Der Saal gefüllt bis zum Rand, KonZert junger Gesangstalente aus Polen, Ovationen im Stehen, Übergabe der Auszeichnung „Pro Vita Polonia“, Tränen der Rührung, Danksagungen und endlich ein unvergesslicher Abend mit der lägendären Kultband „Trubadurzy“… Das alles konnten wir erfahren während des Kulturfestivals der Polonia „Klänge, die verbinden“, am 15.12.2018 im Kulturzentrum Döhren in Hannover, zum siebten Mal organisiert durch das Verbindungsbüro der Polnischen Vereine in Hannover und Niedersachsen“, und initiiert durch Frau Aldona Glowacka-Silberner.

Das Festival begann mit dem Festgesang „Gaude Mater Polonia“ durch den Chor der Polnischen Katholischen Mission „Cantate Domino“ unter der Leitung von Magdalena Stasch-Wazydrag, der uns durch den ersten Teil des Festivals begleitete. Grußworte sprachen der Konsul der Republik Polen, Herr Adam Borgkowski, sowie der Bürgermeister der Stadt Hannover, Herr Thomas Hermann. Das Festival ist die Gelegenheit zum Fördern der jungen Talente unter den Vokalisten.

Ganz am Anfang hörten wir die jüngste Teilnehmerin, die Gewinnerin des Wettbewerbs „Walbrzych hat Talent“, die Zehnjährige, etwas freche, dynamische und ausdrucksstarke Zuzanna Majchrzyk mit dem Lied „Wariatka tanczy“. Im ergreifend gesungenem „Kaktus“ zeigte sie die enorme Skala ihrer Stimme und unglaubliches Taktgefühl.

Ein besonderer Gast war die Schülerin von prof. Wojciech Pospiech, die achtzehnjährige Laura Dziaba aus Gdansk. Wie wir im Programmheft lesen durften, ist sie “[…] die Laureatin vieler Wettbewerbe, Festivals, Seminare und Teilnehmerin charitativer Veranstaltungen in Polen, Deutschland, Japan und USA“. Diese junge künstlerisch vielfältig talentierte Vokalistin mit seltener Stimmfarbe und selten anzutreffender künstlerischer Empfindlichkeit, brauchte nur einige Takte des Liedes von Violetta Villas „ List do Matki“, um das Publikum zu verzaubern. Sie kämpft seit je her mit der angeborenen Krankheit Osteogenesis imperfecta - der Glasknochenkrankheit. Im kurzen Interviev mit dem Moderator Marcin Antosiewicz erfuhren wir, dass das begabte Mädchen einen großen Wunsch hegt: ein elektrisches Piano zum Komponieren und Üben. Die Musik ist ihr ganzes Leben. Bei der Erfüllung des Traumes half der Pfarrer der PKM in Hannover, Tadeusz Kluba, mit den einfachen Worten: „Laura, jetzt hast Du es!“. Einen Hilfeapell richtete die Veranstalterin an das Publikum für den Erwerb eines speziellen Rollstuhls. Der Auftritt in Hannover war der erste Auftritt für die junge Frau, bei dem sie auf einem normalen Stuhl gesessen hat, und das Betreten der Bühne an der Hand der Mutter eine überwältigende Herausforderung.

Verdienten Personen für das gesellschaftliche Leben der Polonia wurde zur Auszeichnung der Preis „Pro Vita Polonia“ überreicht. Die erste Preisträgerin war Frau Magdalena Stasch-Wazydrag, seit dreißig Jahren Dirigentin und Leiterin des Chores der PMK in Hannover, der in diesem Jahr sein vierzigstes Jubiläum des Bestehens feiert. Im Foyer des Kulturzentrums konnte man die Jubiläumsfotoausstellung bewundern. Die Laudatio sprach Pfarrer Tadeusz Kluba.

Mit der nächsten Auszeichnung  für jahrelanges vielfältiges soziales Engagement wurde die Mitbegründerin und Vorsitzende der Hilsorganisation „Poldeh“, Frau Aneta Bertram aus Braunschweig ausgezeichnet. Ihre Laudatio sprach Frau Renata Gröger-Kania. Als Überraschung wurde die Auszeichnung „Pro Vita Polonia“ an Frau Sylwia Jasion für die Arbeit für und mit polnischen Obdachlosen in Hannover überreicht. Person und Arbeit der Ausgezeichneten stellte Aldona Glowacka-Silberner vor.

Als nächstes hörten wir wieder junge, begabte Talente der Voklakunst, die Siebzehnjährigen Olivia Krolikowska und Zuzanna Buckowska, beide entdeckt durch Herrn Adam Deneka, den Direktor des Kinder- und Jugendliedfestivals in Dobiegniew und der Vokalwerkstatt in Kamien Pomorski. Zusammen mit der Direktorin des Zentrums für Vokalkunst und des Internationalen „Rzeszow Carpathia Festival“, Frau Anna Czeczek, kamen Olivia Skora und Klaudia Zarzycka nach Hannover.

Alle Vokalistinnen ergriffen das hannoversche Publikum durch ihre Professionalität, Frische und Klang im passend ausgesuchten Repertuar der besten und bekanntesten polnischen, aber auch internationalen Gesangskünstler. Mit großem Temperament und Können tanzten und sangen die Folkloregruppen „Krakowiak“ aus Griesheim und „Polonia“ aus Hannover. In wunderbar farbenfrohen Trachten hat die Tanz- und Gesangsgruppe "Krakowiak“ Tänze und Gesänge der Region Rzeszow und polnische Nationaltänze in historischen Kostümen aus der Zeit des Herzogtums Warschau vorgeführt.

Im Zweiten Teil des Programms trat das gut bekannte Tanzensemble Polonia aus Hannover auf. In diesem Jahr übergab Frau Aldona Glowacka-Silberner nach dreißigjähriger Tätigkeit die Arbeit als Tanzlehrer und Choreograf an ihre begabte Schwester Charlotte Glowacka.

Der Höhepunkt des Konzertabends war der große polnische Schreittanz „Polonez“, den beide Tanzensembles zusammen mit dem Festivalpublikum zum Anlass des 100-jährigen Unabhängigkeittages Polens darboten.

Wie jedes Jahr konnte man Legenden der polnischen Kunstbühne bewundern. Dieses Jahr konnten wir die legendäre Band „Trubadurzy“ feiern, die im Sturm die Publikumsherzen ergriffen haben. Allen im Konzertsaal wurde die Musikpassion zuteil, die selbst nach 50 Jahren Bestehen immer noch strahlte.

Das siebte Kulturfestival der Polonia wurde sehr gut durch das Publikum aufgenommen, sowohl durch alte Besucherfans wie durch neue Gäste.

Danksagungen folgten ausgerichtet an die finanzierenden Institutionen:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg sowie dem Konvent der Polnischen Organisationen in Deutschland.

Für Polonia Viva - Katarzyna Piatkowska-Durka

 

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