Aachen Wegen seines Einsatzes für die deutsch-polnischen Beziehungen hat Wieslaw Lewicki das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hat Wieslaw Lewicki jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Lewicki erhielt diese Auszeichnung im Festsaal des Couven-Museums in Aachen, weil er sich seit vielen Jahren in besonderem Maße völkerverständigend für die deutsch-polnischen Beziehungen sowie die Stärkung der im Ausland lebenden Polinnen und Polen einsetzt.

Vom links: Olaf Müller Leiter des Kulturamts in Aachen, Thorsten Klute MdL NRW Polonia-Beauftragte in NRW, Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Wieslaw Lewicki, Josef Neumann MdL NRW

Bereits während seiner Studien in Gliwice, Aachen, Köln und Frankfurt am Main nahm Wieslaw Lewicki sein soziales Engagement auf. Die Stärkung der Polonia, der außerhalb Polens lebenden Polinnen und Polen, ist ihm seitdem eine Herzensangelegenheit. Seit vielen Jahren setzt er sich unter hohem, zeitlichem Aufwand für die Teilhabe und Integration der polnischstämmigen Bevölkerung, für gute deutsch-polnische Beziehungen sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft in der Europäischen Gemeinschaft ein. Im Jahr 2004 gründete er die zweisprachige Zeitschrift „Polregio“ und stellte zeitgleich die Webseite www.polregio.eu online, für die er noch immer als verantwortlicher Chefredakteur tätig ist. Im gleichen Jahr gründete Wieslaw Lewicki den Kulturverein Polregio e.V. in Nordrhein-Westfalen.


Wieslaw Lewicki mit Maria und Czeslaw Golebiewski vom Kulturzentrum "Gdanska" in Oberhausen

Als Vorsitzender des „Polnischen Kongresses“ in Deutschland“ initiierte er den Polonicus-Preis, der erstmals im Mai 2009 während der „Polregionale“ im Dreiländereck Belgien/ Niederlande/Deutschland verliehen wurde. Mit dem Polonicus-Preis werden wichtige Personen oder Institutionen geehrt, die sich in besonderer Weise für den deutsch-polnischen Dialog in Europa verdient gemacht haben und sich für die Verbreitung europäischer Werte einsetzen. Seit 2010 gehört die Polonicus-Preisverleihung zum Karlspreis-Programm und ist fest im Königssaal des Rathauses Aachen etabliert.

Wieslaw Lewicki setzte immer wieder entscheidende Impulse in wichtigen Fragen des Zusammenlebens und der Integration der polnischstämmigen Bevölkerung. Als Delegationsleiter der Deutschen Polonia brachte er sich erfolgreich beim deutsch-polnischen „Runden Tisch“ in Warschau ein, um eine gemeinsame Erklärung der Minderheiten und den Regierungen auszuarbeiten. Am 12. Juni 2011 wurde die „Gemeinsame Erklärung des Runden Tisches“ von der Bundesregierung und der polnischen Regierung ratifiziert, die Lewicki mitunterzeichnete.

Warschau 12. Juni 2011, „Gemeinsame Erklärung des Runden Tisches“; von links Vertreter der Polonia in Deutschland Wieslaw Lewicki , Parlamentarischer Staatssekretär Chistoph Bergner BMI, StaatssekretärTomasz Siemoniak MSWiA, Vertreter der deutsche Minderheit in Polen Bernard Gaida

Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, möglichst viele Menschen jeglichen Alters für ein modernes Polen-Bild zu interessieren und auf europäischer Ebene verbindend zu vernetzen. Über die Jahre baute er dabei ein großes weltweites Netzwerk auf. Sein Augenmerk liegt darauf, junge Menschen polnischer Herkunft zu Aktivitäten für die europäische Integration in ihrem Aufenthaltsland zu motivieren. Auch außerhalb Europas wirkt er seit vielen Jahren als Brückenbauer, so zum Beispiel im „Weltrat der Polonia" mit Sitz in Kanada, aktiv mit.

Er gilt als einer der bekanntesten und aktivsten Vertreter der polnischen Gemeinschaft in Deutschland. In Anerkennung seiner umfangreichen Verdienste wurde er im Jahr 2012 mit der Medaille „Bene Merito“ und 2015 vom damaligen Präsidenten der Republik Polen, Bronislaw Komorowski, mit dem Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, ausgezeichnet.
Wieslaw Lewicki führt seit dem Jahr 2000 als beratender Ingenieur seine eigene Firma „System Management“ in Aachen. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn.

Aachener Nachrichten  vom 30. Juni 2023

Quelle: Pressestelle Aachen

Fotos: Darius Manka / Fotokiste.de

 

 

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