Kontaktvermittler für Institutionen wie das Goethe-Institut (etwa für die Reihen „Übersetzer im Gespräch“ und „Ausgezeichnet Lyrik“).

Der Karl-Dedecius-Preis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Ab 2022 ist die Sparkasse Darmstadt neuer Förderer des Preises. Partner des neuen Preises sind das Europäische Übersetzer-Kollegium EÜK in Straelen, die Villa Decius in Krakau und die Karl Dedecius Stiftung in Frankfurt (Oder). Die Preisverleihung findet am 20. Mail 2022 in Darmstadt statt.

Dr. Andrzej Kaluza, 06151-420220 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / www.karl-dedecius-preis.de

 

Das Fest zum Tag der Polonia wird seit vielen Jahren vom Polnischen Rat von Berlin auf dem Platz vor dem Rathaus Reinickendorf veranstaltet. Hier stellen sich Polonia-Organisationen vor, Musikbands treten auf, und jedes Jahr werden Vertreter einer anderen Region Polens eingeladen, um für ihr kleines Heimatland zu werben.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Bezirk Kościań, das wahre Herz von Großpolen. Sie wurde von Senator Wojciech Ziemniak empfohlen, der aus dieser Gegend stammt. Die Senatorin ist Mitglied des Senatsausschusses für Auswanderung und Kontakte zu Polen im Ausland und war schon häufig Gast bei unseren polnischen Veranstaltungen in Berlin.

Der Vorstand des polnischen Rates wurde nach Kościan bei Poznań zu einem Treffen mit den Bürgermeistern der Stadt, des Kreises und der Gemeinden von Kościan eingeladen. Wir fuhren an einem sonnigen Sonntag, dem 13.03.2022, los und waren angenehm überrascht von der Offenheit der Menschen und der Schönheit dieser großpolnischen Region. Wir waren in einem wunderschönen Palast aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, der von Fürst Jabłonowski aus der niederländischen Königsfamilie erbaut wurde. Racot Palace ist heute Sitz des Gestüts und ein Schulungs- und Erholungszentrum. In der Vergangenheit waren dort unter anderem Tadeusz Kościuszko, Józef Poniatowski, Józef Wybicki und Wojciech Bogusławski zu Gast. In der Zwischenkriegszeit besuchten die Präsidenten Stanisław Wojciechowski und Ignacy Mościcki Racot.

Senator Wojciech Ziemniak führte uns nach Januszewo, wo im Gebäude der ehemaligen Grundschule des Dorfes ein Raum voller Souvenirs des Senators, Pokale und Auszeichnungen, die von seiner Tätigkeit zur Förderung des Sports zeugen, sowie Fotos von seinen Reisen mit Schülern seiner Schule und Gemeinde zu Sportspielen und Olympiaden zu sehen sind.

Am Ende des Tages bewunderten wir den Sonnenuntergang über dem Haff in Nowy Dębiec - einem Erholungsgebiet für die Einwohner der Gemeinde. Am Abend trafen wir uns mit dem stellvertretenden Starost der Gemeinde, Herrn Miroslaw Duda, und besprachen die Einzelheiten der Werbung der Gemeinde für den Tag der polnischen Gemeinschaft in Berlin.

Am Montag, den 14.03.2022, besuchten wir das Polnische Olympia-Gymnasium in Racot, das nach der Reform im Jahr 2017 in den Schulkomplex der Gemeinde Kościan, einen Kindergarten und eine Grundschule, umgewandelt wurde. Das Gebäude ist beeindruckend groß und geräumig, und die Turnhalle mit den Tribünen für die Fans ähnelt einer Sporthalle. Der Schulleiter erzählte, wie die Schule ukrainischen Flüchtlingen hilft, deren Kinder bereits die Schule besuchen.

In den Räumen des Gebäudes sind zahlreiche Souvenirs von Schülerreisen zu Winterspielen und Olympischen Spielen in verschiedenen Regionen der Welt ausgestellt. Fotogalerien von berühmten Sportlern, Gästen, die die Schule besuchten, Pokale, Wimpel, Orden, Auszeichnungen und Medaillen - all das zeigte und erklärte der Senator, der Sportlehrer an der Schule war und später deren Direktor.

Im renovierten Gebäude des Rathauses von Koscian nahmen wir an der Sitzung des Rates des Bezirks Koscian teil. Wir haben alle Einzelheiten im Zusammenhang mit der Aktion während des Polonia-Tages am 7. und 22. Mai in Berlin besprochen. Auf dem Festival werden Bands aus Gemeinden, Städten und dem Bezirk Koscian auftreten.

Die Stadt Koscian wird durch die Band "Sokoły" und die Jugendlichen der Tanzschule "Poezja" vertreten sein. Die Stadt Czempieñ wird den Chor "Harfa" entsenden. Die Stadt Krzywin wird durch die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr vertreten sein, während in der Stadt Œmigiel das Gesangs- und Tanzensemble "¯eńcy Wielkopolscy" auftreten wird. In der Gemeinde Koscian wird die Volksmusikgruppe "Kokorzynianki" auftreten.

Der Bezirksrat wird als Betreuer und Koordinator fungieren und die Werbung organisieren. Der Vorstand des Polnischen Rates hat auch eine Einladung nach Berlin an alle Einwohner ausgesprochen, die an unserem Polonia-Festival teilnehmen möchten.

Die Auswirkungen der Regelungen wurden auf einer Pressekonferenz im Bezirksamt von Starost in Kościan vorgestellt. Alle Fragen der Journalisten der lokalen Presse wurden von Herrn Ferdynand Domaradzki, dem Vorsitzenden des polnischen Rates, und seiner ersten Stellvertreterin, Frau Malgorzata Tuszyńska, beantwortet.

Der Ausschuss stattete auch dem Büro von Senator Wojciech Ziemniak einen Besuch ab, der seine Hilfe zusagte. In diesem Jahr wollen wir das Festival unter das Motto "Solidarität mit der Ukraine" stellen.

Vor unserer Abreise nach Berlin besuchten wir das Kutschenmuseum in Racot, wo unter anderem die Kutsche zu sehen ist, mit der Ignacy Jan Paderewski am 26. Dezember 1918 nach seiner Ankunft in Posen zum Hotel Bazar fuhr und von den Polen begeistert empfangen wurde. Am Tag nach diesem Ereignis brach der Großpolnische Aufstand aus, der in der Fernsehserie "Der längste Krieg im modernen Europa" dargestellt wird.

Trotz unseres kurzen Aufenthalts waren wir beeindruckt. Wir hatten die Gelegenheit, mehr über die Geschichte der Region zu erfahren und die Sparsamkeit der Menschen in Großpolen zu bewundern. Wir möchten uns bei den Verwaltern und Aktivisten von Kościan für ihre Gastfreundschaft bedanken.

Polnischer Rat - Landesverband in Berlin

 

Mit Professorinnen und Professoren der Folkwang Universität der Künste - Samstag, 2.04.2022, 19.30 Uhr, Neue Aula der Folkwang Universität der Künste, Klemensborn 39, 45239 Essen (Werden)

Eintritt frei. Karten-Reservierung: T. 0201 – 4903 231, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Das Publikum wird um Spenden für die humanitäre Hilfe in der Ukraine gebeten.

Das Polnische Institut Düsseldorf veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Generalkonsulat in Köln und mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Düsseldorf ein Benefiz-„SOLIDARITÄTSKONZERT für die Ukraine“. Es spielen Professorinnen und Professoren der Folkwang Universität der Künste.

Für das Konzertprogramm konnten herausragende Musikerinnen und Musiker der Folkwang Universität der Künste gewonnen werden, die sich ohne Honorar an diesem Abend für die Ukraine engagieren. Bereits die Liste der Aufführenden liest sich wie ein „Who´s Who“ der internationalen Szene: Anne-Cathérine Heinzmann (Flöte), Mie Miki (Akkordeon), Michael Niesemann (Sax, Oboe), Vanda Albota (Klavier), Tomasz Zawierucha (Gitarre), Matthew Hunt (Klarinette), Přemysl Voijta (Horn), Evgeni Boschanow (Klavier), Ryan Carniaux (Trompete), Thomas Hufschmidt (Klavier) und Alissa Margulis (Violine). Sie alle gestalten ein attraktives und abwechslungsreiches Programm, das dem Publikum Höchstgenuss bieten wird. Im Programm klassische Werke von Johann Sebastian Bach, Francis Poulenc, Fryderyk Chopin, über Astor Piazzolla bis hin zur Jazztrompete und Jazzklavier.

Mehr Informationen:

https://instytutpolski.pl/duesseldorf/2022/03/24/ukraine-solidaritatskonzert-an-der-folkwang-universitat-der-kunste/

Ich habe mich zu einem entscheidenden Zeitpunkt in Deutschland niedergelassen und gelebt: im Jahr der deutschen Wiedervereinigung (1990) und im Jahr der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags (1991). Es war auch für mich persönlich ein sehr wichtiges Ereignis, da ich einen Polen aus Berlin geheiratet habe. Für Polen und Deutschland war es ein historischer Akt, das Kriegsbeil zu begraben. Man kann also mit Sicherheit sagen, dass Deutschland von diesem Moment an formell von einem ehemaligen Feind zu einem Partner in Kontakten wurde, nicht nur auf Regierungsebene. Auf beiden Seiten änderte sich der Ton der Debatte allmählich in Richtung Freundschaft, und das Bild von Polen und Deutschen wurde im Laufe der Jahre wärmer.

Im zwischenmenschlichen Bereich blieb der Jubel zunächst aus, und die Bürgerinnen und Bürger erkannten nicht, welche konkreten Vorteile die Vertragsbestimmungen bringen würden. Eine Sache, die im öffentlichen Bewusstsein ankam, war die Tatsache, dass die kommunistische Propaganda aufgehört hatte, den Menschen Angst zu machen, dass die Deutschen in die Westgebiete zurückkehren würden, wo ich damals lebte. Vor dem Krieg waren diese Gebiete von deutschen Bürgern bewohnt, die nach dem Krieg massenhaft in ihre "Heimat", d. h. Westdeutschland, auswanderten. Die Behörden des Volkes machten ihnen das Leben schwer, indem sie Machtträger, Beamte und Lehrer entließen. In der kommunistischen Zeit wurde der Reisepass eines Bürgers bei der Polizei hinterlegt. Jeder musste auf die Erteilung warten, manchmal jahrelang. Ein gewöhnlicher polnischer Bürger hatte es auch nicht leicht, denn er wollte in den "verrotteten" Westen (wie es hieß) und verließ sich auf sein Glück. Nur wenige hatten Erfolg.

An den Grenzen musste man erst in kilometerlangen Schlangen warten, dann wurde man peinlich genau kontrolliert und das Gepäck durchsucht... Ufff... Es war nicht angenehm, es war ein Angriff auf die Menschenwürde.

Vor dreißig Jahren war ein Pole in Deutschland nicht beliebt, eigentlich überhaupt nicht. Die Deutschen hatten tief verwurzelte Stereotypen über Polen, von denen die meisten unwahr waren. Nur prominente Schriftsteller, Künstler, Komponisten wie Chopin und später Papst Johannes Paul II. und Lech Walesa waren unsere Visitenkarte.

Vor 31 Jahren verschlug mich das Schicksal nach Berlin, wo mein Verlobter lebte, den ich früher als geplant heiratete, weil es nach der Wiedervereinigung Deutschlands schwierig war, ein Visum zu bekommen. Zu dieser Zeit waren polnische Kultur, Geschichte und gesellschaftliches Leben ausgeschlossen, abgesehen von einigen wenigen Veranstaltungen wie Auftritten des Mazowsze-Ensembles, Konzerten mit Musik von Chopin und Penderecki sowie Filmen von Zanussi und Polański. Polen als Land war nur auf der Internationalen Grünen Woche und der Tourismusmesse ITB vertreten. Leider war es vor allem mit dem Angebot von gemästeten Gänsen und Würsten.

Ja, es gab das Polnische Kulturinstitut, das polnische Literatur, Musik, Traditionen und Kunst im weitesten Sinne des Wortes förderte. Die Idee war, die polnische Kultur unter den Deutschen zu verbreiten, aber das Institut diente mehr der polnischen Gemeinschaft und den Polen als den Deutschen, die nicht an den polnischen Veranstaltungen teilnahmen.

Erst mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004 änderte sich die Situation grundlegend. Alle verschlossenen Fenster, Türen und Tore Europas wurden für die Polen geöffnet, auch in Deutschland. Das Wichtigste ist, dass ein Reisepass nicht länger ein Traum bleibt. Jeder Pole hatte zu Hause einen Reisepass, und die Beamten taten keine Gefälligkeiten mehr. Jeder hatte das Recht auf einen Reisepass, und das war's. Das war's. Voller Stopp.

Die Grenzen verschwanden, und damit auch die Visumspflicht für Reisen in die Länder der Europäischen Union. Im Jahr 2004 erfüllten sich die Hoffnungen und Bemühungen von Generationen von Polen, sich der demokratischen und vereinigenden Gemeinschaft der europäischen Länder anzuschließen. Ich hätte nie gedacht, dass meine Generation, die Schöpfer der Solidarnosc-Bewegung, den Lauf der Geschichte verändern und einen solchen Erfolg erzielen würde. Dies geschah dank der Entschlossenheit der polnischen Diplomatie jener Zeit. Dafür sei ihnen ewige Ehre zuteil!

Der Kommunismus wurde friedlich gestürzt, und in den Beziehungen zu Deutschland wurde der Grundstein für eine friedliche Nachbarschaft gelegt. Beiden Ländern ist es außerdem gelungen, ihre gegenseitigen Beziehungen auf Partnerschaft, Zusammenarbeit, Verständnis und Versöhnung auszurichten.
Die gemeinsamen deutsch-polnischen Institutionen, die durch den Vertrag ins Leben gerufen wurden, wie das Deutsch-Polnische Jugendwerk, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Zwischenstaatliche Kommission für regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, dienten der echten Aussöhnung zwischen den Menschen. Im Laufe der Jahre haben sie ein tiefes gegenseitiges Vertrauen aufgebaut, das es auch den Städten und Regionen ermöglicht hat, enger zusammenzuarbeiten. Heute sind fast 842 von ihnen Partnerschaften eingegangen, die Polen in Deutschland haben eine Vertretung in Berlin - das Büro der Polnischen Gemeinschaft, das Internetportal Polonia Viva.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das deutsch-polnische Zusammenleben 30 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrages ein Leben ohne Schranken und Einschränkungen ist. Natürlich gibt es noch viel zu tun, die Bestimmungen des Vertrags sind nach wie vor gültig, sie müssen nur noch in die Praxis umgesetzt werden. Die Frage, die sich in der öffentlichen Debatte stellt, ist: Wer soll diese Arbeit machen? Es gibt unzählige Einrichtungen zur Unterstützung von Bürger-, Jugend-, Hochschul- und Wissenschaftsinitiativen, Stiftungen, Begegnungs- und Gedenkstätten, und schließlich gibt es Koordinatoren im Außenministerium, die auch an den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen teilnehmen. Über die Koordinatoren für die deutsch-polnischen Beziehungen könnten sie sogar noch etwas mehr für die wirksame Umsetzung folgender Maßnahmen mobilisiert werden
Über die Koordinatoren für die deutsch-polnischen Beziehungen könnten sie nämlich wirksamer mobilisiert werden, um alle Forderungen des Vertrags für die polnischen Gemeinschaften und die Polen in Deutschland umzusetzen.

Es gibt viele Probleme, die gelöst werden müssen, zum Beispiel im Bereich des Erlernens der polnischen Sprache. Wir müssen mit den Koordinatoren zusammenarbeiten, sonst geben wir nur fromme Erklärungen ab, die ihre Adressaten nicht erreichen, sondern ins Leere laufen. Dank des Vertrags können wir uns in Vereinen organisieren, Unternehmen und Institutionen gründen, die polnische Sprache lernen, polnische Produkte kaufen, die Messe in einer polnischen Kirche besuchen, unsere Kultur pflegen und Jubiläen begehen. Einfach, um in Deutschland polnisch zu leben. Es ist möglich, mit Deutschland in Frieden zu leben, und das ist das größte Gut und der größte Schatz des Vertrags von 1991 mit Deutschland. Wir müssen diese guten Beziehungen hüten wie das sprichwörtliche Auge zum Kopf!

 

Krystyna Koziewicz

Ab sofort werden Bewerbungen für den Maciej-Płażyński-Preis für Journalisten und Medien im Dienste Polens entgegengenommen. Bewerbungen können bis zum 12. April 2022 eingereicht werden.

Der Preis wird in 4 Kategorien vergeben:
- Polnischer Journalist,
- nationaler Journalist, der über polnische Themen veröffentlicht,
- ausländische Journalisten, die über Polen, Polen und Polonia berichten,
- Redakteur eines polnischen Medienunternehmens.

Die Preise in den drei journalistischen Kategorien sind jeweils eine Statuette und ein Geldpreis in Höhe von zehntausend Zloty, während der Preis in der redaktionellen Kategorie des Mediums der polnischen Diaspora eine Statuette ist.
Die Preisträger in den einzelnen Kategorien werden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Journalisten, die sich mit internationalen Themen befassen, Vertretern der Familie von Maciej Płażyński und des Auswanderermuseums in Gdynia zusammensetzt.

Bewerbungen können bis zum 12. April 2022 um Mitternacht (polnische Zeit) über das Online-Formular auf der Website des Preises eingereicht werden.
Einzelpersonen und Institutionen, die Beiträge einreichen, werden gebeten, Punkt 3 der Preisordnung zu beachten: "Der Preis wird jährlich für die journalistische Arbeit des vergangenen Jahres verliehen". Dies bedeutet, dass die Jury nicht in der Lage ist, Preise für das so genannte Lebenswerk oder für Veröffentlichungen in früheren Jahren zu vergeben.
Die Preisverleihung findet Ende Mai im Emigrationsmuseum in Gdynia statt.

Der Preisrat besteht aus Vertretern der Familie von Maciej Płażyński, dem Marschall der Woiwodschaft Pommern, dem Bürgermeister der Stadt Danzig, dem Bürgermeister der Stadt Gdingen, dem Bürgermeister von Zoppot und dem Presseclub Polska.
Der Organisator des Preises ist der Press Club Polska.
Das Reglement, das Antragsformular und Informationen über den Preis finden Sie auf der Website nagrodaplazynskiego.pl

Das Preissekretariat
Presseclub Polska
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AgataL

Die 1980er Jahre

Als ich vor mehr als 30 Jahren zum ersten Mal nach Berlin kam, war die polnische Kirche in Tempelhof der wichtigste Treffpunkt für Polen, und das Schwarze Brett an der Kirchenwand diente als Immobilien- und Arbeitsvermittlung für polnischsprachige Landsleute. In Berlin herrschte damals die gesetzlich vorgeschriebene Atmosphäre einer "freien Stadt", in der man auf der Straße Vertretern der alliierten Streitkräfte begegnen konnte, was den bunten Charakter der Stadt bereicherte und ihre Einzigartigkeit unterstrich.  Polnisch war auf den Straßen kaum zu hören. Die Auswanderungswelle des Kreigsrechts 1981 hatte sich bereits im von einer Mauer umgebenen West-Berlin niedergeschlagen, wo illegale polnische Gastarbeiter versuchten, einzureisen und in einem Monat so viel zu verdienen, wie sie im sozialistischen Polen mehrere Jahre lang hätten arbeiten müssen. Der Fall der Berliner Mauer '89 belebte den nicht immer offiziellen Zustrom von Polen nach Berlin, die auf dem behelfsmäßigen Polenmarkt am Potsdamerplatz für Deutsche attraktive Billigwaren absetzten und dann in der "Gaunerstraße" - wie sie die Kantstraße einprägsam nannten - die billigsten technischen Geräte kauften. Die größte polnische Kultureinrichtung in Deutschland war damals das postsozialistische Polnische Kulturinstitut am Alexanderplatz, das gerne mit polnischen Emigranten als Multiplikatoren für seine deutschen Besucher zusammenarbeitete. Es wurde errechnet, dass damals ein Pole durchschnittlich drei Deutsche zu einer polnischen Kulturveranstaltung mitbrachte, was die beste und billigste Werbemethode war. In den frühen 1990er Jahren waren wir Polen in dem multinationalen Meer von Ausländern, die zum Wiederaufbau des Nachkriegsdeutschlands nach Berlin gekommen waren, verloren.

