In diesem Jahr spielte das Große Orhester der Weinachtshilfe ganz anders. Viel leiser, aber mit einem Knall. Denn wie soll man das diesjährige Spiel beschreiben, das zwar ohne großen Glanz, ohne das traditionelle musikalische Finale und die begleitenden Veranstaltungen auskam, aber in ganz Deutschland über 200 Tausend Euro einbrachte. Das sind zwar 30 Tausend weniger als im letzten Jahr, aber 47 Tausend mehr als vor zwei Jahren. Und das ohne Hallenmiete und Partys. Der größte Teil der Aktivitäten hat sich ins Internet verlagert. Gespielt wurde über Videokonferenzprogramme wie ZOOM, Microsoft Teamr oder Instant Messenger wie Whatsapp und Messenger. Sie wurden sowohl zum Treffen von Freiwilligen als auch zur Durchführung von Auktionen genutzt.

Zum ersten Mal waren alle deutschen Teams über eine Gruppe auf Whatsapp in ständigem Kontakt miteinander. Außerdem wurde ein Video veröffentlicht, in dem sich alle deutschen Stäbe präsentieren. In diesem Jahr wurden 12 Zentralen in Deutschland registriert: Berlin, Bonn, Darmstadt, Hamburg, Hannover, Gelsenkirchen, Karlsruhe. München, Münster, Nürnberg, Oberhausen und Wuppertal.

Bis zuletzt bestand die Hoffnung, ein richtiges Finale zu veranstalten, leider ließen die pandemischen Einschränkungen dies nicht zu. Die Freiwilligen haben sich verschiedene Ideen einfallen lassen, um Geld für die Kinder zu sammeln. So fuhren Mitarbeiter aus Wuppertal mit einer Torte, einem Herz und einer Dose zu jedem, der eine spezielle Telefonnummer anrief, herum. Freiwillige aus Münster fuhren mit speziell angefertigten, bunten und beleuchteten Fahrrädern zu verschiedenen Orten in der Stadt, an denen sich die Polen trafen, und sammelten dort Geld. Einfallsreichtum und Unternehmertum waren keine Grenzen gesetzt. Viele Freiwillige sammelten Geld vor polnischen Geschäften und Restaurants, an Arbeitsplätzen und sogar während eines traditionellen Heiligabendessens.

Alle deutschen Teams richteten eine virtuelle Escargonka ein, in die zu spenden gar nicht so einfach war, da dies nur per Kreditkarte oder PayPal möglich war. Das Geld wurde für Kunstwerke, GOCC-Gadgets, Gutscheine und andere wertvolle Gegenstände bezahlt, die im Internet versteigert wurden. Der Stabschef von Darmstadt-Frankfurt erklärte, wenn mehrere tausend Zlotys auf dem Bahnsteig mit dem Hinweis "Es gibt nur eine Königin" gesammelt werden, wird sie ein Kleid tragen, Stöckelschuhe, ihre Beine wachsen und sich vor den Kameras schminken... Er hat sein Wort gehalten!

Auch der "Siemahop auf Rädern", ein mobiler Laden mit WOŚP-Gadgets, war beliebt. Fast alle Zentralen führten Online-Auktionen durch. Sechs deutsche Zentralen führten zum ersten Mal Auktionen auf der Allegro-Auktionsplattform durch. Fast alle Mitarbeiter haben in den meisten polnischen Geschäften stationäre Dosen aufgestellt.

In diesem Jahr sammelten die deutschen sztabs über 200 Tausend Euro, aus Berlin 15.500, Bonn, 10.000, Darmstadt-Frankfurt 40.000, Gelsenkirchen 7.800, Hamburg 18.400, Hannover 10.000, Karsluhe 10.200, München 23.800, Münster 8.000, Nürnberg 3.500, Oberhausen 30.000, Wuppertal 23.650.

Die neue Realität, in der wir uns dieses Jahr befanden, stellte die Organisatoren vor neue Herausforderungen, eröffnete aber auch neue Möglichkeiten, die das Finale im nächsten Jahr sicherlich bereichern werden.
Das Große Orchester der Weihnachtswohltätigkeit genießt großes Vertrauen der polnischen Gesellschaft. Es gibt immer mehr Hauptquartiere und junge Freiwillige, die sich nicht an der "Hasspropaganda" stören, die in den staatlichen und einigen katholischen Medien verbreitet wird und die behauptet, die karitative Tätigkeit des Orchesters sei nur ein Nebeneffekt des Spaßes und daher dem Christentum fremd. Wie sehr die Behauptung der Geistlichen falsch ist, zeigte das diesjährige Finale, das ohne große Show, ohne Treffen und Spaß, aber mit großem Engagement und dem Bewusstsein, Gutes zu tun, ob es nun christlich ist oder nicht, stattfand. Amen - (Siema) Hallo!

Leonard Paszek

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