Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising sowie Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft, Prof. dr hab. inż. Piotr Małoszewski

Zu den Traditionen, die das Wirken des Hl. Korbinians – des ersten Bischofs von Freising (heute Erzbistum München und Freising) würdigen, gehört die Auszeichnung von vier Personen, die sich um das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising in besonderer Weise verdient gemacht haben. In diesem Jahr gehörte Prof. Dr. Piotr Małoszewski, Vertreter der polnischen katholischen Gemeinde in München, zu den Ausgezeichneten. Am 21. November 2015 verlieh ihm Kardinal Reinhard Marx die Korbinians-Medaille. Der Erzbischof von München und Freising würdigte in seiner Rede das über 20-jährige Engagement von Prof. Dr. Piotr Małoszewski für die ehrenamtliche Arbeit, insbesondere seinen Einsatz für die fremdsprachigen Katholiken, die zu einem integralen und bereichernden Teil der lokalen Kirche geworden sind. Er betonte auch den Beitrag von Prof. Małoszewski zu der Verständigung zwischen verschiedenen Nationen.

Professor Dr. Małoszewski ist ein aktives Mitglied der deutschen Polonia. In den Jahren 1993-2014 war er Mitglied des Ausschusses für Migranten des Diözese-Rates der nichtgeistlichen Katholiken. In diesem Ausschuss gelang es ihm, gemeinsam mit Vertretern aus Kroatien und Slowenien einen seit 1997 am Karfreitag stattfindenden Kreuzweg der Nationen zu organisieren. Dieser Kreuzweg, an dem Tausende ausländische und deutsche Katholiken teilnehmen, zieht durch das Zentrum von München durch. In den Jahren 2004 und 2010 gehörte er zu den Initiatoren der Wählerliste „Katholiken für München“, die an den Wahlen für den Ausländerbeirat beim Bürgermeister der Stadt München teilnahm. Die Kandidaten dieser (von allen ausländischen Seelsorgezentren vorgeschlagenen) Wählerliste sind Mitglieder des Ausländerbeirats beim Bürgermeister der Stadt München (die Hälfte dieser Wählerliste besteht aus Polen). 2002 gelang es Professor Małoszewski, Änderungen in der Satzung der Räte der nichtgeistlichen Katholiken im Erzbistum herbeizuführen, um Vertreter ausländischer Gemeinden in die Vorstände der erzbischöflichen Räte der nichtgeistlichen Katholiken einzuführen.

Seit 1996 ist er ein aktives Mitglied des Rates der nichtgeistlichen Katholiken der Region München und seit 2006 ununterbrochen dessen stellvertretender Vorsitzender. 2006 wurde er als erster Ausländer zum stellvertretenden Vorsitzenden des Rates gewählt. 2013 wurde er als Kandidat des Bundesverbandes der Ausländischen Katholiken in Deutschland in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gewählt. Seit 2002 ist Professor Piotr Małoszewski der stellvertretende Vorsitzende des Polnischen Seelsorgerates in Westeuropa und des Europäischen Rates der nichtgeistlichen Katholiken Westeuropas sowie Mitglied des Ritterordens des Heiligen Gottesgrabes in Jerusalem. Er nimmt als polnischer Vertreter einen regen Anteil an dem Leben des Ordens teil.

Für seinen Beitrag zu dem katholischen Leben in Deutschland verlieh ihm Papst Benedikt XVI 2007 den Orden des Heiligen Papstes Silvester.

Der Heilige Korbinian wurde 724 zum ersten Bischof in Freising. Er starb 730. Seine Reliquien brachte man aus Südtirol in eine Krypta in dem Dom in Freising am 20. November 768. Friedrich Kardinal Wetter stiftete am 1. Juli 1988 die Korbiniansmedaille als Zeichen der öffentlichen Anerkennung der in das Leben des Erzbistums besonders engagierten Persönlichkeiten. Die Korbiniansmedaille wird traditionell im Anschluss an den Pontifikalgottesdienst zum Korbiniansfest überreicht.

 

 

 

 

 

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