Die 1990er Jahre

Durch den massiven Zuzug polnischer Landsleute nach Deutschland kristallisierte sich in der polnischen Gemeinde in Berlin ein zunehmendes Bedürfnis nach Kultur und Bildung heraus. Seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages im Jahr 1991 gibt es nicht nur in den deutschen Behörden und Institutionen grünes Licht für die in Deutschland lebenden Polen, sondern auch in der gesellschaftlichen Mentalität. Wir begannen, die noch immer entzündeten historischen Wunden der Nachkriegszeit zu heilen, negative Stereotypen abzubauen und das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen.

In Berlin ist eine neue Generation von neugeborenen Berlinern mit polnischen Wurzeln aufgetaucht. Während ich in den 1980er Jahren dem Phänomen begegnete, dass den Kindern von Vertriebenen in Deutschland verboten wurde, Polnisch zu sprechen, waren sich die polnischsprachigen Eltern der in den 1990er Jahren geborenen Kinder bereits der Notwendigkeit bewusst, ihre Kinder zweisprachig zu erziehen. Dank des großen Engagements polnischer Pädagogen wie Małgorzata Tuszyńska, Genowefa Kmita und Dr. Ruth Garstka wurden die ersten polnisch-deutschen Europaschulen in Deutschland gegründet.  In der Robert-Jungk-Oberschule in Charlottenburg arbeiten polnische Lehrer wie Agnieszka Bernegg und Mariusz Łagodziński nicht nur professionell, sondern auch mit ganzem Herzen mit polnischen Jugendlichen.

In den 1990er Jahren entstand aus unseren privaten polnischen Café-Treffen der erste polnische Frauenstammtisch, dessen Gründerinnen Lucyna Królikowska, Katarzyna Langewitsch, Agata Lewandowski und Alina Winiarski waren und dessen Treffpunkt von Marta Cofta in der angenehmen Atmosphäre des Möbelhauses VOX zur Verfügung gestellt wurde. Heute sind die Aktivitäten dieses ersten feministischen polnischen Vereins in Berlin, der sich in POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e.V. verwandelt wurde, mit großem Erfolg von Celina Muza entwickelt. Seit 1995 wird das Leben der polnischen Gemeinde in Berlin jeden Monat durch Kontakty gestärkt, das früher von Maja und Andrzej Klon geleitet wurde und nun langsam von der jüngeren Generation, den Geschwistern Izabela und Tomasz Klon, übernommen wird. Als deutsche Polonia fehlt es uns immer noch an einer besseren Medienpräsenz, aber seit mehr als zwanzig Jahren haben wir einen polnischsprachigen Redakteur, Jacek Tyblewski, im deutschen öffentlich-rechtlichen Radio Cosmo. Außerdem gibt es im RBB die deutsch-polnische Fernsehsendung Kowalski trifft Schmidt, in der interessante deutsch-polnische Persönlichkeiten vorgestellt werden. Beim deutschen Kulturministerium wurde ein spezieller polnisch-deutscher Fonds eingerichtet, aus dem jedes Jahr die wichtigsten polnischen Projekte in Deutschland finanziert werden. Es ist unmöglich, alle polnischen Gemeinschaftseinrichtungen oder kulturellen Aktivitäten aufzuzählen, die dank des Vertrags über die gute Nachbarschaft verwirklicht wurden, aber eine der wichtigsten ist sicherlich die Eröffnung des Polonia Büros in Berlin im Jahr 2021, das vom deutschen Bundesministerium des Innern finanziert wird.

Vielleicht wäre es für jeden von uns "polnischen Berlinern" lohnenswert, einen privaten Blick 30 Jahre zurückzuwerfen und darüber nachzudenken, was sich durch den deutsch-polnischen Vertrag in unserem Leben verändert hat? In meinem Privatleben gab es viele "Nachvertragserfolge".

Meine Tochter Zuzanna legte das erste polnische Abitur an der deutschen Oberschule nach dem Krieg ab und absolvierte das Studium der interkulturellen Germanistik an der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder). Dank der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, die seit 30 Jahren die Hauptträgerin des deutsch-polnischen Kulturaustauschs ist, habe ich den Film "Kinder der Migration" gedreht, der die Geschichte der Identität junger polnischer Berliner erzählt, und ich habe mehrere interessante Projekte organisiert, die unsere Gesellschaften verbinden.

Das 21. Jahrhundert?

Beruflich freue ich mich, dass in Berlin neue polnische Frauenorganisationen entstehen, das sich stimmungsvolle Clubs wie das Sprachcafe Polnisch von Agata Koch etablieren und vor allem bin ich als Polin stolz darauf, dass Katarzyna Niewiedzial Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration ist. Es wäre schon, wenn sich die jüngeren Generationen, daran zu erinnern, dass es ohne unsere bescheidene, jahrzehntelange Arbeit an der Basis zur Stärkung der Position der Polen in Deutschland heute keine deutsch-polnischen Entwicklungsmöglichkeiten gäbe. Der deutsche Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff entlässt das Publikum in der letzten Szene seines Films "Strike - Heldin aus Danzig" mit dem Appell von Anna Walentynowicz, die am Meer spazieren geht: "Wir haben unsere Freiheit gewonnen, und die nächsten Generationen müssen sich weiter darum kümmern" (Paraphrase). Leider sind viele unserer deutsch-polnischen interkulturellen Errungenschaften in letzter Zeit zerstört worden, so dass uns nichts anderes übrig bleibt, als sie wieder aufzubauen und neue Brücken zwischen Oder und Weichsel zu schlagen.

Text und Übersetzung Agata Lewandowski

Die nächste Ausgabe des internationalen Fotowettbewerbs für Kinder und Jugendliche im Schulalter trägt den Titel "Ich lebe am Meer". Der Wettbewerb wird vom Institut für Ozeanologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Sopot im Rahmen der Beteiligung Polens an der UN-Dekade der Ozeane 2021-2030 mitorganisiert.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Foto- oder Filmmaterial zum Thema Meeresökosysteme zu präsentieren. Die von einer internationalen Jury ausgewählten Werke werden während der im Rahmen der UNO organisierten Internationalen Ozeanographischen Konferenz gezeigt, die im Juni dieses Jahres in Lissabon stattfinden wird.

Nachstehend finden Sie Links zu Informationen über den Wettbewerb:

 

https://webgate.ec.europa.eu/maritimeforum/en/node/6975

Rezept für einen "Osterkorb" für Obdachlose und Flüchtlinge:

1. Bereiten Sie das Poster für den Druck und die Online-Nutzung rechtzeitig vor.

Dies ist der erste Punkt des "Osterkörbchen"-Rezepts von Sylwia Jasion, die diese Veranstaltung in Hannover zum fünften Mal vorbereitet. Die Idee stammt von Zofia ścierska, nachdem sie eine Radiosendung auf PolenflugNeo gehört hatte, in der es um obdachlose Polen ging. Auf diese Weise wurde das "Körbchen" zu einer Ergänzung der Aktion "Weihnachtspäckchen", die in unserer Stadt ebenfalls Tradition hat. Beide werden gemeinsam von Sylvia Jasion (ArkaPol Hannover) und dem Pfarrer der Polnischen Katholischen Mission, Pater Tadeusz Kluba, koordiniert. "Der Priester verkündet es bei den Messen, und ich verkünde es in der übrigen polnischen Gemeinde. Auf diese Weise ist die Aktion nicht "kirchlich" und jeder kann sich beteiligen, auch über Sparten hinweg. Das ist das Wichtigste." - erklärt Sylwia. Das Plakat ist jedes Jahr gleich, so dass jeder es sofort mit einer anderen Ausgabe der gleichen Veranstaltung in Verbindung bringen kann. Sie wird von Edyta Kotlinska kostenlos erstellt und gedruckt.

2. Verteilen Sie das Plakat über alle möglichen Medien: E-Mail, Whatsapp, Facebook. Verteilen Sie die Drucke in den polnischen Geschäften und bestimmen Sie, welche Geschäfte Körbe zum Sammeln der Produkte aufstellen werden.

Der Aufruf wird von vielen FB-Gruppen, wie z.B. Hannover Mums, aufgegriffen und auch über die Kanäle lokaler polnischer Organisationen verbreitet. An diesem Punkt sind auch unsere Medien beteiligt. Entsprechende Informationen gehen an die polnische Presse, und Sylwia bekommt ihre "fünf Minuten" im lokalen polnischsprachigen Radiosender PolenflugNeo.

3. Koordinieren Sie die Aktion

Dies ist die arbeitsintensivste Phase. Sie müssen Dutzende von E-Mails beantworten, viele Leute zurückrufen, Abholtermine mit denjenigen vereinbaren, die nicht in der Lage sind, die Gaben an Sammelstellen in Geschäften oder bei der Polnischen Katholischen Mission abzugeben, den Transport und den Ort der Lagerung organisieren. Meistens ist es Sylwias Garage neben dem PMK-Gelände, und kurz vor Ostern auch ihre Wohnung. Die Familie protestiert nicht, der Ehemann und die beiden Kinder haben sich mit dem Virus der Wohltätigkeit infiziert. Auch das polnische Konsulat in Hamburg beteiligt sich an der Sammlung und finanziert den Lebensmitteleinkauf in einem der polnischen Geschäfte. Am Karsamstag füllen die Gläubigen, die zur Speisensegnung in die polnische Kirche kommen, oft die dafür aufgestellten Körbe mit Gaben. Die polnische Gemeinde in Hannover teilt die "heilige Speise" großzügig und von Herzen.

4. Pakete vorbereiten

Das Team arbeitet schon seit Jahren zusammen: das Ehepaar ścierski und die Familie Jasion sowie weitere Personen. Die gesammelten Gaben werden auf Tischen im Pfarrhaus der Heiligen Familie sortiert: Wurstwaren, Brot, Kuchen, Süßigkeiten, Konserven, Getränke, Obst, Hygieneartikel und natürlich nicht nur Dutzende, sondern Hunderte von bunten Ostereiern und Streuseln. Es gibt auch eine Oster-"Menagerie": Lämmer, Hasen, Hühner. Alles ist ziemlich "gleichmäßig" in Plastiktüten verpackt. Jedes Mal werden 120-150 saubere Pakete auf diese Weise zubereitet. In diesem Jahr reist die Familie Jasion zum ersten Mal seit vielen Jahren zu Ostern nach Polen, so dass die Mitglieder des Literarischen Salons am Ostersonntag ihren Platz am Tisch einnehmen werden.

5. Organisieren Sie den Transport zu den "Empfängern"

In den vergangenen Jahren lieferten die "Packer" die Früchte ihrer Arbeit in ihren eigenen Autos an das Gemeindezentrum für Obdachlose. Diesmal wird das Fahrzeug der Jasions fehlen. "Es wird einen Transport geben" - versicherte Pater Kluba, als er über die Lücke informiert wurde. Bevor Sylwia in Richtung polnisch-deutsche Grenze aufbricht, muss sie die richtigen Anweisungen geben: wer, wann, von wo und wohin die Spenden transportiert werden sollen.

Sylwia zufolge ist das Rezept für einen "Osterkorb" für Obdachlose einfach und mit guten Vorsätzen auch leicht umzusetzen. Deshalb wendet sie sich an alle polnischen Gemeindezentren in Deutschland: "Mach es mit Hannover! Wenn Sie dort die Polnische Katholische Mission haben, laden Sie sie zur Mitarbeit ein. Wenn nicht, nutzen Sie andere lokale Möglichkeiten, zum Beispiel Kulturhäuser. Wir stellen Ihnen gerne ein Musterplakat zur Verfügung und beraten Sie gerne in allen Belangen. Die polnische Gemeinde in Hannover ist nicht die einzige mit einem großen Herzen, und sie ist bestrebt, die Schwächsten in der lokalen Gemeinschaft zu unterstützen. Es soll unser gemeinsames, solidarisches, gesamtdeutsches Handeln sein, nach dem Motto: "Die Hilfe für einen Menschen kann nicht die ganze Welt verändern, aber sie kann für einen Menschen die ganze Welt verändern".

Kontakt Sylwia Jasion: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +49 1523 38 58 773, nach 17 Uhr.

Notiert von Grażyna Kamień-Söffker

Mehr über Sylwias gemeinnützige Arbeit für Obdachlose in Hannover erfahren Sie im Artikel von Teresa Czanieka-Kufer: "Wie Sylwia Jasion das Problem der Obdachlosigkeit in Angriff nahm" https://poloniaviva.eu/index.php/pl/31-uncategorised/2601-jak-sylwia-jasion-rzucila-wyzwanie-problemowi-bezdomnosci-w-hanowerze

Wir erweitern die diesjährige Sammlung um "Osterkörbchen". (Süßigkeiten, Obst, Säfte) für ukrainische Kinder in unserer Stadt.

 

 

 

 

"In Hannover sind heute Morgen nur sehr wenige Menschen ausgestiegen", sagt ein DRK-Helfer aus Celle am Bahnhof Laatzen Messe. Seine Aufgabe ist es, den Flüchtlingen warme Getränke anzubieten. Im Moment macht er eine Pause vor dem nächsten Transport um 18 Uhr.

Der futuristische Bahnhof, der für die EXPO 2000 in Hannover gebaut wurde, ist leer. Eine Bodenreinigungsmaschine gleitet lautlos durch die riesige Halle. Und das ist im Moment das einzige Lebenszeichen. Welch ein Kontrast zu den Bildern von polnischen Bahnhöfen, zum Beispiel in Krakau oder Warschau. Seit Donnerstag, dem 10.03.22, kommen von dort täglich zwei Züge mit Flüchtlingen in Hannover an, die nach den vereinbarten Kontingenten auf ganz Deutschland verteilt werden.

Am selben Donnerstag kam am Morgen ein Bus mit 50 ukrainischen Frauen und Kindern aus der überfüllten Warschauer Expo in der niedersächsischen Landeshauptstadt an - in letzter Minute vor Einführung der Kontingentierung. Sie wurde von Freiwilligen aus Warschau, Berlin und Hannover "inoffiziell" übermittelt. Wir hätten jedoch nicht viel erreicht, wenn nicht Herr P. aus dem Rathaus den Transport unter Ausnutzung eines Schlupflochs in den Vorschriften akzeptiert hätte. In die Markthalle 27, in der die der Stadt Hannover zugewiesenen Flüchtlinge untergebracht sind, kommt man seit Donnerstag nur noch mit einer vom Land ausgestellten Einweisung. Alle Plätze waren innerhalb weniger Stunden belegt, und die Verwaltung sucht verzweifelt nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten.

Die Halle 27 ist die ständige Unterkunft für etwa 1.200 Menschen, hauptsächlich Frauen mit Kindern. Die ersten kamen Anfang März einzeln an. Sie leben in Zelten, die in "Siedlungen" aufgestellt sind. Die Halle verfügt über ein Restaurant, Toiletten, Duschen, Waschmöglichkeiten und einen Spielplatz. Die Stadt sucht nach Fernsehern und Computern, mindestens einen für jede Siedlung. Anfangs kursierten in den sozialen Medien täglich neue Sammelaufrufe: Kleidung, Lebensmittel, Hygieneartikel, Spielzeug, Hausschuhe, Plastikschuhe, Haartrockner und was einem sonst noch einfällt. Nachdem die Spenden die Halle überschwemmten, beschloss das DRK, diesen herzlichen Strom ein wenig zu kanalisieren - eine zentrale Liste mit Bedürfnissen wird erstellt. Derzeit sammeln wir Strick-, Häkel- und Garnsachen, um unsere Hände zu beschäftigen, und Kindergeschichten und Bücher auf Ukrainisch und Russisch, um unsere Köpfe zu beschäftigen.

Flüchtlinge, die mit dem Zug aus Polen in Hannover ankommen, können entweder in andere Regionen Deutschlands weiterreisen oder sich in der benachbarten Markthalle 13 für einen Aufenthalt in Niedersachsen anmelden. Dort können sie sich auch für einige Stunden oder Nächte ausruhen, bevor sie ihre Reise fortsetzen. Wenn der Transport mit etwa 700-800 Personen eintrifft, herrscht auf dem Bahnhof Laatzen Messe ein reges Treiben wie in einem Bienenstock. Rund 100 Freiwillige kümmern sich um die Neuankömmlinge - sie leiten sie zu den Ständen der Deutschen Bahn für kostenlose Fahrkarten, zu den wartenden Zügen, in die Halle 13, bieten warme Getränke an und versorgen sie mit Essenspaketen für die Weiterreise. Nach einem kurzzeitigen Sturm verfällt der Sender wieder in Lethargie.

Unerwartet taucht eine Gruppe von mehreren Personen auf. Es handelt sich um Flüchtlinge, die nach Wolfsburg geschickt wurden, wo es angeblich noch freie Stellen gibt. Nachdem sie die Nacht in Halle 13 verbracht haben, wollen sie ihre Reise auf eigene Faust fortsetzen. Man hat ihnen gesagt, dass sie am Bahnhof Freifahrscheine erhalten werden. Vergeblich suchen wir das Gebäude nach einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn oder gar einem Zettel mit Informationen ab. Schließlich setzten wir sie in die Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Sie können die Verkehrsmittel der Stadt Hannover kostenlos nutzen. "Da sollte wohl jemand auf der Hauptstrecke informiert sein", äußert ein hoffnungsvoller DRK-Helfer, der aus Celle herbeigeschleppt wird, und verabschiedet sich, um sich auf den abendlichen Transport vorzubereiten.

Grażyna Kamień-Söffker

Hannover - Bahnhof Laatzen Messe, 13.03.2022

 

In Berlin, einer Stadt mit Zehntausenden von Galerien, Museen und anderen Kunstzentren, gibt es das DDR-Museum. Es hat den Anschein, dass in Berlin bereits alles gemacht wurde und nichts Neues, Originelles oder Publikumswirksames mehr erfunden werden kann. Aber sie haben sich geirrt. Das DDR-Museum fand fast von Anfang an großen Anklang. Es war, als ob sie darauf gewartet hätten. Im ersten Jahr besuchten rund 250.000 Menschen die Website.
Es befindet sich an einer interessanten Stelle an der Spreepromenade, gegenüber dem evangelischen Dom. Es entstand aus einer Privatinitiative von Peter Kenzelmann aus Freiburg, der die Idee einigen Freunden und Beamten vorschlug. Kenzelmann hat in kurzer Zeit Objekte gesammelt, die die Atmosphäre "jener Zeit" widerspiegeln und deren spezifischen Charakter verstehen lassen. Schon am Eingang stößt man auf einen Trabant, das plastische Objekt der Begierde vieler Ostdeutscher. Die Wartezeit für dieses Wunderwerk betrug mehrere Jahre. Ein paar Meter weiter kann man auf originalen Kinosesseln sitzen und DDR-Filme anschauen. Erich Honecker lächelt über die Monitore. Mit Kopfhörern können Sie sich seine Reden anhören.

