Premierminister Tadeusz Mazowiecki und Kanzler Helmut Kohl bei Messe in Krzyżowa

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl ist heute mit 87 Jahre in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. Seine Gesundheitsprobleme wurden seit dem schweren Unfall bekannt.

Er war ein hervorragender Politiker der CDU, der Schöpfer der deutschen Einheit und ein überzeugter Europäer, der über die Vereinigten Staaten von Europa träumte. Er förderte die Idee des Euro als Bindemittel der europäischen Integration.

An der Spitze von Deutschland stand er als Kanzler 16 Jahre lang. Zum ersten Mal nahm er die Position nach dem Sturz des Kabinetts von Helmut Schmidt, im Oktober 1982. Seitdem gewann er alle nachfolgenden Wahlen, bis zu der Niederlage im September 1998.

Für ein Viertel eines Jahrhunderts, in den Jahren 1973-1998 war er als Vorsitzender der deutschen Christlich-Demokratischen Union CDU.

Im Jahr 1989 präsentierte er einen Zehn-Punkte-Plan für die Wiedervereinigung Deutschlands, angefangen im Oktober 1990.

Bundeskanzler Helmut Kohl führte zu einem Durchbruch in den Beziehungen mit Polen und eröffnete ein neues Kapitel in deutsch-polnischen Beziehungen. Die brüderliche Umarmung zwischen Helmut Kohl und dem Premierminister Tadeusz Mazowiecki am 12. November 1989 in Kreisau ist während der Messe zu einem Symbol der Versöhnung geworden.

„Grenzvertrag“ von 1990 und ein Jahr später der unterzeichnete „Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ gilt nach wie vor als die Grundlage für gute Beziehungen. Auch wenn einige Politiker in Polen einzelne Bestimmungen kritisch sehen.

Helmut Kohl hat stark die Erweiterung der EU nach Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropa unterstützt.

Für die Deutschen war Helmut Kohl einer der „wichtigsten in der Geschichte.“ In einer Umfrage im Jahr 2009 für die Zeitschrift „Spiegel Geschichte“, in der Rangliste der wichtigsten Männer, steht Helmut Kohl noch vor Konrad Adenauer. In den neunziger Jahren kam er als Kandidat für den Friedensnobelpreis in Frage.

Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb auf Twitter: «In tiefer Trauer um einen großen Deutschen und einen großen Europäer».

Redaktion
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