Junge Polonia, Vertreter polnischer Organisationen in Deutschland und in der Europäischen Union trafen sich vom 4-6.10.2019 in Bonn zum IV Kongress polnischer Organisationen in Deutschland – dem Kongress junger Polonia, unter dem Motto:

 „Europäischer Jugend eine Stimme geben! Junge Polinnen und Polen im Dienste der Integrationsprozesse innerhalb der Europäischen Union”

An drei Kongresstagen versammelten sich über 150 Vertreter polnischer Auswanderer verschiedener Altersgruppen und Auslandsaufenthalte; Vertreter föderaler Strukturen und Organisationen, informelle Gruppen, Privatpersonen, Vertreter der polnischen Medien in Deutschland und schließlich Experten aus den Polonia-Kreisen: u.a.: in den Bereichen Medien, Bürgerbeteiligung und Partizipation, Soziales, Kultur, Polnischunterricht in Deutschland. All die Personen nahmen an den Debatten, Diskussionen und Beratungen des Kongresses sehr aktiv teil. Die Teilnahme an dem Kongress und die Anmeldung für Veranstaltung waren offen und öffentlich - dabei wurde auf die pluralistische Dimension des Treffens geachtet,  unter Berücksichtigung demokratischer Grundsätze und die Achtung der Rechte jedes Individuums.  Der Kongress war also in gewisser Hinsicht eine Generalversammlung der Polen in Deutschland.

Der Kongress war per Definition eine generationenübergreifende Veranstaltung, die die Vergangenheit mit der Gegenwart verband, um eine gemeinsame europäische partizipative Zukunft aufzubauen, in der Polonia auf jeden Fall eine aktive Rolle spielt, wenn es darum geht, eine Politik zu gestalten, die sie selbst aufgrund der Anzahl ihrer Vertreter in Deutschland direkt betrifft. Die Kongressteilnehmer repräsentierten aus fachlicher Perspektive  jeden Bereich, in dem die erfolgsorientieren  Postulate aufgestellt wurden, ihre Erfahrungen, die auf  langjährigen Arbeit in diesen Bereichen basieren und durch angemessene Ausbildung und Rückmeldungen von Zielgruppen unterstützt werden.

Polonia ist reif um über ihre Rechte, Pflichten und vor allem ihre Rolle in der deutschen Gesellschaft mitzuentscheiden, indem sie sich aktiv in die bestehende Prozesse und Strukturen einbezieht. Fast 2 Millionen deutscher Staatsbürger mit polnischen Wurzeln sowie in Deutschland lebende polnischstämmiger Frauen und Männer bilden eine Gruppe, die unmöglich übersehen werden kann, die jedoch teilweise über die Jahre hinweg sozial marginalisiert worden ist. Es ist höchste Zeit, aufbauend auf eigenen Ressourcen, die in Deutschland lebenden Polinnen und Polen  im Geiste sozialer Gleichheit (Equal) und partizipativer Werte zu stärken und mit anderen Vertretern multinationaler Landschaft der deutschen Gesellschaft gleichzusetzen.

Der Europäische Kongress der Jungen Polonia in Bonn 2019 bestätigte die Wichtigkeit der auf der Tagesordnung stehenden Themen und die Schlussfolgerungen früherer Kongresse in Berlin im Jahr 2012, in Düsseldorf im Jahr 2014 und in Berlin im Jahr 2016.

Während des Kongresses wurden Postulate in den Bereichen Bürgerbeteiligung, politische und mediale Partizipation, Kultur, polnische Sprache in Deutschland und Soziales ausgearbeitet.

Ein wesentliches Element des Kongresses war die Diskussion mit den Polonia-Beauftragten in Deutschland. Besonderes Augenmerk galt der Rolle der Beauftragten, der gegenwärtigen Situation, d. H. einer geringen Wahrnehmung in der polnischen Diaspora und geringen Kenntnis dieser Position in den Poloniakreisen in Deutschland, außer NRW und Berlin. Man habe eine Informationskampagne zur Popularisierung der Beauftragten vorgeschlagen. Mit dem Ziel: diese äußert wichtige Funktion, die sich aus dem Protokoll des Runden Tisches 2011 und bilateralen polnisch-deutschen Verträgen ergibt,  mit exekutiven Instrumenten auszustatten und sie politisch stärken.

 

Ein weiteres Postulat des Kongresses und das Ergebnis der Gruppenarbeit ist  die Gründung einer bundesländerübergreifenden Gruppe – INITIATIVGRUPPE  als demokratischer Vertreter der Polonia in Deutschland, letztendlich die Konstituierung der KOALITION FÜR POLONIA,  die unter anderem  den Prozess der Umsetzung von Postulaten koordinieren wird.

"Koalition für Polonia" wird als eine Vereinbarung von Organisationen, Initiativen, informellen Gruppen und Experten verstanden, die sich für Polonia u.a.: in den Bereichen Kultur, Medien, Polnisch, Jugend, Integration und Soziales engagieren will.

Die Teilnehmer des Kongresses der Jungen europäischen Polonia 2019 in Bonn wiesen darauf hin, dass die jährlichen Treffen mit an der Veranstaltung interessierten Polonia,  polnischen Institutionen und -Organisationen in Deutschland und EU sowie Vertretern der neuen Auswanderungswelle fortgesetzt werden müssen.

Der Kongress war eine dynamische Veranstaltung, die Energie zum Handeln war allgegenwärtig und es wehte der Wind der kommenden Veränderungen!

An der Veranstaltung konnte man ebenfalls Herrn Dr. Marek Prawda (Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in Warschau), Herrn Dr. Michał Boni (ehemaliger MdEP, Aktivist), Herrn Josef Neumann (MdL NRW) und 3  (DANKE für ihre Anwesenheit) von 17 zum Kongress eingeladenen Polonia-Beauftragten in Deutschland, Herrn Throsten Klute (NRW), Frau Katarzyna Niewiedzial (Berlin), Herrn Stefan Schmidt (Schleswig-Holstein) und neu eingerichteten Konsul für Polonia-Angelegenheiten beim Generalkonsulat RP in Köln Herrn Aleksander Gowin begrüßen.

Postulate in vollem Umfang werden in Kürze veröffentlicht!

Joanna Szymanska

Die Veranstalter danken für die finanzielle Unterstützung dem Polonia-Beauftragten des Landes NRW, der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und dem Gustav-Stresemann-Institut aus Bonn und anwesenden Vertretern polnischer Medien in Deutschland.

Fotos: J.Uske, W.Lewicki, Cosmo

Fotos: Cosmo WDR

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