In den Museumsräumen wurde ein typischer Wohnblock mit Tapeten, Bodenbelägen und Möbeln und natürlich einem roten Telefon nachgebaut. Während der Führung können Sie sich auf das Sofa setzen, den Hörer abnehmen und so tun, als würden Sie ein Gespräch führen. Die Vitrinen zeigen den Alltag der Bewohner der DDR. Es gibt Platten von Rockbands, Kinderbücher und Fotos, die die einzigartige Liebe der Ostdeutschen zur Freikörperkultur zeigen.
Natürlich wäre es unvollständig, die DDR ohne das umfangreiche System der Überwachung ihrer Bürger und die Aktivitäten der ostdeutschen politischen Polizei, der Stasi, zu zeigen.
Die Bürger der DDR wurden ständig abgehört. Im Museum kann man belauscht werden und belauscht werden. Die Abhörgeräte zeichnen auf, was Sie sagen, wenn Sie im Wohnzimmer sind, aber Sie können hören, was die Leute im Wohnzimmer sagen, wenn Sie neben ihnen sitzen.

Und was sagen sie? Auf unterschiedliche Weise. Einige von ihnen schwelgen in Erinnerungen, kommentieren eine Sendung, die auf einem 70er-Jahre-Fernseher ausgestrahlt wird, der auf einer Schrankwand steht, oder lachen beim Öffnen von Schränken.

Über den Abhörgeräten in dem kleinen Raum hängt ein Porträt von Erich Honecker, dem ehemaligen Staatschef der DDR.
Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der Bürger in den neuen Bundesländern "eher positive" Assoziationen zur DDR haben. Eine ähnliche Nostalgie für die Volksrepublik Polen ist in Polen zu beobachten. Stilisierte Kneipen sind heute alltäglich. Einige ältere Menschen können sich jedoch immer noch nicht im Marktsystem zurechtfinden. Sie erinnern sich mit Tränen in den Augen an die Zeiten, als man ab 3 Uhr nachts einen Schinken kaufen musste, ein Farbfernseher vier Löhne kostete, Zigarettenkarten durch Karten für Süßigkeiten ersetzt wurden usw. Obwohl... wer weiß, ob wir nach den jüngsten tragischen Ereignissen nicht wieder dazu zurückkehren werden.
Leonard Paszek



Wo stehen wir dieser Tage in Deutschland in der erinnerungskulturellen Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs? Wie starr oder wie flexibel ist das kollektive Erinnern hierzulande? Wie sehr muss es z. B. vor dem Hintergrund des Überfalls von Russland auf die Ukraine neu diskutiert werden? Sind Brücken zwischen den beiden wichtigen erinnerungskulturellen Projekten – dem „Ort des Erinnerns und der Begegnung mit Polen“ und dem Dokumentationszentrum zur deutschen Besatzungsherrschaft in Europa – möglich oder notwendig?

Diese und weitere Fragen möchten wir mit unseren Gästen sowie mit Ihnen diskutieren. Das Gespräch ist der Auftakt der neuen DPI-Diskussionsreihe
„Impulse. Gespräche zur deutsch-polnischen Erinnerungskultur“.

Für die Diskussion haben wir die Kulturwissenschaftlerin und Erinnerungstheoretikerin Prof. Dr. Aleida Assmann und den Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Martin Aust gewinnen können. Durch die Veranstaltung führt der Direktor des Deutsches Polen-Instituts, Prof. Dr. Peter Oliver Loew.

Online-Diskussion Der Zweite Weltkrieg in Polen und Europa – wie heute daran erinnern? am Montag, 28. März, ab 18 Uhr

Anmeldung zum Webinar: https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_XrI9vk8ISMiwU9SPoU9e5A
oder
LIVE auf Facebook: https://www.facebook.com/deutschespoleninstitut

HINTERGRUND:

Im September 2021 wurde noch von der alten Bundesregierung das Konzept für einen „Ort des Erinnerns und der Begegnung mit Polen“ veröffentlicht, das einen der beiden wichtigen erinnerungskulturellen Beschlüsse des Deutschen Bundestags zum Zweiten Weltkrieg aus dem Oktober 2020 aufgreift. Die Veröffentlichung eines Konzepts für das Dokumentationszentrum für die deutsche Besatzungsherrschaft in Europa steht bisher noch aus. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung befand beide Projekte als gleichermaßen unterstützenswert. Mit beiden Projekten wird sich wohl auch der Deutsche Bundestag wieder befassen.

Mit besten Grüßen
Dr. Andrzej Kaluza

Der Krieg, der in der Ukraine stattfindet, betrifft die ganze Welt. Vor allem die Polen verspürten jedoch sofort nach dem Ausbruch der Krise einen Solidaritätsimpuls und begannen, Spenden zu organisieren und Flüchtlinge aufzunehmen.

Auch die in Deutschland lebenden Polen konnten dem Unrecht, das fast vor ihren Augen geschah, nicht gleichgültig gegenüberstehen. Bereits am dritten Tag des Krieges riefen Beata Mazurek und eine Gruppe von Freunden zu einer Sammlung von Geschenken auf, die für das Überleben der Flüchtlinge, die in so großer Zahl nach Polen kamen, notwendig waren. Das Ergebnis übertraf ihre kühnsten Erwartungen.

In 20 nordrhein-westfälischen Städten wurden an verschiedenen, den Polen bekannten Orten Geschenke gesammelt und dann mit Bussen und Lastwagen zu einem privaten Grundstück in Gelsenkirchen gebracht, das Wojtek Pawłowski zur Verfügung gestellt hatte. Dort wurde alles kontrolliert, neu verpackt und sortiert und dann auf riesige Lastwagen der Firma "Drutex" verladen. Auf diese Weise wurden innerhalb von 10 Tagen 4 Lastwagen beladen, die u. a. nach Stettin, Jaros³aw und Warschau transportiert wurden. Weitere Lkw stehen in der Warteschlange.

An der Aktion beteiligte sich eine große Zahl polnischer Freiwilliger, Menschen guten Willens, die nach ihrer Arbeit spontan kamen und beim Verladen halfen. Wenn man sie nach ihren Motiven fragt, antworten sie einfach, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: "Wir müssen helfen".

Leonard Paszek

Foto: Robert Widera

Dietmar Nietan wurde von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zum Koordinator für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Sozial- und Grenzbereich ernannt.

Der neue Koordinator kommentierte: "Das ist eine große Ehre für mich! Das Bundeskabinett hat mich heute zum Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit ernannt. Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr, diese Aufgabe zu übernehmen".

Dieses Büro gibt es bereits seit 2004. Die Aufgabe des Koordinators für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist es, für gute Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen zu sorgen. Diese Aufgabe haben vor mir bereits Prof. Gesine Schwan (2004-2009), Staatsministerin a.D. Cornelia Pieper (2009-2013) und Brandenburgs Minister Dietmar Woidke (2014-2022) wahrgenommen.

Ob es um die Arbeitnehmer geht, die täglich über die Grenze pendeln, um die Zusammenarbeit in den Grenzregionen, um bessere Bahnverbindungen, um Zweisprachigkeit, um gemeinsame wirtschaftliche und kulturelle Projekte und vieles mehr: Der Koordinator deutsch-polnischer Interessen rund um die Grenzkooperation hat Vorschläge für die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit erarbeitet und vertieft. Wie meine Vorgänger will ich mich für das Verständnis und das Vertrauen auf beiden Seiten der Grenze einsetzen.

Die Zivilgesellschaft liegt mir besonders am Herzen, denn die Kontakte zwischen den Menschen machen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern lebendig. Aus meiner Funktion als Bundesvorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaften weiß ich, mit welchem Enthusiasmus sich unzählige Menschen im Ausland unermüdlich für das deutsch-polnische Deutschland engagieren und die Polen sind in vielerlei Hinsicht verbunden und haben schon viel gemeinsam aufgebaut! Dieses große Engagement möchte ich auch im neuen Amt unterstützen.

In den letzten Tagen haben sich ganz neue und gewaltige Herausforderungen ergeben: Unser Nachbarland Polen hat bereits wenige Tage nach Ausbruch des russischen Krieges gegen die Ukraine mehr als eine Million ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Jeden Tag werden es mehr sein. Hier ist unsere Solidarität als Nachbarn und als Europäer gefragt, hier werden wir noch enger zusammenrücken.

Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich und wünschen Ihnen viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit mit Ihren polnischen Partnern!

https://www.auswaertiges-amt.de/.../deutsch-polnische...

Redaktion Polonia Viva

 

Polen-Quartett #5 - Der Krieg als „Zeitenwende“? Polens Blick auf die neue deutsche Sicherheitspolitik nach Russlands Angriff auf die Ukraine -  online 17. März 14:00 Uhr.

„Wir erleben eine Zeitwende“ – mit diesen Worten hat der Bundeskanzler Olaf Scholz die Zäsur für Deutschland bezeichnet, die der russische Angriff auf die Ukraine markiert. Die deutsche Sicherheitspolitik sowie die Politik gegenüber Russland haben eine 180-Grad-Umkehr erlebt. Diese Entwicklung wurde von vielen Experten:innen und Politiker:innen in Polen sehr begrüßt. Nach einigen Tagen hört man nun aber auch kritische Stimmen und Zweifel, ob der Wandel von Dauer sein und der Zustand der Bundeswehr es erlauben wird, NATO-Partner wie Polen im Notfall zu unterstützen. Ähnliche Fragen vernimmt man in Polen jedoch auch in Bezug auf den Zustand der eigenen Armee. Auch bei der Frage nach weiteren Sanktionen der EU-Mitgliedstaaten gegenüber Russland, etwa eine Importembargo für Öl und Gas, gehen deutsche und polnische Ansichten auseinander.
 
-    Wie schätzen die Polen die deutsche Politik gegenüber Russland ein?
-    Was macht die polnische Regierung im Bereich Sicherheit, um die Ukraine zu unterstützen?
-    Wie groß ist die polnische Bereitschaft weitere Sanktionen gegenüber Russland zu beschließen? 
-    Welche Folgen werden die Sanktionen gegen Russland für die Energiesicherheit Polens, Deutschlands und der Europäischen Union haben?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir in unserer DPI-Reihe „Polen-Quartett. Ein Thema, vier Personen“. Während der Debatte werden die neuesten Ergebnisse des Deutsch-Polnischen Barometers 2022 präsentiert, die sich mit genau diesen Fragen befassen. Die repräsentative Umfrage wurde vor dem Kriegsausbruch durchgeführt und einige Tage danach wiederholt.

Es werden diskutieren:
Dr. Ireneusz Bil, Direktor der Aleksander-Kwaśniewski-Stiftung Amicus Europae, Warschau
Justyna Gotkowska, Koordinatorin des Programms Regionale Sicherheit, Zentrum für Oststudien, Warschau
Dr. Agnieszka Łada-Konefał, stv. Direktorin des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt/Warschau
Bastian Sendhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Polen-Instituts, Büro Berlin

Teilnahme auf Zoom: (Registrierung notwendig) https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_8UN2IcEEThSl35UhmZ6ACA
Live auf Facebook: www.facebook.com/deutschespoleninstitut

Mit besten Grüßen
Dr. Andrzej Kaluza

www.deutsches-polen-institut.de
www.facebook.com/deutschespoleninstitut

Erzieht ihr die Kinder zwei- oder mehrsprachig? Seid ihr auf der Suche nach Informationen und Tipps, wie man es effektiv und mit Spaß machen kann? Möchtet Ihr die Motivation eurer Kinder stärken?
Dann seid ihr hier richtig! Das Seminar ist für Euch!

Unsere Expertin für Mehrsprachigkeit, Paulina Buttkus, gibt Orientierung und beantwortet eure Fragen!
______________________
🔵 Seminar auf Polnisch (bei Bedarf Deutsch)
🔵 Anmeldung zur Teilnahme ist erforderlich:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Seminare sind kostenlos und können einzeln gebucht werden. Ihr seid bei allen herzlich willkommen!

Seid dabei! Wir freuen uns auf Euch!
 

am Sa., 12.03.2022 um 10.00 | ONLINE  

Hier ist der Link:
Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/84755339029?pwd=SWppcmt3UjJHOFlqbUNxcVAyb1JlQT09
Meeting-ID: 847 5533 9029
Kenncode: 565023

Das Projekt "Gelebte Mehrsprachigkeit" 2022 wird aus Mitteln des bezirklichen Integrationsfonds des Bezirks Pankow gefördert . Der Integrationsfonds ist eine Maßnahme des Gesamtkonzepts zur Integration und Partizipation Geflüchteter des Senats von Berlin.

Wir freuen uns auf diese Vormittage mit Euch!

Paulina Buttkus & das Team "Gelebte Mehrsprachigkeit"

SprachCafé Polnisch e.V.
sprachcafe-polnisch.org
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+ 49 (0)160 9968 0059
Schulzestraße 1
13187 Berlin

Wir laden Sie herzlich zu einem Treffen mit dem neuen Buch von Monika Szymanik ein: "Kindheit 1935–1949". Die Autorin des Buches ist Christel Schubert (1935–2019), eine Vorkriegsbewohnerin eines repräsentativen Mietshauses in der Święty-Wojciech-Straße 1 (ehemalige Karkutschstraße) in Szczecin. Bei dem Gespräch über das Leben eines kleinen Mädchens während des 2. Weltkrieges kommen wir unausweislich auch an den aktuellen Krieg - den Putins gegen Ukraina, der, wie auch der Krieg damals, nicht nur den Soldaten gilt, sondern allen: Kindern, Frauen, Alten, Kranken.

Moderation: Ewa Maria Slaska
Technische Unterstützung: Michał Kamiński

Seid dabei! Zapraszamy!

am 18.03.2022 um 19.00
im SprachCafé in der Schulzestr. 1
13187 Berlin, direkt am S-Bhf Wollankstr.
sowie ONLINE

Der Link ist hier:
https://us02web.zoom.us/j/82856565887?pwd=dFFiSkxvWENkOHJwOWlTNm0rSERLZz09
Meeting-ID: 828 5656 5887
Kenncode: 920912

Mit dieser Veranstaltung startet ein neuer literarischer Zyklus: "Wir - SprachCafé Polnisch & ewamaria.blog". A jedem 3. Freitag im Monat.
Seid dabei! 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Projekte „SprachCafé 2.0"- FEIN-Pilotprojekt, NEUSTART 2 sowie "Seit 10 Jahren zusammen" statt - mit Unterstützung des Bezirksamtes Pankow, des Senats von Berlin, der Soziokultur sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Eintritt frei. Freiwillige Spenden für Vereinszwecke sind willkommen!

Es gelten die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet), FFP2-Maske oder Abstand: https://sprachcafe-polnisch.org/

Wir freuen uns auf diesen literarischen Abend mit Erinnerungen & mit Euch!

Monika Szymanik, die Drei & das Team SprachCafé Polnisch e.V.
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13187 Berlin

 

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, Wir laden unsere Zuhörer zum Vortrag ein: 11. März 2022 um 18.00 Uhr.

Dr. Łukasz Goczek ist Professor am Lehrstuhl für Makroökonomie und Außenhandelstheorie im 
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Warschau. Er war Stipendiat des 
Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen in der Kategorie Herausragende Junge 
Forscher, Verfasser mehrerer dutzend internationaler Publikationen sowie Projektleiter von 20 
Forschungsprojekten. Łukasz Goczek lehrt Ökonomie und Ökonometrie auf allen Bildungsstufen einschließlich der Promotion und ist geschätzter Didaktiker. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Wirtschaftsentwicklung und Geldmarktpolitik.

In dem Vortrag wird von den Auswirkungen der Pandemie COVID-19 auf die Wirtschaft die Rede sein. Die millionenfach identifizierten Covid-19-Fälle bedeuten Millionen Erkrankte oder in ihren vierWänden während der Pandemie Eingeschlossene. Damit gehen Störungen im Geschäftsleben bzw. im Wirtschaftssektor einher.
Darüber hinaus wählte ein Teil der Gesellschaft aus Angst vor dem 
Virus, das offiziell fünf Millionen Opfer weltweit forderte, die Option, zu Hause zu bleiben. Die 
Firmen wurden geschlossen und wieder geöffnet – je nach eingeführten hygienischen 
Einschränkungen hatten sie mit Personalmängeln zu kämpfen. Einen Schaden hat auch das 
Bildungssystem davongetragen. 
Die Auswirkungen sind allerdings ungleich verteilt. Wer von zu Hause aus arbeiten kann, befindet sich in einer anderen Lage als jemand, der keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub hat und die Arbeit
persönlich ausführen muss, insbesondere wenn er zum Wirtschaftssektor gehört, der von den 
Maßnahmen betroffen ist. Störungen in der Geschäftstätigkeit der Firmen hingen auch davon ab, was mit den Mitarbeitern und den Kunden geschah, sowie davon, wie die Preise infolge der 
unterbrochenen Lieferketten anstiegen. Nicht zuletzt haben die einzelnen Länder eine radikal 
unterschiedliche Vorgehensweise an die Pandemie gewählt, und das stark voneinander 
abweichende Niveau der Bevölkerungsschutzimpfung in den jeweiligen Ländern wirkte sich auf sehrunterschiedliche Weise auf die Gesundheitssysteme und die Sterberate infolge der Krankheit aus.

Link zur Registrierung im ZOOM-Meeting
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_CGF9VQtvTg28M7E2bsZ27A

Mit Simultanübersetzung ins Deutsche
www.UTP.berlin

Mit herzlichen Grüßen,
Der Programmbeirat der UDG

 

Współfinansowane przez/Gefördert durch:

In diesem Jahr wird der Internationale Frauentag zum 111. Mal begangen. Was für eine Zahl! Seitdem Frauen begonnen haben, um ihre Rechte zu kämpfen, ist viel geschehen. Wir leben in einer liberalen Gesellschaft – trotzdem gibt es noch genügend blinde Flecken, gibt es noch Ungleichbehandlung in vielen Bereichen.
Aber ist ein Emanzipationsprozess einmal angestoßen worden, hat er die Tendenz und das Potenzial immer weiter zu führen – auch über die ursprünglich gesetzten Ziele hinaus.  Wenn wir uns außerhalb der „Box“ begeben, finden wir weitere Türen vor, die wir öffnen, Privilegien, die wir in Frage stellen, für unumstößlich gehaltenen Prinzipien, die wir in Zweifel ziehen müssen.   

Wir stellen Euch Texte unserer Autorinnen in Deutsch und/oder Polnisch vor, Texte über alltägliche Gedanken, Empfindungen, Begegnungen und solche, die über den Alltag hinaus weisen.

Unsere Autorinnen kennen sich vom SprachCafé Polnisch, schreiben miteinander und tauschen sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen, über ihre Träume und über den Prozess des Schreibens aus.
Sie haben unterschiedliche Hintergründe und befinden sich in unterschiedlichen Lebenssituationen, aber sie feiern ihre Gemeinsamkeit, sich schreibend mit der Welt in ihren Herkunftssprachen auseinanderzusetzen.
Wir wollen Euch an dieser Feier teilhaben lassen und sind für Gespräche, Feedbacks und andere Beiträge offen! 
Seid dabei, gern bei einem Glas Wein/Sekt – sollte das die aktuelle Situation zulassen – oder digital!

