Mein Name ist Joanna Stanecka und ich bin eine polnische Schauspielerin, die schon seit ein paar Jahren in NWR wohnt. Ich habe Zwei Monologe zur Verfügung und einer von den beiden liegt mir besonders am Herzen, weil unabhängig von der Schriftstellerin (Maria Kuncewiczowa 1895 - 1989), die die Autorin des Romanes „Die Fremde“ ist (auf dessen Basis ich den Monolog geschrieben habe), der Text sehr aktuell geworden ist. Auf diese Reise der „Entwurzelten“ möchte ich Ihnen und das Publikum herzlich einladen.

Es geht um eine Emigrantin oder Imigrantin (es ist schwierig zu sagen) die ihr ganzes Leben in der fremden Umgebung ihre Identität sucht und versucht sich von ihrer Fremdheit zu befreien und sich letztendlich mit dieser Fremdheit von der Realität und die Menschen abzugrenzen. Das ist das Bild der Entfremdung und des Versuchs die Geborgenheit zu finden doch alles geht irgendwie schief. Außerdem ist es das schönste und tiefste Frauenbildnis, das ich in der Literatur je gefunden habe.

Bei den aktuell politisch heiklen Zeiten, in denen Abertausende unter weitaus drastischeren Bedingungen in die „Fremde" flüchten müssen, entwickelt der Stoff eine leise mahnende Brisanz: Die musikalisch hochbegabte Róża lebt trotz polnischer Wurzeln bis zu ihrem 16. Geburtstag in Russland. Hier ist und bleibt sie die „Polaczka“ - die Polin. Beim Umzug nach Warschau nimmt sie ein Studium als Geigerin auf. Doch auch in der neuen Heimat kennzeichnen sie ihr russischer Akzent, eine andere Mentalität und ihr dunkler Teint als Fremde. Trotz aller Schwierigkeiten schlägt sie Wurzeln, verliebt sich unglücklich, heiratet dann einen anderen Mann, empfängt zwei Kinder. Aber ihr Mann zeigt kein Interesse an ihrem Talent. Róża trifft die Entscheidung, sich zu rächen: an Polen, wo das Unglück sie getroffen hatte, an Russland und an Männern. Bald wird aus der ambitionierten Künstlerin und leidenschaftlichen, hübschen Frau ein zänkischer, verbitterter Mensch. Róża verliert sich in Verzweiflung. Ihr Leben lang suchte sie nach ihrer Identität und bleibt sich doch fremd. So wird sie niemals eine Heimat, niemals Ruhe finden. Iwona Jera und ich sind gebürtige Polinnen, die in Deutschland leben. Wir beide haben Erfahrungen als Fremde in einem unbekannten Land gesammelt. Wir beide sind Mütter. Unter Bezugnahme auf diese biografischen Berührungspunkte, hinterfragt deren Fassung von „Die Fremde / Cudzoziemka“ das Leben als „Ausländerin“ damals und heute ebenso wie das Trauma einer Trennung, das Thema der Mutter - Tochter, Mutter- Sohn Beziehung oder die Aspekte der Liebe. 

Besonders hier im Ruhrgebiet, wo so vielen Polen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, und auch nach dem Zweitem Krieg und später, mit ihren Familien aus dem früheren Königreich Polen, aus Masuren, der Kaschubei und auch Oberschlesien eingewandert sind, und hier in Bochum ganze Strassen bewohnten (zB. die bekannte Kortländer Strasse), das Schicksal der Róża (die Fremde) könnte innerhalb vieler Familien sehr vertraut wirken.

Die Premiere „Die Fremde / Cudzoziemka“ fand am 5.12.2014 im Polnischen Institut statt. Die erste Vorstellung wurde als moderne Installation gedacht. Ich hab diesen Monolog ein bisschen „umgebaut“ um meine Auftritte an traditionellen Bühnen (nicht wie im Polnischen Institut in großen zahlreichen Räumen)  zu ermöglichen, jedoch immer noch basierend auf meiner großen Inspiration - Regisseurin Iwona Jera.

Sie sind herzlichst zu dem Spektakel  in dem neueröffneten  

Theater „G“ in Patio bei Restaurant "Gdańska" am Altmarkt 3 in Oberhausen 

Sonntag 24. Januar um 17.00 Uhr

Spektekel dauert etwa  60 min. Eintritt 10 Euro n "Gdanska" zu erwerben.

Joanna Stanecka

www.joanna-stanecka.eu  

 

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