Andrzej Wajda, der vor kurzem seinen 90-sten Geburtstag gefeiert hat,  ist gestorben. Er war einer der bedeutendsten  polnischen Regisseure, die  einen großen Beitrag zur Geschichte des Kinos sowohl in Polen als auch auf der Welt geleistet haben. Er war der Mitbegründer des des polnischen „Kinos der moralischen Unruhe“ und erhielt zahlreiche Preise für den Beitrag zur Entwicklung der Kinematografie. Im Jahre 2000 erhielt er den Oscar für sein Lebenswerk. Außerdem wurde er mit dem Goldenen Löwen, Goldenen Bären, der Goldenen Palme, dem Europäischen Filmpreis „Felix“ und dem japanischen Preis Kyoto ausgezeichnet.

Andrzej Wajda wurde am 06.03.1926 in Suwałki geboren. Sein Filmdebüt aus dem Jahr 1955 „Die Generation“ erzählt von dem Schicksal der polnischen Jugendlichen in Warszawa während der Nazi-Besatzung. Die Filme von Andrzej Wajda gehören zum Kanon des Weltkinos, seine bekanntesten Werke sind „Diamant und Asche“, „Kanal“, „Lotna“, „Die unschuldigen Zauberer“, „Alles zu verkaufen“, „Die Hochzeit“, „Das gelobte Land“, „Der Mann aus Marmor“, „Katyń“ oder „Wałęsa”.

Sein letzter Film „Powidoki” ist ein diesjähriger Oscarkandidat für den besten fremdsprachigen Film. Während der Verleihung  des Oscars für sein Lebenswerk im Jahr 2000 sagte Andrzej: „Ich werde meine Rede auf Polnisch halten, da ich das sagen möchte, was ich denke, und ich denke immer auf Polnisch. Ich nehme diesen ehrwürdigen  Preis nicht nur als Anerkennung für mich,  sondern als Anerkennung für das ganze polnische Kino,  an. Die Themen unserer Filme waren die Brutalität des Faschismus und das Unglück, welches der Kommunismus mit sich brachte. Deswegen möchte ich mich bei den amerikanischen Freunden Polens sowie bei meinen Landsleuten bedanken, dass unser Land dank ihrer Hilfe zu der Familie der demokratischen Länder, zu der westlichen Zivilisation und den Institutionen und Strukturen, die die Sicherheit geben,  zurückkehren konnte. Ich möchte, dass das einzige Feuer, das von Menschen erfahren wird, das Feuer der großen Gefühle– der Liebe, der Dankbarkeit und der Solidarität ist.

Die Oscarstatuette schenkte Wajda als eine ewige Gabe dem Museum der Jagiellonen-Universität, wo sie neben seinen früheren Gaben: der Golenden Palme aus Cannes und dem Goldenen Löwen aus Venedig ausgestellt wird.

Die europäische Polonia würdigte das Lebenswerk des weltberühmten Regisseurs mit der Prestigeauszeichnung  Polonicus, die an Andrzej Wajda während der Feier aus dem Anlass der polnischen Staatsunabhängigkeit am 11.11.2014 im Präsidentenpalais in Warszawa übergeben wurde.

Wiesław Lewicki

Von links, Alexander Zając (Prezydent Konwentu Organizacji Polskich w Niemczech), Wiesław Lewicki (Prezydent Instytutu Polonicus),Joanna Fabisiak (Posłanka na Sejm RP), Andrzej Wajda (laureat nagrody Polonicus), Tadeusz Pilat (Prezydent Europejskiej Unii Wspólnot Polonijnych, Roman Smigielski (Sekretarz Generalny EUWP)

 

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