Ihre Gedichte lesen:
Babette Dü̱bel
Ricarda Fait
Corola Gehrke
Agata Koch
małgo rosa
Sibille Roth

"Frauengedichte zum Frauentage" findet im SprachCafé schon zum zweiten Mal statt.

Moderation: Malgo und Sibille
Technische Unterstützung: Michał

Seid dabei! Zapraszamy!


am 08.03.2022 um 19.00
im Café in der Schulzestr. 1
13187 Berlin, direkt am S-Bhf Wollankstr.
sowie ONLINE


Der Link ist hier:
https://us02web.zoom.us/j/88093539204?pwd=VXZDWVh2VGhSUW9qcVM3SUlZQWd6Zz09
Meeting-ID: 880 9353 9204
Kenncode: 922187

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Projekte „SprachCafé 2.0"- FEIN-Pilotprojekt, NEUSTART 2 sowie "Seit 10 Jahren zusammen" statt - mit Unterstützung des Bezirksamtes Pankow, des Senats von Berlin, der Soziokultur sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Wir freuen uns auf diesen lyrischen Abend mit Euch!

Die Dichterinnen & das Team SprachCafé Polnisch e.V.
sprachcafe-polnisch.org
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+ 49 (0)160 9968 0059
Schulzestraße 1
13187 Berlin

Wer denkt noch daran, einer Frau am 8. März eine Blume oder ein kleines Geschenk zu machen? Mit immer weniger Herren gehört der Internationale Frauentag langsam der Vergangenheit an. In den Betrieben gibt es keinen Sozialfonds mehr, aus dem früher Pakete für Frauen bezahlt wurden, die Strumpfhosen, eine Packung Selekt-Kaffee und eine Nelke enthielten. Nach der Übergabe von Geschenken und Erfrischungen am Arbeitsplatz tranken die Männer gewöhnlich bis zum Abend auf das Wohl der Frauen, während die Frauen nach Hause gingen, um das Abendessen zu kochen. In den letzten Jahren haben die Frauen die Sache selbst in die Hand genommen und veranstalten an diesem Tag ihre eigenen Partys oder "Ladies' Nights".

Die Ursprünge dieses Feiertags sind jedoch untrennbar mit dem Kampf der Frauen um soziale Rechte verbunden und stammen aus Amerika. Die erste Feier zum Nationalen Frauentag fand am 28. Februar 1909 in den Vereinigten Staaten statt. Sie wurde von der Socialist Party of America initiiert. Im Jahr 1910 führte die Sozialistische Internationale in Kopenhagen einen weltweiten Frauentag ein, um die Rechte der Frauen zu fördern. In Deutschland wurde der Frauentag zum ersten Mal 1911 gefeiert. Sie forderten das Wahlrecht für Frauen und das Recht, öffentliche Ämter zu bekleiden, sowie das Recht der Frauen auf Arbeit und Berufsausbildung. Nach der Oktoberrevolution überzeugte die bolschewistische Frauenrechtlerin Aleksandra Kolontai Lenin davon, den 8. März zum offiziellen Feiertag in Russland zu machen. 1965 wurde der Internationale Frauentag durch einen Erlass des Präsidiums der UdSSR als Feiertag eingeführt, um die Verdienste der sowjetischen Frauen beim Aufbau des Kommunismus zu würdigen.

In Polen war dieser Feiertag in der Zeit des Kommunismus sehr beliebt. Anlässlich dieses Tages wurden Porträts von Frauen aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens veröffentlicht. Natürlich gab es auch Propagandasprüche.

Auch in unserer polnischen Gemeinschaft gibt es eine Menge Schauspielerinnen. Einige von ihnen werden im Folgenden vorgestellt.

Iwona Pawlenka, diplomierte Hebamme und Krankenschwester. Sie lebt seit 23 Jahren in Deutschland und ist neben ihrer beruflichen Tätigkeit Kräuterkundige und Hexendoktorin. Sie interessiert sich für Naturheilkunde, Esoterik und spirituelle Entwicklung. Sie sammelt gerne Kräuter und Pilze.

Katarzyna Winkel ist 40 Jahre alt. Sie zieht 3 Kinder allein auf. Wenn sie mit ihren Kindern allein war, brach ihre Welt eine Zeit lang zusammen. Es schien ihr, dass sie nicht in der Lage sein würde, ihre drei Kinder und sich selbst zu ernähren. Niemand wollte eine Mutter von drei Kindern einstellen. Also nahm sie Gelegenheitsjobs an. Einmal ließ sie einen Luftballon mit einer daran befestigten Grußkarte steigen. Nach einiger Zeit erhielt sie einen Anruf von einer Fernsehfrau, die sie bat, an einem Projekt des bekannten Kochs Frank Rosin teilzunehmen. Und so begann Kasia in der Fernsehsendung. Danach machte sie eine Lehre in einem renommierten Restaurant und das Kochen wurde zu ihrer Leidenschaft. Abgesehen davon übt sie jeden Tag zu den Klängen von Metallica

Agnieszka Radola trainierte schon als Kind das Schwimmen und nahm im Alter von 15 Jahren an einem Staffellauf teil, bei dem sie den Ärmelkanal durchschwamm (oder schwamm sie?). Die gesamte Überfahrt dauerte 10 Stunden und stellte damit einen Guinness-Weltrekord auf, der bis heute ungeschlagen ist. Es war 1993 und sie lebt in Essen und spielt im Theater "Danzig" in Oberhausen.

Anna Mrzygłód, Künstlerin, Bildhauerin, Malerin und Mutter von "voll time". Schafft großformatige Skulpturen und räumliche Gemälde. Die Künstlerin "ohne inneres Gleichgewicht, ständig mit einem rastlosen Geist, verstrickt in einem ständigen Versuch, die ideale Utopie zu verwirklichen, die sie mehr oder weniger erfolgreich in ihren Skulpturen zeigt. In meinen Arbeiten greife ich das Thema der Identifikation auf. Vor allem, wenn es um die Identifizierung des Geschlechts geht. Sie beschäftigt sich mit dem Bereich der Psyche und den Motiven, die hinter den Gefühlen der Geschlechtsinkonformität stehen.

Barbara Plato wurde 1938 geboren. Sie ist ausgebildete Juristin. Im Jahr 1986 kam sie mit ihren beiden Töchtern nach Deutschland. Der unaufhaltsame Lauf der Zeit, ihre Reflexionen über ihr Schicksal, ihre Beobachtungen des Lebens und der Natur sowie ihre Sehnsucht inspirierten sie zum Schreiben von Gedichten. Sie lebt in Essen.

Text: Leonard Paszek

Fotos: Robert Widera

 

Der Konvent Polnischer Organisationen in Deutschland protestiert entschieden gegen den illegalen, brutalen, militärischen Angriff der Russischen Föderation auf die souveräne Ukraine und fordert ein sofortiges Ende der Kriegshandlungen und den Abzug der russischen Truppen aus der unabhängigen und demokratischen Ukraine.

Wir bringen unsere volle Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck, das die Unabhängigkeit seines Staates verteidigt.

Wir rufen die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen auf, der Ukraine sowohl militärisch als auch in humanitärer Hinsicht größtmögliche Unterstützung zu gewähren und alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Frieden so bald wie möglich zu wiederzustellen.

Wir appellieren an die Mitgliedsorganisationen des Konvents polnischer Organisationen in Deutschland und an die breite Masse der deutschen Polonia, sich an der Hilfe für die Bewohner der Ukraine, einschließlich der großen Zahl der dort lebenden Polen, zu beteiligen. Lassen Sie uns ihnen unsere Solidarität zeigen!

Wenn Sie die Bedürftigen in der Ukraine unterstützen möchten, schließen Sie sich bitte den bereits laufenden Kampagnen an, z. B. über den:

Polnischen Rat - Landesverband in Berlin (https://www.polskarada-berlin.de) oder

den Polnischen Schulverein "Oświata" (https://oswiataberlin.de).

Konvent Polnischer Organisationen in Deutschland e.V.

www.konwent.de

Berlin 27.02.2022

 

Die Europäische Union Polnischer Gemeinschaften (EUWP) protestiert entschieden gegen den illegalen und unprovozierten Einmarsch ausländischer Truppen in die Ukraine, die wie jeder unabhängige Staat das Recht auf die Unversehrtheit ihres Territoriums und das Recht hat, über das Schicksal ihrer Bürger zu entscheiden.

Krieg ist die schlechteste Lösung für internationale Probleme, und Propagandalügen können das Ausmaß der Zerstörung und die Tausenden von ukrainischen und russischen Opfern nicht verbergen. Wir fordern daher eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und den Abzug der ausländischen Truppen aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet.

Wir bringen unsere volle Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck, das für die Unabhängigkeit seines Landes kämpft. Wir werden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bemühen, allen Opfern dieses Krieges Hilfe zu leisten.

Wir versichern unseren in der Ukraine lebenden Landsleuten erneut unsere Solidarität und beteiligen uns an der von der Vereinigung "Polnische Gemeinschaft" organisierten Kampagne zu ihrer Unterstützung.

Sekretariat
der Europäischen Union Polnischer Gemeinschaften (EUWP) 
24. Februar 2022

www.euwp.eu

 

Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache laden wir Sie zur Online-Diskussion am 21.02.2022 um 19.00 Uhr ein: Herkunftssprachen in der EU: Förderung oder Diskriminierung? Eine Diskussionsrunde aus gegebenem Anlass.

Zoom-Meeting: https://us02web.zoom.us/j/81603879776?pwd=VjIxVWUzZE1qdzBoakVwNXQ5V2N0dz09

LIVE: https://www.facebook.com/Polnisches-Bundesnetzwerk-Partizipation-und-Soziales-1173811562711569/events

In einer Europäischen Union, die das Motto „In Vielfalt geeint“ verbindet, sind Sprachen unmittelbarer Ausdruck kultureller Identität. Die sprachliche Vielfalt stellt einen Grundwert der Europäischen Union dar. Gemäß Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union achtet die Union „den Reichtum ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt“ (Charta der Grundrechte der EU).

Wie sieht das Bestreben in den einzelnen Mitgliedstaaten aus? 

Welche aktuellen Entwicklungen lassen sich in der EU in Bezug auf die Möglichkeiten zum Erlernen der Sprache des Heimatlandes beobachten und wie verhält es sich mit dem Erlernen der polnischen Sprache in Deutschland und dem Erlernen der deutschen Sprache in Polen?

In 15 Ländern Europas sprechen Menschen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren zu 80 % mindestens eine andere Sprache. Deutschland belegt in dieser Statistik den 18ten Platz (Eurostat 2016) und in Polen wurden vor kurzer Zeit 40 Millionen Zloty für die Förderung der deutschen Sprache durch das polnische Bildungsministerium gestrichen.

Kann das Erlernen der Sprache des Herkunftslandes von den Herkunftsländern instrumentalisiert werden? Und wenn ja, wie? Kann es zu prekärer Beschäftigung und Lohndiskriminierung von Lehrer*innen der Herkunftssprachen kommen?

In der Diskussion werden wir auf aktuelle Entwicklungen in der EU aufmerksam machen, die tendenziell zur Vertiefung der bereits bestehenden Diskriminierungen von EU-Bürgern*innen innerhalb der Mitgliedstaaten führen können.

Organisatoren:

Polnisches Bundesnetzwerk Partizipation und Soziales „PartOfEurope“

EUMigra Fach-und Servicestelle EU-Migration Sachsen-Anhalt

Info-Forum-Polregio in NRW

Polnischer Sozialrat e.V.

PROGRAMM

Die Pandemie konnte den Enthusiasmus der diesjährigen Freiwilligen des Großen Orchesters der Weihnachts-Hilfe nicht bremsen. Begleitet von großer Freude in 9 Zentralen in Deutschland seit Dezember, fanden die Vorbereitungen für das 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachts-Hilfe in diesem Jahr am 30. Januar statt. Das gesamte Geld aus der diesjährigen Sammlung wird für die Anschaffung von Geräten für die augenärztlichen Stationen von Kindern verwendet. Leider waren die Freiwilligen aufgrund von Beschränkungen wieder einmal gezwungen, in den "Untergrund" zu gehen und das Finale online durchzuführen. Dies hinderte die Freiwilligen jedoch nicht daran, einen beträchtlichen Geldbetrag zu sammeln. Seit Anfang Januar wurden Auktionen in Whatsapp-Gruppen und über andere Kommunikationsmittel durchgeführt.

Trotz dieser begrenzten Möglichkeiten war die Großzügigkeit der Menschen enorm. Eine Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Oberhausen führte täglich mehrere Online-Auktionen durch. Unter anderem wurde eine zweistündige Fahrt in einem Fiat 126p für 270 Euro versteigert. Die polnische Bruderschaft der ausländischen Motorradfahrer enttäuschte nicht und lud dieses Jahr mehrere Personen ein, an einer Reise in Begleitung von Mitgliedern der Bruderschaft teilzunehmen. Die Versteigerung brachte fast 1.000 € in die Kasse des WOŚP.

Am Tag des Finales fand traditionell eine mehrstündige Party im Restaurant "Gdańska" statt, zu der die PolTon-Band ihre Musikfreunde einlud. Traditionell wurde in diesem Jahr ein Gemälde von Peter Smolka, der WOŚP seit 20 Jahren unterstützt, versteigert. Dieses Jahr malte er ein Porträt von Audrey Hepburn, das für 2.600 € versteigert wurde. Darüber hinaus wurden während der Fahrradrallye und bei Ausflügen Dosen gesammelt. Diese Hybrid-Spendenaktion brachte eine Bagatelle ein... 30.000 €, die vollständig für das 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachts-Hilfe verwendet werden.

Auch in anderen deutschen Hauptquartieren stand viel auf dem Spiel... die Gesundheit der Kinder, die in polnischen Krankenhäusern behandelt wurden.

Beim Finale in Hannover kamen insgesamt 15.725 zusammen. Die Perle des diesjährigen Finales war die Versteigerung eines vom polnischen SuperMoto GP-Champion Denis Hadrysiak gestifteten Motorrads, die 6.800 einbrachte.

Auch das Finale fand wieder in München statt. Sie wurde von der Pfadfindergruppe am Beratungspunkt der Schule organisiert. Insgesamt wurden 19.192 Euro in stationären und virtuellen Sammelboxen gesammelt.

Die Münsteraner, die auch gutherzige Menschen aus Gelsenkirchen, Bielefeld und die Walrossgruppe Hartusy aus Niedersachsen zusammenbringen konnten, sammelten 13.020 €. Wie im letzten Jahr warben sie auch in diesem Jahr für das "GOCC auf Rädern", das zu verschiedenen Orten und einem gemeinsamen Bad in einem eisigen See pendelte.

Beim diesjährigen Finale spielte die Mannschaft von Darmstadt-Frankfurt 8 Stunden lang online. Es gab viele Attraktionen, Konzerte, Interviews und Verbindungen zu anderen Stäben. Das Tüpfelchen auf dem i waren die Konzerte zahlreicher Künstler: Michał Wiśniewski, Xawery und Ania Świątczak. Auch ein Abendessen mit Michał Wiśniewski wurde für 1750 € versteigert. Maciej Orłoś war ein besonderer Gast. Der gesammelte Betrag belief sich auf über 36.000 €.

Darüber hinaus sammelten Ostringen 11.238 €, Troisdof-Bonn 13.976 €, Wuppertal 18.768 € und Berlin 14.900 €. Insgesamt kamen so 173.000 € zusammen.

Dies ist ein Betrag, mit dem niemand gerechnet hat. Wieder einmal hat die polnische Gemeinschaft in Deutschland ihre Großzügigkeit unter Beweis gestellt, wofür ich mich als einer von mehreren tausend Freiwilligen herzlich bedanke, Siema!!!

Text: Leonard Paszek

Fotos: Robert Siera

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages (27. Januar) erinnerte Berlin im Willy-Brandt-Haus an die Fotoausstellung "Auschwitz - Ein Ort dieser Erde: Das Auschwitz-Album", die in Kooperation mit der Botschaft von Israel und in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Yad Vashem Institut entstand. Die Fotos dokumentieren den Prozess der Deportation von Juden in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, beginnend mit der Selektion, der Beschlagnahmung des Eigentums und der Vorbereitung der Massenexekution. Die Fotografien zeigen, wie die Nazis die Juden während der Vernichtungsaktionen und der Einweisung in das Lager mit raffinierter Grausamkeit behandelten. Das nationalsozialistische Deutschland ermordete 6 Millionen jüdische Männer, Frauen und Kinder, davon über eine Million in Auschwitz-Birkenau, dem größten Konzentrationslager in Europa.

Dieses einzigartige Dokument der verbrecherischen Maschinerie wurde dem Museum Yad Vashem von Lilly Jacob Zelamanovic Meier übergeben, die als Achtjährige mit ihrer Familie aus Ungarn in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurde. Sie war die einzige Überlebende ihrer Familie, die bei der Befreiung des Lagers in einer der Baracken das Fotoalbum "Auschwitz - Album" fand, das heute als eine der wichtigsten Quellen zu Auschwitz gilt.

Auf allen Fotos steht: "Memento mori"!

Die Ausstellung ist bis zum 24.04.2022 geöffnet,  in Willy Brandt Haus, Stressemannstr. 28, Berlin - Kreuzberg 

 

Es ist etwas Schreckliches passiert... Ungerechtigkeit wurde im Namen der Ungerechtigkeit eingesetzt. Es begann mit der Vertreibung polnischer Strukturen, der polnischen Sprache und der polnischen Infrastruktur durch Görings Erlass vom 27. Februar 1940. Die damit verbundenen ungeheuerlichen Zerstörungen, die unrechtmäßige Beschlagnahmung von Eigentum der polnischen Minderheit während des Zweiten Weltkriegs und die Ermordung von Aktivisten der polnischen Minderheit in Deutschland sind bis heute im deutschen Bild des Zweiten Weltkriegs nicht reflektiert und nicht ausreichend entschädigt worden. Diese Ungerechtigkeit bestimmt den Charakter der Aktivitäten der Bund der Polen im Zeichen von „Rodło“, einer der wenigen Organisationen, die von der Kanzlei des Ministerpräsidenten als Vertreter der polnischen Gemeinschaft in Deutschland in Gesprächen mit der polnischen Regierung anerkannt werden. Dies entspricht auch der Politik der Partei (PiS) Recht und Gerechtigkeit, die bekanntlich nicht ruhen wird, bis sie Kriegsreparationen erhält. Aber es wird sie nicht erhalten, schon gar nicht jetzt, denn das würde bedeuten, dass Deutschland für das derzeitige Regime, das es selbst kritisiert, bezahlen würde. 

Aufteilung der Haut des Bären

Das Argument, dass die polnische Sprache in Deutschland nicht ausreichend finanziert wird, wurde von Mitgliedern von Recht und Gerechtigkeit und Solidarna Polska in ihrem Kampf gegen Deutschland verwendet, anstatt sich mit ihnen an den Runden Tisch zu setzen. Bei ihren Gefechten mit den Deutschen griffen sie polnische Aktivisten der Bund der Polen „Rodło“ an.

