Der Europäische Jugendkarlspreis geht in diesem Jahr an die polnische Gruppe "Worcation". Im Krönungssaal des Aachener Rathauses erhielt sie am Dienstag (08.05.2018) die begehrte Auszeichnung. Jugendkarlspreis geht an Polen. Die Gruppe "Worcation" arbeitet seit Jahren die Geschichte eines deutschen Kriegsgefangenenlagers auf beiden Seiten der Neiße auf. Jedes Jahr lädt die Gruppe junge Frauen und Männer aus ganz Europa zu sich ein. Dabei erforschen die verschiedenen Nationalitäten gemeinsam die Schicksale der Lagerhäftlinge. Die Verbindung von Vergangenheitsbewältigung und Verständigung sei vorbildlich, befand die Jury in Aachen.

Der zweite Preis ging dieses Jahr an das Projekt "Juvenilia" aus Italien, das jungen Europäern über gemeinsame Opernbesuche die europäische Kultur nahebringen will. Den dritten Preis erhielt ein Buch aus Malta über Träume und Hoffnungen von Flüchtlingen und den Kampf gegen wachsende Fremdenfeindlichkeit in Europa.

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurden am Dienstag (08.05.2018) Projekte ausgezeichnet, mit denen junge Frauen und Männer für die europäischen Werte und die Europäische Idee geworben haben.

Der deutsche Gewinner im Wettbewerb ist das von Verena Riedmüller initiierte soziale Projekt „CUBE. Your take in Europe“. Es will jungen Frauen und Männern mehr Teilhabe am politischen Leben in Europa verschaffen. In europaweiten Workshops werden ihre politischen Ideen gesammelt.

Dabei wird besonders darauf geachtet, junge Migranten und Menschen aus sozial schwächeren Schichten einzubinden. Ihre Ideen werden als Videos aufgezeichnet und sollen später durch den Aufbau einer Jugendlobby in den Europäischen Institutionen verankert werden.

Zahlreiche Bewerbungen aus ganz Europa -Insgesamt sind für den Wettbewerb aus den 28 europäischen Staaten 324 Bewerbungen eingegangen, davon allein 44 aus Deutschland. Der Jugendkarlspreis wird vom Präsidenten des Europäischen Parlaments und dem Vorsitzenden der Karlspreisstiftung verliehen. Er ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Redaktion Polonia Viva

Quelle: WDR, Karlspreisstiftung, Presseamt Stadt Aachen

 

 

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