Klänge, die Verbinden! Krakauer und Gorale, Pop, Rock, Soul und Jazz - das Kulturfestival der Polonia in Hannover. Ist es wirklich möglich in ein harmonisches Ganzes so unterschiedliche Elemente zu verbinden und über 6 Stunden die kollektive Laune des Publikums zu halten? Die Zweifel haben die Zuschauer nach der Befragung zu ihren Eindrücken in der Pause selbst beantwortet: „Ein Wunderbares Koncert“ - urteilte Anna, seit einem Monat wohnt sie erst in Hannover und zum ersten mal beim Festival dabei. „ Ich bin entzückt, vor Allem von den schönen Volkstänzen und Kostümen“ - ergänzte Henryk, ihr Nachbar in der bis fast auf den letzten Platz gefüllten Konzertsaal im Freizeitheim in Hannover-Döhren.

Auf der Bühne wechselten sich ununterbrochen ab die Künstler, Konventionen und Stimmungen. Zu Teilnahme am Konzert wurden junge Preisträgerinnen deutscher und polnischer Gesangswettbewerbe eingelade: Alicja Szemplińska, Katarzynęa Dallak, Wiktoria Pałasz, Wiktoria Chmielewska, Wiktoria Polska und Wiktoria Grudniok. Nach zwei Pop-Liedern folgte eine FolkloreTanzeinlage, ausgeführt mit feuriger Leidenschaft durch die Tanzgruppen aus Wuppertal, Zwickau und Hannover. Besonders die letztere wurde durch großen Applaus angefeuert, die durch die Festivalleiterin Frau Aldona Glowacka-Silberner geleitet wird und sein 30-ig jähriges Jubiläum feierte. Das Ende des ersten Konzertteiles wurde durch ein gemeinsames Foto, durch Gratulationen und Danksagungen der auftretenden Künstler und Künstlergruppen sowie ihrer Betreuer zu einem festlichen Abschlussakt vor der Pause. Viel verdienten Applaus erhielten auch die diesjährigen Preisträger der Auszeichnung Pro Vita Polonia: Edward Dewucki, Regina Światlak i Helena Adamowicz-Zimnoch, alle drei arbeiten sie engagiert ehrenamtlich für das Wohl der hannoverschen polnischen Community.

Die Temperatur im Saal stieg fast zum kochen mit dem Eintreten der Folkband Trebunie Tutki & Freunde. „ Ihr in Europa erkennbarer Stil wurde einerseits durch musikalische Familientradition und die Leidenschaft für Hochlandkultur geprägt, andererseits durch innovativen und avantgardistischen Umgang mit diesem Erbe“ - das konnte man im Programmheft über sie nachlesen.
„Das kann man nicht nacherzählen, das muss man Erleben“ - beurteilte Teresa, die zum Konzert aus weit entfernten Ecke Niedersachsens kam.
Auch Antoni war sehr neugierig auf die ihm vorwiegend aus dem you Tube bekannten Gruppe. „Wunderschön und herrlich!“ - seine Begeisterung galt sowohl der Musik wie auch der Art ihrer Ausführung. „Die eingeführten neuen Instrumente zerstören nicht den traditionellen Klang, im Gegenteil, sie erfüllen ihn mit Frische.“

Die durch die Gastgeber vorbereiteten polnischen Delikatessen verschwanden schnell in der Pause, die, wie sich herausstellte, viel zu kurz war, um alle Bekannte Gesichter zu begrüßen und die traditionellen Festtagswünsche auszusprechen. Viele Zuschauer besuchen das Festival "Klänge, die Verbinden“ seit seiner ersten Ausgabe in Hannover. „Wir sind hier wie eine große Familie“ - sagt Zbigniew aus Braunschweig. „ Und so füllen wir uns hier - herzlich, familiär, in angenehmen, inzwischen mit den Jahren bekannten Freundeskreis. Wir kommen her für die Musik und um uns zu treffen“.  Anias Begleiter Stefan machte während des Festivals hunderte von Fotos. Die schönsten möchte Ania auf ihrem FB posten, um ihre erlebte Freude am Festival mit ihren Freunden in Polen zu teilen. Beide freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Das sechste Festival „Klänge, die verbinden“ in Hannover ereignete sich dank der finanziellen Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kowent Polnischer Organisationen in Deutschland, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Generalkonsulat Polen in Hamburg sowie großem Arbeitsaufwand des Festivalveranstalters, des Verbindungsbüros der Polnischen Vereine in Hannover und Niedersachsen e.V.. Ehrengäste des Festivals waren Bürgemeister der Stadt Hannover Thomas Hermann und der Generalkonsul der Republik Polen aus Hamburg Piotr Golema.


Grażyna Kamień-Söffker

 

 

 

 

 

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