Die polnische Seite (Parlament und Bildungsministerium) und die regierungsfreundlichen polnischen Organisationen in Deutschland griffen selbst zur Justiz. Die Botschaft war klar: Die der deutschen Minderheit entzogenen Mittel sollen zur Finanzierung der polnischen Sprache in Deutschland verwendet werden.

Die Tatsache, dass die Mittel für den Deutschunterricht der deutschen Minderheit in der Region Opole (Oppeln) entzogen wurden, einem Gebiet, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg das Bund der Polen „Rodło“ die meisten Mitglieder hatte, macht die Sache noch pikanter.

Im Jahr 2016 wurde eine Vereinbarung zwischen der Bund der Polen in Deutschland im Zeichen von "Rodło", der Polnischen Bildungsgesellschaft „Polska Maciez Szkolna“, dem Polnischen Kongress und dem Christlichen Zentrum geschlossen. Sie erhielten Mittel für den Unterricht der polnischen Sprache in Deutschland. Diese Gelder wurden an katholische Pfarreien und deren Mitgliedsorganisationen verteilt, von denen nicht alle über Projekterfahrung verfügten. Diese Organisationen werden wahrscheinlich auch Gelder von der deutschen Minderheit erhalten, zumindest laut Janusz Kowalski, der zusammen mit einer Delegation von Vertretern dieser Organisationen am 3. Februar 2022 bereits mit dem Minister für nationale Bildung über die Verteilung dieser Gelder gesprochen hat. Und sie teilten das Fell des Bären.

Das ist nicht der Weg

Dies ist jedoch nicht der richtige Weg. Die polnische Seite hat immer noch nicht verstanden, dass die Bildungsministerien der einzelnen Bundesländer für den Polnischunterricht in Deutschland zuständig sind. Und dass die Ständige Konferenz der Kultusminister in Deutschland ein Forum für sie ist, und dass, um Mittel für den Polnischunterricht zu erhalten, Lobbyarbeit in den einzelnen Bundesländern notwendig ist. Und vor allem, dass in einigen dieser Bundesländer bereits fortschrittliche Initiativen der Polonia diese Lobbyarbeit leisten und das Vorgehen der polnischen Regierung kontraproduktiv für ihre Bemühungen sein kann. Und dass an vielen Orten, wie in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die deutsche öffentliche Verwaltung bereits in dieser Hinsicht aktiv ist.

In einer Entscheidung hat die Bildungsminister zwei abscheuliche Dinge untergebracht: die eklatante Diskriminierung der deutschen Minderheit und die Ernennung der deutschen Polonia zu einer potenziellen Komplizin, einer Mittäter bei dieser ungerechten Tat.

Die Verteilung der von der deutschen Minderheit in Polen eingenommenen Gelder an die polnischen Organisationen in Deutschland bringt diese in eine zwiespältige Lage, denn sie haben die Wahl: Entweder sie geben das Geld aus, das mit den Tränen der Kinder der deutschen Minderheit gezeichnet ist, oder sie sind undankbar und verzichten auf die Möglichkeit, die Sprache ihres geliebten Heimatlandes zu lernen.

Aber nach ein paar Jahren weiß ich nicht, ob mein Sohn, der im Geiste der Gerechtigkeit erzogen wurde, es mir übel nehmen würde, wenn sich Jahre später herausstellte, dass sein Polnischunterricht von den Deutschkursen seiner Altersgenossen aus der Region Opole, woher seine polnische Großmutter stammt, bezahlt wurde. 

Drei Fliegen mit einer Klappe?

Mit der Streichung der Bildungszuschüsse für die deutsche Minderheit und deren geplanter Übertragung auf regierungsnahe polnische Organisationen in Deutschland war es möglich, mehrere Probleme auf einmal zu lösen.

Erstens: die Schwächung der deutschen Minderheit in der Region (der Abgeordnete Janusz Kowalski hat bereits angekündigt, dass er im nächsten Schritt einem Mitglied der deutschen Minderheit den Sitz im polnischen Parlament wegnehmen will); bereits vor einem Jahr stritt die deutsche Minderheit mit ihm über Schilder mit deutschen Namen in der Region Opole.

Zweitens: Einen offiziellen Krieg mit Deutschland wegen der mangelnden Umsetzung der Symmetrie zu beginnen, ist ein taktischer Schachzug der polnischen Diplomatie, der, wie wir an der Position der regierenden SPD gesehen haben, zum einen den gegenteiligen Effekt hatte und zum anderen der polnischen Sprache in Deutschland einen Bärendienst erwiesen hat (die SPD verurteilte das Vorgehen der PiS und sagte zusätzlich, dass Deutschland Millionen für die Förderung der polnischen Sprache in Deutschland bereitstellt, was wiederum in der Debatte den Eindruck erweckte, dass diese Finanzierung reibungslos funktioniert, was aber nicht der Fall ist).

Drittens: Stärkung der rechten Flanke der Polonia in Deutschland. Bereits seit 2015 werden viele fortschrittliche Projekte von polnische Organisationen, die im Verdacht stehen, eine liberale Weltanschauung zu vertreten, nicht mehr aus den Mitteln des Außenministerium zur Unterstützung der Polonia finanziert. Diese Politik hat viele polnische Organisationen in eine sehr schwierige Lage gebracht. Sie verließen sich auf die Mittel der Konsuln für polnische Projekte oder auf die Mittel aus dem Programm "Zusammenarbeit mit der Polonia und den Polen im Ausland" des polnischen Außenministeriums und waren auf sich allein gestellt (diese ungünstige Entwicklung erwies sich übrigens für viele von ihnen als vorteilhaft, da sie lernten, europäische oder deutsche Mittel zu beantragen und ihren Diasporastatus zu überwinden).

Die polnische Sprache ist, aber...

In den letzten Jahren hat sich viel getan. Die polnische Sprache wird immer häufiger im Rahmen der so genannten H(S)U behandelt, d.h. des Unterrichts in der Sprache des Herkunftslandes, was ihr mehr Fördermöglichkeiten aus deutschen Mitteln einräumt. In den meisten Bundesländern ist es möglich, an öffentlichen Schulen Polnisch-Unterrichtsgruppen einzurichten, sofern ein entsprechender Antrag von 10-15 Eltern gestellt wird. Das praktische Problem besteht darin, dass die polnischen Familien über die Bezirke oder Dörfer verstreut sind und die polnische Gemeinschaft selbst über zu schwache Strukturen verfügt, um sich selbst zu organisieren - sowohl für den Transport der Kinder als auch für die Schaffung einer stärkeren Stimme für den Ausbau des polnischen Sprachangebots in den Regionen.

Die deutsche Seite wiederholt oft, dass es keine Nachfrage nach Polnischkursen gibt, aber die mangelnde Nachfrage polnischer Eltern ist auf den Mangel an Informationen über bestehende Möglichkeiten zurückzuführen, die sie direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland oder bereits in ihrem Herkunftsland erhalten würden, sowie auf den allgemeinen Trend der schwachen Beteiligung von Migranten in Deutschland.

Es fehlt an modernen Organisationsstrukturen, die auf die Bedürfnisse der polnischen Gemeinschaft in Deutschland eingehen können. Und die bestehenden Strukturen sind schwach, weil die polnischen Organisationen seit Jahren von der Unterstützung aus Polen abhängig und politisiert sind.

Kurzum, beide Seiten könnten viel mehr für die polnische Sprache und für die Entwicklung der Strukturen polnischer Organisationen in Deutschland tun.

Der europäische Kontext des Erlernens von Sprachen des Herkunftslandes

Die Europäische Union ist für Deutschland sehr wichtig, weil sie für eine ganze Reihe von Werten steht, die wir respektieren. Im Streit zwischen Polen und Deutschland um die Rechtsstaatlichkeit, um Turow und schließlich um die polnische Sprache in Deutschland sollten diejenigen, die sich in Deutschland befinden und unter die EU-Richtlinie von 1977 fallen, nicht leiden. Sie und ihre Kinder möchten Zugang zu Projekten in ihrer Muttersprache haben, zu Informationen, bevor sie Deutsch lernen, und vor allem möchten sie ihren Kindern die Möglichkeit geben, Polnisch zu lernen, damit sie mit ihren Großeltern in Polen sprechen können.

Was kann sich eine Mutter eines polnischen Kindes in Deutschland wünschen?

Am dringendsten - und das schreibe ich aus der Sicht einer Praktikerin, also einer Mutter - ist es, dass die polnische Sprache in allen deutschen Schulen präsent ist. Ich weiß nicht, ob mein Sohn in zehn Jahren noch Zeit haben wird, an außerschulischen Aktivitäten teilzunehmen. Es ist wahrscheinlicher, dass er viele andere attraktive Aktivitäten finden wird. Aber er wird Polnisch lernen, wenn er weiß, dass eine Note in dieser Sprache in seinem Schulzeugnis stehen wird. Deshalb will ich, dass bis dahin in allen Bundesländern ein entsprechendes Angebot entwickelt wird.

Es ist hervorzuheben, dass in ausgewählten Schulen Möglichkeiten für den Polnischunterricht geschaffen werden. Sie sollte jedoch nicht als "außerschulische" Aktivität behandelt werden, und die Note sollte in das Schulzeugnis aufgenommen werden und in die Durchschnittsnote einfließen. Einige dieser Forderungen, wie in Niedersachsen, werden bereits umgesetzt, in anderen Bundesländern besteht weiterer Handlungsbedarf.

Was Polonia und die deutsch-polnischen Beziehungen brauchen

Anstatt sich in den eigenen Schützengräben zu verbarrikadieren und zu kritisieren, ist es daher an der Zeit, dass sich die Politiker an einen gemeinsamen Tisch setzen, ihre Schwächen eingestehen und Klasse zeigen, mit anderen Worten, dort ansetzen, wo Bartoszewski aufgehört hat, nämlich dort, wo polnische und deutsche Politiker noch miteinander reden konnten, ohne eine diplomatische Konfliktspirale auszulösen.

Und es gibt eine Menge Arbeit zu tun. Wir müssen einen entsprechenden Fonds für Projekte in polnischer Sprache und für das außerschulische Erlernen der polnischen Sprache aus deutschen Mitteln schaffen, der es ermöglicht, Projekte in polnischer Sprache durchzuführen. Dieser Fonds wäre unpolitisch und würde über eine unabhängige Jury verfügen. Wir müssen die Bevollmächtigten für Polonia aktivieren, die in Deutschland vor allem auf der Ebene der Landesintegrationsbevollmächtigten tätig sind, denn sie sind das Bindeglied zwischen Polonia und der deutschen Verwaltung. Wir müssen Beratungsstellen für Polen einrichten, die nach Deutschland kommen, damit sie wissen, wie sie die deutschen und polnischen Angebote nutzen können.

Und wenn die deutsche Seite schon plant, dieses Problem zu lösen, ist es wichtig, dass sie breite Kreise konsultiert, damit sich die Lösung aus deutscher Sicht nicht als kurzsichtiges Projekt entpuppt, ohne die Bedürfnisse der Polonia selbst zu berücksichtigen.

Geben Sie der polnischen Gemeinschaft eine Chance

Wenn man der deutschen Minderheit die Bildungssubventionen wegnimmt, führt das nicht zu einer Symmetrie, dann ist das eine Nivellierung nach unten - man nimmt von den Entwickelteren, um sie zu schwächen.

Wenn 1940 Strukturen zerstört wurden, dann wäre die Wiederherstellung der Symmetrie der Wiederaufbau von Strukturen, d. h. die institutionelle Unterstützung der Entwicklung von Strukturen, die sich aufgrund der Folgen des Zweiten Weltkriegs nicht entwickeln konnten. Und das gilt für alle Strukturen, nicht nur für linke oder rechte. Die mangelnde Durchlässigkeit des Vertrages und die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit blockieren einen schnellen Prozess der möglichen Entwicklung der polnischen Gemeinschaft. Es ist eine Gemeinschaft von gebildeten, klugen und fleißigen Menschen, die mit ihrem Handeln viel Gutes für Deutschland tun können.

Die Symmetrie kann nur durch Maßnahmen wiederhergestellt werden, die der polnischen Gemeinschaft und den polnischen Organisationen in Deutschland mehr Möglichkeiten geben, damit sie wachsen, sich entwickeln und ihre Ideen in zahlreichen innovativen Projekten umsetzen können, und damit die Gemeinschaft starke Strukturen und Netzwerke aufbauen kann, Eltern, junge Menschen, Organisationen aus verschiedenen Bereichen, so wie es der deutschen Minderheit in Polen in den letzten dreißig Jahren gelungen ist, oder vielleicht sogar noch besser.

Dr. Kamila Schöll-Mazurek


Die Polonia in Deutschland und die deutsche Minderheit in Polen  - Online-Debatte am Dienstag, 22.02.2022, 14 Uhr
Registrierung: https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_b1wuz6o0RdOwihgegh7dAg

Ende 2021 beschloss das polnische Parlament, der deutschen Minderheit die Mittel für muttersprachlichen Unterricht um insgesamt 20 Prozent zu kürzen.
Begründet wurde dieser Schritt mit dem Hinweis auf mangelnde Förderung der Polonia in Deutschland durch die Bundesregierung.
Die Entscheidung und die damit verbundenen Vorwürfe wurden seitens Vertreter Deutschlands als „inakzeptabel“ zurückgewiesen.
Offensichtlich handelt es sich vonseiten der polnischen Regierung um den Versuch, die Deutschen in Polen und die Polen in Deutschland für innen- bzw. außenpolitische Ziele zu instrumentalisieren.

In unserer Debatte wollen wir insbesondere folgende Fragen diskutieren:
•    Wie unterscheidet sich der rechtliche Status der Polonia in Deutschland von dem der deutschen Minderheit in Polen?
•    In welchem Verhältnis stehen die Vereinbarungen des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags und internationale Abkommen, denen Polen und Deutschland beigetreten sind?
•    Wie sehen Vertreter:innen der Polonia in Deutschland und der deutschen Minderheit in Polen die derzeitige Situation ihrer Communitys? Wo sehen sie Änderungsbedarf und Verbesserungsmöglichkeiten?   

Diskussion mit:
    Knut Abraham MdB, CDU
    Rafał Bartek, Vorsitzender des Parlaments der Woiwodschaft Oppeln, Vorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen (SKGD) im Oppelner Schlesien
    Hans-Leo Dirks, Ministerialrat im Bundesministerium des Innern und für Heimat, Polonia-Beauftragter des Bundes
    Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts
    Dr. Kamila Schöll-Mazurek, Polnisches Bundesnetzwerk Partizipation und Soziales „Part of Europe“
    
    Moderation: Dr. Agnieszka Łada-Konefał, stv. Direktorin des Deutschen Polen-Instituts

    Die Debatte ist Teil des Projekts "Von der Versöhnung zur Alltäglichkeit? 30 Jahre deutsch-polnische Nachbarschaft", das realisiert wird in Kooperation mit:

           

Mit besten Grüßen
Dr. Andrzej Kaluza

Gespräch zum Erscheinen der deutschen Übersetzung des Buches des Historikers, Publizisten und Politikers Władysław Bartoszewski:
"Steter Tropfen höhlt den Stein? Was ich zu den Deutschen und über die Deutschen in einem halben Jahrhundert gesagt habe"
in Kooperation des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brandenburg.

18. Februar 2022 18:00 - 20:00 Uhr

Gesprächsteilnehmer sind:

  • Anita Baranowska-Koch, Vorsitzende der Bartoszewski-Initiative der Dt.-Pl. Gesellschaft Berlin
  • Marcin Barcz, ehem. Mitarbeiter Bartoszewskis, Warschau
  • Prof. Dr. Igor Kąkolewski, Direktor des polnischen Zentrums für Historische Forschung Berlin
  • Michael Lingenthal, ehm. Geschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks
  • Stephan Raabe, ehm. Direktor des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung  in Warschau (2004 - 2011)

Anmeldung/Registrierung für die Veranstaltung auf dem Internetportal Zoom unter:
https://us06web.zoom.us/webinar/register/WN_2RCh9R4kQ860S8cGFBrwFg

Weitere Informationen unter:
https://www.kas.de/de/web/brandenburg/veranstaltungen/detail/-/content/zum-100-geburtstag-von-prof-wladyslaw-bartoszewski

Das Publikationsprojekt wurde in vom Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Warschau realisiert.

Dr. Andrzej Kaluza

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Polen-Institut
Residenzschloss / Marktplatz 15
D-64283 Darmstadt

www.deutsches-polen-institut.de

www.facebook.com/deutschespoleninstitut

 

Seit vielen Jahren ist der Verband der Polnischen Gemeinschaft der Organisator der Polnischen Olympischen Sommer- und Winterspiele, die alle zwei Jahre abwechselnd stattfinden: in geraden Jahren die Winterspiele und in ungeraden Jahren die Sommerspiele. Das Jahr 2022 ist die Zeit, in der Wintersport betrieben wird. Trotz der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Pandemie, die uns bis zum letzten Tag in Ungewissheit gehalten hat, laden wir Sie ein, gemeinsam mit uns das Große Festival des polnischen Sports in der malerischen Stadt Wisła im Landkreis Cieszyn zu feiern. Der Beskid Śląski wartet mit einer Garantie für olympische Bedingungen und schöne Aussichten.

DIE DIESJÄHRIGEN XVI. WELTWINTERSPIELE VON POLEN FINDEN VOM 27. FEBRUAR BIS 3. MÄRZ 2022 STATT.

Zu den Wettbewerben gehören Ski Alpin - Slalom und Riesenslalom, Skilanglauf im Freestyle- und klassischen Stil, Snowboard, Eislauf-Mehrkampf, Nordic Walking und ein Familienturnier, denn wie immer möchten wir die ganze Familie zu den Wettbewerben einladen. Es ist eine gute Gelegenheit, sich zu entspannen und sich in die polnische Gemeinschaft und die im Ausland lebenden Polen zu integrieren. Neben den sportlichen Wettkämpfen bietet das Programm der Spiele auch eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen. Begegnungen mit bedeutenden polnischen Sportlern, olympischen Athleten, Themenabende zu Polonia.
Das Polnische Olympische Komitee (PKOL) ist Partner der Spiele, sorgt für ein angemessenes Niveau der Wettkämpfe und finanziert den Fair-Play-Pokal des PKOL-Präsidenten für den Athleten, der sich im Vergleich zur Konkurrenz besonders hervorhebt.

WIR LADEN POLEN UND POLEN AUS DEM AUSLAND EIN

Wir möchten Sie daran erinnern, dass alle Personen, die Polen oder polnischer Abstammung sind und dauerhaft im Ausland leben, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, sowie Ehepartner und Kinder das Recht haben, an den Spielen teilzunehmen und mitzumachen. Daher muss jeder Teilnehmer eine entsprechende Erklärung abgeben, die im Einstellungsformular enthalten ist.
Aufgrund der leider immer noch bestehenden Pandemie werden die Spiele unter Einhaltung aller Richtlinien des Gesetzes über besondere Vorkehrungen zur Vorbeugung, Verhütung und Bekämpfung von COVID-19 und unter den zum Zeitpunkt der Spiele geltenden strengen sanitären Bedingungen durchgeführt. Die Hygienevorschriften werden sowohl in den Unterkünften als auch bei den Trainern und während des Wettkampfs eingehalten und alle Regeln für einen sicheren Aufenthalt während der Spiele beachtet. Die gesundheitliche Sicherheit aller Teilnehmer steht an erster Stelle und wird bei allen Verfahren beachtet. Ausführliche Leitlinien sind auf dem Spieleportal zu finden.
Trotz dieser Einschränkungen wird uns, wie die Praxis des letzten Jahres zeigt, nichts daran hindern, eine gute Zeit zu haben, und der Sportgeist, für den Polonia berühmt ist, wird alle Hindernisse überwinden. So war es im letzten Sommer bei den XX. Polnischen Weltsommerspielen, beim Internationalen Skilanglauffestival, bei Jugendtennis- und Schwimmturnieren, beim Polnischen Unabhängigkeitslauf, im Winter bei den Internationalen Polnischen Skilanglaufmeisterschaften, und die Liste ließe sich fortsetzen.

