Im Mai dieses Jahres wurde in Köln ein neuer Verein gegründet: Europolis e.V. - Polnisch-deutsches Begegnungshaus. Der Name Europolis setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Euro - als Hinweis auf den europäischen Charakter der Vereinigung - und Polis - als Stadt. Das heißt, Europolis ist eine europäische Stadt wie Köln.

Alles begann im Herbst 2020, als acht Frauen bei einem von Bożena Falkner organisierten "Frauentreffen" in Köln getroffen haben, dass sie einen gemeinsamen Traum hatten: einen Ort, ein Haus der Begegnung, ein Stück Heimat zu schaffen. Der Verein befindet sich derzeit im Registrierungsverfahren, nach dem er Rechtspersönlichkeit erlangen wird.

Die Pandemie verlängerte den Gründungsprozess erheblich, aber die acht starken Frauen gaben nicht auf und arbeiteten online, indem sie sich jeden Dienstag auf Zoom trafen. Bei diesen Treffen wurde eine Satzung ausgearbeitet. Erst am 28. Mai dieses Jahres trafen sich alle Damen zum ersten Mal persönlich.

Das frühere Europäische Kulturzentrum IGNIS, in dem sich die Polen trafen, wurde 2013 geschlossen. In der Millionenstadt Köln fehlt es an Möglichkeiten für die polnische Community, sich zu treffen, sich auszutauschen, auf Polnisch zu sprechen und kulturelle Veranstaltungen mit Bezug zu Polen zu besuchen.

Wegen der Pandemie dauerte die Gründung des Vereins lange. Es war möglich, eine gemeinsame Vision zu entwickeln und enge Kontakte zu knüpfen. Gemeinsame Ideale erleichterten dies - Toleranz, Achtung der Menschenrechte, soziales und kulturelles Engagement, Dialog. Diese finden sich in der Präambel des Europolis-Statuts wieder, ebenso wie die Förderung der Freundschaft zwischen den europäischen Ländern.

Acht unterschiedliche, erfahrene und vielseitig qualifizierte Frauen mit Schlüsselkompetenzen wie polnischer und deutscher Sprachunterricht, Bibliothekswesen, Verlagswesen, Kunst und Musik, Rechts- und Sozialberatung haben große Pläne:

- Ein interkulturelles Zentrum, ein von der Stadt offiziell anerkannter Ort, soll in einem sozialen Akt geschaffen werden. Wir werden den Status eines Interkulturellen Zentrums beantragen", sagt Anna Klimaszewska-Golan, eine polnisch-deutsche Juristin und die erste Polin in Köln, die in den Integrationsrat gewählt wurde.

- Ein Ort, an dem Landsleute Hilfe und Rat finden und die Möglichkeit haben, Deutsch oder Polnisch zu lernen. Ein Ort, an dem Kinder spielen und etwas über die polnische Kultur, Filme, Bücher und Musik lernen können, und an dem Senioren tanzen können.

Wir sind auf der Suche nach einer Immobilie, bis dahin wird die Beratung online durchgeführt. Und natürlich wird es auch kulturelle Veranstaltungen geben", so die begeisterte Margaux Kier, die Künstlerin. - Folgende Veranstaltungen haben bereits stattgefunden: die Feier zum 30-jährigen Bestehen des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, das Konzert "String Art Cologne" am 17. Juni im Französischen Institut in Köln.

Im Juli und August: "8 Frauen", eine Poesie- und Musikcollage in polnischer, deutscher und französischer Sprache, ebenfalls im Institut, die Eröffnung einer Ausstellung von Gemälden und Grafiken von Rosa Juchniewicz und Martine Metzing-Peyre "au féminin", dann ein gemeinsames Konzert von Margaux & dieBANDiten mit Marion & Sobo und eine Tanzperformance "Danse le poème" - beides "open air" Veranstaltungen in Odonien.

Zu den Zielen und Plänen des Vereins gehört auch der kulturelle Austausch zwischen Polen, Deutschland und Frankreich. Die Erweiterung des Horizonts auf Frankreich, auch unter dem Blickwinkel des Weimarer Dreiecks, entspricht ganz dem europäischen Gedanken dieser aktiven Frauen und der Stadt Köln, die immer mit Frankreich verbunden war. Darüber hinaus ist für den Herbst ein Konzert mit Magda Umer, einer Legende des polnischen poetischen Gesangs, geplant, gefolgt von der Andreasnacht und dem Weihnachtsliedersingen.

Margaux Kier, Anna Klimaszewska-Golan

Magazin der Polonia"Twoje Miasto"

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