Professor Leszek Balcerowicz wurde am Samstag in Aachen mit dem von der deutschen Polonia verliehenen Ehrenpreis Polonicus für seinen Beitrag zu den markwirtschaftlichen Reformen und seine Verdienste für die bürgerliche Gesellschaft in Polen und in Europa ausgezeichnet. Die Polonicus-Preise erhielten auch: Thorsten Klute – Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Zbigniew Kossak von Główczewski – aktives Mitglied der Polonia und Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Kulturvereinigung Polonica e. V. sowie der Musiker und Komponist Czesław Mozil aus Dänemark.  

Die Preisverleihung fand am Samstag im Westen Deutschlands, im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

"Durch ehrliche Arbeit und den europäischen Universalismus gelang es der Polonia, die Gesellschaft der neuen Heimat zu beeindrucken. Wir sind fähig, uns zu integrieren und bereichern die Gesellschaft, in der wir leben, durch individuelle und nationale Beiträge zu der europäischen Kultur“ – sagte der Jury-Vorsitzender des Polonicus-Preises Wiesław Lewicki.

Lewicki gratulierte Balcerowicz zu der Übernahme eines Amtes in der Regierung der Ukraine. Vor einer Woche nominierte der Staatspräsident der Ukraine Petro Poroszenko Balcerowicz zu seinem Vertreter in der Regierung des Premierministers Wołodymyr Hrojsman. Bei dem Staatspräseidenen wurde eine Regierungsgruppe ins Leben gerufen, die aus Beratern für die Reformen in der Ukraine besteht, und deren Vizevorsitzende ein Pole ist.

Die Polonicus-Preise werden seit 2009 verliehen. Bis heute erhielten diese Auszeichnung 28 Personen aus Polen, Deutschland und anderen Ländern, wo Polen leben. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören u. a.: der ehemalige Bischof von Opole Alfons Nossol, der Sprachwissenschaftler Jan Miodek, der Regisseur Andrzej Wajda, die Vertreterin der polnischen Minderheit in Weißrussland Andżelika Borys und die Vereinigung „Die polnische Gemeinschaft” (Stowarzyszenie Wspólnota Polska).


Die in dem Dreiländereck (Deutschland, Niederlande und Belgien) liegende Stadt Aachen war an der Wende des VIII und IX Jahrhunderts der Sitz des Kaisers Karl des Großen. Dieser fränkische Herrscher wird bis heute für den Schöpfer der europäischen Einheit gehalten, er schuf in Westeuropa einen an das antike römische Imperium angelehnten Staat.   

PAP

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