Pol-Cafe, ein Internetportal nicht nur für Künstler - Michał Kochański sprach mit Monika Immink, Redakteurin des Internetportals

TM: Herzlich willkommen. Soweit ich weiß, ist das Pol-Café eine Internetseite mit einem ziemlich präzise definierten Profil. Bitte klären Sie uns auf, für wen dieses Portal entstanden ist und welche Informationen sich dort befinden?

M.I.: Herzlich willkommen, ich danke für die Einladung zu diesem Gespräch. Das Portal Pol-Café, d. h. ein virtuelles Künstler-Café für Polonia,  entstand als ein gemeinsames Projekt von Leonard Paszek und mir. Es entstand mit dem Gedanken an die in Deutschland lebenden und kreativ tätigen polnischen Künstler. Wir wollten einem breiten Publikum unsere polnischen Künstler, Sportler, aktive Mitglieder der Polonia, Organisationen und Facebook-Gruppen vorstellen und es gleichzeitig für Poesie, Kunst und Musik interessieren. Im Pol-Café führen wir u. a. einen Veranstaltungskalender, in dem über die bundesweit durchgeführten Veranstaltungen mit einem polnischen Akzent informiert wird. Video bzw.- Fotoberichte zeigen Bildmaterial über Veranstaltungen und Treffen, insbesondere handelt es sich dabei um Veranstaltungen, an denen wir bzw. unsere Reporter teilgenommen haben. In der Rubrik „Jarmark“  werden Arbeiten polnischer Autoren veröffentlicht,  man kann mit ihnen auch Kontakt aufnehmen. Jeden Monat wird ein Musiker, Künstler oder Dichter „ausgezeichnet“ und seine Werke erscheinen einen Monat lang auf der Hauptseite des Internetportals. Es liegt uns viel daran, dass die deutsche Polonia zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Deswegen laden wir jeden zur Zusammenarbeit ein und  freuen uns auf die Zusammenarbeit mit anderen Medien und Gruppen.
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TM: Können Sie uns erzählen, wie Ihr Portal entstanden ist?

M.I.: Wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich beim Pol-Café um ein Projekt von mir und Leonard. Es entstand im Januar 2013. Leonard wirbt seit Jahren für polnische Kultur in Deutschland, er ist Autor von Abhandlungen, Biogrammen, Interviews und Publikationen über die deutsche Polonia. Wir wollten alle diese Daten in einem Ort vorstellen,  um dafür zu werben. So entstand die Idee des Pol-Cafes. Marysia Turobin und der für Polonia verdiente Fotograf Robert Widera schlossen sich uns an. Wir freuen uns, dass unser Kreis stets größer wird, neue Personen sind jederzeit herzlich willkommen. Wir laden zum gemeinsamen Redigieren unseres Portals alle, die ihre Aufnahmen, Fotos, Artikel, Gedichte, Bilder oder Berichte über Polonia-Ereignisse publizieren möchten, ein. Als offizielle Eröffnung von Pol-Café betrachten wir die erste von uns durchgeführte Veranstaltung - „Tag des Schmusens “ am 31. Januar 2013. An dem Tag gingen wir zu zehnt in die Hautptfußgängerzone Essens mit Transparenten „Kostenlose Umarmungen“ auf Polnisch, Deutsch und Englisch und haben mit  Passanten geschmust Um unseren zweiten Geburtstag zu feiern planen wir in diesem Jahr eine ähnliche Aktion.

TM: Pol-Café ist ein wirkliches Kaleidoskop der Polonia-Künstler. Wie schafft ihr es, immer neue Personen zu finden?

M.I.: Tatsächlich, wir haben auf dem Portal von Pol-Café bereits über 100 Dichter, 60 Musiker und zahlreiche Künstler und Sportler vorgestellt. Leonard Paszek spürt sie seit Jahren in den diversen sozialen Netzwerken, Lexikas und Publikationen, die die Polonia betreffen, auf, und stellt sie u. a. in der zweiwöchentlich erscheinenden Zeitschrift „Samo zycie“, im Internetsender Pepe TV, auf dem Portal Pol-Café sowie in Büchern, die er gemeinsam mit Professor Maria Kalczynska aus Opole herausgibt. Vor kurzem erschien z. B. das fünfte Band von „Wierszobranie” – einer Anthologie der in Deutschland entstandenen polnischen Poesie.

TM: Soweit ich weiß, ist Pol-Café nicht nur ein Portal, ihr veranstaltet auch oder unterstützt die  Durchführung von zahlreichen Treffen, Konzerten und Ausstellungen.

M.I.: Ja, wir wollen nicht nur ein Internetportal sein, deswegen veranstalten und helfen wir bei Durchführung von verschiedenen Wettbewerben, Konzerten, Polonia-Treffen, wo man Gelegenheit erhält, unsere Polonia-Künstler kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu knüpfen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Von Anfang an verfolgen wir den Gedanken von Piotr Skrzynecki aus Piwnica pod Baranami in Krakow: „ Wir sollen feiern,  wir wissen doch nicht, ob diese Welt noch zwei Wochen dauert“. Außer des Happenings anlässlich des Tages des Schmusens organisierten wir ein Konzert für die Preisträger unseres Musikwettbewerbs und einen gemeinsamen Besuch beim Weihnachtsmarkt in Essen. Wir haben auch ein gemeinsames Grillen am Nikolaus organisiert. Darüber hinaus engagieren wir uns für die Durchführung von vielen Musikveranstaltungen, u. a. mit dem Restaurant Gdanska in Oberhausen (Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, Thanks Jimi Festival, Dzień Dziecka, Zaduszki Bluesowe, Nalepa Day usw.).

TM: Euer Portal entwickelt sich sehr dynamisch. Können Sie unseren Lesern verraten, in welche Richtung ihr euch weiterentwickeln wollt? Vielleicht gibt es bereits neue Ideen für dieses Jahr?

M.I.: Wir möchten uns als Redaktion vergrößern und weitere Personen, Trefforte der Polonia und Medien, die an der Verbreitung der polnischen Kultur und der Kultur der Polonia in Deutschland interessiert sind, einladen. Es ist dabei wichtig, dass es sich um ehrenamtliche Arbeit handelt, es gibt bei uns keine Arbeitsstellen und keine Honorarverträge. Dasselbe betrifft die  Durchführung von Veranstaltungen.

TM: Zum Schluss möchte ich erfahren, was dieses Portal für Sie persönlich bedeutet? Ist es ein Hobby, Unterhaltung oder vielleicht noch etwas mehr?  


M.I.: Pol-Café ist mein Hobby, es bereitet mir viel Zufriedenheit und Freude. Ich danke dem Magazin Twoje Miasto für die Möglichkeit der Zusammenarbeit, die ich sehr schätze.  Ich grüße herzlich alle Leser und danke für das Gespräch.

Michał Kochański
Gazeta Twoje Miasto Nr 32, 02/03 2015

 

 

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