ZEIT, SICH ZU REGISTRIEREN...

Das Anmeldeformular ist jetzt auf der Website der diesjährigen Spiele verfügbar. Die Anmeldung läuft bis zum 11. Februar 2022. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, aber wir haben bis zum letzten Moment versucht, den Teilnehmern optimale Bedingungen zu bieten und die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den hygienischen Anforderungen zu überwinden, daher zählen wir auf Ihr Verständnis. Dieses große polnische Sportfest wird ohne Ihre Teilnahme nicht stattfinden! Bitte lesen Sie die Teilnahmebedingungen sorgfältig durch, bevor Sie das Anmeldeformular ausfüllen.

WIR FREUEN UNS DARAUF, SIE IN WISLA ZU SEHEN!

Weitere Informationen auf http://wspolnotapolska.org.pl/igrzyskazimowe/2022/index.php

Zum 20. Mal versammelten sich Freiwillige in der Gaststätte "Gdańska" in Oberhausen, um sich dem größten und lautesten Orchester der Welt unter der Leitung des unermüdlichen Jurek Owsiak anzuschließen. Der über 60 Jahre alte Sozialaktivist und Journalist hat sich im Laufe der Jahre nicht verändert und mobilisiert nach wie vor Tausende von jungen und alten Menschen mit dem gleichen Enthusiasmus und dem Ruf der SIEMA, sich an der weltweiten Kampagne zum Sammeln von Spenden zur Rettung des Lebens und der Gesundheit von Kindern in Polen zu beteiligen. In diesem Jahr werden wir zum ersten Mal Geld sammeln, um die höchsten Standards in der Diagnostik und Behandlung des Sehvermögens zu gewährleisten.

Ohne die aufopferungsvolle Hilfe des Orchesters über so viele Jahre hinweg würde die Qualität der polnischen Gesundheitsversorgung erheblich sinken.

Auch in Oberhausen kommen seit 20 Jahren Ehrenamtliche zusammen und integrieren verschiedene Gemeinden des Ruhrgebiets. Das diesjährige Finale wird sehr reichhaltig sein. Die WOSP in Oberhausen spielt bereits ab Ende Dezember, während die ersten virtuellen Auktionen beginnen. Dieses Jahr ebenfalls über ZOOM, Whatsapp und Allegro. Die Facebook-Gruppe "Polen, Familientreffen NRW" wird ab Januar mit WOŚP die umliegenden Bergbauhalde erobern, während die "Aktiven Polen aus Essen und Umgebung" mit einer WOŚP-Fahne auf Fahrradtour gehen werden. Außerdem werden wird traditionell ein musikalisches Finale in der "Gdańska" stattfinden, an dem viele Interpreten des Programms "PolTon and Friends" teilnehmen. Außerdem gibt es Kuchen, eine Tombola, Versteigerungen und den traditionellen Flohmarkt, der seit vielen, vielen Jahren von Joanna Duda-Murowski organisiert wird. Im Finale erklingt auch die Polonaise, die von dem Wuppertaler Ensemble "Polish Flowers" in einer Tanzparade angeführt wird. Traditionell wird es in Essen Menschen geben, die mit der polnischen Gemeinde "Piast" verbunden sind.

In den letzten Jahren haben wir ein großes Interesse an dieser Aktion bei den im Ausland lebenden Polen beobachtet. Wir wissen sehr gut, dass sich Polen um schöne Ideen versammeln können, und genau das ist in Oberhausen der Fall. An der ersten Gründungsversammlung in diesem Jahr nahmen fast 40 Personen teil, und viele weitere erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Es gab auch solche, die erst vor kurzem ausgewandert sind, aber schon viele Jahre in Polen im Orchester gespielt haben und hier weiter spielen wollen.

"Siema" - Leonard Paszek

Foto: Robert Siera

 

Der Vorstand des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland e.V. hat am 06.12.2021 eine neue Leiterin des Büros der Geschäftsstelle der Polonia in Deutschland mit Sitz in Berlin gewählt. Der bisherige Chef Alexander Zając leitet mit der Ernennung einen Generationswechsel ein. 

Dem Beschluss des Konvents war ein Bewerbungsverfahren vorausgegangen. Beim Vorstellungsgespräch wurden die Kandidaten zu ihrem Wissen über Polonia in Deutschland sowie ihrem Engagement in der polnischen Community befragt sowie um Vorstellung eines langjährigen Konzeptes für die Geschäftsstelle gebeten.

Der Vorstand entschied sich für Klaudyna Droske, die ihre beruflichen Erfahrungen in der deutschen Politik und Diplomatie gesammelt hat. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der polnischen Community in Berlin und setzt sich für wohltätige Zwecke ein, indem sie Kinder und Jugendliche aus Kinderheimen in Polen und Deutschland unterstützt.

"Der Konvent der Polnischen Organisationen hat bereits mehrfach angedeutet, dass er einen Führungswechsel in der Geschäftsstelle der Polonia in Deutschland vorbereitet. Wir sind froh, dass wir diesen Prozess einleiten konnten und das Amt in die Hände einer erfahrenen Person übergeben. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen bedanken, die von Anfang an an unserem Projekt beteiligt waren, die mit uns gearbeitet und uns in den wichtigsten Arbeitsphasen begleitet haben. Es war nicht immer einfach, aber gemeinsam haben wir es geschafft, eine Grundlage aufzubauen, auf der nun künftige Generationen arbeiten können", sagt Alexander Zając.

"Ich freue mich sehr, dass ich die Leitung des Polonia-Büros nach kurze Anarbeitung ab dem April übernehme. Ich bin sehr froh und stolz, für die polnische Gemeinschaft in Deutschland arbeiten zu können. Mir liegt vor allem ein offener, generationsübergreifender Dialog am Herzen, der auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen beruht. Gleichzeitig möchte ich Herrn Alexander Zając für sein langjähriges Engagement für die polnische Gemeinschaft in Deutschland und dem Konvent für die große Ehre danken, mich mit einer solch verantwortungsvollen Aufgabe betraut zu haben", so Klaudyna Droske.

Redaktion

Polonia Viva

Fotos: Matthias Kauffmann und Tobias Koch

Unsere neue Publikation „Auf dem richtigen gemeinsamen Weg“ zum 100. Geburtstag von Władysław Bartoszewski. Redaktion: Małgorzata Preisner-Stokłosa und Marcin Barcz.

In diesem Jahr begehen wir gemeinsam ein für Polen und Deutsche wichtiges Jubiläum – den 100. Geburtstag von Władysław Bartoszewski (1922 – 2015). Der polnische Senat hat vor Kurzem das Jahr 2022 offiziell zum Bartoszewski-Jahr erklärt. Als Auftakt zu diesem Jubiläumsjahr präsentierte die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin bereits in 24 deutschen Städten eine biografische Wanderausstellung. Heute möchten wir Sie zur Lektüre einer Auswahl von Texten und Zitaten aus verschiedenen Publikationen und Ansprachen Bartoszewskis einladen. Sie finden dort Worte der Hoffnung und Worte der Warnung, verfasst von einem Zeitzeugen, der sowohl die dunkelsten Tiefen der Unmenschlichkeit als auch den europäischen Weg zur Freiheit miterlebte. Unserer Meinung nach stellt die vorliegende Broschüre eine wertvolle Sammlung von Lebenserfahrungen eines engagierten Bürgers und Europäers mit wichtigen Hinweisen für uns alle – bewusste Mitglieder einer grenzüberschreitenden europäischen Zivilgesellschaft, und vielleicht auch für manche der heutigen Politikerinnen und Politiker, die – von kurzsichtigen Parteiinteressen und von populistischem Machtkampf geblendet – den gemeinsamen Weg aus den Augen verloren haben.

Die Broschüre können Sie gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5,-- Euro bei uns erwerben unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Überweisung mit Betreff Broschüre bitte auf das Konto:

Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

(BLZ 100 205 00) Konto-Nr. 336 4300

IBAN DE 06 1002 0500 0003 3643 00

BIC BFSWDE 33 BER


Alle Informationen auch auf unserer Website:
https://www.dpgberlin.de/de/2022/zum-100-geburtstag-von-wladyslaw/

Deutsche und Polen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sangen gemeinsam die schönsten polnischen und deutschen Weihnachtslieder an der Krippe in der St.-Paulus-Kirche in Leipheim bei Ulm - Am Sonntag, den 09.01.2022, fand ein außergewöhnliches Ereignis statt - das erste deutsch-polnische Weihnachtsliedersingen in Leipheim, einer Stadt an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Eingeladen wurden sie von der Gromada Zuchowa Dzielne Wilczki in Leipheim und der Pfarrei St. Paul in Leipheim. Der Gottesdienst und das Weihnachtsliedersingen wurden von Pfarrer Johannes Rauch geleitet. Für alle, die nicht nur zuhören, sondern auch gemeinsam singen wollen, hat eine Gruppe von Eltern und Kindern schöne Weihnachtslieder gesungen
in einem wunderbaren Arrangement für zwei Gitarren, Saxofon, Flöte und Keyboard. Die Besucher konnten mit Hilfe eines auf eine Leinwand projizierten Textes mitsingen.

Johannes betonte: "Mit diesem Gottesdienst wollten wir eine geistige Verbindung herstellen und Solidarität mit allen Familien und Menschen zeigen, die auf unterschiedliche Weise betroffen sind.
litten aus verschiedenen Gründen unter der Pandemie. Wir haben für den Frieden in unseren Herzen, den Frieden unter den Menschen und den Frieden in der ganzen Welt gebetet."
"Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern ist einer der schönsten Weihnachtsbräuche
in unserer polnischen Tradition. Wir sind bestrebt, sie auch hier in Leipheim zu pflegen
mit unseren Pfadfindern. Zugleich ist es uns wichtig, die Beziehungen und den Dialog zwischen Deutschland und Polen zu stärken. Aus dieser Synthese entstand die Idee, einen gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst zu initiieren", erklärt Adrian Fijołek, einer der Organisatoren, Vater von drei Kindern und Leiter der Pfadfindergruppe Dzielne Wilczki in Leipheim.
"Die Ankunft des polnischen Konsuls in München, Herrn Jan Malkiewicz, hat unserer Veranstaltung zusätzliche Bedeutung verliehen. Wir sind sehr beeindruckt, dass er trotz seiner vielen Aufgaben
- Wir sind sehr beeindruckt, dass er trotz seiner vielen Verpflichtungen Zeit für unsere Truppe fand und uns mit seiner Anwesenheit beehrte, und dass er nach dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern bereitwillig mit den Pfadfindern und Eltern sprach. Das war eine sehr nette Geste", lobte Aleksandra Pak, die Mutter von Alicja, einer der Pfadfinderinnen.
Sylwia Sankowska, die Mutter von Gabryś, fügt hinzu: "Der Sonntagabend wird unserer Pfadfindergemeinschaft zweifellos noch lange in Erinnerung bleiben. Es war eine schöne Zeit - voller positiver Gefühle für alle Eltern, Kinder und Gäste. Während des Sternsingens hatten wir die Möglichkeit, in der Hektik des Alltags einen Moment innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und uns auf unsere Gedanken zu konzentrieren. Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern schuf eine feierliche, familiäre Atmosphäre. Der Abend erfüllte uns mit Freude und mich persönlich mit Sehnsucht
und Reflexion.
Aleksandra glaubt, dass "das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern eine großartige Initiative ist, die dazu beiträgt
Polnisch-deutsche Integration, insbesondere in dieser besonderen Ferienzeit. Es zeigt, dass wir trotz vieler Unterschiede gemeinsam etwas schaffen und zusammen sein können. Es war schön, sowohl polnische als auch deutsche Weihnachtslieder zu hören. Es war ein zauberhaftes Treffen, das zum Nachdenken anregte und die Pflege polnischer Weihnachtstraditionen ermöglichte, was das Singen von Weihnachtsliedern zweifelsohne ist.

Grażyna Wolak, die Mutter von Vanessa, war überrascht, dass "wir es in so kurzer Zeit geschafft haben, alles zu organisieren und auf die Beine zu stellen. Ich glaube, dass wir Polen viel erreichen können, wir müssen nur an uns selbst glauben, dass das, was wir vorhaben, in Erfüllung gehen wird. Wir sollten stolz auf uns sein, dass wir unser Ziel erreichen.
Aleksandra ist sehr stolz auf die Pfadfinder und betont, dass die singenden Pfadfinder ihr Herz erobert haben. "Die Möglichkeit, zwischen den Live-Klängen von Instrumenten, begleitet von wunderschönem Gesang, zu interagieren, ließ die Zeit für einen Moment anhalten. Als ich nach Hause zurückkehrte, kam mir der Gedanke, dass ich nächstes Jahr gerne wiederkommen würde. Damit ein solcher Abend Teil meiner (und nicht nur meiner) Weihnachtstradition wird. Und Sylwia fügt hinzu, "dass sie gerne, wenn
In diesem Jahr haben wir es in so kurzer Zeit geschafft, das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern zu organisieren, und sie möchte, dass es zu einem Rhythmus und einer Tradition im Pfadfinderkalender wird. So können die Pfadfinder jedes Jahr im Januar gemeinsam mit ihren Eltern ein solches Werk schaffen."
Wir möchten unserem Gastgeber, Pfarrer Johannes Rauch, einem Freund der Truppe, dafür danken, dass er unsere Initiative so herzlich aufgenommen hat. Man kann sehen, dass er voller Liebe zu Gott und den Menschen - den Kindern - ist. Unsere ZUCHY verehren ihn. Man kann in ihm eine aufrichtige Frömmigkeit und eine priesterliche Berufung erkennen. Ihm gebührt ein großes Dankeschön für die Unterstützung von Initiativen wie der unseren.
An dieser Stelle möchten wir auch der Musikkapelle und den Sängern unseren besonderen Dank aussprechen. Sie haben viel Arbeit in die Vorbereitung dieser wunderbaren Veranstaltung gesteckt. Ihre Kreativität, ihr Enthusiasmus und vor allem ihr Talent haben es ermöglicht, ein wunderbares musikalisches Fest zu veranstalten. Sie haben ihr ganzes Herz, viel Mühe und Arbeit investiert, um ein so wunderbares Endergebnis zu erzielen.
Natürlich haben unsere Scouts einen großen Applaus verdient. Sie schneiden bei ihren Auftritten sehr gut ab. Ihre Energie und Freude beim Singen von Weihnachtsliedern war in der ganzen Kirche zu spüren. Hätten wir nicht wegen der Beschränkungen alle Masken tragen müssen (eine schwierige Zeit für alle), hätten wir die lächelnden Gesichter der Gäste gesehen, die gekommen waren. Dennoch spiegelte das Glitzern in ihren Augen ein Lächeln wider.
Pfadfinderführer Adrian weist darauf hin, dass für eine relativ junge Truppe, die im August 2021 gegründet wurde, "unsere Aktivitäten in den letzten Monaten enorm zugenommen haben. Dies alles ist das Verdienst der motivierten Eltern der Pfadfinder, die sich die Zeit nehmen, dafür zu sorgen, dass unsere Pfadfinder neben den Sammlungen, die wir alle zwei Wochen samstags im Freien durchführen, an einer Vielzahl von zusätzlichen Aktivitäten und Veranstaltungen teilnehmen können. Diese gemeinsamen Aktivitäten machen uns alle stärker und jeder Erfolg, der von der Freude der Kinder gekrönt wird, beflügelt uns alle. Dann wissen wir, dass es sich lohnt. So war es auch am Sonntag beim gemeinsamen Sternsingen - Freude, Rührung und Dankbarkeit waren allgegenwärtig."
Aleksandra fügt hinzu, dass "die polnische Pfadfinderei in ihrem Fundament eine Reihe wichtiger Werte trägt. Werte, die den Charakter formen und die Menschen, die sie vertreten, für die Gesellschaft wertvoll machen. Es lohnt sich, sie schon im jüngsten Alter zu fördern. Deshalb halte ich die Gründung der Pfadfindergruppe 'Tapfere Wölflinge von Leipheim' für eine sehr sinnvolle und unterstützenswerte Initiative."
Wir freuen uns schon auf ein weiteres gemeinsames polnisch-deutsches Weihnachtsliedersingen in Leipheim
nächstes Jahr!
Wachsamkeit!
Eltern der Pfadfinder vom GZ Dzielne Wilczki in Leipheim
Der Pfadfinderstamm "Dzielne Wilczki" in Leipheim wurde im August 2021 gegründet und hat derzeit
hat derzeit mehr als 50 Scouts polnischer Herkunft. Im Frühjahr 2022 wird die ZHP World in Leipheim
wird zwei neue Einheiten einrichten: Gromada Skrzatów (Gnomengruppe) und Druż Scout Team.
Wir laden Sie herzlich zu unseren Treffen und anderen Veranstaltungen ein!
Kontakt:
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Wir ermutigen Sie, keine Veranstaltung zu verpassen, indem Sie unsere Seite liken: https://www.facebook.com/zuchywleipheim/

 

Die polnische Vierteljahreszeitschrift "Twoje Miasto" stellt schon seit langem bekannte Persönlichkeiten und ihre Leistungen in der Polonia vor. Heute, kurz nach dem 5. Kongress der Polonia in Berlin, spricht Michał Kochański mit Wiesław Lewicki, dem Organisator und Mitorganisator aller bisherigen fünf Kongresse polnischer Organisationen in Deutschland.

Wiesław Lewicki wanderte 1985 von Gliwice nach Aachen aus, wo er nach einem Postgraduiertenstudium in Management und Euromarketing 2004 die zweisprachige Zeitschrift Polregio und den gleichnamigen Verein gründete. Als Vorsitzender des Deutsch-Polnischen Kongresses initiierte Wiesław Lewicki den renommierten Polonicus-Preis, mit dem die deutsch-polnische Zusammenarbeit sowie kulturelle und polenbezogene Aktivitäten ausgezeichnet werden. Seit 2010 wird der Preis im Rahmen des Karlspreisprogramms bei der jährlichen Polonia-Gala im Krönungssaal des historischen Rathauses in Aachen verliehen. Als Präsident des Konvents der polnischen Organisationen in Deutschland leitete er eine Delegation der deutschen Polonia bei den Gesprächen am Runden Tisch im Juni 2011, bei denen die Probleme der deutschen nationalen Minderheiten in Polen und der polnischen nationalen Minderheiten in Deutschland gelöst wurden. Er beteiligte sich an der Arbeit der Europäischen Union Polnischer Gemeinschaften (EUWP), die Dachverbände in europäischen Ländern zusammenführt. Im Jahr 2015 wurde Wiesław Lewicki mit dem Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen für seinen herausragenden Beitrag zur polnischen Gemeinschaft in Deutschland ausgezeichnet.

Wiesław, wie kam es dazu, dass du dich in das Leben der Polonia einschaltest? Können Sie sich an Ihre ersten Projekte erinnern?

