"Journalismus in der Krise. Online-Kommunikation als Weg zur Stärkung von Polonia?" ist das Thema eines Workshops, den Polregio e.V. aus Aachen, am ersten Oktoberwochenende dieses Jahres am GSI in Bonn organisiert hat. Gast des Workshops war Thorsten Klute, der Beauftragte für Polonia im Land Nordrhein Westfalen.

Ziel des diesjährigen Workshops war es, die soziale und mediale Situation der polnischen Gemeinschaft vorzustellen und die Forderungen des Kongresses der jungen polnischen Gemeinschaft 2019 zu evaluieren. Im Hinblick auf die Pandemieeinschränkungen wurde das Online-Medienangebot und seine Nutzung für die Partizipation und Vernetzung der polnischen Gemeinschaft diskutiert.

Die aktuellen Möglichkeiten des Polnischunterrichts an den Schulen im Rahmen der so genannten HSU wurden von Anieszka Siemasz-Kałuża und Grażyna Schuffker-Kamień vorgestellt und der Aktionsplan der "Konferenz d.s.Języka Polskiego" für die einzelnen Bundesländer diskutiert.

Am Beispiel der Initiative "Info-Point-Polregio in NRW" stellte Joanna Szymańska das Thema Bürgerbeteiligung in öffentlichen Gremien und die Einbindung der polnischen Gemeinschaft in das politische Leben in Deutschland vor. Barbara Lange von der Frankfurter Initiative "Give a Sign" skizzierte das Programm des Wahlkampfes zur hessischen Landtagswahl 2021.

Während des Workshops wurden die Teilnehmerinnen mit einer Frage zu Social Media konfrontiert. Sie lernten die Kommunikationsformen und -strategien von Dr. Adrianna Tomaczak in ihrem Blog "Emigration for Success" kennen, in dem sie die Profile polnischer Frauen im Exil präsentiert und versucht, eine Definition zu erstellen, wer die Empfängerinnen der Blogs sind.

Im Rahmen des Workshops wurden zwei Medienprojekte vorgestellt, die aus der Vereinbarung "Runder Tisch" vom 10. Juni 2014 hervorgegangen sind: Das von Dr. Jacek Barski gegründete Portal "Porta Polonica", das die historische Präsenz der Polen in Deutschland dokumentiert, wurde von Dr. Katarzyna Salski vorgestellt. Dann stellten der Präsident von "Polregio" und der Herausgeber von "Polonia Viva" Wiesław Lewicki eine Bewertung des Internetauftritts der polnischen Gemeinschaft in Deutschland vor.

Magdalena Kowalska führte die Teilnehmer in die Geheimnisse von Facebook für Fortgeschrittene ein und wies auf die Vorteile der Kommunikation von FB-Gruppen und die Risiken des Datenmissbrauchs für kommerzielle Zwecke hin.

An beiden Abenden des Workshops gab es lebhafte Diskussionen zum Thema gefälschte Nachrichten, geleitet von Jacek Tyblewski, Chefredakteur von COSMO "Radio auf Polnisch", und Dr. Kamila Scholl-Mazurek vom polnischen Sozialrat in Berlin stellte soziale und gesellschaftliche Projekte auf Bundesebene vor.

Anna Golan, LL.M. Prawnik polsko-niemiecki / Köln, 02.11.2020

Projekt wurde gefördert durch:

 

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