Die Weltjugendtage 2016  in Kraków gingen zu Ende. Papst Franziskus beendete seine fünftägige Pilgerfahrt und hinterließ allen, die ihn begegneten,  eine Botschaft.

Fast 2 Millionen Jugendliche aus ganzem Land kamen nach Besuch vieler Regionen Polens nach Krakow und Brzegi, um dort an liturgischen Begegnungen mit dem Papst und den ihn begleitenden Geistlichen teilzunehmen. Der Papst  kam sehr schnell ins Gespräch mit den jungen Menschen und bald riefen sie seinen Namen als ob es sich um einen Fußballstar handeln würde. Die junge Polonia wartete mit ihren Freunden jeden Abend vor dem Fenster des Bischofssitzes in der Franciszkanska Straße 3, wo sich der Papst aufhielt. Dort hielt sich früher auch gerne Johannes Paul II auf.

Papst Franziskus kam zwar nach Krakow um sich mit den Jugendlichen zu treffen, es gab allerdings auch ein Treffen mit dem Staatspräsidenten, der Ministerpräsidentin und der Vorsitzenden des Sejm und des Senats auf dem Hof des Königsschlosses in Wawel. An den feierlichen Messen nahmen stets: die Kirchenhierarchie, die Vertreter der Staatsorgane und Senatoren, Abgeordneten, Minister und Diplomaten teil. Der Papst stattete auch der Schwarzen  Madonna im Sanktuarium in Czestochowa einen Besuch ab und kam in das Vernichtungslager in Oswiecim.

Die Weltjugendtage sind ein wichtiges Ereignis für die Jugend und für die Kirche selbst, die von dem Papst ermutigt wurde, die Mission Christi zu erfüllen. Es war auch eine eindeutige Botschaft an die Regierenden, die sich auf das Evangelium berufen. Der Papst rief während seiner Pilgerfahrt zu einer Politik der offenen Grenzen und den Schutz für Kranke und Schwache, darunter auch Flüchtlinge, auf.  In der Sonntagsmesse forderte er die Versammelten dazu auf, die Flüchtlinge zu begrüßen und warnte sie gleichzeitig vor den Versuchungen des Konsums. Er brachte den jungen Pilgern einfache, alltägliche  Worte wie: bitte, danke, Entschuldigung bei und ermutigte sie, das Sofa zu verlassen und es gegen Wanderschuhe auszuwechseln. Er forderte Eheleute auf, jeden Tag mit einer gegenseitigen Vergebung zu beenden. Der Papst selbst trug abgetragene Schuhe und kam zu jedem Treffen mit einem kleinen VW Golf, er fuhr durch Krakow mit einer Straßenbahn. Wieviel wird von der einfachen Lehre Franziskus übrigbleiben?  

Die Weltjugendtage in Polen waren für Franziskus die erste Gelegenheit, Mitteleuropa zu besuchen. Er bedankte sich bei den Staatsorganen, den lokalen und kirchlichen Behörden und den zahlreichen Ehrenamtlichen der diesjährigen Weltjugendtage für die perfekte Organisation und die beispielhafte Vorbereitung dieses Treffens. Bereits vor seiner Rückkehr nach Rom verkündete er, dass die nächsten Weltjugendtage 2019 in Mittelamerika, in Panama stattfinden werden.

Wieslaw Lewicki

Fotos: PAP/TVP/Onet/Senat

 

 

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