Von dem Moment an, als ich in Deutschland ankam, war Polnisch meine Alltagssprache, und eine große Gruppe meiner Freunde in der polnischen Gemeinde sprach es. Wir haben uns in den ersten Tagen der Migration gegenseitig unterstützt, z. B. mit praktischen Informationen zu behördlichen Angelegenheiten und polnischen Kulturveranstaltungen. Wir haben uns einfach bei jeder Gelegenheit getroffen. Zu dieser Zeit war meine Priorität jedoch die berufliche Arbeit. Ein entscheidender Impuls, sich für die Belebung des polnischen Lebens in der Euregio Aachen-Mastricht-Lüttich einzusetzen, war der Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004. Damals gründete ich den "Polregio-Club", und ein Jahr später wurde der Kulturverein Polregio e.V. formell gegründet. In unserer zweisprachigen Vierteljahresschrift "Polregio" haben wir für Polonia interessante Fakten aus der Euregio auf Polnisch beschrieben, und für unsere deutschen Freunde haben wir auf Deutsch über Polen und unsere Kultur geschrieben. Seit den Anfängen haben wir auch eine Website www.polregio.eu, auf der Sie die Geschichte und die kulturellen Errungenschaften unseres Vereins bis heute nachverfolgen können.

Der Polregio, den Sie geschaffen haben, hat in letzter Zeit eine gewisse Wiederbelebung erfahren. Info-Point-Polregio steht für junge, tolle Leute, konkrete Ideen und die Zusammenarbeit mit Vertretern der lokalen Behörden. Können Sie unseren Lesern etwas über Ihre Aktivitäten und Zukunftspläne für Polregio erzählen?

Es gibt viele wunderbare Menschen, die an Polregio-Projekten beteiligt sind und auf deren Initiative hin immer viel passiert ist. Sei es die kulturelle "Polregionale", die musikalischen "Picknicks" im Dreiländereck oder die stilvolle "Silvester-Gala" im Schloss in der Aachener Innenstadt. Aber erst als junge und tatkräftige Menschen dem Verein beitraten, wurden die Aktivitäten wirklich intensiv. Der so genannte Synergieeffekt trat ein, und wir konnten viele Ideen umsetzen, die auf unseren gemeinsamen Erfahrungen beruhten, aber auch neue innovative Ideen. So entstand das soziale Partizipationsprojekt für polnischsprachige Migranten in Nordrhein-Westfalen "Info-Point-Poregio" mit der aktuell entwickelten Informationsplattform "Forum Polonicum" www.forum-polonicum.de. Darüber hinaus führen wir Initiativen mit europäischen Partnern im Rahmen von "Erasmus"-Projekten durch und planen sie.

Ihr bekanntestes Projekt ist der jährliche Preis, bei dem die höchste Auszeichnung der europäischen Polonia verliehen wird - der Polonicus-Preis. Worauf achtet die Jury bei der Auswahl der Gewinner eines so renommierten Preises?

Ja, der Polonicus-Preis ist ein wichtiges Ereignis für die gesamte europäische polnische Gemeinschaft, die diesen Preis über die Strukturen des gleichnamigen Instituts in Zusammenarbeit mit vielen in der Europäischen Union der polnischen Gemeinschaften zusammengeschlossenen Organisationen verleiht. Die Jury des Preises, dem ich vorsitze, wählt die Bewerbungen in drei Kategorien aus: Leben der polnischen Gemeinschaft, kulturelle Aktivitäten und deutsch-polnischer Dialog für die Einigung der EU. Der Sonderpreis hingegen wird von der Jury an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Seit seiner ersten Ausgabe hat der Polonicus-Preis die Ehrenschirmherrschaft von Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen, übernommen, gefolgt von Bogdan Borusewicz, Marschal des Polnischen Sejm RP, und derzeit Marschal Professor Tomasz Grodzki. Von Anfang an wurde der Polonicus-Preis von Senatorin Barbara Borys-Damięcka, einem Mitglied des Polonicus-Preis-Jury, mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement unterstützt. Bislang haben 48 herausragende Persönlichkeiten des politischen, sozialen und kulturellen Lebens aus Polen, Deutschland und ganz Europa diese angesehene europäische Auszeichnung erhalten. Die Polen des Westens, die den Polen Osteuropas gedenken, verliehen 2014 den Polonicus-Preis an Andżelica Borys, die Vorsitzende der Bund der Polen in Belarus, die derzeit inhaftiert ist und für die Wiedereinführung demokratischer Wahlen kämpft. Unter den Polonicus befanden sich Europäer aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Mehr über die Geschichte des Europäischen Preises Polonia Polonicus finden Sie auf der Website der Porta Polonica. Die Website www.institut-polonicus.eu informiert über die Regeln für die Einreichung von Nominierungen für den Preis.

Sie haben sich schon immer für den Aufbau und die Zusammenarbeit mit den Polonia-Medien interessiert. Glauben Sie, dass die Polonia-Medien für die Organisation unseres Lebens als Polen wichtig sind?

Zuverlässige Informationen sind ein wichtiges Element im Leben einer jeden Gemeinschaft. Deshalb unterstütze ich die bestehenden Polonia-Medien so lange wie möglich und beteilige mich an allen Initiativen für Treffen, Debatten und die Ausbildung polnischer Journalisten. Schon vor dem Kongress der "Junge Polonia" in Bonn 2019 habe ich vorgeschlagen, nach dem Vorbild des Kulturfonds beim BKM einen jährlichen Fonds von 300.000 € für die Polonia-Medien einzurichten. Die Internetpräsenz "Polonia Viva", die durch die Vereinbarung des Runden Tisches im Jahr 2011 geschaffen wurde und als "Pinnwand" für Polonia fungiert, wird neue Aufgaben und ein neues Design erhalten. Das "Forum Polonicum", eine Informationsplattform im Rahmen des Info-Forum-Polregio für Polonia, benötigt noch viel Arbeit und finanzielle Mittel, um den Bedürfnissen der Polonia nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in ganz Deutschland gerecht zu werden. Ich denke auch an eine universelle Informationsplattform für Polonia in der Europäischen Union.

Der Konvent der Polnischen Organisationen in Deutschland e.V., dessen Vorstand Sie angehören, fungiert als Bindeglied zwischen der Polonia und der Bundesregierung. Was wurde durch die Arbeit des Konvents erreicht? Wie wird sie gewählt?

Die Konvention der Polnischen Organisationen ist ein wichtiges Instrument für das Leben und Sein der Polonia in Deutschland. Früher war das eine clevere Lösung für die Zusammenarbeit von vier der fünf so genannten Dachorganisationen. Sie war und ist ein Partner und ein Bindeglied zwischen der polnischen Gemeinschaft und den Bundesbehörden. Nach den Turbulenzen der Veränderungen im Land "unserer Väter" geht es ihm gut und er besteht seit zwei Jahren als eingetragener Verein. Ein großes Verdienst des Konvents ist die kontinuierliche Arbeit mit vielen Polonia-Organisationen in ganz Deutschland. Der Konvent setzt die Vereinbarung des Runden Tisches von 2011 um, indem er das Polonia-Büro in Berlin und den Internetauftritt "Polonia Viva" betreibt. Der Konvent organisiert auch zahlreiche Kongresse, Symposien und Workshops. Wir haben gerade den fünften "Kongress - Berlin 2021" erfolgreich hinter uns. Der Konvent animiert und unterstützt polnische Organisationen in Deutschland bei der Konzeption eigener Projekte und der Beschaffung von Mitteln für diese Projekte. Der größte Erfolg des Konvents ist jedoch die Gründung der "Koalition für Polonia" zusammen mit dem Bundesverband der Polnischlehrer in Deutschland e.V., unterstützt von der "Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaften für die polnische Sprache" und dem polnischen Bundesnetzwerk "Part of Europa" für Partizipation und Soziales, unterstützt vom Polnischen Sozialrat e.V. in Berlin. Darüber hinaus muss ich eine weitere Errungenschaft hervorheben... Der Konvent hat sich intuitiv auf die "Junge Polonia" konzentriert, denn der Generationenwechsel ist einfach klug und notwendig. Darüber hinaus hat die "Junge Polonia" eine größere Fähigkeit zum bürgerschaftlichen Engagement in der Politik der Entwicklung Deutschlands, der Polen in Deutschland und damit eines gemeinsamen Europas. Ich bin sehr froh, dass ich Joanna Szymańska, Kamila Mazurek-Scholl und Tomasz Klon auf meinem Weg der Polonia-Aktivität getroffen habe.

Ich muss zugeben, dass ich persönlich Ihre Fähigkeit schätze, interessante Treffen, Workshops und Schulungen für die polnische Gemeinschaft zu organisieren, bei denen man viel lernen und Erfahrungen mit anderen Polen austauschen kann. Ist das Ihre Art, die polnische Gemeinschaft zu festigen und zu einen?

Wir brauchen Einigkeit, um zu leben... Die polnische Gemeinschaft braucht auch Inspiration, um zu handeln, und ich bin froh, dass sich einige Initiativen in die richtige Richtung entwickelt haben. Natürlich halte ich mich von den initiierten Projekten nicht fern, aber ich freue mich auf die alle zwei Jahre geplanten Kongresse von Polonia und in der Zwischenzeit auf die Workshops, die ein "Brainstorming" für neue Lösungen für Polonia und positiv denkende junge Polen, die außerhalb Polens in der Europäischen Union leben, initiieren.

Der vorletzte vierte Kongress in Bonn im Jahr 2019 stand unter dem Motto "Kongress der Jungen Polonia". Ist dies ein Zeichen dafür, dass sich unter den Polonia- Führungskräften ein Generationswechsel vollzieht?

Der Generationswechsel hat gerade begonnen. Neue Führungskräfte stehen soeben für anspruchsvolle Aufgaben für die Polonia bereit. Es ist schön, dass sie den "Staffelstab der Generationen" übernehmen, um die Erfahrungen ihrer Vorgänger fortzuführen und klug zu nutzen. Das ist eine seltene Fähigkeit, aber ich spüre sie nicht nur. Ich weiß es! Die Frage ist, ob wir, die älteren Generationen, den Mut haben werden, den Staffelstab weiterzugeben. Wir haben keine Wahl, wir müssen es einfach tun.

Der fünfte Kongress der polnischen Organisationen in Berlin war für viele von uns eine interessante Erfahrung. Welche Ziele wurden Ihrer Meinung nach auf dem Kongress im September erreicht?

Das war ein echter Geistesblitz! Ich habe mich sehr gefreut, dass ich bei den Podiumsdiskussionen am ersten Tag und bei den Diskussionen in den vier thematischen Foren erfolgreich war... Grundlage für die Debatten war natürlich das Dokument des vierten Kongresses in Bonn von 2019, das unter www.konwent.de zu finden ist. Die Fortführung der Themen der vorangegangenen Kongresse ist die Grundlage für deren Gesamterfolg. Nach dem Kongress in Berlin im 2021 erwarte ich jedoch einen Mehrwert und neue Impulse, nämlich die Entschlossenheit der jungen Menschen, ihre eigenen Ziele zu definieren und ihre Hinweise auf die Möglichkeit, diese zu erreichen.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Aufgaben für Polonia-Organisationen in Deutschland in den kommenden Jahren?

Einfach zusammen sein! Lasst uns eine "Koalition für Polonia" für ein europäisches Polonia gründen und unsere wunderbaren jungen Menschen mit einer neuen Perspektive auf die europäische Realität einbeziehen!

Wiesław, seit mehreren Jahren berichten wir in unserer Zeitschrift über Ihre verschiedenen polnischen Initiativen und Unternehmungen, aber wir hatten noch nie die Gelegenheit, über Sie zu sprechen. Was hat Sie dazu bewogen, sich in der polnischen Gemeinschaft zu engagieren, sowohl zu Beginn als auch jetzt?

Glücklicherweise bin ich kein polnischer Aktivist im eigentlichen Sinne..., aber ich liebe es, außergewöhnliche Aktivitäten und Projekte anzuregen, die den Erwartungen der polnischen Gemeinschaft entsprechen. Bei der Umsetzung vieler Ideen halfen uns auch die Kreativität und das Engagement vieler polnischer Freunde sowie die Unterstützung durch das Umfeld, in dem wir freiwillig leben. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die bisher durchgeführten Initiativen von der nächsten Generation von Polonia in die richtige Richtung weitergeführt werden.

Interviewt von

Michał Kochański

Polonia Zeitschrift "Twoje Miasto" vierteljährlich, Ausgabe 10/11, https://www.twojemiasto.eu/polonia-potrzebuje-jednosci/

Foto, Archiv "Institut Polonicus"

 

 

Jacek Nowacki - betreibt täglich sein eigenes Unternehmen, das sich mit Bohrungen und Diamantschneiden in Beton für verschiedene Installationen beschäftigt, z. B. wenn neue Öffnungen für Fenster oder Türen geschaffen werden sollen.
Jacek ist seit 2017 ehrenamtlich tätig und seit 2019 Mitglied der GOCC-Zentrale Darmstadt-Frankfurt. Letztes Jahr war er der Leiter dieser Abteilung. Zusammen mit einer Gruppe positiv gestimmter Menschen organisierte er das letzte Konzert, Auktionen und Spendenaktionen. Aufgrund der Pandemie musste die gesamte Veranstaltung online abgehalten werden. Trotz vieler Schwierigkeiten war dieses ungewöhnliche Finale ein großer Erfolg. 45.680,70 € wurden auf das Konto der Stiftung überwiesen

"TM": Jacek, wie sind Sie zur Frankfurter Zentrale des WOŚP gekommen?

Jacek Nowacki: Ich wurde von Damian Kisiel in die Zentrale eingeladen, der damals Leiter der Zentrale war und das Frankfurter Finale 2019 organisierte. Ich war bereits seit zwei Jahren als Freiwilliger tätig und sollte mich mit gesundheitsorientierten Maßnahmen befassen. Ich musste mich jedoch schnell umorientieren und die Arbeit der Sponsorensuche für unsere Veranstaltung koordinieren. Die Beschaffung von Mitteln für die Organisation von Endrunden in ausländischen Hauptquartieren ist viel schwieriger als in Polen. Im Ausland muss man mit offenem Herzen direkt auf die polnischen Geschäftsleute zugehen, denn sie sind die wichtigsten und größten Sponsoren der Endrunde. In Polen werden die lokalen Endspiele mit Hilfe von Rathäusern, Gemeindezentren, großen Unternehmen und Körperschaften organisiert. Deshalb haben wir vor zwei Jahren einen Verein gegründet, um unsere Arbeit zu erleichtern, um günstigere Zimmerpreise zu bekommen oder um Fördermittel für unsere Veranstaltung zu beantragen.

Das letzte Finale, das Sie geleitet haben, war wegen der Pandemie ganz anders. Wie haben Sie die beiden Veranstaltungen in Bezug auf die Organisation und den Vorbereitungsaufwand erlebt?

- Es stimmt, es war wirklich ein sehr ungewöhnliches Finale. Ich wurde recht spät Stabschef. Der bisherige Leiter musste aus persönlichen Gründen von der Leitung zurücktreten. Alle wollten sich an der Organisation beteiligen, aber wir brauchten jemanden, der den Fehdehandschuh hinwirft und die Verantwortung für die Organisation des Online-Finales übernimmt. Als ich als Chef ausgewählt wurde, machten wir uns sofort an die Arbeit. Das war nicht einfach. Keiner von uns hatte Erfahrung damit, wie man eine Online-Veranstaltung organisiert, wie man Leute dazu bringt, uns zuzusehen. Wie organisiert man eine Online-Auktion? Auch die Ankunft der Künstler war begrenzt. Also haben wir beschlossen, uns an frühere Endspiele zu erinnern. Wie alles anfing, wie es sich veränderte, wie sich unser "Fundraising" in den letzten 15 Jahren entwickelt hat. Ich muss zugeben, dass uns die Kollektion und das gesamte Finale sehr überrascht haben. Ursprünglich hatte sogar Jurek Owsiak selbst an uns appelliert, die Endrunde zu organisieren, unabhängig vom Ausgang der Spendensammlung. Er sagte uns immer wieder, dass es in diesem Finale wichtig ist, nicht aufzugeben. Er wollte uns wirklich zeigen, dass uns nichts brechen kann, nicht einmal eine Pandemie. Wir wollten zeigen, dass unser Wunsch, anderen Menschen zu helfen, durch nichts ausgelöscht werden kann. Ich glaube nicht, dass irgendjemand erwartet hat, dass wir trotz alledem über 43.000 € sammeln würden.

Sie sind zum zweiten Mal zum Stabschef gewählt worden, was macht ein Stabschef? Wie teilen Sie die Aufgaben zwischen Ihnen auf?

- Um ehrlich zu sein, ist es nicht einfach, Stabschef zu sein, vor allem, wenn man eine Persönlichkeit hat, die versucht, zu viele Dinge allein zu machen, aber ich lerne, Aufgaben zu delegieren, um das Gleichgewicht im Stab zu halten (lacht). Die Mitarbeiter von Darmstadt-Frankfurt sind seit Jahren ein gutes Team. Die meisten von ihnen wissen genau, was zu tun ist, wie zum Beispiel Kasia Borkowska, die seit Jahren die Mutter unserer Freiwilligen ist. Paweł Pindyk leitet die Schlusspatrouille, die während der Veranstaltungen für Ordnung sorgt. Paweł Majchrzak ist für die Technik zuständig und überwacht das Aufführungsprogramm. Wir haben Renia Dowako, die dafür sorgt, dass Sie während des Finales etwas Leckeres essen können. Da ist Marcin Junik, den man unter Anderem von der Bühne kennt, den Grafiken und den finalen Gadgets. Da ist Monika Niewieczerzał, die die sozialen Medien koordiniert. Und ich kann Pauline Zaremska nicht vergessen, die Monika bei Social Media hilft und sich auch um organisatorische Dinge kümmert. Da Ewelina Gierłach nicht mehr da ist und sich um ihre Zwillinge kümmern muss, müssen wir jemanden finden, der sich um das Kinderzimmer und die Spiele kümmert. Es sind wirklich viele Menschen beteiligt, und es ist unmöglich, sie alle hier zu nennen. Derzeit bin ich für die Sponsoren und die Koordinierung unserer Aktivitäten zuständig.

Während des letzten Finales hat Ihnen ein Unternehmen, das polnische Veranstaltungen in Deutschland organisiert, sehr geholfen. Wirst du auch im nächsten Finale mit ihnen zusammenarbeiten?

- Ja. Die Hilfe, die wir von der Firma Star Manager erhielten, war immens. Ich muss zugeben, dass weder ich noch irgendjemand in der Belegschaft wusste, wie man eine Online-Sendung so vorbereitet, dass wir alles erreichen können, was wir geplant hatten. Als wir ihnen sagten, was wir vorhatten, ließen sie uns immer wieder von der Liste der Bewerber fallen, die wir um technische Unterstützung baten. Nur Star Manager, der große Veranstaltungen in Polen organisiert und plant, solche Veranstaltungen in Deutschland zu organisieren, hat nicht gezögert, uns zu helfen. Im Moment sind sie als Organisatoren des Cabaret Women's Day bekannt, aber sie planen auch andere Veranstaltungen für Polen, denn sie setzen auf gute polnische Kultur und Unterhaltung. Weitere Informationen unter: www.gramy.de. Es muss gesagt werden, dass Piotr, der Eigentümer des Unternehmens, ein glühender Fan der Stiftung von Jurek Owsiak ist, der in seiner Jugend mit WOŚP zu tun hatte. So bescherte uns das Unternehmen nicht nur eine perfekte, ganztägige Übertragung unseres Finales im Internet, sondern auch viele Gadgets von befreundeten Künstlern. Mit einigen von ihnen konnten wir sogar während der Sendung online in Kontakt treten. Ich bin sehr froh, dass Sie sich bereit erklärt haben, uns auch in diesem Jahr zu unterstützen. Es ist ein großer Trost, sowohl für uns als Organisatoren als auch für die Menschen, die beim Finale auftreten, wenn wir wissen, dass die Technik in guten Händen ist.

