"Klinikum Herrn B." ist eine Lesung, die versehentlich auf die Hand des Lesers trifft. Ihre Autorin, Sara Leiss, ist noch keine bekannte Schriftstellerin, deren Bücher aus den Regalen der Buchhandlungen verschwinden. Vielleicht ist dies nicht das Werk, auf das Dutzende von Fans des Werkes des Schriftstellers warten. Das Buch ist jedoch sicherlich eine Pause und Aufmerksamkeit wert.

M. - die Hauptfigur des Romans kämpft mit seinen Schwächen. Da er nicht weiss, wer er ist, wohin er geht und was er will, setzt er sich einer Reihe von überraschenden Fällen aus, in deren Folge er in einer psychiatrischen Klinik landet.
Beim Durchschreiten seiner Pforten begegnet er einnehmenden Charakteren, die seine inneren Emotionen und unbewussten Bilder zum Ausdruck bringen.
Der Zwerg, der ihn durch dunkle Gänge führt, eine symbolisch in den Inhalt integrierte Spinne oder in dieser surrealistischen Welt suggestiv dargestellte andere Wesen sind Wegweiser einer facettenreichen Therapie.
Sorgfältig ausgewählt in Bezug auf die dargestellte Persönlichkeit, das äußere Erscheinungsbild der Figur, Sorgfalt bei der detaillierten Beschreibung von Orten, sichtbare Kenntnisse der Psychologie und Soziologie führen den Betrachter in eine Welt, die an der Grenze zwischen Realität und Phantasie existiert. Die Welt, deren Wege der Bibliophile beschreitet, hat die Möglichkeit, eine in vielen Aspekten verstandene Analyse der menschlichen Natur vorzunehmen.
Auf der Grundlage der Gedanken, des Verhaltens und der Erfahrungen des Protagonisten des Romans wird der Leser dazu angeregt, zu versuchen, die Frage zu beantworten, welchen Weg er geht, wohin er geht und welche Realitäten er mit einem anderen Menschen hat. Der Autor stellt die Frage, inwieweit ein Mensch in der Lage ist, über sich selbst zu entscheiden, inwieweit er von Süchten abhängig ist, die ihn degenerieren und die Welt zerstören, in der er das Glück hat zu leben. Haben die Dämonen im menschlichen Individuum, die schlummern, die Möglichkeit zu entkommen, ihr eigenes Bild zu sehen? Die wiederholte Verwendung freier, manchmal komischer Ausdrucksmittel lockert die Ernsthaftigkeit des Themas auf, entlastet den Leser und macht diese hervorragend konstruierte Publikation zu einer interessanten und humorvollen Lektüre.
Die "Klinik des Herrn B." ist eine ausgezeichnete Beschreibung der Konfrontation eines Mannes mit seiner eigenen Personifizierung.

Claudia Daniel

 

Sara Leiss, geboren in Polen, lebt dauerhaft in Deutschland, in der Nähe von Düsseldorf. Sie studierte an der Universität Szczecin mit dem Schwerpunkt Meeresbiologie. Anschließend absolvierte sie ein Studium an einer privaten Universität, der Fakultät für Rehabilitation und Physiotherapie und der Akademie für Leibeserziehung in Wrocław. Während ihres Studiums arbeitete sie mehrere Jahre lang mit dem Zentrum für Suchttherapie und Suchtkooperation in Szklarska Poreba zusammen und nahm an Kursen, Schulungen und Seminaren über Psychologie und Psychotherapie teil. Schließlich gab sie jedoch die Arbeit als Therapeutin auf und entschied sich für die Rehabilitation. Seit mehreren Jahren arbeitet sie in einer orthopädischen Privatklinik. Sie ist geistig und familiär mit Polen, Irland und Deutschland verbunden, daher spricht sie täglich Polnisch, Englisch und Deutsch. Außerdem spricht sie fließend Russisch und beherrscht die polnische Gebärdensprache. Sie übersetzte mehrere Übersetzungen aus dem Englischen ins Polnische, hauptsächlich Literatur aus dem Bereich der Psychologie, darunter ein Buch mit dem Titel "The Polish Language". "Opfer nicht mehr", übersetzt für Patienten. Ihr Debütroman "Victims no longer" wurde 2015 veröffentlicht. "Klinik von Herrn B.".
Privat interessiert sie sich für Philosophie, Anthropologie und Religionswissenschaften. Sie praktiziert Kampfsportarten (Muay Thai, Boxen, Kali), Schwimmen und alle Arten von Wassersport. Liebt Reisen, Kino, Fotografie und Literatur, insbesondere russische Schriftsteller. Er glaubt an UFOs. Er spielt gerne Schach. Sie ist Vegetarierin, sie zieht Teodors Katze auf.

 

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