In diesem Jahr feiert die Gruppe den 31-sten Jahrestag der Entstehung und es wäre nichts Besonderes, wenn es sich  über die aus Mikrokristallen entstandenen Perlen, die jedem Liebhaber der Juwelen bekannt sind, handeln würde. In diesem Falle bewundern wir die 1985 an der Polnischen Katholischen Mission in Duisburg auf die Initiative von Pfarrer Jan Urbanek und unter der Führung der ersten Choreographin Barbara Twarowska entstandene Gruppe „Perełka”.

Die Gruppe bestand damals überwiegend aus Kindern, die in Begleitung von Akkordeon und Geige ihr Abenteuer mit dem Tanz angefangen haben. Danach wurde die Gruppe jahrelang von Anna Warzocha betreut. Sie führte die Arbeit ihrer Vorgängerin mit viel Herz und Engagement durch. Auf ihre Initiative entstand das Musical „Cats“, die Kostüme für die Aufführung wurden von ihr selbst genäht. Aleksandra Czekay-Mainart, die in Polen viele Jahre lang in der Folkloregruppe „Mazowsze“ tanzte, übernahm für 13 Jahre die Aufgaben der Choreographin. Die Gruppe führt drei Arten von Tänzen vor: Folkloretänze in Volkstrachten, nationale Tänze – Jungs in den Uniformen aus der Zeit Napoleons und die Mädchen in Hofkleidern sowie moderne Tänze, darunter Rock and Roll. Um die Gruppe auf einem entsprechend hohem künstlerischen Niveau zu halten und sie zu integrieren, finden jedes Jahr Workshops statt.  Zum Programm der Workshops gehören nicht nur Training sondern auch Spiele, Diskotheken, Wettbewerbe und Erwerb des Wissens. Bis jetzt fanden die Workshops in Concordia, Wilhelmshaven, Hamburg und Belgien statt.

Die Leiterin der Gruppe – Elżbieta Kempa legt großen Wert auf  die Teilnahme an den Workshops – sie betont, dass es äußerst wichtig ist, dass die Gruppenmitglieder sich wie eine Familie fühlen. Weil die Gruppe eine große Familie ist, in der sich jeder um jeden kümmert. Die Älteren helfen den Jüngeren, die Jungs den Mädchen, die Zöpfe werden zusammengeflochten, die Kränze gemeinsam aufgesetzt und die Schürzen gemeinsam angezogen. Auch das private Leben ist mit dem Leben der Gruppe verbunden. In „Perełka“ entstanden viele Freundschaften, einige Liebespaare haben dort zueinander gefunden. Ein sehr wichtiges Element der Arbeit ist auch die Integration der Eltern, die die Kinder zu den Proben bringen und sie während der Auftritte betreuen.

Die Eltern der derzeitigen Choreographin von „Perełka“ Agnieszka Słota ermöglichten ihr, bereits im Alter von 6 Jahren an Proben und Auftritten teilzunehmen und ihr Interesse für das Tanzen zu entwickeln. Mit der Zeit verwandelte sich das Spiel in eine Leidenschaft. Trotz der beruflichen Pflichten als Leiterin eines Kindergartens und des Familienlebens bereitet sie sich mit großem Engagement für die Vorbereitung und Durchführung der Choreographie vor. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, absolvierte sie ein Folklorestudium für Instrukteure von Polonia-Gruppen in Lublin, auch das von Aleksandra Czekay-Mainart übermittelte Wissen erwies sich als sehr hilfreich.

Freitag gehört der „Perelka” sagt Agnieszka mit einem Lächeln und betont, dass ihre, einige Monate alte Tochter auch eine Chance zum Tanzen von Krakowiak erhalten wird. „Wir sollen die Kinder ermutigen, die polnische Kultur kennenzulernen“ fügt Elżbieta Kempa, deren zwei Söhne jahrelang in der Gruppe getanzt haben und jetzt in Polen studieren, hinzu.

„Perełka” lädt alle Interessierten zu Proben, die jeden Freitag um 17.00 Uhr im Rathaus Duisburg – Hamobrn stattfinden, ein.

Text: Claudia Daniel

Fotos: Archiv der Gruppe

Artikel wurde in der Zeitung Samo Zycie veröffentlicht.

 

 

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