Günter Grass

Der Literaturnobelpreistraeger Günter Grass ist am Montag 13 04 2015 mit 87 Jahren in einer Lübecker Klinik gestorben. Seit dem Welterfolg seines Romans „Die Blechtrommel“ galt Grass als einer der wichtigsten Autoren der Welt. Der Schriftsteller wurde am 16 Oktober 1927 in Danzig als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Er hat die deutsche Literatur im Nachkriegs gepraegt wie wenige andere. Zum umfangreichen Werk von Grass gehoert die Anfang der 1960 erschienene „Danziger Trilogie“. Sie umfasst neben der „Blechtrommel“ die Novelle „Katz und Maus“ und „Aus dem Tagebuch einer Schnecke“, und den Roman „ Hundejahre“.

Fast ein halbes Jahrhundert später, 2006 veroeffentlichte Grass eine autobiografischen Baenden „Beim Haeuten der Zwiebel“, „Die Box“ und „Grimms Woerter“. Darin räumte er erstmals ein, Ende des Zweiten Weltkriegs Mitglied der Waffen - SS gewesen zu sein. 1970 reiste Er mit Bundeskanzler Willy Brandt und Siegfried Lenz nach Warschau. In Jahre 1992 gründete Günter Grass die Daniel Chodowiecki Stiftung, deren Zweck es ist durch Auszeichnung polnischer bildener Kuenstler die deutsch – polnischen Kulturbeziehungen zu fordern. Die Stiftung vergibt den Daniel Chodowiecki-Preis für polnische Zeichnung und Grafik.

Grass der Ehrenburger Danziger war auch als Bildhauer, Maler und Grafiker tätig. Er ist aufgezeichnet worden mit vielen Preisen. Die Annahme eines Bundesverdienstordens lehnte Er 1979 gemeinsam mit Heinrich Boell und Siegfried Lenz ab, ebenso die Annahme des Brücke-Preis der Stadt Görlitz 2006. Der Tod von Günter Grass ist ein risen Verlust für die europäische Kultur. Keiner hat für die Verständigung zwischen Polen und Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg mehr getan als Günter Grass.

Slawa Ratajczak

 

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