Die Jury des Preises POLONICUS hat beschlossen, Professor Leszek Balcerowicz mit dem diesjährigen Ehrenpreis für seine herausragenden Erfolge bei den marktwirtschaftlichen Transformationen in Polen und die Verbreitung des bürgerlichen Bewusstseins auszuzeichnen

Professor Leszek Balcerowicz war stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister in drei Regierungen der Republik Polen und der Vorsitzende der Polnischen Nationalbank.
Professor Balcerowicz ist zum Symbol der marktwirtschaftlichen Transformationen in der polnischen Wirtschaft nach dem Fall des Kommunismus in Polen 1989 geworden.
 
Eine Expertengruppe unter seiner Leitung erarbeitete im September 1989 einen Reformplan, der zu der makroökonomischen Stabilisation (vor allem zur Reduktion der Inflation) geführt hat und die Verwandlung der zentral gesteuerten Planwirtschaft zu der Markt-wirtschaft ermöglichte.

Dieser Plan wird wegen seines plötzlichen Verlaufs als „Schocktherapie“ bezeichnet und umgangssprachlich „Balcerowicz-Plan” genannt. Diesen Plan führten später mit unterschiedlichen Erfolgen weitere Länder des ehemaligen Ostblocks ein.

Die wirtschaftliche Systemumwandlung gehört zu den großen, weltweit anerkannten Erfolgen von Professor Balcerowicz. Angeblich wurde er von den Regierungen Russlands und Ukraine um Hilfe bei den Wirtschaftsreformen in beiden Ländern gebeten.

Seine Reformen werden in Polen nicht von allen für einen Erfolg gehalten – es ist schwierig, ein Prophet im eigenen Land zu sein.

Nach Auffassung von Professor Balcerowicz sind die öffentlichen Ausgaben ein Gebiet, das eine besondere Bedeutung für das Tempo der zukünftigen Entwicklung Polens spielt.  Es ist notwendig, das öffentliche Defizit sowie die laufenden Ausgaben und Steuern zu reduzieren.

Professor Balcerowicz betont in seinen öffentlichen Auftritten als Vorsitzender des Forums der Bürgerlichen Entwicklung, dass es notwendig ist, die Privatisierung zu vollenden, die Anzahl und

Qualität der Rechtsvorschriften zu verringern bzw. zu verbessern, das Rechtssystem zu verändern sowie Reformen im Forschungsbereich, Bildungssystem und System der Hochschulbildung durchzuführen.  

Alle diese Reformen setzen ein ständiges und intensives Engagement der bürgerlichen Gesellschaft voraus. Dieser Aspekt ist in einer Demokratie unabdingbar und wichtig für die schnelle Entwicklung.

Wiesöaw Lewicki

 

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