Die Union mit Angela Merkel an der Spitze hat zum vierten Mal in Folge eine Bundestagswahl gewonnen. Angela Merkel war zufrieden, aber hat auch zugegeben "Wir brauchen nicht lange darum herumzureden, wir hätten uns ein besseres Ergebnis erwünscht". Für Angela Merkel selbst bedeutet das: In der Mitte der kommenden Legislaturperiode wird sie – was die Dauer der Amtszeit angeht – länger regiert haben als Konrad Adenauer, am Ende könnte sie mit Einheitskanzler Helmut Kohl gleichgezogen haben. 

Das CDU/CSU-Ergebnis mit 33 Prozent selbst, trotz der gewonnenen Wahl, war nicht zufriedenstellend. Es ist vor allem der Erfolg der rechtspopulistischen AfD, die mit 12,6 Prozent im nächsten Bundestag vertreten sein wird. Zwar hat nicht nur die CDU an die AfD verloren, doch als ehemals konservative Partei ist der Einzug einer rechten, in Teilen rechtsextremen Konkurrenz in den Bundestag, und dann auch noch in dieser Größe, für die Union ein besonderes Problem. Nach Hochrechnungen wanderten über eine Million Wähler von der Union zur AfD. Nur an die FDP verloren die Christdemokraten mehr Stimmen.

Weiterhin hat die SPD 20.5 Prozent und die FDP gute 10,7 Prozent erreicht. Die Linke haben 9,2 Prozent und die Grünen 8,9 Prozent bekommen. Gewinner nach Zahlen ist die Union mit ihrem schwächsten Ergebnis seit 1949: noch im Jahr 2013 hatten die Konservativen 41,5 Prozent geholt. Und die ehemalige Volkspartei SPD ist kaum noch eine Volkspartei: Nachdem sie schon in den vorigen Bundestagswahlen immer mehr absackte, liegt sie nun bei rekordtiefen 20,8 Prozent. Martin Schulz von der SPD kündigte den Gang in die Opposition an – sonst wäre der Partei der Rechtsaußen die Rolle des Oppositionsführers im Parlament zugefallen. Angela Merkel will trotz der Verluste weiterregieren und zuerst nach den Verhandlungen mit der Schwesterpartei CSU vielleicht ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen bilden.

Redaktion Polonia Viva

 

 

 

 

 

 

 

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