Meine Sprache ist wichtig, ich bin wichtig! - Ist eine Social-Media-Kampagne, die von Mitgliederinnen von Integrationsräten in NRW und Aktivistinnen polnischer Herkunft initiiert wurde, unter Slogans wie: "Zweisprachigkeit ist attraktiv, du auch", "Sprache - ist mehr als Worte", "#MyLanguageMyIdentity", "jede Fremdsprache erweitert den Horizont", "Zweisprachigkeit - unsere Stärke". Die Polinnen betonen die Vorteile der Zweisprachigkeit und gleichzeitig die Möglichkeiten zum Erlernen einer ererbten Sprache (HSU) in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen ihres Engagements in den Integrationsräten und in den Stadtverwaltungen haben polnische Frauen Aktivitäten unternommen, um für das Erlernen der polnischen Sprache im Kindergarten, für Finanzierungsquellen und -möglichkeiten zu werben und diese Informationen unter den Eltern polnischer Abstammung in NRW zu verbreiten.

Am 21. Februar 2021 feiern wir den Internationalen Tag der Muttersprache unter der Schirmherrschaft der UNSECO.

Dieses Jahr unter dem Thema: 'Förderung der Mehrsprachigkeit für die Inklusion in Bildung und Gesellschaft’.(Fostering multilingualism for inclusion in education and society).

Die UNESCO definiert mehrsprachige Erziehung als "die Verwendung von zwei oder mehr Sprachen als Mittel zum Lernen und zum Erwerb von Wissen". Der Begriff "mehrsprachige Erziehung" wurde 1999 geprägt, um das Phänomen zu beschreiben, dass mindestens drei Sprachen im Bildungsprozess verwendet werden: der einheimische Dialekt (die Sprache der lokalen Gemeinschaft), die Muttersprache und die Sprachen der internationalen Kommunikation. Die ersten beiden sind in der Bildung von entscheidender Bedeutung, während Fremdsprachen für das Verständnis globaler Probleme unverzichtbar sind und somit eine wichtige Rolle beim Heranwachsen zu einem Weltbürger spielen“.

"Für mich spiegelt jede Sprache die Mentalität eines Landes wider, sie hat ihre eigene Besonderheit und ermöglicht es, in die Kultur, aus der sie stammt, einzutauchen, die Geschichte einer Nation zu verstehen, sich selbst und die Welt kennenzulernen. Aus der Sprache kommen Poesie, Rhythmus, Klangfrequenzen, die durchaus einen Einfluss auf unsere innere Entwicklung haben. Sprache dient nicht nur der Kommunikation, sondern auch dem Vergnügen, der Emanation und der Kreativität. Sprache, jede, und jeder Dialekt, sind lebendige Attribute der Kulturen unserer Menschheit. Ich liebe Dialekte, Sprachen und Menschen.“ - Alexandra Stegh, Stadträtin Wesseling (Bündnis 90/ Die Grünen).

"Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt." -schrieb der Philosoph Ludwig Wittgenstein. Sprache ist die emotionale Ebene des Selbst. Für mich ist die Sprache ein Geflecht aus dem langen Zopf meiner Großmutter, aus meiner Kindheit, die am Treffpunkt dreier Sprachen und dreier Kulturen verlief: Polnisch, Ukrainisch und Deutsch. Ein Gewirr von Ereignissen und sprachlichen Reizen, die aufeinander folgen und eng mit einem kulturellen Code einer bestimmten Sprache verbunden sind. Schließlich ist die Sprache ein Synonym für sozialen Wandel - eine Verbalisierung dieses Wandels." - Joanna Szymanska, Mitglied des Integrationsrat der Stadt Aachen.

"Meine Muttersprache ist wie die Brille, durch die ich die Welt wahrnehme. Und obwohl ich nicht mehr in ihm träume, begleitet er mich immer noch in meinen inneren Dialogen über Werte. Nur in meiner polnischen Sprache kann ich die Kraft der Gefühle wirklich ausdrücken und verstehen. Für mich ist es ein großes kulturelles Erbe, das ich versuche, als Mutter weiterzugeben. - Joanna Elies, Mitglied des Integrationsrat der Stadt Dorsten

"Meine Muttersprache ist meine Identität. Wie ich die Welt sehe, hängt stark damit zusammen, wie meine Sprache sie definiert. In den Sprachen, die ich täglich benutze - Polnisch und Deutsch - schätze ich sehr ihre Präzision, ihre Ressourcen, ihren Humor und... Plastizität". - Katarzyna Lorenc, Mitglied des Integrationsrat der Stadt Essen.

"Jede neue Fremdsprache zu kennen, erweitert unseren Horizont, öffnet uns für die Welt und die Menschen, die uns neu erschaffen, denn die Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel - unsere Stimme, unsere Stärke, unsere Identität." - Anna Klimaszewska-Golan, Mitglied des Integrationsrat der Stadt Köln.

"Meine Muttersprache ist meine Identität, mein Gefühl, meine Familie. 

Es ist die Sprache der Gefühle, der nächtlichen Gespräche beim Wein, des ausgeschütteten Bedauerns und der großen Emotionen.

Der Geschmack von Brot und sauren Äpfeln. Das sind die ersten Worte, die meine Kinder gehört haben." - Kasia Dylla, Wir sind für uns da, Polnische Frauen in NRW

Zum Tag der Muttersprache ruft der Landesintegrationsrat NRW dazu auf, die Sprachenvielfalt in unserem Bundesland zielgerichtet und flächendeckend zu fördern und sie für alle Kinder und Jugendlichen nutzbar zu machen. Denn: Das alltagsintegrierte Erlernen von Sprachen bis zum neun-ten Lebensjahr befähigt nicht nur zur besseren Aneignung weiterer Sprachen, sondern geht auch mit der Ausbildung besonderer interkultureller und kognitiver Kompetenzen einher.

Joanna Szymańska

Quellen:

https://www.unesco.pl/article/1/21-lutego-miedzynarodowy-dzien-jezyka-ojczystego/

https://landesintegrationsrat.nrw/mut-zur-foerderung-der-natuerlichen-zweisprachigkeit/

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