Die Briefmarkenausstellung „Polen 1918-2018. Kleine Bilder mit großen Geschichten“ zeigt die Geschichte Polens seit 1918, seit der staatlichen Wiedergeburt nach 123 Teilung unter fremden Mächten, im Spiegel seiner Briefmarken. Mit der Modernisierung des Postwesens im 19. Jahrhundert waren auch Briefmarken zu einem Teil des symbolischen Repertoires von Staaten geworden.

Eine Briefmarkenausstellung des Deutschen Polen-Instituts vom 05.09 bis 09.11.2018.
Öffnungszeiten: Mo – Do 9 bis 17 Uhr, Fr 9 bis 13 Uhr

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 5. September 2018, 18.30Uhr,

Karl Dedecius Saal, Deutsches Polen-Institut im Residenzschloss Darmstadt

(Zugang über den Karolinenplatz/Wallbrücke). Der Eintritt ist frei.

Mit der Zeit – und mit den Fortschritten der Drucktechnik – kam der Gedanke, dass sich Briefmarken hervorragend dazu eignen, umfangreiche Botschaften zu übermitteln: Sie können politische Ansprüche erheben, Ideologien propagieren, an historische Ereignisse erinnern, den wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Fortschritt dokumentieren oder Zukunftsvisionen aufzeigen. Sie können aber auch ganz einfach nur politisch unverfänglich Landschaften oder Kunstwerke abbilden, manchmal werden daraus selbst kleine Kunstwerke.

Seitdem bunte Bilder aus aller Welt im Internet kursieren, seitdem E-Mail und soziale Netzwerke die Kommunikation revolutioniert haben, ist die Bedeutung von Briefmarken zurückgegangen, aber immer noch spielen sie für die Symbolpolitik von Staaten eine wesentliche Rolle. In ihrer grafisch oft ansprechenden Form sind sie eine faszinierende Quelle an der Schnittstelle von historischem, politischem und künstlerischem Interesse.

Alle diese Facetten zeigt die Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts in einer Auswahl aus den Sammlungen von Maksymilian Pelc und Alexander Zipper. Sie widmet sich der Motivwelt der Briefmarken als Kondensat ihrer jeweiligen Entstehungszeit mit den von staatlicher Seite gesetzten Themen. Jeweils wenige Marken und deren Geschichten entfalten auf 20 Tafeln spannende Fragen ihrer Zeit. Dazu gehören etwa „1918 – Wiederentstehung des polnischen Staats“, „Tradition und Aufbruch“ (1920er Jahre), „Besatzungsherrschaft im Zweiten Weltkrieg“, „Stalins Schatten über Polen“, „Fortschritt als Versprechen“ (1970er Jahre) oder „Opposition, Repression, Revolution“ (Solidarność).

Konzeption: Matthias Kneip, Peter Oliver Loew, Manfred Mack, Julia Röttjer
Graphische Gestaltung: DUBBEL SPÄTH GmbH & Co. KG KONZEPT KREATION MEDIEN

 

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