Im Herbst startete die Umsetzung des Projekts „Info-Point-Polregio. Maßnahme zur Stärkung der Kompetenzen von Auslands-Polen – ein Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe, Partizipation und Integration für Menschen mit polnischem Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen“. Das Projekt wird vom Verein Polregio e.V. aus Aachen umgesetzt und aus den Mitteln des  Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.  Das Projekt wird in den nächsten zwei Jahren bis Ende des Jahres 2021 durchgeführt.

Die Projektkonzeption sieht vor  auf komplexe und fachliche Art und Weise polnischsprachige Menschen in NRW bei ihrer Integration und in ihrem alltäglichen Leben zu unterstützen. Das Ziel soll mit Hilfe des funktionsfähigen Netzwerks von „Info-Point-Polregio“ erreicht werden.

In NRW hat man die  Gruppen der Menschen mit polnischem Migrationshintergrund, die möglicherweise sowohl von sozialer Ausgrenzung bedroht,  als auch vom System oder von Familien- oder auch Berufssituationen ausgeschlossen sind, als benachteiligt definiert. Dazu gehören unter anderem Frauen jeden Alters, Saisonarbeiter, Einwanderer  nach 2011 (einschließlich Kinder bis 18 Jahre) und Senioren. Die Umsetzung des gesetzten Ziels erfolgt durch die Umsetzung des Beratungsstellenmodells „Info-Point-Polregio", das im Rahmen eines gleichnamigen Pilotprojekts entwickelt und von September 2018 bis Februar 2019 in Aachen durchgeführt wurde.

Die Umsetzung des Projekts wird zunächst die Städte Aachen, Essen, Wuppertal und Köln vornehmen, eine Verlagerung einiger Projektaktivitäten an andere Orte in NRW ist nicht ausgeschlossen.

Im Rahmen des Projekts sind Aktivitäten wie: regelmäßige Beratungsangebote, Einzel- und Gruppenberatung, offene und geschlossene Fachtreffen, Weiterbildungsangebote, sowie die Online-Beratung mit Experten geplant.  Die Projektmaßnahmen werden jeweils mit Deutsch - Polnischen Experten in den Bereichen, u.a.: Sozialarbeit, Versicherung, Steuerrecht und Recht, hier u.a.: Familienrecht, Arbeitsrecht, Psychologie und Psychotherapie, Deutsch als Fremdsprache und Polnisch - Muttersprachlicher Unterricht durchgeführt;, wobei spezifische Bedürfnisse regelmäßig mit den Projektbegünstigten besprochen werden.

Das Projekt fungiert zusammen mit dem zukünftigen Netzwerk sozialer Strukturen „Info-Point" in NRW  als  eine Einführung in die Ausarbeitung eines nachhaltigen Angebots sozialer Unterstützung primär für Migranten polnischer Herkunft in Nordrhein-Westfalen, ferner  eine Antwort auf die Notwendigkeit struktureller Integration und folglich auf die Gewährleistung eines gleichberechtigten Zugangs zu Informationen für alle sozialen Gruppen, dementsprechend als eine Grundlage einer gelungenen strukturellen Integration. 

Ein wichtiges Element des Projekts ist die Erstellung des sogenannten Ressourcenplans, d. h. Im Projektrahmen wird nicht nur die Diagnose von Defiziten bei Migranten polnischer Herkunft erfolgen, sondern vor allem die Auswahl aus derselben Expertengruppe, die während des Projekts unter anderem professionelle Unterstützung in Form von Schulungen und Beratung erhalten wird.  Und später werden sie ihre Anpassungs- und Integrationsprozesse in eigenem Umfeld mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützen. Das Projekt beinhaltet Ausarbeitung und Veröffentlichung des sog. Wegweisers -„Curriculum der Integration“ - für Migranten polnischer Abstammung.

Projektleitung: Joanna Szymanska

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http://www.polregio.eu/index.php/info-point/projekt-info-point

 

Foto: Alexandra Lewicki

Im Baner von links: Piotr Sigwantz (Büro Wuppertal), Anna Golan (Büro Köln), Sarah Kiermaszek (PR-NRW), Joanna Szymanska (Projektleiter-NRW), Magda Kowalska (Büro Essen), Blanka Zaborowski (Büro Aachen), Wiesiek Lewicki (Koordinator-NRW)

Das Projekt: „Info-Point-Polregio" ist zufinanziert durch:

 
 

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