Wenn wir schon über das bevorstehende Finale sprechen, können Sie uns irgendwelche Details nennen? Was planen Sie für den 30. Januar 2022?

- Alles kann sich noch ändern. Die Entscheidung, wie wir das Finale selbst organisieren werden, ist nicht so einfach. Einerseits möchten wir, dass die Veranstaltung für alle zugänglich ist, andererseits müssen wir alles tun, um sie sicher zu machen. Wir müssen also alle Vorschriften im Zusammenhang mit Covid 19 beachten. Derzeit planen wir wieder ein ungewöhnliches Finale - eine Veranstaltung im Freien. Ich weise Sie jedoch darauf hin, dass Sie unserer Facebook-Seite folgen sollten: WOŚP Darmstadt/Frankfurt, da sich unsere Pläne ändern können. Eine weitere Neuigkeit ist, dass wir wieder nach Darmstadt zurückkehren, in die bekannte Knabenschule, wo der Samstagsteil unseres Finales geplant ist. Anlässlich des Finales zum 30-jährigen Jubiläum will die "alte Garde" helfen. Deshalb freue ich mich, dass Antek Stelter und sein Darmstädter Team Sie am Samstag in Darmstadt unterhalten werden und wir am Sonntag, den 30. Januar in Frankfurt Ihre Herzen erwärmen werden. Es wird wieder etwas Neues sein, etwas Verrücktes.

Wissen Sie schon, wer auftreten wird? Wer wird unter unseren Gästen sein?

- Wir haben eine Band eingeladen, die noch nie im Ausland gespielt hat. Ich werde euch den Namen nicht verraten, aber alle, die bis zum Schluss bei uns geblieben sind, konnten sich ihre Lieder am Ende unserer Sendung anhören. Wir planen ihren Auftritt für Samstag, während wir den Sonntag hauptsächlich den Kindern widmen wollen. Natürlich planen wir auch alle Aktivitäten, die uns bisher begleitet haben, wie Blutspenden oder Give a Hair für die Rak'n'Roll Stiftung DKMS.

Können sich hilfsbereite Menschen noch bei Ihnen bewerben? Welche Art von Hilfe erwarten Sie?

- Das Wichtigste sind wie immer die Freiwilligen, ohne die es kein Finale geben würde. Wir brauchen sowohl Freiwillige, die Geld in Dosen sammeln wollen, als auch Leute, die Kuchen und Getränke servieren, bei der Zubereitung von Mahlzeiten helfen oder mit Kindern spielen können. Wir wollen auch einen WOŚP-Mobil organisieren, ähnlich wie im letzten Jahr, d.h. wir laden mobile Freiwillige ein, die zu einer vereinbarten Zeit in eine Stadt kommen, wo kurz vor dem Finale ein paar Spendende kommen, die Geld in eine Dose werfen wollen. Wir arbeiten auch daran, in den Innenstädten der Großstädte besser sichtbar zu sein. Wir sind in Gesprächen mit den Stadtverwaltungen von Darmstadt und Frankfurt. Es wird also passieren... Und je mehr Menschen bereit sind zu helfen, desto interessanter wird unser Finale sein und desto mehr Geld wird an die Bedürftigen gehen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass wir während des 30. WOŚP-Finales Spenden für die Diagnostik und Behandlung des Augenlichts von Kindern sammeln.

Ich erinnere mich an unsere Anfänge, als ich noch Mitarbeiter in Darmstadt war und davon träumte, eine richtige Veranstaltung zu organisieren und dann über 10.000 € zu sammeln. Was sind Ihre Träume für die Mitarbeiter von Darmstadt-Frankfurt? Was sind Ihre Ziele?

- Ja, ich habe viele Träume, die mit WOŚP zu tun haben. Eines Tages würde ich gerne ein richtig großes Konzert in Frankfurt organisieren... Aber das Wichtigste ist, dass dieses und jedes Finale sicher ist. Damit niemand verletzt wird und jeder mit einem Lächeln nach Hause geht. Das haben mir die früheren Stabschefs Damian und Łukasz einmal gesagt, aber ich habe es erst verstanden, als ich selbst dafür verantwortlich war, was während der Endrunde passieren würde. Mein Ziel ist es auch, das Programm in polnischen Schulen in unserer Region einzuführen: "Wir sparen und lernen zu sparen". Wir laden interessierte Lehrkräfte ein, sich bei uns zu bewerben. Wir werden das Programm im Rahmen unserer Vereinigung durchführen. Gleichzeitig könnten wir uns denjenigen präsentieren, die mit uns zusammenarbeiten und in Zukunft das Personal übernehmen können.

Sagen Sie uns bitte abschließend, was WOŚP für Sie ist? Es geht um Spaß, Abenteuer oder vielleicht auch um mehr?

- Es ist für mich eine große Befriedigung, dass ich mich selbst verwirklichen kann, indem ich anderen Menschen helfe. Helfen ist wahrscheinlich mein Lebensmotto, das habe ich schon immer gemacht. Mit einem Wort: WOŚP ist und bleibt ein wichtiger Teil meines Lebens.

 

Kasia Borkowska - Kindergärtnerin in einem der Frankfurter Kindergärten. Seit vielen Jahren ist Sie in der WOŚP-Zentrale Darmstadt-Frankfurt tätig.

"TM": Kaśka, sagen Sie uns bitte, seit wie vielen Jahren Sie Mitglied der örtlichen Zentrale sind?

Kasia Borkowska: Bitte sagen Sie uns, warum Journalisten das Gespräch mit Zahlen und Daten beginnen? Ich habe sie nie gezählt. Ich habe mein erstes WOŚP-T-Shirt vom 24. Ich zähle mit den Fingern, dass es dieses Jahr bereits das 7. Finale sein wird, das ich mitorganisiere. Ich weiß zwar nicht mehr genau, wann das war, aber ich erinnere mich genau daran, wie wir die ganze Veranstaltung zusammen mit Antek Stelter, Damian Kisiel, Łukasz Nowicz und Edyta Musioł und dem restlichen Team organisiert haben. Unser Personal ist lebendig und verändert sich ständig. Neue Leute kommen hinzu und einige gehen. Aber auch diejenigen, die uns verlassen, unterstützen uns weiterhin auf ihre Weise und nach besten Kräften.

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Sie die Mutter der lokalen Freiwilligen sind? Sie sind diejenige, die von den Sammelwilligen angesprochen wird. Sie sind diejenige, die mit ihnen vereinbart, wo sie Geld sammeln können.

- Das hat unser ehemaliger Chef Damian einmal gesagt, und so ist es auch geblieben. Er nannte mich die "Mutter der Freiwilligen", weil ich geduldig, ruhig und gelassen gegenüber allen bin, die bei unseren Sammlungen helfen wollen. Dagegen habe ich nichts einzuwenden, und ich genieße es sogar, zu wissen, dass die Menschen mir vertrauen und wissen, dass sie auf mich zählen können.

Wie können Leute, die Geld in einer Dose sammeln wollen, mit Ihnen Kontakt aufnehmen?

- Freiwillige Helfer können sich ab Mitte November bei uns anmelden. Ein Freiwilliger kann eine Person jeden Alters sein. Kinder unter 16 Jahren müssen sich in Begleitung eines Erziehungsberechtigten anmelden. Sie können sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über unsere Facebook-Seite anmelden. Oft melden sich auch ehemalige Freiwillige. Sie können sich auch über die offizielle Website der WOŚP-Stiftung https://iwolontariusz.wosp.org.pl anmelden. Wenn Sie den Namen unserer Zentrale eingeben, werden die Bewerbungen auch an mich weitergeleitet. Sie können nicht nur auf traditionelle Weise Geld sammeln. Sie können als mobiler Freiwilliger tätig werden, Ihren eigenen E-Voucher einrichten und online Geld sammeln, praktisch ohne Ihr Haus zu verlassen. Wenn Sie am Tag des Finales nicht als Freiwillige/r bei der Spendensammlung mitmachen können und Sie ein eigenes Unternehmen haben. Schreiben Sie uns!!! Ab Dezember können Sie in Ihrem Unternehmen eine stationäre Spardose aufstellen. Zögern Sie nicht, jedes Jahr schenken uns viele Unternehmer ihr Vertrauen, werden Sie einer von ihnen. Wenn Sie mitspielen wollen, sind Sie herzlich willkommen!

Interviewer Michał Kochański

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, wir laden unsere Zuhörer zum Vortrag ein: 14. Januar 2022 um 18.00 Uhr.

Dr. Andrzej Zybała, Professor an der Wirtschaftsuniversität Warschau (Warsaw School of Economics), Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliche Ordnung (public policy).
Forschungsschwerpunkte: öffentliche Ordnung (public policy), öffentliches Management, sozialökonomische Partnerschaften. Chefredakteur der akademischen Vierteljahresschrift
„Studia z Polityki Publicznej”[Studien zur Öffentlichen Ordnung]. Letzte Buchveröffentlichungen: „Der polnische Geist am Scheideweg. Zur geistigen Kultur Polens” (2016)
und „Public policy in Polen: Kultur, Machtausübung, Entwicklung” (2021). Mehr dazu unter: andrzej_zybala (sgh.waw.pl)

Der Vortrag “Wie der polnische Staat mit der Pandemie zurechtkam“ ist der Analyse von Erfolgen und Niederlagen auf dem Gebiet der öffentlichen Maßnahmen
gewidmet, die von der Regierung in Polen mit dem Ziel getroffen wurden, die Verbreitung des Virus einzudämmen und die gesellschaftspolitischen und ökonomischen
Folgen des Virus abzumildern. Besprochen werden u.a.:

  • Hauptmerkmale der von den Regierenden getroffenen Maßnahmen, Reaktionsmodi angesichts des Phänomens Pandemie,
  • Grundlegende Dilemmata bei den getroffenen Maßnahmen,
  • Instrumentarium von Mitteln zur Durchführung von Maßnahmen (z.B. Umfang des Lockdowns, Durchführung von Impfungen, öffentliche Kommunikation mit der Bevölkerung, Beachtung von Einschränkungen),
  • Ursachen hoher Sterberate bzw. Auswirkungen von eingeführten Maßnahmen, (Ausmaß der Ansteckungen, der Sterblichkeit u. ä.),
  • Aufgabenmanagement, darunter Verteilung von Aufgaben zwischen verschiedenen Ebenen der öffentlichen Behörden der Zentral- und Lokalverwaltung,
  • Einsatz von wissenschaftlichen und fachlichen Ressourcen bei der Programmierung bzw. Planung von Pandemiemaßnahmen,
  • Situation im Gesundheitssystem und Chancen auf dessen Anpassung in absehbarer Zukunft,
  • Besorgnis wegen möglicher Abwärtsentwicklung in der Wirtschaft.

Moderation: Dr. Piotr Olszowka


Mit herzlichen Grüßen,
Der Programmbeirat der UDG


Współfinansowane przez/Gefördert durch:



          

 
Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2022 mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 25.000 Euro ausgelobt – Freistaat Sachsen stiftet den Preis „Journalismus in der Grenzregion“ – Anmeldefrist: 30. Januar 2022

Der Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2022 ist eröffnet. Erneut sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro ausgelobt. Beiträge können in den folgenden Kategorien eingereicht werden: Print, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia und „Journalismus in der Grenzregion“. Die Siegerinnen und Sieger werden nach zwei Jahren virtueller Preisvergabe wieder bei der Live-Gala am 9. Juni 2022 in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec prämiert. Die Deutsch-Polnischen Medientage finden am 9./10. Juni 2022 in Görlitz-Zgorzelec statt.

Die eingereichten Veröffentlichungen sollen das Zusammenleben in der Europäischen Union fördern. In den Beiträgen können sämtliche Aspekte des deutsch-polnischen Verhältnisses thematisiert werden. Besonders erwünscht sind Beiträge mit einem Bezug zur aktuellen Entwicklung im Nachbarland. Aber auch Artikel und Sendungen, die sich mit der schwierigen gemeinsamen Geschichte auseinandersetzen, haben eine Chance, prämiert zu werden. Die Organisatoren erinnern an die Möglichkeit, dass Redaktionen und Medienschaffende eine unbegrenzte Anzahl von Beiträgen für den Wettbewerb einreichen können. Frist für die Einreichung von Wettbewerbsbeiträgen ist der 30. Januar 2022.

Der gastgebende Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, betont anlässlich der Auslobung: „Die Corona-Pandemie schränkt nun schon seit fast zwei Jahren unsere Kontakte und unser soziales Leben ein. Den Medien auf beiden Seiten der Grenze kommt daher in dieser schwierigen, anspruchsvollen Zeit die wichtige Aufgabe zu: wahr, fair und offen über die Situation in Deutschland und Polen zu berichten. So kann weiterhin Verständnis entwickelt werden und Vertrauen wachsen. Wie wichtig uns das Zusammenleben in der Grenzregion ist, zeigt auch der von Sachsen ausgelobte Sonderpreis. Damit sollen vor allem die Arbeiten von Medienschaffenden gewürdigt werden, die im Grenzraum unterwegs sind und sich mit Alltagsthemen beschäftigen, die die Menschen beiderseits der Grenze interessieren.”

Sachsens Ministerpräsident ruft alle Medienschaffenden in Deutschland und Polen auf, sich an diesem traditionsreichen Wettbewerb mit ihren besten Arbeiten in allen fünf Kategorien zu beteiligen. „Ich freue mich schon jetzt auf die Preisverleihung am 9. Juni nächsten Jahres in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec, zu der ich Sie herzlich einlade.”  

Stifter des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises 2022 sind die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die sechs Partnerregionen: die drei Woiwodschaften – Westpommern, Lebus und Niederschlesien – und die drei Bundesländer – Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Sachsen. Der Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“ wird vom Freistaat Sachsen gestiftet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihre Beiträge in allen Kategorien über das Online-Registrierungssystem anmelden.

Die aktuellen Teilnahmebedingungen, das Online-Bewerbungsformular sowie weitere Möglichkeiten der Einreichung von Beiträgen finden Sie auf der Webseite des Preises.

Quelle: Stiftung fürDeutsch-Polnische Zuzammenarbeit www.sdpz.org

 

Das 30. Finale des 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe wird am 30. Januar 2022 stattfinden. Das Finale des 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe ist eine eintägige öffentliche Benefizveranstaltung, die von der "Großen Orchesters der Weihnachtshilfe Foundation" organisiert wird. Seit vielen Jahren werden die WOŚP-Finals auch von Online-Aktionen und geschlossenen Veranstaltungen begleitet, die Anfang Dezember beginnen.

Das Sehvermögen ist der wichtigste menschliche Sinn. Alle damit verbundenen Probleme beeinflussen die allgemeine Entwicklung und die Wahrnehmung der Welt. Deshalb ist es so wichtig, mögliche Anomalien schnell zu erkennen und zu behandeln, und ein Faktor, der für eine korrekte Diagnose und die Durchführung der Therapie notwendig ist, sind moderne Geräte, an denen es in polnischen Einrichtungen mangelt.

Das WOŚP-Finale ist eine eintägige öffentliche Benefizveranstaltung, die von der 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe organisiert wird. Seit vielen Jahren werden die WOŚP-Finals auch von Online-Aktionen und geschlossenen Veranstaltungen begleitet, die Anfang Dezember beginnen.

Das Sehvermögen ist der wichtigste menschliche Sinn. Deshalb ist es so wichtig, mögliche Anomalien schnell zu erkennen und eine Behandlung einzuleiten. Für eine korrekte Diagnose und die Durchführung der Therapie ist eine moderne Ausrüstung erforderlich, an der es in polnischen Einrichtungen mangelt.

In Deutschland wird das 30. Finale des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe unter anderem von der Polonia in Oberhausen, Essen, Düsseldorf, Bonn, Darmstadt, Frankfurt, Hannover und Berlin organisiert.

Red. Polonia Viva / https://www.wosp.org.pl/aktualnosci

Bescheidene Geschenke können das ganze Jahr über gemacht werden. Vor allem, wenn es sich bei den Empfängern um unsere Kleinen handelt. Wir haben oft keine Zeit, unseren Kindern die schönsten Märchen aus unserer Kindheit vorzulesen. Wir entschuldigen uns für Zeitmangel oder schlechte Ausdrucksweise. Deshalb empfehle ich dringend die CD "Reimland", auf der Jola Wolters, eine hervorragende Sängerin aus Duisburg, und der bekannte Schauspieler Artus Barciś nicht weniger als 44 kurze gereimte Märchen für Kinder präsentieren, die große und kleine Zuhörer zum Zuhören verführen. In einer Stunde und fünfzehn Minuten nehmen uns die Autoren mit auf eine Reise durch das Land der Phantasie und eine Begegnung mit Julian Tuwim, Maria Konopnicka, Jan Brzechwa und anderen bekannten Dichtern. Wir hören 'Rauschen auf den Schienen Lokomotive', 'Rennt schreiend Mr. Hilary... Wo ist meine Brille', wir finden heraus 'Wer hat einem Teddybär das Ohr abgerissen' und wir hören Geschichten über 'Entenquaken' und 'Trąbalski Elefant'.

Gedichte für Kinder sind einer der wenigen "Schlüssel", die die geheimen Pforten der Phantasie öffnen können. Sie können ihn betreten, entdecken und gestalten. Die vorliegende CD kann sehr nützlich sein, um die Vorstellungskraft zu entwickeln, die Sensibilität anzuregen und den Wortschatz zu erweitern, insbesondere für Kinder, die Polnisch lernen oder ihre Kenntnisse auffrischen wollen.

Die vorgestellten Gedichte sind eine praktische Lektion über gute Manieren, richtige Verhaltensnormen und positive Gewohnheiten. Dies ist eine fantastische Möglichkeit, viele Bereiche, die für die Gesamtentwicklung eines Kindes wichtig sind, zu unterstützen und zu bereichern. Außerdem ermöglicht es das gemeinsame Spielen mit den Eltern und das gemeinsame Erleben einer fantastischen Welt.

Jolanta Wolters ist eine in Polen und im Ausland bekannte Sängerin und Chansonierin, die das Lied der Schauspielerin in drei Sprachen vorträgt - Polnisch, Deutsch und Französisch. Ihr youtube-Kanal "Jolatna czyta dzieci" wurde bereits von über drei Millionen Internetnutzern besucht.

Nach dem Konzept von Jola Wolters soll das Album nicht nur unterhalten, sondern auch lehren. Es kann auch dazu anregen, im Kreise von Verwandten zuzuhören, oder die Kinder dazu inspirieren, die Figuren aus den Gedichten zu verkörpern, und sie dazu ermutigen, verschiedene Möglichkeiten zu entdecken, ihre Stimme einzusetzen.

Die CD kann per E-Mail bei der Autorin bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Leonard Paszek

 

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