Der Ausschuss für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission hat am Mittwoch am 5. April in Mierzęcin (Woiwodschaft Lebus, Polen) getagt. Ko-Vorsitzender auf deutscher Seite ist Thorsten Klute, Staatssekretär für Integration im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein zentraler Diskussionspunkt war die zunehmende hassmotivierte Gewalt in Europa. Alle Akteure der deutsch-polnischen Zusammenarbeit waren aufgefordert, sich für einen respektvollen Umgang aller Menschen miteinander einzusetzen. Unter dem Ko-Vorsitz von Thorsten Klute und Elżbieta Anna Polak, Marschallin der Woiwodschaft Lebus, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der deutschen und polnischen Regionen über die zunehmende Respektlosigkeit in beiden Ländern und die steigende Intoleranz gegenüber verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.
 

„Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge; sie gefährdet das friedliche Zusammenleben in Europa und schwächt den Zusammenhalt unserer Gesellschaften. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit mit ihren verschiedenen Facetten kann hier einen guten Beitrag leisten“, erklärte Klute, „und unterstützt damit im Einklang mit dem Ausschuss auch die Arbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW), das sich in den kommenden drei Jahren dem Schwerpunktthema „Vielfalt“ widmen wird.“ Der Geschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, Stephan Erb, wies auf die Schwerpunktaktivitäten des DPJW hin und zeigte sich erfreut über die in der Sitzung erklärte Bereitschaft der vertretenen Bundesländer und Woiwodschaften, die Initiativen zu unterstützen.
 


Ein weiteres Thema der Sitzung war die Migration von Fachkräften und die regionale Förderung im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik. Im Fokus stand die Aktivierung und Integration qualifizierter Migrantinnen und Migranten sowie deren Rolle auf dem Arbeitsmarkt in Polen und Deutschland. Mit Blick auf die Reform der Kohäsionspolitik nach 2020 wurden die Positionen der Bundesländer und der Woiwodschaften vorgestellt. „Die Fachkräftezuwanderung und die Kohäsionspolitik sind für unsere Regionen zukunftsentscheidend. Die polnischen Regionen müssen den Herausforderungen der modernen Gesellschaft gerecht werden und die Kohäsionspolitik ist hierfür ein wichtiges Instrument. Der Ausschuss ist auch für diese Themen ein wichtiges Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch“, konstatierte die polnische Vorsitzende, Marschallin Elżbieta Anna Polak.

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW

 

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