Tag der Polonia und der Polen im Ausland, der durch den Sejm der Republik Polen 2002 ins Leben gerufen wurde, ist zu einem festen Datum im Kalender der Polonia-Events geworden. Aus diesem Anlass organisiert der Polnische Rat, Landesverband Berlin bereits seit acht Jahren ein Straßenfest vor und in dem Rathaus des Bezirks Berlin-Reinickendorf.  Diese in Berlin äußerst populäre Veranstaltungsform wird von Polen gerne in Anspruch genommen, auch wenn es Stimmen gibt, dass man sie durch eine neue, moderne Art des Feierns ersetzen soll. Die Polonia feiert bis auf weiteres auf Festen und Konzerten.

Auch in diesem Jahr erklang am 19 Mai vor dem Rathaus Reinickendorf von 11 Uhr früh bis in die späten Abendstunden die polnische Sprache, Gesang und Musik. Einige Festbesucher tanzten, viele hörten einfach zu, aßen und tranken, man durchquerte den Platz und lernte die Angebote polnischer Organisationen, Händler, Essensstände, Handwerker und Institutionen.

Erwachsene belagerten den Verkaufsstand mit Bier (die Schlange war riesig), Kinder die Hüpfburg. Es gab Bastelstände für Kinder und Jugendliche, auf der Open Air Bühne wurde mit kurzen Pausen ununterbrochen live Musik präsentiert.

Das Wetter war sehr gut, den Weg zum Rathaus fanden viele Gäste, darunter Mehrgenerationenfamilien mit Kindern, Jugendliche, Studenten, Ausländer und geladene Gäste aus den Kreisen der Diplomatie, Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der diesjährige Tag der Polonia brachte den 30. Jahrestag des deutsch-polnischen Runden Tisches sowie die ersten (teilweise) freien Wahlen und die Systemtransformation in Polen in Erinnerung. Aus diesen Anlässen bereitete der Star des Abends, die Musikgruppe Lombard ein multimediales Programm „Wege zur Freiheit“ vor.  Das Fest bot Gelegenheit, an die anstehende Europawahl zu erinnern, auf der Bühne erschienen zwei Kandidaten der berliner CDU, die Bereitschaft zur weiteren Unterstützung der polnischen Bürger in Berlin zum Ausdruck brachten. Unter den Festteilnehmern gab es vereinzelt Stimmen, dass diese Art von Parteiwerbung nicht angebracht sei. Wir sollen selbstverständlich an unser gemeinsames europäisches Haus und an die anstehenden Wahlen zum Europa-Parlament denken, dennoch sollte der Tag der Polonia kein Forum für politische Aktivitäten sein. Falls doch, so sollten auch andere Parteien außer der CDU eine Chance erhalten sich vorzustellen.  

Ferdynand Domaradzki, der Vorsitzende des Polnischen Rates, Landesverband Berlin, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. Er sprach davon, dass die Gemeinschaft der Polonia als Ergebnis langjähriger Arbeit und Bemühungen von aktiven Mitgliedern der Polonia entstanden ist.

Auch die Konsulin für die Angelegenheiten der Polonia bei der Polnischen Botschaft, Jowita Wencius, der Bürgermeister des Bezirks Reinickendorf, Frank Balzer sowie der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger kamen zu Wort. Mit einiger Verspätung erschien bei der Veranstaltung der Sejm-Abgeordnete und Koordinator füf die Angelegenheiten der Polonia Wojciech Ziemniak und Vertreterin des Präsidenten der Stadt Stettin, Frau Violetta Lisinska.

Die polnische Nationalhymne „Jeszcze Polska nie zginęła“ wurde zweimal gemeinsam gesungen – zuerst mit dem Stettiner Militärorchester, dann mit der Band Lombard. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte der gemeinsame Umzug zu einer bekannten Polonaise. Man tanzte und sang gemeinsam mit den Musikern auf der Bühne bekannte polnische Hits. Was gab es im Programm?

Die Jüngsten konnten ein spannendes Spektakel des Puppentheaters Halina sehen, es gab Auftritte von Folkloregruppen, darunter „Krakowiacy“ aus Berlin und „Zespół Pieśni i Tańca Ziemi Goleniowskiej“ aus Goleniów. Die größte Überraschung war Auftritt des Militärorchesters aus Stettin mit sehr schönem Repertoire – einer Mischung aus Unterhaltungsmusik und Liedern über die polnische Heimat.

Große Anerkennung verdient die Gruppe „Sklep z Ptasimi Piórami” aus Stettin und Blaskapelle  Fanfare-Gertrude aus Berlin. Auch Auftritte  von polnischen Bands aus Berlin Bloody Kishka mit neuem Repertoire, Stan Zawieszenia oder Illegal Boys überzeugten das Publikum.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war Konzert der Gruppe Lombard mit multimedialem Programm „Wege zur Freiheit“. Durch den gesamten Tag wurden wir professionell von dem Moderatorenpaar – Monika Sędzierska und Marcin Antosiewicz begleitet. Die Stimmung während des Fests war sehr gut,  fröhlich und ausgelassen, man traf viele Bekannte. Tag der Polonia bot eine gute Gelegenheit um Bekannte zu treffen und zu plaudern. Das Fest war sehr gelungen! Die Veranstaltung wurde dank der Hilfe zahlreicher Mitglieder und Sympathisanten des Polnischen Rates in Berlin und gute Organisation möglich.

Finanziert wurde der Tag der Polonia aus den Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, des Außenministeriums der Republik Polen und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.  Der Ehrengast der diesjährigen Veranstaltung war die Stadt und Gemeinde Stettin, die mit einem bis auf den letzten Platz gefüllten Bus (50 Personen) anreiste. Die Stadt und Gemeinde Stettin präsentierte ihr kulturelles und touristisches Angebot und richtete eine Einladung zum Kennenlernen dieser grenznahen Region an die Gäste des Festes.

Besonderer Dank gilt dem Schirmherr der Veranstaltung, dem Bürgermeister des Bezirks Reinickendorf, Frank Balzer und seinem Team.

 

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